• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Jan. 29thKrieg gegen Amalek – oder ist der Gott des AT wirklich brutal und gemein?


      1. Samuel 15 Vers 1 bis 9

      Dieser Text in der Bibel wird immer wieder von denjenigen als „Beweis“ dafür angeführt, die sagen, dass Jehova hart und gemein sei. Daher hatte es uns gewundert, dass der Zoom Raum nicht aus allen Nähten geplatzt ist, als es im AkrivGottesdienst Thema war 

      Wir haben uns letzten Sonntag diesen Text gemeinsam ganz genau angesehen, worum geht es?

      Samuel fordert Saul auf, Krieg gegen Amalek zu führen und er hat einen guten Grund, warum dieser das tun solle:

      „So spricht Jehovah der Heerscharen: Ich will strafen, was Amalek an Israel tat, indem er sich ihm in den Weg stellte, als es aus Ägypten heraufzog.“

      ‭‭1. Samuel‬ ‭15:2‬ ‭SCH2000‬‬

      Sie hatten sich durch ihre eigene Härte Strafe verdient

      Was genau war seinerzeit passiert?

      Wir hatten „Glück“, denn wir hatten das gerade im Bibelgrundkurs gelesen gehabt, daher war es noch recht frisch im Gedächtnis:

      Wir hatten uns mit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten befasst und damit, dass sie immer wieder murrten, wenn es nicht so lief, wie sie sich das vorgestellt hatten. Sie waren wohl der Ansicht, dass es „nicht genug sei“, dass Jehova sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit hatte, sie wollten scheinbar nun so leben, wie im Schlaraffenland. Aber dem war nicht so. 

      Aus diesem Grund prüfte Jehova sie, so wie später Hiskia:

       „Als aber die Gesandten der Fürsten von Babel zu ihm geschickt wurden, um sich nach dem Wunder zu erkundigen, das im Land geschehen war, da verließ ihn Gott, um ihn auf die Probe zu stellen, damit er alles erkenne, was in seinem Herzen war.“

      ‭‭2. Chronik‬ ‭32:31‬ ‭SCH2000‬‬

      Daher zeigte er ihnen nicht, wo Wasser war, obwohl sie durch die Wüste gingen und großen Durst hatten. ER wollte, dass sie IHN um Wasser bitten. Aber das taten sie nicht, sondern sie murrten und litten Durst. Dadurch waren sie geschwächt 

      Die Amalektiter waren nicht nur ein Nomadenvolk und wussten, wo sie in der Wüste Wasser finden, sie waren sogar noch mit ihnen verwandt, denn sie stammten von Esau ab. Eigentlich hätte es die ganz normale damals übliche Gastfreundschaft geboten, dass sie den Israeliten zur Hilfe kommen und ihnen Wasser geben und ihnen zeigen, wie sie eigenständig Wasser finden können. Aber statt dessen griffen sie ihre geschwächten Verwandten an

      „Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Rephidim. Und Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer und zieh aus, kämpfe gegen Amalek! Morgen will ich auf der Spitze des Hügels stehen, mit dem Stab Gottes in meiner Hand. Und Josua machte es so, wie Mose ihm sagte, und er kämpfte gegen Amalek. 

      Mose aber und Aaron und Hur stiegen auf die Spitze des Hügels. Und es geschah, solange Mose seine Hand aufhob, hatte Israel die Oberhand; wenn er aber seine Hand sinken ließ, hatte Amalek die Oberhand. Aber die Hände Moses wurden schwer, darum nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn, und er setzte sich darauf. Aaron aber und Hur stützten seine Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging. Und Josua überwältigte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes. 

      Da sprach der Jehovah zu Mose: Schreibe das zum Gedenken in ein Buch und präge es den Ohren Josuas ein: Ich will das Andenken Amaleks ganz und gar austil­gen unter dem Himmel! Und Mose baute einen Altar und nannte ihn »Jehovah ist mein Kriegsbanner«. Und er sprach: Weil eine Hand [zum Schwur erhoben] ist auf dem Thron Jehovahs, soll der Krieg des Herrn Jehovah gegen Amalek währen von Geschlecht zu Geschlecht!“

      ‭‭2. Mose‬ ‭17:8-16‬ ‭SCH2000‬‬

      Als sie 40 Jahre später kurz vor dem verheißenen Land stehen, erinnert Jehova sie daran:

      „Gedenke daran, was dir Amalek antat auf dem Weg, als ihr aus Ägypten gezogen seid; wie er dir auf dem Weg entgegentrat und deine Nachhut abschnitt, alle Schwachen, die zurückgeblieben waren, als du müde und matt warst, und wie er Gott nicht fürchtete. Wenn dir nun der Jehovah, dein Gott, Ruhe gegeben hat vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, das der Jehovah, dein Gott, dir als Erbe gibt, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du das Andenken an Amalek unter dem Himmel vertilgen; vergiss es nicht!“

      ‭‭5. Mose‬ ‭25:17-19‬ ‭SCH2000‬‬

      Da wir ja die Bibel als Ganzes lesen wollen, als „Geschichte aus Gottes Sicht“, ist es ganz wichtig, dass wir uns dies einprägen, um zu verstehen, was passiert und warum Jehova so reagiert 


      Warum müssen die Kinder für die Sünde der Väter büßen?

      Aber das war ja nun 400 Jahre her! Warum sollte Jehovah da so „nachtragend“ sein? 
      Nun schauen wir uns die näheren Jahre an:

      Und er versammelte zu sich die Kinder Ammon und Amalek; und er zog hin und schlug Israel, und sie nahmen die Palmenstadt in Besitz.
      Elberfelder – Richter 3,13

      Und es geschah, wenn Israel gesät hatte, so zogen Midian und Amalek und die Söhne des Ostens herauf, sie zogen herauf wider sie. Und sie lagerten sich wider sie und verdarben den Ertrag des Landes bis nach Gasa hin; und sie ließen keine Lebensmittel in Israel übrig, weder Kleinvieh, noch Rind, noch Esel. Denn sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten, sie kamen wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer und ihrer Kamele war keine Zahl; und sie kamen in das Land, um es zu verderben.
      Elberfelder 1905 – Richter 6,3–5

      Und Midian und Amalek und alle Söhne des Ostens lagen im Tale, wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer Kamele war keine Zahl, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge.
      Elberfelder 1905 – Richter 7,12

      Es gab also „niemals Ruhe“ – sondern immer und immer wieder war der Angriff von Seiten der Amalekiter ausgegangen. Und dieser langen Feindschaft von seitens von Amalek sollte nun unter Saul ein Ende bereitet werden!

      (Quelle: Thoms Blog)

      Das verheißene Land 

      Wir erinnern uns an die Prophezeiung, die Jehova Abraham gab, als sich dieser von Lot und dessen Herden trennte. Er versprach ihm ein bestimmtes Gebiet für Abraham und dessen Nachkommen – auf unabsehbare Zeit

      „An jenem Tag machte Jehovah einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat: die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, die Hetiter, die Pheresiter, die Rephaiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter.“

      ‭‭1. Mose‬ ‭15‬:‭18‬-‭21‬ ‭SCH2000‬‬

      Allen Nachkommen Abrahams war diese Verheißung bekannt, auch den Amalekitern, denn diese stammten durch seinen Enkel Esau ebenfalls von ihm ab

      Thom hatte eine Karte eingeblendet, auf der wir genau sehen konnten, was alles mit dazu gehörte und wo die Grenzen waren. Daran konnten wir gut erkennen, dass das Land, das Jehova Abraham gab, deutlich größer war, als das, was wir heute als „das verheißene Land“ kennen. Woran liegt das?

      Einen Teil hatte bereits Lot mit seinen Herden bekommen, Ismael war bereits mit der Mutter wieder nach Ägypten gegangen und kurz, bevor Abraham starb, schickte er auch seine Söhne, die er von Ketura hatte, weg, da allein Isaak der Erbe des Bundes sein sollte. 

      Jeder der anderen Söhne bekam ein eigenes Gebiet zugewiesen und wenn Esau auf den Vater und dessen Segen gehört hätte, gäbe es in diesem „verheißenen Land“ jetzt keine Amalekiter. 

      Hier war also nichts unfair, auch wenn es auf dem ersten Blick so wirken sollte

      Halten wir also fest:

      Die Amalekiter befanden sich in einem Gebiet, das nicht ihnen gehörte, sie hatten ein eigenes zugewiesen bekommen

      Wenn ich also in die Wohnung von Nachbarn ziehe, während diese im Urlaub sind und die kommen dann zurück und wollen in ihre Wohnung, dann habe ich absolut keinerlei Ansprüche und sollte bestenfalls die Wohnung verlassen und woanders hin gehen. Es gab ja keine Not – sie hatten ja in gewissem Sinne ihre „eigene Wohnung“


      Sie mussten nicht sterben 

      „Und Saul ließ den Kenitern sagen: Geht fort, weicht, zieht weg aus der Mitte der Amalekiter, damit ich euch nicht mit ihnen aufreibe; denn ihr habt Gnade an allen Kindern Israels erwiesen, als sie aus Ägypten heraufzogen! So zogen die Keniter aus der Mitte von Amalek weg.“

      ‭‭1. Samuel‬ ‭15‬:‭6‬ ‭SCH2000‬‬

      Bevor Saul loslegt, lässt er die Keniter warnen, die ebenfalls in dem Gebiet leben und an denen nicht „der Bann Jehovas“ vollstreckt werden sollte 

      „Ok, aber er ließ ja nur diese warnen, hatten wir nicht gelesen, dass er einen Hinterhalt legte und dann über die Amalekiter herfiel?“ (der Vers davor und der danach)

      Ja, das haben wir so gelesen. Allerdings hätten sie es mitbekommen können

      Thom brachte das Beispiel, was passiert, wenn dein Haus, in dem du lebst, brennt. Die Feuerwehr geht umher und klingelt im ganzen Haus und fordert die Bewohner auf, aus Sicherheitsgründen das Haus zu verlassen. Nur bei dir klingeln sie nicht

      Was tust du? Bleibst du weiter im Haus und verbrennst lieber, weil sie nicht auch bei dir geklingelt haben?

      Man würde doch direkt nach dem ersten Klingeln auch das Haus verlassen, oder?

      Die drei Punkte noch mal:

      • sie hatten sich durch ihre eigene Härte Strafe verdient, denn sie haben sich im Laufe der Zeit nicht verändert
      • Sie befanden sich „in der falschen Wohnung“ und hatten eine Alternative 
      • Und sie waren gewarnt worden, spätestens dadurch, dass ein ganzes Volk unter ihnen fluchtartig das Land verließen


      Soweit zu dem Teil von letzter Woche. 

      Wir wünschen euch noch einen schönen Abend, eine erholsame Nacht und eine gesegnete Woche 😘


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 29thSie wurden gewarnt und hatten eine Alternative

      Halten wir also fest:

      Die Amalekiter befanden sich in einem Gebiet, das nicht ihnen gehörte, sie hatten ein eigenes zugewiesen bekommen

      Wenn ich also in die Wohnung von Nachbarn ziehe, während diese im Urlaub sind und die kommen dann zurück und wollen in ihre Wohnung, dann habe ich absolut keinerlei Ansprüche und sollte bestenfalls die Wohnung verlassen und woanders hin gehen. Es gab ja keine Not – sie hatten ja in gewissem Sinne ihre „eigene Wohnung“

      Sie mussten nicht sterben 

      „Und Saul ließ den Kenitern sagen: Geht fort, weicht, zieht weg aus der Mitte der Amalekiter, damit ich euch nicht mit ihnen aufreibe; denn ihr habt Gnade an allen Kindern Israels erwiesen, als sie aus Ägypten heraufzogen! So zogen die Keniter aus der Mitte von Amalek weg.“

      ‭‭1. Samuel‬ ‭15‬:‭6‬ ‭SCH2000‬‬

      Bevor Saul loslegt, lässt er die Keniter warnen, die ebenfalls in dem Gebiet leben und an denen nicht „der Bann Jehovas“ vollstreckt werden sollte 

      „Ok, aber er ließ ja nur diese warnen, hatten wir nicht gelesen, dass er einen Hinterhalt legte und dann über die Amalekiter herfiel?“ (der Vers davor und der danach)

      Ja, das haben wir so gelesen. Allerdings hätten sie es mitbekommen können

      Thom brachte das Beispiel, was passiert, wenn dein Haus, in dem du lebst, brennt. Die Feuerwehr geht umher und klingelt im ganzen Haus und fordert die Bewohner auf, aus Sicherheitsgründen das Haus zu verlassen. Nur bei dir klingeln sie nicht

      Was tust du? Bleibst du weiter im Haus und verbrennst lieber, weil sie nicht auch bei dir geklingelt haben?

      Man würde doch direkt nach dem ersten Klingeln auch das Haus verlassen, oder?

      Die drei Punkte noch mal:

      • sie hatten sich durch ihre eigene Härte Strafe verdient, denn sie haben sich im Laufe der Zeit nicht verändert
      • Sie befanden sich „in der falschen Wohnung“ und hatten eine Alternative 
      • Und sie waren gewarnt worden, spätestens dadurch, dass ein ganzes Volk unter ihnen fluchtartig das Land verließen

      Soweit zu dem Teil von letzter Woche. 


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 29thDas „Verheißene Land“ und die Amalekiter

      Das verheißene Land 

      Wir erinnern uns an die Prophezeiung, die Jehova Abraham gab, als sich dieser von Lot und dessen Herden trennte. Er versprach ihm ein bestimmtes Gebiet für Abraham und dessen Nachkommen – auf unabsehbare Zeit

      „An jenem Tag machte Jehovah einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat: die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, die Hetiter, die Pheresiter, die Rephaiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter.“

      ‭‭1. Mose‬ ‭15‬:‭18‬-‭21‬ ‭SCH2000‬‬

      Allen Nachkommen Abrahams war diese Verheißung bekannt, auch den Amalekitern, denn diese stammten durch seinen Enkel Esau ebenfalls von ihm ab

      Thom hatte eine Karte eingeblendet, auf der wir genau sehen konnten, was alles mit dazu gehörte und wo die Grenzen waren. Daran konnten wir gut erkennen, dass das Land, das Jehova Abraham gab, deutlich größer war, als das, was wir heute als „das verheißene Land“ kennen. Woran liegt das?

      Einen Teil hatte bereits Lot mit seinen Herden bekommen, Ismael war bereits mit der Mutter wieder nach Ägypten gegangen und kurz, bevor Abraham starb, schickte er auch seine Söhne, die er von Ketura hatte, weg, da allein Isaak der Erbe des Bundes sein sollte. 

      Jeder der anderen Söhne bekam ein eigenes Gebiet zugewiesen und wenn Esau auf den Vater und dessen Segen gehört hätte, gäbe es in diesem „verheißenen Land“ jetzt keine Amalekiter. 

      Hier war also nichts unfair, auch wenn es auf dem ersten Blick so wirken sollte

      Halten wir also fest:

      Die Amalekiter befanden sich in einem Gebiet, das nicht ihnen gehörte, sie hatten ein eigenes zugewiesen bekommen

      Wenn ich also in die Wohnung von Nachbarn ziehe, während diese im Urlaub sind und die kommen dann zurück und wollen in ihre Wohnung, dann habe ich absolut keinerlei Ansprüche und sollte bestenfalls die Wohnung verlassen und woanders hin gehen. Es gab ja keine Not – sie hatten ja in gewissem Sinne ihre „eigene Wohnung“


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 29thWomit hatten sich die Amalekiter diese Härte Jehovas verdient?


      1. Samuel 15 Vers 1 bis 9

      Krieg gegen Amalek – oder ist der Gott des AT wirklich brutal und gemein?

      Dieser Text in der Bibel wird immer wieder von denjenigen als „Beweis“ dafür angeführt, die sagen, dass Jehova hart und gemein sei. Daher hatte es uns gewundert, dass der Zoom Raum nicht aus allen Nähten geplatzt ist, als es im AkrivGottesdienst Thema war 

      Wir haben uns letzten Sonntag diesen Text gemeinsam ganz genau angesehen, worum geht es?

      Samuel fordert Saul auf, Krieg gegen Amalek zu führen und er hat einen guten Grund, warum dieser das tun solle:

      „So spricht Jehovah der Heerscharen: Ich will strafen, was Amalek an Israel tat, indem er sich ihm in den Weg stellte, als es aus Ägypten heraufzog.“

      ‭‭1. Samuel‬ ‭15:2‬ ‭SCH2000‬‬

      Was genau war seinerzeit passiert?

      Wir hatten „Glück“, denn wir hatten das gerade im Bibelgrundkurs gelesen gehabt, daher war es noch recht frisch im Gedächtnis:

      Wir hatten uns mit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten befasst und damit, dass sie immer wieder murrten, wenn es nicht so lief, wie sie sich das vorgestellt hatten. Sie waren wohl der Ansicht, dass es „nicht genug sei“, dass Jehova sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit hatte, sie wollten scheinbar nun so leben, wie im Schlaraffenland. Aber dem war nicht so. 

      Aus diesem Grund prüfte Jehova sie, so wie später Hiskia:

       „Als aber die Gesandten der Fürsten von Babel zu ihm geschickt wurden, um sich nach dem Wunder zu erkundigen, das im Land geschehen war, da verließ ihn Gott, um ihn auf die Probe zu stellen, damit er alles erkenne, was in seinem Herzen war.“

      ‭‭2. Chronik‬ ‭32:31‬ ‭SCH2000‬‬

      Daher zeigte er ihnen nicht, wo Wasser war, obwohl sie durch die Wüste gingen und großen Durst hatten. ER wollte, dass sie IHN um Wasser bitten. Aber das taten sie nicht, sondern sie murrten und litten Durst. Dadurch waren sie geschwächt 

      Die Amalektiter waren nicht nur ein Nomadenvolk und wussten, wo sie in der Wüste Wasser finden, sie waren sogar noch mit ihnen verwandt, denn sie stammten von Esau ab. Eigentlich hätte es die ganz normale damals übliche Gastfreundschaft geboten, dass sie den Israeliten zur Hilfe kommen und ihnen Wasser geben und ihnen zeigen, wie sie eigenständig Wasser finden können. Aber statt dessen griffen sie ihre geschwächten Verwandten an

      „Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Rephidim. Und Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer und zieh aus, kämpfe gegen Amalek! Morgen will ich auf der Spitze des Hügels stehen, mit dem Stab Gottes in meiner Hand. Und Josua machte es so, wie Mose ihm sagte, und er kämpfte gegen Amalek. 

      Mose aber und Aaron und Hur stiegen auf die Spitze des Hügels. Und es geschah, solange Mose seine Hand aufhob, hatte Israel die Oberhand; wenn er aber seine Hand sinken ließ, hatte Amalek die Oberhand. Aber die Hände Moses wurden schwer, darum nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn, und er setzte sich darauf. Aaron aber und Hur stützten seine Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging. Und Josua überwältigte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes. 

      Da sprach der Jehovah zu Mose: Schreibe das zum Gedenken in ein Buch und präge es den Ohren Josuas ein: Ich will das Andenken Amaleks ganz und gar austil­gen unter dem Himmel! Und Mose baute einen Altar und nannte ihn »Jehovah ist mein Kriegsbanner«. Und er sprach: Weil eine Hand [zum Schwur erhoben] ist auf dem Thron Jehovahs, soll der Krieg des Herrn Jehovah gegen Amalek währen von Geschlecht zu Geschlecht!“

      ‭‭2. Mose‬ ‭17:8-16‬ ‭SCH2000‬‬

      Als sie 40 Jahre später kurz vor dem verheißenen Land stehen, erinnert Jehova sie daran:

      „Gedenke daran, was dir Amalek antat auf dem Weg, als ihr aus Ägypten gezogen seid; wie er dir auf dem Weg entgegentrat und deine Nachhut abschnitt, alle Schwachen, die zurückgeblieben waren, als du müde und matt warst, und wie er Gott nicht fürchtete. Wenn dir nun der Jehovah, dein Gott, Ruhe gegeben hat vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, das der Jehovah, dein Gott, dir als Erbe gibt, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du das Andenken an Amalek unter dem Himmel vertilgen; vergiss es nicht!“

      ‭‭5. Mose‬ ‭25:17-19‬ ‭SCH2000‬‬

      Da wir ja die Bibel als Ganzes lesen wollen, als „Geschichte aus Gottes Sicht“, ist es ganz wichtig, dass wir uns dies einprägen, um zu verstehen, was passiert und warum Jehova so reagiert 

      Sie hatten zwar später im Laufe der Jahre immer wieder Krieg geführt, aber das Volk der Amalekiter gab es immer noch

      Thom hatte in der vergangenen Woche bereits einiges dazu bei sich gebloggt, wir lesen auszugsweise:

      Warum müssen die Kinder für die Sünde der Väter büßen?

      Aber das war ja nun 400 Jahre her! Warum sollte Jehovah da so „nachtragend“ sein? 
      Nun schauen wir uns die näheren Jahre an:

      Und er versammelte zu sich die Kinder Ammon und Amalek; und er zog hin und schlug Israel, und sie nahmen die Palmenstadt in Besitz.
      Elberfelder – Richter 3,13

      Und es geschah, wenn Israel gesät hatte, so zogen Midian und Amalek und die Söhne des Ostens herauf, sie zogen herauf wider sie. Und sie lagerten sich wider sie und verdarben den Ertrag des Landes bis nach Gasa hin; und sie ließen keine Lebensmittel in Israel übrig, weder Kleinvieh, noch Rind, noch Esel. Denn sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten, sie kamen wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer und ihrer Kamele war keine Zahl; und sie kamen in das Land, um es zu verderben.
      Elberfelder 1905 – Richter 6,3–5

      Und Midian und Amalek und alle Söhne des Ostens lagen im Tale, wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer Kamele war keine Zahl, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge.
      Elberfelder 1905 – Richter 7,12

      Es gab also „niemals Ruhe“ – sondern immer und immer wieder war der Angriff von Seiten der Amalekiter ausgegangen. Und dieser langen Feindschaft von seitens von Amalek sollte nun unter Saul ein Ende bereitet werden!

      (


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 8thWieso kann Jehova das zulassen, dass 30.000 Istaeliten sterben?

      „In der Schlacht kämpften die Philister verbissen. Und wieder schlugen sie ihre Feinde vernichtend. 30.000 Israeliten fielen, die übrigen flohen und verkrochen sich in ihren Häusern. Unter den Gefallenen waren auch Hofni und Pinhas, die beiden Söhne Elis. Die Bundeslade Gottes nahmen die Philister als Beute mit.“

      ‭‭1. Samuel‬ ‭4:10-11‬ ‭HFA‬‬

      Also 30.000 Frauen verlieren ihren Mann und noch mehr Kinder ihren Vater 

      Aber was hatten wir zuvor gelesen? Sie waren ja alleine in den Krieg gezogen, ER hat sie machen lassen, auf ihre Art und daher ohne seine Hilfe 

      „Ich selbst werde mich gegen euch wenden, ihr werdet von euren Feinden geschlagen und unterdrückt. Ständig seid ihr auf der Flucht, selbst wenn euch niemand verfolgt!“

      ‭‭3. Mose‬ ‭26:17‬ ‭HFA‬‬

      „Der Herr wird euch euren Feinden ausliefern. Sie werden euch in alle Himmelsrichtungen auseinanderjagen. Mit Grauen werden alle Völker der Welt euer Schicksal verfolgen.“

      ‭‭5. Mose‬ ‭28:25‬ ‭HFA‬‬

      Das hört sich an, als führt er nun selbst Krieg gegen sie, aber er zieht ja nur seine Hand von ihnen zurück und ohne IHN ist immer Verlust angesagt, ohne IHN kannst du es vergessen 

      Damit sie verstehen, warum sie verlieren 


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 15thWas war eigentlich GOTTES Plan?

      Soviel zum Thema dass Jehova ein brutaler Gott ist und Schuld am Tod so vieler unschuldiger Menschen
      Behalten wir diesen Text bitte auch weiterhin im Hinterkopf, wenn wir Josua und Richter lesen. Wir haben ihn in den letzten Wochen ja immer wieder im Gottesdienst gehabt:
      Jehova hat uns allen einen freien Willen gegeben und wir können uns entscheiden, wie wir wollen – aber wir müssen dann auch die Konsequenzen von unseren Entscheidungen und Handeln tragen. Soviel zum Thema dass Jehova ein brutaler Gott ist und Schuld am Tod so vieler unschuldiger Menschen
      Behalten wir diesen Text bitte auch weiterhin im Hinterkopf, wenn wir Josua und Richter lesen. Wir haben ihn in den letzten Wochen ja immer wieder im Gottesdienst gehabt:
      Jehova hat uns allen einen freien Willen gegeben und wir können uns entscheiden, wie wir wollen – aber wir müssen dann auch die Konsequenzen von unseren Entscheidungen und Handeln tragen


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 2ndWarum die Menschen in Jericho geblieben sind – und warum deren Vernichtung nicht wirklich auf das Konto Jehovas ging

      Heute war unser erster Gottesdienst per Zoom und wir hatten erstmals zwei Teilnehmer zusammen im Raum. Gott sei Dank lief es besser, als wir dachten🤗.

      Nach dem wir das ganze Kapitel 6 von Josua gelesen haben, wurden wir gleich auf etwas aufmerksam gemacht, was uns so nicht ins Auge gesprungen wäre:

      Gleich im ersten Vers lesen wir, dass der König von Jericho die Tore verschließen ließ, weil man Angst vor den Israeliten hatte. Dass die umliegenden Völker Angst vor den Israeliten hatten, haben wir bereits im Kapitel 2 gelesen, als Rahab sagt: „Ich weiß, dass der Herr eurem Volk dieses Land geben wird. Wir haben große Angst. Jeder hier zittert vor euch. Wir haben gehört, dass der Herr euch einen Weg durch das Schilfmeer gebahnt hat, als ihr aus Ägypten gekommen seid. Wir wissen auch, was ihr mit den Amoritern und ihren Königen Sihon und Og auf der anderen Jordanseite gemacht habt: Ihr habt sie völlig vernichtet. Als wir das hörten, waren wir vor Angst wie gelähmt. Jeder von uns hat den Mut verloren. Der Herr, euer Gott, ist der wahre Gott oben im Himmel und hier unten auf der Erde.“ Josua‬ ‭2:9-11‬ ‭HFA‬‬

      Genau das war Gottes Plan gewesen. Er wollte die Völker nicht töten, sondern vor seinem Volk her vertreiben: „Den Völkern, zu denen ihr kommt, werde ich Angst und Schrecken einjagen; aus lauter Verwirrung werden eure Feinde Hals über Kopf vor euch fliehen. Aber ich werde sie nicht alle auf einmal vertreiben, sonst ist das Land menschenleer und öde, und die wilden Tiere vermehren sich so sehr, dass sie euch schaden. Ich werde die Bewohner des Landes nach und nach vertreiben, bis euer Volk so groß geworden ist, dass ihr ganz Kanaan in Besitz nehmen könnt.“ 2. Mose‬ ‭23:27, 29-30‬ ‭HFA‬‬

      Nun wieder zurück zum ersten Vers von Kapitel 6, wir lesen in Vers 1: „In Jericho hatte man aus Angst vor den Israeliten sämtliche Tore fest verriegelt. Niemand kam mehr heraus oder hinein.“
      ‭‭
      Also: wer war hier brutal und schuld am Tod der vielen Menschen – Jehova?

      Nein, es war der König von Jericho, der die Stadt verrammeln ließ, so dass der Feind nicht herein kam, aber auch das Volk nicht mehr fliehen konnte. Er war verantwortlich dafür, dass sie sich noch in der Stadt befanden und somit dann umkamen, als die Iraeliten die Stadt stürmten.

      Außerdem hatten sie 6 Tage Zeit zu fliehen, denn das Volk umrundete 6 Tage hintereinander die Stadt. Dies war jetzt keine tagesfüllende Sache, denn wir haben auf der Karte gesehen, wie groß die Stadt eigentlich war und dass man nicht mehr als eine Stunde brauchen würde, um die Stadt zu umrunden. Den Rest des Tages hätte es sicherlich Möglichkeiten gegeben. In einigen Wochen lesen wir in Kapitel 9 von den Gibeonitern, die eine List anwandten. In dem Zusammenhang wird klar, dass auch der König von Jericho eine Chance gehabt hätte: zum einen hätten er und sein Volk fliehen können, aber zum anderen hätte er sich und die Stadt auch ergeben können. Dann wären sie alle am Leben geblieben, nur halt als Untergebene des Volkes Israel. Aber mal ehrlich, was wäre besser?

      Aber wir sehen, dass die Verantwortung auf keinen Fall bei Jehova lag, sondern bei dem König von Jericho.

      Noch ein Punkt, den wir herausgearbeitet haben, war, dass es keine militärische Aktion war, sondern eher eine religiöse Prozession. Das erkennt man daran, dass die Priester mit der Bundeslade vor den Israeliten her gingen und das Horn bliesen und nicht die Trompete, wie es bei einem Kriegszug gewesen wäre.


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    • Sep. 2ndHesekiel 9 – Ist Jehova wirklich brutal?

      Ein Widerspruch?
      Heute lesen wir in Hesekiel die Kapitel 9 bis 12. Wir erfahren, dass Hesekiel zu dem 10StämmeReich gehörte und mit den anderen in Assyrien im Exil ist. Er prophezeit für den Rest der Istaeliten, die zum Stamm Juda gehören und unter anderem in Jerusalem leben
      Warum ist das jetzt wichtig und was hat es mit der Aussage auf dem Bild zu tun?

      Diese Kapitel zählen mit zu denen, aus denen immer aus dem Zusammenhang gerissene Verse herangezogen werden um zu „beweisen“, dass der Gott des AT ein anderer ist als der im NT und dass er sehr brutal und unfair sei. Wir lesen davon, dass ganze Völker umgebracht oder als Gefangene uns Exil geführt werden sollen – auch die Frauen und die Kinder

      Jetzt ist es wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass Jehova viele Jahre zuvor bereits die Propheten geschickt hatte, um sein Volk zu warnen (wir haben ja bereits Jesaja, Jeremia, Amos, Micha usw gelesen, das heißt, dass diese Propheten bereits da waren). Leider hörte das Volk nicht auf sie und so schickte Jehova diejenigen, die den Krieg und das Gemetzel überlebten, nach Assyrien in die Gefangenschaft (besser gesagt: er ließ das zu). Dies wussten die anderen vom Stamm Juda, es war kein Geheimnis. Da Jehova zuvor immer wieder davor gewarnt hatte, dass sie doch bitte umkehren sollen, damit er sie nicht Strafen müsse, war ganz klar, dass dies die Strafe Jehovas war.

      Hatte dies Einfluss auf das Leben der im Land verbliebenen Juden? Änderten sie irgendwas an ihrem Verhalten?

      Wir lesen in Hesekiel, welche schockierenden Zustände in Jerusalem herrschten. Sie waren nicht nur schlimmer als die vom 10StämmeReich – nein, sie waren sogar noch schlimmer als diejenigen, die Jehova nicht kannten und andere Götter angebetet haben. Wie furchtbar! Wir beschäftigen uns im Bibelgrundkurs gerade mit den 10 Geboten und hatten diese Woche das Gebot betrachtet, dass man den Namen Jehovas nicht in respektloser Weise benutzen solle. Um zu vermeiden, dies aus versehen zu tun, benutzten die meisten Juden den Namen überhaupt nicht mehr. Aber das, was wir hier gerade in Hesekiel über die Zustände in Israel lesen, ist schlimmer, als alles, was die Götzenanbeter und die gottlosen taten. Stellen wir uns mal vor, in welchem Ruf dadurch Jehova und sein Name kam😮🙄, schließlich waren sie ja SEIN Volk!!!

      Jehova hatte auch die Juden immer und immer wieder gewarnt, dass er eingreifen müsse, wenn sie nicht endlich zur Vernunft kommen würden. Dass er dies auch tun würde, hatte er ja bereits beim 10StämmeReich bewiesen. Trotzdem machten sie weiter

      Was dann passiert und was er bereits angedroht hatte, ist nur die logische Schlussfolgerung ihrer Handlungen, für die sie selbst verantwortlich waren. Und wer ist für seine Kinder verantwortlich? Die Eltern und in allererster Linie die Väter. Also ist das Leid, was dann über die Menschen kommt, nicht das was ein böser grausamer und brutaler Gott tut, sondern eigentlich „nur“ die Konsequenz von ihrem Handeln

      Wir wissen, dass nachher nicht alle zu Tode kommen. Es gibt eine große Gruppe, die dann von den Babyloniern als Kriegsgefangene mitgenommen werden (und dort auch weiterhin Jehova an ihrer Seite hatten) und einige, die im Land verblieben. Sicherlich werden diejenigen Familien, die bei all dem umkommen, nicht zufällig ausgewählt sein

      Wir sehen, dass das, was wir in Hesekiel heute lesen und der Text von diesem schönen Bild sich auf garkeinen Fall widersprechen

      Wir wünschen euch allen einen schönen und gesegneten Tag 😘


      by Jule with no comments yet
    • Aug. 16thWahre oder falsche Propheten – woran kann ich das eigentlich erkennen?

      Heute lesen wir im Bibelbuch Jeremia die Kapitel 25 – 28. Es ist etwas verwirrend, denn mit einem. Mal taucht ein weiterer Prophet auf, Hananja, der auch „im Namen Jehovas“ spricht, aber das Gegenteil von Jeremia sagt.

      Was denn nun? Weiß der Allmächtige des Universums nicht, was er will? Wer ist denn nun der wahre Prophet und wer der falsche?

      Wir heute wissen, dass es Jeremia ist, denn es gibt ein Bibelbuch mit seinem Namen, aber keins von Hananja. Aber damit nicht genug wissen wir, dass die Prophezeiung von Jeremia eingetroffen ist. Jehova sagt in Mose, dass wir daran die richtigen Propheten erkennen würden
      „Die Völker, die ihr vertreibt, hören auf Magier und Wahrsager. Doch euch hat der Herr, euer Gott, dies verboten. Er wird euch einen Propheten wie mich senden, einen Mann aus eurem Volk. Auf den sollt ihr hören! Ihr selbst habt euch dies am Berg Horeb vom Herrn gewünscht. Als ihr dort versammelt wart, habt ihr gesagt: »Wenn wir weiter die Stimme des Herrn, unseres Gottes, hören, gehen wir zugrunde. Wir können auch dieses gewaltige Feuer nicht länger ertragen, sonst sterben wir!« Der Herr antwortete mir damals: »Die Israeliten haben recht. Ich will ihnen auch in Zukunft einen Propheten senden wie dich, einen Mann aus ihrem Volk. Ihm werde ich meine Worte eingeben, und er wird sie den Israeliten mitteilen. Wer nicht auf das hört, was er in meinem Namen sagt, den werde ich dafür zur Rechenschaft ziehen. Wenn aber der Prophet überheblich wird und etwas in meinem Namen sagt, was ich ihm nicht befohlen habe, oder wenn er im Namen anderer Götter spricht, dann muss er sterben.« Ihr fragt euch vielleicht: Woher wissen wir, ob jemand im Auftrag des Herrn spricht oder nicht? Nun, wenn ein Prophet im Namen des Herrn etwas ankündigt und es trifft nicht ein, dann waren seine Worte nicht vom Herrn. Er hat eigenmächtig geredet, und ihr braucht ihn nicht ernst zu nehmen.“
      ‭‭5. Mose‬ ‭18:14-22‬ ‭HFA‬‬

      Nun ist das ja im Nachhinein einfach. Aber was, wenn wir zu der Zeit gelebt hätten? Wem hätten wir glauben sollen, wo wir doch noch nicht den Ausgang der Sache kannten?

      Im Kapitel 23, das wir gestern gelesen haben, haben wir eine ganze Menge Anhaltspunkte dazu:
      „Über die Propheten sagte Jeremia: »Mir bricht das Herz, ich zittere am ganzen Leib. Ich taumle wie ein Betrunkener, der vom Wein benommen ist. Denn die Worte des Herrn, des heiligen Gottes, haben mich getroffen. Unser Land ist voll von Ehebrechern, darum lastet Gottes Fluch auf uns. Ausgedörrt ist das Land, vertrocknet sind die Weideplätze in der Wüste. Die Propheten haben einen falschen Weg eingeschlagen, sie missbrauchen ihre Macht. So spricht der Herr: Gottlos sind sie alle – Priester und Propheten. Und selbst in meinem Tempel muss ich ihr Treiben mit ansehen! Doch die Wege, die sie gehen, werden glatt und schlüpfrig sein; in die Dunkelheit wird man sie stoßen, und dort kommen sie zu Fall! Ja, ich lasse Unheil über sie hereinbrechen, ich, der Herr! Es kommt der Tag, an dem ihre Strafe sie trifft. Unter den Propheten von Samaria habe ich Abscheuliches gesehen: Sie haben im Namen des Gottes Baal geweissagt und mein Volk in die Irre geführt. Aber was ich unter den Propheten von Jerusalem sehe, ist noch viel erschreckender: Sie begehen Ehebruch, sie lügen und betrügen; und den, der ein gottloses Leben führt, bestärken sie noch darin, anstatt ihn davon abzubringen. In meinen Augen sind sie keinen Deut besser als die Einwohner von Sodom und Gomorra! Darum spreche ich, der Herr, der allmächtige Gott, dieses Urteil über die Propheten: Ich werde ihnen bittere Kost zu essen und giftiges Wasser zu trinken geben. Denn die Propheten von Jerusalem haben die Gottlosigkeit im ganzen Land verbreitet. Hört, was ich, der Herr, der allmächtige Gott, sage: Achtet nicht auf die Weissagungen dieser Propheten! Sie machen euch falsche Hoffnungen und verkünden euch Visionen, die sie sich selbst ausgedacht haben, aber nicht meine Worte sind. Denen, die nichts mehr von mir wissen wollen, verkünden sie in meinem Namen: Es wird euch weiterhin gut gehen. Und zu allen, die bloß ihrem eigensinnigen Herzen folgen, sagen sie: Kein Unheil wird euch treffen! Doch keiner dieser Propheten kennt meine geheimen Gedanken, keiner hat mein Wort gehört oder meine Pläne durchschaut. Keiner weiß, was ich gesagt habe.« Seht, der Zorn des Herrn bricht los wie ein gewaltiger Sturm, wie ein Wirbelsturm fegt er über die Gottlosen hinweg. Er wird sich erst legen, wenn alles ausgeführt ist, was der Herr sich vorgenommen hat. Die Zeit kommt, in der ihr das klar erkennen werdet! Gott sagt: »Ich habe diese Propheten nicht gesandt, und doch sind sie losgezogen. Ich habe ihnen keine Botschaft anvertraut, trotzdem haben sie geweissagt. Wenn sie wirklich meine Gedanken kennen würden, dann hätten sie meinem Volk meine Botschaft verkündet, damit es von seinen falschen Wegen umkehrt und aufhört, Böses zu tun. Ich, der Herr, sage: Ich bin nicht nur der Gott in eurer Nähe, sondern auch der ferne Gott, über den ihr nicht verfügt. Meint ihr, jemand könnte sich so vor mir verstecken, dass ich ihn nicht mehr sehe? Ich bin es doch, der den Himmel und die Erde erfüllt, ich, der Herr! Ich weiß ganz genau, was die Propheten reden: ›Hört, was euch Gott durch unsere Träume sagen will!‹ Und dann weissagen sie Lügen und berufen sich dabei auf mich! Wie lange soll das noch so weitergehen? Was wollen diese Propheten damit erreichen, dass sie Lügen und selbst erfundene Botschaften verbreiten? Sie denken wohl, wenn sie meinem Volk ihre Träume erzählen, vergisst es mich, so wie seine Vorfahren mich vergessen haben, weil sie dem Götzen Baal dienten! Ein Prophet, der Träume hat, sollte sagen, dass es nur Träume sind; aber wer mein Wort empfängt, soll es gewissenhaft als mein Wort verkünden. Meint ihr, Spreu und Weizen seien dasselbe? Ich, der Herr, sage euch: Mein Wort ist wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen in Stücke schlägt! Darum bekommen es diese Propheten mit mir zu tun, sie, die einander die Worte stehlen und behaupten, sie hätten sie von mir! Sie werden mir ganz gewiss nicht entkommen, diese Propheten, die ihre eigenen Gedanken von sich geben und dann sagen: ›Der Herr hat gesprochen.‹ Nein, mir entgehen diese Lügner nicht, die ihre Träume als mein Wort ausgeben! Sie führen mein Volk in die Irre und täuschen es mit ihrer zusammengereimten Botschaft. Ich, der Herr, habe sie nicht gesandt und ihnen keinen Auftrag gegeben. Sie helfen diesem Volk keinen Schritt weiter!«“
      ‭‭Jeremia‬ ‭23:9-32‬ ‭HFA‬‬

      „Im 5. Monat desselben Jahres, dem 4. Regierungsjahr des judäischen Königs Zedekia, kam der Prophet Hananja, der Sohn von Asur aus Gibeon, in den Tempel und sagte in Gegenwart der Priester und des Volkes zu Jeremia: »So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels: Ich werde das Joch des Königs von Babylonien zerbrechen! Innerhalb von zwei Jahren lasse ich alle wertvollen Tempelgegenstände, die Nebukadnezar nach Babylon mitgenommen hat, hierher zurückbringen. Ich sorge auch dafür, dass König Jojachin von Juda, Jojakims Sohn, wieder nach Jerusalem zurückkehrt, er und alle anderen Judäer, die nach Babylonien verschleppt wurden. Ja, ich, der Herr, will Nebukadnezars Herrschaft ein Ende setzen!«
      Da entgegnete der Prophet Jeremia dem Propheten Hananja vor dem Volk und den Priestern, die im Tempel versammelt waren: »So sei es! Möge der Herr tun, was du gesagt hast! Ich wünschte, er ließe deine Verheißung in Erfüllung gehen und brächte alle verschleppten Menschen und die wertvollen Tempelgegenstände wieder zurück. Doch jetzt hör gut zu, Hananja, was ich dir und allen Anwesenden hier sage: Propheten hat es schon immer gegeben, lange bevor du und ich lebten; sie haben vielen Völkern und mächtigen Königreichen Unheil, Kriege und Seuchen angekündigt. Gewiss kann ein Prophet auch Glück und Frieden voraussagen, doch ob er wirklich vom Herrn gesandt ist, wird sich erst zeigen, wenn seine Weissagung eintrifft!«
      Da nahm der Prophet Hananja das hölzerne Joch vom Nacken des Propheten Jeremia, zerbrach es und rief: »So spricht der Herr: Genauso werde ich innerhalb von zwei Jahren Nebukadnezars Joch zerbrechen. Alle Völker will ich von der Last seiner Herrschaft befreien!« Daraufhin verließ Jeremia den Tempel. Kurze Zeit nachdem Hananja das Joch zerbrochen hatte, das Jeremia auf der Schulter trug, empfing Jeremia eine Botschaft vom Herrn: »Geh und sag zu Hananja: So spricht der Herr: Das hölzerne Joch hast du zerbrechen können – doch nun bekommst du dafür ein Joch aus Eisen! Ich selbst lege allen Völkern ringsum ein eisernes Joch auf den Nacken: Sie werden Nebukadnezar, dem König von Babylonien, dienen müssen, ja, selbst die wilden Tiere sind seiner Macht unterworfen! Mein Wort gilt, denn ich bin der Herr, der allmächtige Gott Israels.«
      Dann sagte Jeremia zu ihm: »Hör gut zu, Hananja! Der Herr hat dich nicht gesandt, aber trotzdem verführst du das Volk dazu, auf deine Lügen zu vertrauen! So spricht der Herr: Weil du das getan hast, lasse ich dich vom Erdboden verschwinden. Noch in diesem Jahr wirst du sterben, denn du hast zum Ungehorsam gegen mich aufgerufen!« Zwei Monate später, im 7. Monat desselben Jahres, starb der Prophet Hananja.“
      ‭‭Jeremia‬ ‭28:1-17‬ ‭HFA‬‬

      Wieder sehen wir, wie wichtig es ist, die Bibel als Ganzes Buch im Zusammenhang zu lesen. Beide Männer prophezeien im Namen Jehovas. Der eine kommt wirklich von IHM und sagt SEINE Worte – der andere ist ein falscher Prophet.

      Wer Jehova und sein Wort kennt, weiß in etwa, wie ER „tickt“ und ob das, was gesagt wurde, mit diesem übereinstimmt.

      Wenn wir immer nur einzelne Verse aus dem Zusammenhang gerissen lesen, bekommen wir irgendwann ein verzerrtes Bild von IHM

      Denn wer ist Gott wirklich?
      ⁃ Ist er der Gott der Liebe, wie einige immer wieder betonen, der Gott, der uns bedingungslos liebt, egal was wir tun – denn schließlich ist ja Jesus für unsere Sünden gestorben
      ⁃ Oder ist er der „brutale, gewalttätige“ Gott des AT, „der auch Frauen und Kinder umbringt“?

      Er ist beides. Wir dürfen nicht einfach den einen oder anderen Aspekt weglassen.

      Klar liest sich das nicht so toll, wenn von ihm die Anweisung kommt, sie sollten auch die Frauen und Kinder mit umbringen. Aber wir müssen das ja auch im Zusammenhang lesen und verstehen, warum diese Anweisung kommt. Was will er bezwecken?

      Und klar ist Jehova ein Gott der Liebe, wie wir auch in Johannes lesen (er ist die Liebe selbst). Aber er duldet keine Ungerechtigkeit. Götzendienst und Ungehorsam ihm und seinem Wort gegenüber kann nicht straffrei bleiben – denn er schützt seine Kinder, diejenigen, die aufrichtig und gerecht sind.

      Wir als Eltern sind doch nicht anders. Wenn wir 6 Kinder haben, so lieben wir sie alle, denn sie sind unsere Kinder. Trotzdem greifen wir ein, wenn eins dem anderen schadet. Nie würden wir zulassen, dass ein Kind das andere schwer mißhandelt. Ja, wir lieben auch das Kind, aber wir hassen, was es tut und wir müssen dieses Handeln unterbinden. Dies widerspricht nicht der Tatsache, dass wir all unsere Kinder lieben. Wir würden das Kind ermahnen und wenn es immer wieder nicht hört und weiter macht, dann muss dies Konsequenzen haben. Zum Schutz der anderen Kinder

      Wenn jetzt ein anderer von uns sagt, das würden wir niemals tun, denn wir lieben ja auch das gemeine Kind – dann kennt er uns nicht wirklich. Wer uns kennt und ein enger Freund ist, der weiß, dass wir auch zu strengeren Maßnahmen greifen würden – eben weil wir unsere Kinder lieben

      Wenn wir die beiden oben zitierten Kapitel aufmerksam lesen, dann sehen wir schon, wo das Problem liegt: die falschen Propheten bestärken diejenigen noch in ihrem verkehrten Tun. Das kann nicht von Jehova kommen, denn es widerspricht ihm völlig

      In diesem Sinne: es bleibt weiterhin spannend


      by Jule with no comments yet
    • Aug. 1stWarum haben eigentlich die Frauen in der Bibel immer wieder die Arschkarte?

      (Oder: was in der Bibel wirklich gesagt wird und was nicht … )

      Wir haben uns in den letzten Wochen im Gottesdienst mit 5. Mose befasst und damit, welche Gesetze Gott dem Volk Israel gegeben hatte. Einige muteten schon ziemlich seltsam an – entpuppten sich aber beim näheren Hinsehen als Schutz für den Schwächeren – was meist die Frau war. Dazu später mehr

      Heute wurde die Frage an uns heran getragen, ob ein Mann eine geschiedene Frau heiraten dürfe, denn schließlich sagte Jesus, dass ein Mann, der das tut, Ehebruch begehen würde. Also ist der Mann seeeehr böse, ein Ehebrecher, was ja etwas schlechtes ist, immerhin stand unter dem mosaischen Gesetz auf Ehebruch die Todesstrafe. Eine ernste Angelegenheit, die auch heute noch einen aufrichtigen Christen davon abhält, die Frau zu heiraten, die er seit Jahren von Herzen liebt

      Wie kann man da helfen? Müssen die beiden wirklich auf das Eheglück verzichten? Viele Christen sehen das so

      Nun dachten wir erst, es ginge um das Gebot, das unter dem mosaischen Gesetz nur für die Priester galt (3. Mose 21:7), aber der Bruder meinte die Aussage von Jesus in Matthäus 5:32 „Doch ich sage euch: Wer sich von seiner Frau scheiden lässt, obwohl sie ihn nicht betrogen hat, der treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, der begeht Ehebruch.«“ (Hoffnung für Alle).
      Also eine ganz klare Sache – oder? Die Frau hat hier die Arschkarte 🥺

      Aber was hatte er eigentlich in welchem Zusammenhang gesagt?

      „»Es heißt auch: ›Wer sich von seiner Frau trennen will, soll ihr eine Scheidungsurkunde geben.‹ Doch ich sage euch: Wer sich von seiner Frau scheiden lässt, obwohl sie ihn nicht betrogen hat, der treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, der begeht Ehebruch.«“
      ‭‭Matthäus‬ ‭5:31-32‬ ‭HFA‬‬
      „Da kamen einige Pharisäer zu Jesus, weil sie ihm eine Falle stellen wollten. Sie fragten ihn: »Darf sich ein Mann von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden lassen?« Jesus antwortete: »Habt ihr denn nicht gelesen, was in der Heiligen Schrift steht? Da heißt es doch, dass Gott am Anfang die Menschen als Mann und Frau schuf und sagte: ›Ein Mann verlässt seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele.‹ Sie sind also eins und nicht länger zwei voneinander getrennte Menschen. Und was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.« »Doch weshalb«, fragten sie weiter, »hat Mose dann vorgeschrieben, dass der Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde geben soll, wenn er sie wegschicken will?« Jesus antwortete: »Mose erlaubte es, dass ihr euch von euren Frauen scheiden lasst, weil er euer hartes Herz kannte. Am Anfang ist es jedoch anders gewesen. Ich sage euch: Wer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch, es sei denn, seine Frau hat ihn betrogen.«“
      ‭‭Matthäus‬ ‭19:3-9‬ ‭HFA‬‬

      Wichtig ist, zu verstehen, dass man mit dem sexuellen Akt eine Ehe beenden (hier „brechen“) konnte – genau so, wie man sie eingegangen war. Bitte jetzt keinen Aufschrei. Aber wie kam die Ehe von Adam und Eva zustande? Gott führte sie zusammen und sie wurden „ein Fleisch“. „Darum verlässt ein Mann seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele.“
      ‭‭1. Mose‬ ‭2:24‬ ‭HFA‬‬

      Wie können Mann und Frau mit ihrem Körper eins werden? Alles klar … sagt Jesus ja auch

      Nun war es so, dass im mosaischen Gebot auf Ehebruch die Todesstrafe stand – also wenn ein Mann mit der Frau eines anderen schlief. Allerdings wurden dafür 2 bis 3 Zeugen benötigt – die natürlich in der Regel nicht dabei sind 😉

      Und nun kommt der Punkt, der viele Frauen zum Aufschreien bringt: ein Mann durfte zu dem Zeitpunkt mehrere Ehefrauen haben. Nicht weil Jehova das so wollte, sondern weil sie es eh taten, daher regelte Jehova im Vorfeld solche Fälle. Wie Jesus später sagte, duldete er es „wegen ihrer Herzenshärte“. Das heißt, er durfte mehrere Frauen haben, brach also nicht die Ehe, wenn er sich weitere Frauen zur ersten dazu nahm. Ziemlich krass. Welche Frau will ihren Mann mit anderen Frauen teilen?

      Nun gab es unter dem mosaischen Gebot die Möglichkeit, dass er seine Frau einfach weg schicken konnte, wenn ihm danach war, er musste ihr nur ein Scheidungszeugnis ausstellen. Auch wenn er weitere Frauen hatte, war die Ehe hier noch nicht gebrochen.

      Hart? Hart für die Frau?

      Nein!!! Warum nicht?

      Weil er zwar mehrere Frauen haben durfte, aber er musste für diese auch sorgen- nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Eine Regelung, die eher dafür sorgen sollte, dass es eben nicht dazu kam, dass ein Mann mehrere Frauen nimmt
      „Wenn er sie jedoch selber heiratet und nach ihr noch eine zweite Frau nimmt, darf er die erste nicht benachteiligen. Er muss ihr Nahrung und Kleidung geben und wie bisher den ehelichen Verkehr mit ihr pflegen. Wenn er diese drei Verpflichtungen ihr gegenüber nicht erfüllt, muss er sie freilassen, ohne Geld für sie zu bekommen.«“
      ‭‭2. Mose‬ ‭21:10-11‬ ‭HFA‬‬
      (Hier geht es zwar darum, wenn er eine Sklavin heiratet, aber der Grundsatz ist klar)

      Wenn er also seine Ehefrau wegen irgendeinem nichtigen Grund mit einem Scheidungszeugnis wegschickt, dann ist die Ehe nicht gebrochen, besteht vor Jehova weiterhin und er muss in all den Punkten weiter für sie sorgen.

      Nun sagte Jesus in Matthöus 19, dass das nicht Gottes Idee war, dass ein Mann mehrere Frauen hat und dass er sie durch Scheidung entlassen kann – sondern dass ER es lediglich geduldet hatte und diese Regelung gab, um die Frauen zu schützen.

      Daher sagte er in Matthäus 5, dass die Ehe erst dann vor Jehova Jehova gebrochen ist, wenn diese mit einem anderen Mann eine sexuelle Beziehung eingeht. Für die Juden, zu denen er das sagte, war klar, dass dies bedeutet, dass der Mann so lange auch weiter für seine Frau sorgen muss. Also nix Arschkarte für die Frau, sondern für den Mann, der sie weg schickt.

      Nun liest sich der Teil mit dem Mann, der die Geschiedene Frau heiratet und damit Ehebruch begeht, ja so, als würde der was ganz schlimmes machen, als wäre es gleichbedeutend mit dem, weshalb unter dem mosaischen Gebot Ehebrecher zu Tode gesteinigt werden. Allerdings geht es bei letzterem Fall darum, dass ein Mann einem anderen Mann die Frau wegnimmt. Der erwähnte Noch-Ehemann der Geschiedenen wäre allerdings eher dankbar, wenn diese Ehe endlich aufgelöst wird und er damit seiner Pflichten entledigt wäre. Daher ist dies ein anderer Fall. Es bedeutet lediglich, dass damit die erste Ehe der Frau mit allen Verpflichtungen für den ersten Ehemann beendet ist

      Also eigentlich ein positiver Aspekt für die Frau

      Was wäre denn, wenn die heutige christliche Ehefrau seinerzeit selbst etwas mit einem anderen Mann hatte? Dann war die Ehe bereits gebrochen, als der christliche Bruder sie mehrere Jahre nach der Scheidung kennen gelernt hatte – und damit trifft das in Matthäus Gesagte überhaupt nicht auf sie zu: er kann sie beruhigt heiraten 😍

      Also – in der Bibel hat immer die Frau die Arschkarte? Denkste 😁

      In den nächsten Tagen werde ich mal weitere Texte raus suchen, die vordergründig brutal und gemein wirken und den Eindruck erwecken, als hätte die Frau eine schlechtere Position und die sich beim näheren hinsehen als Schutz für die Frau erweisen – unter anderem der Punkt, dass ein Mann eine Jungfrau, die er vergewaltigt hat, heiraten muss und sie für den Rest seines Lebens nicht weg schicken darf …. boah ….

      In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen Abend und eine gesegnete Woche


      by Jule with 4 comments

      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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