• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • März 14thEsther – als Mut sich weigerte, still zu bleiben

      Esther: Als Mut sich weigerte, still zu bleiben

      Sie hätte schweigen können. Sie hätte weiter im Palast leben und den Komfort genießen können, Königin zu sein. Keine Gefahr. Kein Risiko. Keine Probleme.

      Aber Esther wusste tief in ihrem Herzen: Schweigen zu bleiben, während ihr Volk der Vernichtung entgegenblickte, war auch eine Entscheidung.

      Hast du jemals einen solchen Moment erlebt? Einen Moment, in dem du wusstest, dass es dich etwas kosten könnte, wenn du deine Meinung sagst?

      Das war der Moment, mit dem Esther konfrontiert war.

      Ein grausamer Plan war geschmiedet worden. Es war ein Plan, der ihr Volk, die Juden, vernichten würde. Die Gefahr war real. Die Angst war groß. Und Esther musste eine Entscheidung treffen.

      Sollte sie mit dem König sprechen und ihr Leben riskieren?
      Oder sollte sie schweigen und ihre Position schützen?

      Dann schickte ihr ihr Cousin Mordechai eine Nachricht, die alles verändern sollte. Seine Worte trafen ihr Herz und ließen sie darüber nachdenken, warum sie Königin war.

      „Wer weiß, ob du nicht gerade für eine Zeit wie diese zur Königin geworden bist?“ (Esther 4,14, NIV)

      Hast du dich jemals gefragt, warum Gott Menschen in bestimmte Situationen bringt? Warum sich Türen zu bestimmten Zeitpunkten im Leben öffnen?

      Für Esther war diese Frage von großer Bedeutung. Vielleicht ging es bei ihrer Position nicht nur darum, eine Krone zu tragen. Vielleicht ging es darum, einem höheren Zweck zu dienen.

      Die Bibel erinnert uns daran, dass Gott Menschen genau dorthin stellt, wo sie sein sollen.

      „Wer weiß, ob du nicht gerade für eine Zeit wie diese zur Königin geworden bist?“ (Esther 4,14, NIV)

      Esther hat was Wichtiges verstanden. In ihrem Leben ging es nicht nur um Komfort, Schönheit oder Status. Es ging um einen Zweck.

      Was hat sie also gemacht?

      Anstatt aus Angst zu handeln, wandte sich Esther zuerst an Gott. Sie bat ihr Volk, drei Tage lang zu fasten und zu beten. Sie wusste, dass Mut stärker wird, wenn wir Gott suchen.

      Die Bibel lehrt uns, in Momenten der Angst Gott zu suchen.

      „Der Herr ist mein Licht und meine Rettung, wen sollte ich fürchten? Der Herr ist die Festung meines Lebens, vor wem sollte ich mich fürchten?“ (Psalm 27,1, NIV)

      Nach diesen Tagen des Gebets und Fastens traf Esther ihre Entscheidung. Sie würde zum König gehen. Das war kein einfacher Besuch. In jenen Tagen konnte jeder, der ohne Einladung den Thronsaal des Königs betrat, mit dem Tod bestraft werden.

      Esther war sich des Risikos bewusst. Sie wusste, was es sie kosten würde. Dennoch entschied sie sich für den Mut. Ihre Worte offenbarten ihren Glauben und ihre Tapferkeit.

      „Wenn ich umkomme, dann komme ich eben um.“ (Esther 4,16, NIV)

      Können Sie sich vorstellen, wie viel Mut es gekostet haben muss, durch diese Palasttüren zu gehen?

      Jeder Schritt in Richtung Thron hätte ihr letzter sein können. Aber dann passierte etwas Erstaunliches. Der König hieß sie willkommen. Und durch Esthers Mut wurde der böse Plan gegen ihr Volk aufgedeckt. Die Verschwörung des Feindes wurde vereitelt. Das Volk Gottes wurde gerettet.

      Und das alles, weil eine Frau sich entschied, nicht zu schweigen.

      Gott nutzte ihre Stimme, um Schutz, Befreiung und Sieg zu bringen.

      Die Bibel zeigt oft, wie Gott durch ganz normale Leute wirkt, die bereit sind, für das Richtige einzustehen.

      „Sei stark und mutig. Fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir; er wird dich nicht verlassen und dich nicht im Stich lassen.“ (5. Mose 31,6, NIV)

      Freund, vielleicht stehst du gerade vor einem solchen Moment in deinem Leben.

      Einem Moment, in dem es riskant erscheint, die Wahrheit zu sagen.
      Einem Moment, in dem es unangenehm ist, für das Richtige einzustehen.

      Aber was wäre, wenn Gott dich aus einem bestimmten Grund genau an diesen Ort gestellt hätte?
      Was wäre, wenn dein Mut jemand anderem helfen könnte?
      Was wäre, wenn deine Stimme jemandem, der sie braucht, Hoffnung, Schutz oder Freiheit bringen könnte?

      Die Geschichte von Esther erinnert uns an etwas Wichtiges. Schweigen kann einfach sein. Aber Mut kann Geschichte verändern.

      Und genau wie Esther bist du vielleicht aus einem bestimmten Grund dort, wo du heute bist.

      Für eine Zeit wie diese.


      by Jule with no comments yet
    • März 12thWas heißt es wirklich, unseren Nächsten zu lieben?

      Was ist Freundlichkeit? Was heißt es wirklich, unseren Nächsten zu lieben?

      Möge der Friede Gottes mit euch allen sein.

      Heute will ich über etwas reden, worüber viele Leute reden, aber nur wenige wirklich leben. Das ist Freundlichkeit und Liebe zu anderen. Nicht als schöne Worte. Nicht als inspirierende Zitate, die wir online teilen. Sondern als etwas Tieferes. Laut der Bibel sind Freundlichkeit und Liebe zu anderen klare Zeichen dafür, dass Gott wirklich im Herzen eines Menschen lebt.

      Hast du dir diese Frage schon mal gestellt? Wenn jemand beobachten würde, wie du andere behandelst, würde er dann die Liebe Gottes in dir sehen?

      Jesus hat diese Lehre sehr einfach, aber sehr kraftvoll formuliert. Als er über das wichtigste Gebot sprach, sagte er etwas, das jeden Bereich des Lebens berührt.

      „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
      Matthäus 22,39 NIV

      Beachte etwas Wichtiges. Jesus sagte nicht, dass du deinen Nächsten tolerieren sollst. Er sagte nicht, dass du deinen Nächsten einfach ertragen sollst. Und er sagte nicht, dass du nur diejenigen lieben sollst, die dich gut behandeln.

      Er sagte Liebe.

      Warum? Weil wahre Liebe nicht aus der menschlichen Natur kommt. Wahre Liebe beginnt bei Gott.

      Die Bibel lehrt uns, dass Freundlichkeit nicht nur etwas ist, was wir ab und zu tun. Es ist nicht nur eine gute Tat, wenn wir uns großzügig fühlen. Freundlichkeit ist Teil von etwas Tieferem. Sie ist die Frucht des Geistes, der im Leben eines Menschen wirkt.

      Der Apostel Paulus erklärt das ganz klar.

      „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue.“
      Galater 5,22 NIV

      Das heißt, Freundlichkeit bedeutet nicht nur, höflich zu sein. Sie ist ein Zeichen dafür, dass der Geist Gottes das Herz verändert. Wenn Gott wirklich in jemandem lebt, beginnt sich etwas zu verändern. Die Art, wie wir sprechen, verändert sich. Die Art, wie wir reagieren, verändert sich. Die Art, wie wir Menschen behandeln, verändert sich.

      Man beginnt, andere mit anderen Augen zu sehen.

      Jesus lehrte Liebe nicht nur mit Worten. Er zeigte sie auch durch Taten. Eines der deutlichsten Beispiele dafür ist die Geschichte vom barmherzigen Samariter. In dieser Geschichte erklärte Jesus etwas, das viele Menschen auch heute noch schwer verstehen können.

      Dein Nächster ist nicht nur dein Freund. Dein Nächster ist nicht nur deine Familie. Dein Nächster ist nicht nur jemand, der mit dir einer Meinung ist.

      Dein Nächster ist jeder, der Barmherzigkeit braucht.

      Die Bibel beschreibt den Moment, als der Samariter den verwundeten Mann auf der Straße sah.

      „Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu der Stelle, wo der Mann lag, und als er ihn sah, hatte er Mitleid mit ihm.“
      Lukas 10,33 NIV

      So sieht Liebe zu anderen aus. Sie sieht Schmerz und geht nicht weg. Sie sieht Not und entscheidet sich zu handeln. Sie fragt nicht zuerst, ob die Person Hilfe verdient. Sie versteht, dass jeder Mensch irgendwann in seinem Leben Barmherzigkeit braucht.

      Aber die Bibel gibt uns auch eine ernste Warnung.

      „Wer nicht liebt, kennt Gott nicht, denn Gott ist Liebe.“

      1. Johannes 4,8 NIV

      Diese Worte sind stark, aber sie sind wahr. Ein Mensch kann nicht behaupten, Gott zu lieben, während er andere mit Hass, Stolz oder Grausamkeit behandelt. Es ist nicht möglich, unsere Hände zum Gebet zu erheben und dann mit denselben Händen jemanden zu verletzen, zu beleidigen oder zu ignorieren, der neben uns steht.

      Deshalb hat der Apostel Johannes auch diese Erinnerung geschrieben.

      „Und er hat uns dieses Gebot gegeben: Wer Gott liebt, muss auch seine Brüder und Schwestern lieben.“

      1. Johannes 4,21 NIV

      Freundlichkeit zeigt sich oft in kleinen Momenten. Sie zeigt sich in einem sanften Wort, wenn jemand traurig ist. Sie zeigt sich in Vergebung, wenn jemand uns verletzt hat. Sie wächst durch Geduld, wenn Situationen schwierig werden. Manchmal zeigt sie sich in stiller Hilfe, die niemand sonst bemerkt.

      Die Bibel ermutigt uns mit diesen Worten.

      „Seid freundlich und barmherzig zueinander und vergebt einander, so wie Gott euch in Christus vergeben hat.“
      Epheser 4,32 NIV

      Jesus selbst gab das größte Beispiel für die Liebe zu anderen. Er lebte ein Leben, in dem es darum ging, zu dienen, anstatt bedient zu werden. Seine Mission war es nicht, Macht oder Anerkennung zu erlangen.

      Sie bestand darin, den Menschen zu helfen.

      „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.“
      Matthäus 20,28 NIV

      Wahre Liebe sucht nicht nach Vorteilen. Sie sucht nach Möglichkeiten, zu dienen. Sie sucht nicht nach Lob. Sie sucht nach Möglichkeiten, jemandem, der leidet, Erleichterung zu verschaffen. Sie jagt nicht nach Applaus. Sie entscheidet sich für den Gehorsam gegenüber Gott.

      Wir leben heute in einer Zeit, in der Egoismus zunimmt und viele Herzen kalt werden. Deshalb werden Freundlichkeit und Liebe zu anderen noch wichtiger. Sie leuchten wie ein Licht in einer Welt, die sich oft dunkel anfühlt.

      Das ist nicht immer einfach. Aber es ist immer notwendig.

      Hier ist also eine Frage, über die wir alle heute nachdenken sollten.

      Lebe ich wirklich die Liebe, die Gott uns aufgetragen hat?
      Oder rede ich nur darüber?

      Denn Freundlichkeit und Liebe zu anderen sind nicht nur Ideen.

      Sie sind Beweise.
      Sie sind ein Zeugnis.
      Sie sind der Weg, den Gott uns gegeben hat, um ihn zu gehen.

      Diese Worte sind nicht von Menschen erfunden.

      Sie stehen in der Heiligen Schrift.
      Sie sind lebendig.

      Und sie rufen uns auch heute noch dazu auf, sie zu leben.


      by Jule with no comments yet
    • März 11th„Seid zornig, doch sündigt nicht“

      Die Worte „Seid zornig und sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen“ kommen aus Epheser 4,26. Um diesen Vers richtig zu verstehen, müssen wir ihn im Zusammenhang mit dem vollbrachten Werk von Jesus Christus lesen. Paulus schreibt an Gläubige, die schon durch Gnade gerettet und durch Christus gerecht gemacht wurden. Weiter oben in diesem Kapitel erinnert er sie daran, dass sie „den neuen Menschen angezogen haben, der nach dem Bild Gottes in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit geschaffen ist“ (Epheser 4,24). Das heißt, Paulus zeigt den Leuten nicht, wie sie gerecht werden können. Er redet mit Leuten, die schon durch Jesus gerecht gemacht wurden.

      Durch das Kreuz sind die Gläubigen bereits vollständig von Gott angenommen. Die Schrift sagt: „So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind“ (Römer 8,1). Durch das Opfer Jesu sind unsere Sünden bereits ein für alle Mal gesühnt worden. „Durch ein einziges Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollendet“ (Hebräer 10,14). Unsere Stellung vor Gott ist sicher, weil sie auf dem beruht, was Jesus vollbracht hat, und nicht darauf, wie perfekt wir unsere Gefühle im Griff haben.

      Deshalb kann Paulus etwas sehr Menschliches anerkennen: Wut kann vorkommen. Gefühle an sich sind keine Sünde. Sogar Jesus zeigte gerechte Wut, als er den Tempel reinigte (Johannes 2,15–17). Paulus will damit nicht sagen, dass Gläubige niemals Wut empfinden dürfen. Die Anweisung bezieht sich darauf, was passiert, wenn man Wut im Herzen zulässt und sie wachsen lässt.

      Unmittelbar nach diesem Vers schreibt Paulus: „Gebt dem Teufel keinen Raum“ (Eph 4,27). Unbewältigte Wut kann sich langsam in Bitterkeit, Groll und Spaltung verwandeln. Später sagt er: „Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch“ (Eph 4,31). Aber Paulus belässt es nicht bei dieser Anweisung. Er erklärt sofort die Grundlage für diese Art von Leben: „Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, wie auch Gott euch in Christus vergeben hat“ (Eph 4,32).

      An dieser Stelle verändert das vollendete Werk Jesu völlig, wie wir diesen Abschnitt lesen. Gläubige vergeben anderen nicht, um sich die Vergebung Gottes zu verdienen. Die Schrift sagt ganz klar: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung unserer Sünden“ (Eph 1,7). Weil uns durch Christus bereits Vergebung geschenkt wurde, können Gläubige nun anderen dieselbe Vergebung gewähren.

      Ohne das vollendete Werk zu verstehen, hören Menschen diesen Vers oft als Verurteilung. Er kann wie ein Druck klingen, seine Gefühle perfekt zu kontrollieren, um Gott zu gefallen. Aber das Evangelium erzählt eine andere Geschichte. „Als wir noch Feinde waren, wurden wir durch den Tod seines Sohnes mit Gott versöhnt“ (Römer 5,10). Das Kreuz hat bereits Frieden zwischen Gott und den Menschen gebracht. Unsere Beziehung zu Gott ist nicht zerbrechlich oder abhängig von unserer emotionalen Beständigkeit.

      Da Gläubige bereits Frieden mit Gott haben, können sie nun frei aus diesem Frieden heraus leben. Die Schrift sagt: „Da wir nun durch den Glauben gerechtfertigt sind, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus“ (Römer 5,1). Wenn Wut aufkommt, müssen Gläubige diese nicht mit sich herumtragen oder zulassen, dass sie Wurzeln schlägt. Ihre Identität wird nicht durch Verletzungen, Wunden oder Konflikte mit anderen definiert. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“ (2. Korinther 5,17).

      Der Kontrast wird deutlich. Die alte Lebensweise hält an Wut fest, wiederholt Verletzungen und baut langsam Bitterkeit auf. Das neue Leben in Christus lässt die Wut los, weil das Herz weiß, dass es bereits mit Gott versöhnt ist. Die Gerechtigkeit für die Sünde wurde bereits am Kreuz vollbracht, als Jesus unsere Sünden in seinem Körper trug (1. Petrus 2,24).

      Wenn Paulus also sagt: „Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen“, schafft er damit keine Regel, die Schuldgefühle hervorrufen soll. Er fordert die Gläubigen auf, den Frieden zu bewahren, den Jesus bereits für sie erkauft hat. Weil Christus uns bereits mit Gott versöhnt hat, können wir uns frei und schnell auf Vergebung, Demut und Versöhnung mit anderen zubewegen.

      Das Kreuz hat die Feindschaft zwischen Gott und den Menschen beendet. Die Bibel sagt: „Gott hat in Christus die Welt mit sich versöhnt und ihnen ihre Sünden nicht angerechnet“ (2. Korinther 5,19). Wenn Gläubige ihren Zorn loslassen, anstatt ihn in sich zu behalten, verdienen sie sich damit nicht Gottes Anerkennung. Sie leben einfach in der Freiheit und Versöhnung, die Jesus durch sein vollbrachtes Werk bereits gesichert hat.


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 24thDer verlorene Sohn, der nie weggegangen ist

      📖 Der verlorene Sohn, der nie weggegangen ist 🏠

      In der Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukas 15) reden wir meistens über den jüngeren Sohn – den, der abgehauen ist, alles verspielt hat und dann reumütig zurückgekommen ist. Aber es gibt noch einen anderen verlorenen Sohn in der Geschichte … den, der nie von zu Hause weggegangen ist.

      👨‍👦 Der ältere Bruder ist geblieben.
      Er hat gearbeitet.
      Er war gehorsam.
      Er diente treu.
      Doch als sein verlorener Bruder zurückkam und Gnade über ihn ausgegossen wurde, war sein Herz nicht voller Freude, sondern voller Wut und Groll. 😠

      ✨ Das zeigt eine wichtige Wahrheit:
      Man kann im Haus des Vaters sein und trotzdem weit weg vom Herzen des Vaters.
      Der ältere Bruder rebellierte nicht nach außen hin, aber innerlich kämpfte er mit Stolz, Vergleichen, Anspruchsdenken und Unversöhnlichkeit. Er maß seinen Wert an seiner Leistung, nicht an seiner Beziehung. Er diente, aber er freute sich nicht. Er gehorchte, aber er liebte nicht von ganzem Herzen.

      🔍 Sein Problem war nicht Ungehorsam – es war Selbstgerechtigkeit.
      Er sah sich selbst als würdig und seinen Bruder als unwürdig an.
      Er vergaß, dass alles, was er hatte, bereits ein Geschenk der Gnade war. 🎁

      💔 Viele von uns können das nachvollziehen.
      Wir dienen in der Kirche.
      Wir besuchen treu den Gottesdienst.
      Wir gehorchen Gottes Geboten.
      Doch manchmal kämpfen wir mit Eifersucht, Bitterkeit und Urteilsvermögen, wenn andere Gnade erfahren. Wir vergessen, dass auch wir allein durch Gnade gerettet sind. 🙏

      🕊️ Die Einladung des Vaters gilt immer noch:
      „Komm herein. Freue dich. Feiere. Sei Teil meiner Gnade.“

      Lasst uns unsere Herzen prüfen.
      Sind wir gehorsame Söhne, die sich an der Gnade erfreuen – oder verlorene Söhne, die nie weggegangen sind?

      ✨ Gnade muss man sich nicht verdienen. Gnade wird gefeiert.
      Lasst uns in die Freude des Vaters eintreten. 🎉

      📌 „Seid freundlich und barmherzig zueinander und vergebt einander, so wie Gott euch in Christus vergeben hat.“ – Epheser 4,32


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 19thVergebung – auch wenn es dem anderen überhaupt nicht leid tut

      Wenn Sie verletzt, misshandelt, abgelehnt und verspottet worden sind, sollten Sie wissen, dass Sie nicht allein sind. Oftmals haben sich diejenigen, die Unrecht begangen haben, nicht entschuldigt oder um Vergebung gebeten; dennoch leben sie ihr Leben ohne Reue weiter und scheinen von den Wunden, die sie verursacht haben, unbeeindruckt zu sein. Diese Tatsachen entbinden Sie nicht von Ihrer Verantwortung, zu vergeben. Unversöhnlichkeit widerspricht nicht nur Gottes Erwartungen, sondern ist auch ungesund. Wenn Sie anderen nicht vergeben, nähren Sie Wut, Bitterkeit, Groll usw. und geben Ihren inneren Frieden auf, was Ihre Fähigkeit beeinträchtigt, gesunde Beziehungen zu führen.

      Gott hat uns vergeben und uns geboten, anderen zu vergeben (Matthäus 6,14-15; Markus 11,25; Epheser 4,32). Wir lesen darüber, sprechen darüber und erwarten es sogar. Warum scheint es dann so schwer zu sein, zu vergeben? Ich habe im Laufe der Jahre mit vielen Menschen gearbeitet; ohne Zweifel ist das größte Hindernis für Vergebung die falsche Vorstellung, dass Vergebung gleichbedeutend mit Zustimmung ist. Sie können und sollten anderen für das Unrecht, das sie begangen haben, vergeben. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, ihr Verhalten zu akzeptieren oder zuzulassen, dass es weitergeht.

      Für Ihr geistiges, emotionales und körperliches Wohlbefinden empfehle ich Ihnen Folgendes:

      1. Schaffen Sie sich einen Schutz. – Studien haben gezeigt, dass unabhängig davon, was Sie glauben, sagen und tun, mindestens 20 % der Menschen nicht mit Ihnen übereinstimmen werden. Rechnen Sie damit, dass es Menschen in Ihrem Leben geben wird, die Sie nicht mögen. Sie interessieren sich nicht für Sie und unterstützen Sie nicht. Sie können nicht das Leben leben, zu dem Gott Sie berufen hat, wenn Sie sich bewusst geistiger und/oder körperlicher Misshandlung aussetzen. Es ist möglich und in manchen Fällen sogar notwendig, Menschen zu lieben und gleichzeitig gesunde und sichere Grenzen zu wahren, um sich selbst und Ihre Lieben vor den schädlichen Auswirkungen von Missbrauch zu schützen.

      2. Vergeben – Ob Sie Lust dazu haben oder nicht, nehmen Sie sich bewusst vor, denen zu vergeben, die Sie verletzt haben. Um sich vollständig mit Christus zu versöhnen, ist Unversöhnlichkeit keine Option. Nehmen Sie sich Zeit, um mit Gott allein zu sein. Erinnern Sie sich an alle, die Sie verletzt haben, und bitten Sie Gott, Ihnen unterdrückte Verletzungen zu offenbaren. Vergeben Sie jeder Person einzeln. Beten Sie: „Vater Gott, ich vertraue darauf, dass du die Verletzungen kennst, die ich erlebt habe. Ich glaube, dass du diese Verletzungen gemäß deinem Willen und zu meinem Besten nutzen kannst und wirst. Ich weiß, dass ich dazu aus eigener Kraft nicht in der Lage bin und dass ich dich brauche. Durch deine Gnade und durch die Kraft des Heiligen Geistes entscheide ich mich, __________ zu vergeben, für __________. Amen.“

      3. Liebe andere – Wir sind aufgefordert, andere zu lieben (Johannes 13,34-35); dazu gibt es keine Ausnahmen. Ein Teil der Nächstenliebe besteht darin, für andere zu beten (Lukas 6,27-28). Bete: „Vater Gott, ich weiß, dass __________ dein Kind ist und dass du es genauso liebst wie mich. Ich bete für sein Glück und Wohlergehen und dass der Heilige Geist ihm Offenbarung und Versöhnung bringt. Amen.“

      Wenn es nur so einfach wäre; leider ist es das nicht. Vergebung ist kein Ziel, sondern ein Prozess. Während du gebetet und vergeben hast, hat Satan zugesehen. Und obwohl ich vermute, dass er sich vor deinem entschlossenen Gehorsam gegenüber Gott gefürchtet hat, kennt er die Schwäche deines Fleisches. Er wartet geduldig, und schon bald werden diese Gefühle der Unversöhnlichkeit wieder auftauchen. Du musst sie als das erkennen, was sie sind: Satans Absicht, dich zu täuschen, zu spalten und abzulenken. Du musst ihm widerstehen und ihn zurückweisen; sage ihm, zu wem du gehörst und wessen Geboten du gehorchen wirst. Dann kehre zu Schritt 1 zurück.

      Du hast deine Verletzungen anerkannt. Du hast vergeben und für diejenigen gebetet, die dich verletzt haben. Du bist nicht allein; wir stehen das gemeinsam durch. Ich bin hier, bin stolz auf dich und bete mit dir und für dich.

      Gott segne dich. <3 -L


      by Jule with 1 comment

      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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