
Feuer wird in der Bibel oft mit Macht, Gericht und Ehrfurcht in Verbindung gebracht. Wenn Menschen Feuer sehen, denken sie meistens an Zerstörung. Feuer frisst alles auf. Feuer verschlingt alles. Feuer verwandelt alles, was es berührt, in Asche. Aber wenn Gott in der Bibel seine Gegenwart zeigt, passiert was ganz Besonderes. Das Feuer Gottes zerstört sein Volk nicht. Stattdessen bringt seine Gegenwart Leben, Führung und Veränderung.
Einer der ersten Momente, in denen dies deutlich wird, ist die Begegnung zwischen Mose und Gott in der Wüste. Während Mose seine Schafe hütet, bemerkt er etwas Ungewöhnliches. Ein Busch brennt, wird aber nicht verzehrt. Die Flammen sind echt, aber der Busch bleibt am Leben. Als Mose näher kommt, spricht Gott zu ihm aus dem Feuer heraus und beruft ihn, Israel aus Ägypten zu führen (2. Mose 3,2–4). Der brennende Busch wird zu einem eindrucksvollen Bild für Gottes Gegenwart. Sein Feuer ist heilig und mächtig, doch es zerstört nicht das Gefäß, in dem er wohnen will.
Später, als Gott Israel aus der Sklaverei in Ägypten befreit, zeigt sich seine Gegenwart erneut als Feuer. Während das Volk durch die Wüste zieht, geht der Herr laut der Heiligen Schrift als Wolkensäule bei Tag und als Feuersäule bei Nacht vor ihnen her (2. Mose 13,21). Dieses Feuer schadet ihnen nicht. Stattdessen führt es sie. Es erhellt ihren Weg in der Dunkelheit und erinnert sie daran, dass Gott selbst ihre Reise leitet. Was beängstigend hätte sein können, wird zu einem Zeichen des Trostes und des Schutzes. Das Feuer Gottes wird zu ihrem Licht in der Nacht.
Jahrhunderte später taucht dasselbe Thema erneut in einem Moment auf, der die frühe Kirche für immer verändern sollte.
Nachdem Jesus gestorben und wieder auferstanden war, versprach er seinen Jüngern, dass der Heilige Geist über sie kommen würde. Als der Pfingsttag kam, waren die Gläubigen versammelt, als plötzlich die Gegenwart Gottes den Raum erfüllte. Die Schrift sagt, dass etwas wie Feuerzungen erschien und sich auf jeden von ihnen niederließ (Apostelgeschichte 2,3). Wieder einmal verzehrte das Feuer Gottes sein Volk nicht. Stattdessen erfüllte es sie mit Leben, Kraft und Kühnheit, um die gute Nachricht von Jesus weiterzugeben.
Dieser Moment zeigte was Tiefgründiges über das vollendete Werk Christi.
Vor dem Kreuz zeigte sich Gottes Gegenwart oft außerhalb der Menschen. Sie war auf einem Berg, in einem Tempel oder in einem sichtbaren Zeichen wie dem brennenden Dornbusch oder der Feuersäule. Aber durch den Tod und die Auferstehung Jesu passierte was Neues. Die Barriere zwischen Gott und den Menschen wurde weggenommen. Weil Jesus unsere Sünden auf sich genommen hat und wieder auferstanden ist, kann der Geist Gottes jetzt in den Gläubigen selbst wohnen.
Das Feuer Gottes ruht nicht mehr nur auf Bergen oder in fernen Zeichen. Durch das vollendete Werk Jesu Christi lebt Gottes Gegenwart jetzt in seinem Volk.
Diese Wahrheit bringt unglaubliche Gewissheit. Derselbe Gott, der aus dem brennenden Busch sprach, der Israel durch die Wüste führte und der die frühe Kirche mit Feuer erfüllte, lebt jetzt in denen, die an Christus glauben. Und genau wie der Busch, der brannte, ohne zu verbrennen, zerstört Gottes Gegenwart seine Kinder nicht. Sein Geist bringt Leben, Licht und Verwandlung.
Das Muster in der gesamten Heiligen Schrift offenbart eine wunderschöne Wahrheit. Gottes Feuer soll sein Volk nicht verzehren. Es soll seine Gegenwart unter ihnen offenbaren.
Und aufgrund des vollbrachten Werkes Jesu ist diese Gegenwart nicht mehr fern. Das Feuer, das einst in der Wüste erschien, lebt nun in den Herzen der Gläubigen und bringt Leben, wo immer es brennt.
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Bevor es Predigten, Kirchen oder sogar Nationen gab, gab es den Atem.
Die Bibel sagt uns, dass der allererste Moment des menschlichen Lebens mit etwas Unsichtbarem begann. In Genesis heißt es: „Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Staub vom Erdboden und blies ihm den Lebensatem in die Nase, und so wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen“ (Genesis 2,7). Die Menschheit begann nicht mit Kraft, Intelligenz oder Anstrengung. Die Menschheit begann mit dem Atem Gottes. Das Leben selbst entstand nicht aus sich selbst heraus. Es wurde geschenkt. Von Anfang an hing die Existenz der Menschheit von dem Leben ab, das aus Gottes eigenem Atem kam.
Derselbe Atem taucht immer wieder in der Heiligen Schrift auf, oft in Momenten, in denen Gott Leben, Rettung oder Erneuerung bringt.
Generationen später befand sich das Volk Israel zwischen dem Roten Meer und der Armee des Pharaos gefangen. Hinter ihnen näherten sich Streitwagen. Vor ihnen lag ein unüberwindbares Meer. Es gab keinen Weg nach vorne und keine Kraft in ihnen, um zu entkommen. Doch in diesem Moment handelte Gott erneut durch den Wind. In der Bibel heißt es: „Da streckte Mose seine Hand über das Meer aus, und der Herr trieb das Meer durch einen starken Ostwind die ganze Nacht zurück und machte das Meer zu trockenem Land“ (2. Mose 14,21).
Derselbe Gott, der Adam Leben eingehaucht hatte, benutzte nun den Wind, um einen Weg zu öffnen, wo es keinen Weg gab. Was wie eine sichere Vernichtung aussah, wurde zur Befreiung. Das Wasser, das unüberquerbar schien, wurde zu Mauern zu beiden Seiten, als Gott sein Volk sicher hindurchführte.
Dann, Jahrhunderte später, kommt ein weiterer Moment, der an diese beiden Szenen erinnert. Nachdem Jesus gestorben und wieder auferstanden war, versammelten sich seine Jünger in Jerusalem. Sie warteten, wie Jesus es ihnen gesagt hatte, auf die Verheißung des Vaters. Und plötzlich passierte wieder etwas Vertrautes. In der Bibel steht: „Und plötzlich kam aus dem Himmel ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen“ (Apostelgeschichte 2,2).
Wieder taucht der Wind auf.
Aber dieses Mal teilt der Wind nicht das Wasser. Er erfüllt die Menschen. Der Heilige Geist kommt über die Gläubigen und gibt ihnen auf neue und dauerhafte Weise die Kraft des Lebens und die Gegenwart Gottes. Der Atem Gottes, der einst Adam formte, und der Wind, der einst das Meer teilte, kommen jetzt in die Herzen der Gläubigen.
Wenn man einen Schritt zurücktritt und diese Momente zusammen betrachtet, zeigt sich ein schöner roter Faden. Gottes Atem bringt Leben. Gottes Wind bringt Befreiung. Und Gottes Geist bringt Veränderung.
Dieser rote Faden findet seine größte Erfüllung im vollbrachten Werk Jesu Christi.
Vor dem Kreuz war die Menschheit geistlich leblos, durch die Sünde vom Leben Gottes getrennt. Aber durch den Tod und die Auferstehung Jesu geschah etwas Außergewöhnliches. Die Barriere zwischen Gott und den Menschen wurde beseitigt. Derselbe Geist, der Jesus von den Toten auferweckt hat, lebt jetzt in denen, die glauben. In der Bibel steht: „Wenn der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt … wird der, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber durch seinen Geist, der in euch wohnt, lebendig machen“ (Römer 8,11).
Mit anderen Worten: Der Atem Gottes ist zurückgekehrt.
Das Leben, das Adam durch die Sünde verloren hatte, wurde durch Christus wiederhergestellt. Die Befreiung, die Israel am Meer erlebt hat, weist jetzt auf eine größere Befreiung von Sünde und Tod hin. Und der Wind von Pfingsten zeigt, dass Gott nicht mehr nur um sein Volk herum wirkt. Er lebt jetzt in ihnen.
Deshalb verändert das vollendete Werk Jesu alles für den Gläubigen. Dein Leben mit Gott hängt nicht davon ab, dass du selbst geistliche Kraft entwickeln kannst. So wie Adam sich selbst kein Leben einhauchen konnte, können wir auch kein geistliches Leben durch Anstrengung oder Bemühungen hervorbringen. Das Leben Gottes kommt als Geschenk durch den Heiligen Geist.
Es wird immer noch Momente geben, in denen sich das Leben anfühlt, als stünde man am Rande des Roten Meeres, mit Hindernissen vor sich und Druck hinter sich. Aber derselbe Gott, der einst den Wind sandte, um die Wasser zu teilen, wirkt auch heute noch. Der Geist Gottes bringt immer noch Leben, wo es keines gab, schafft immer noch einen Weg, wo es keinen gab, und erfüllt immer noch die Herzen der Gläubigen mit der Gegenwart Gottes.
Und dank des vollbrachten Werks von Jesus Christus ist der Wind Gottes nicht mehr weit entfernt.
Der Atem, der einst Adam formte, der Wind, der einst das Meer teilte, und der rauschende Geist, der zu Pfingsten kam, erinnern uns jetzt an eine einfache, aber kraftvolle Wahrheit.
Das Leben Gottes ist nichts, was du erschaffen musst.
Es ist etwas, das Gott dir liebevoll einhaucht.
by Jule with no comments yet
In Apostelgeschichte 2 ging’s nicht nur ums „Sprechen in Zungen”. Gott hat da das Problem mit dem Turmbau zu Babel gelöst.
Um den Abendmahlssaal in Apostelgeschichte 2 zu verstehen, musst du zurück zu Genesis 11 gehen.
Die Geschichte von Babel ist wie ein Spiegel, der uns unsere eigenen Ambitionen zeigt. Damals hatten alle Menschen dieselbe Sprache, aber sie kamen aus den falschen Gründen zusammen. Sie wollten den Himmel erklimmen und sich „einen Namen machen“. Es war eine Einheit, die vom Ego angetrieben wurde. Also griff Gott ein. Er verwirrte ihre Sprache und zerstreute sie über die ganze Erde. Plötzlich war Sprache keine Brücke mehr, sondern wurde zu einer Barriere, zu einer Mauer, die Nachbarn zu Fremden und Nationen zu Feinden machte.
Jahrtausendelang hat uns diese „Barriere von Babel“ geprägt. Wir waren eine Welt von Menschen, die durcheinander redeten und nicht wirklich zuhören konnten.
Spulen wir vor zum Pfingsttag und schauen wir uns den Obergemach an, wo 120 Jünger Jesu warteten. Der Kontrast ist auffällig. In Babel versuchten die Menschen, sich zu Gott hochzuarbeiten. Zu Pfingsten warteten sie einfach darauf, dass Gott zu ihnen herabkam. In Babel ging es um „Schaut, was wir tun können”. An Pfingsten ging es um „Schaut, was Er tun kann”.
Als der rauschende Wind den Raum erfüllte und das Feuer auf ihnen ruhte, passierte etwas, das jeder Logik der damaligen Zeit widersprach. Sie fingen an zu sprechen, aber Apostelgeschichte 2,6 zeigt uns das wahre Wunder: „Jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache sprechen.” Das ist die göttliche Umkehrung. In Babel benutzte Gott die Sprache, um die Menschen aufgrund ihres Stolzes zu trennen. Im Obergemach benutzte er die Sprache, um sie aufgrund seiner Gnade durch den Heiligen Geist zu vereinen. Der Fluch, der uns seit Generationen getrennt hatte, war endlich gebrochen. Der Heilige Geist ignorierte die Barrieren der Sünde nicht einfach, er beseitigte sie.
Natürlich verstanden die Zuschauer das nicht. Sie standen draußen und verspotteten die Menschen und riefen, sie seien nur „voll von neuem Wein“. Das ist eine klassische menschliche Reaktion. Wenn wir das Wirken des Heiligen Geistes nicht verstehen, tun wir es als Wahnsinn ab. Sie sahen das „Chaos” des Augenblicks, verpassten aber das Wunder der Botschaft.
Aber die Botschaft war ganz klar: Der Heilige Geist ist der Einzige auf Erden, der die Grenzen überwinden kann, die wir zwischen uns ziehen.
Es spielte keine Rolle, ob man Fischer oder Gelehrter, Römer oder Parther, Amerikaner oder Afrikaner war. In diesem Raum wurden die Unterschiede zwischen Rassen und Kulturen von einer größeren Identität verschluckt.
Auch heute versuchen wir noch, Babel zu bauen. Wir versuchen, unsere „Einheit“ durch politische Slogans, Technologieplattformen oder Sozialverträge zu finden, doch wir waren noch nie so gespalten wie heute. Es hält nie. Es endet immer in Zerstreuung.
Wahre Einheit findet man nicht in einem gemeinsamen Vokabular, sondern in einer gemeinsamen Quelle. Babel hat uns zerstreut, um uns vor unserem eigenen Stolz zu retten. Pfingsten hat uns vereint, um uns Gottes rettende Kraft zu zeigen.
So viele, wie vom Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne und Töchter Gottes. Wir mögen unterschiedliche Dialekte sprechen, aber durch den Geist sprechen wir EINE SPRACHE – Gnade und Liebe!
Versuchst du, einen Turm zu bauen, um Menschen zu erreichen, oder lässt du den Heiligen Geist dich mit den Herzen der Menschen verbinden?
Ellis Enobun
by Jule with no comments yetResümee von unserem Gottesdienst am 26. Februar
Diesmal hatten wir uns im Zusammenhang mit Nimrod und dem Turmbau zu Babel die Geschlechtslinien angesehen – die wichtig sind, weil sie zeigen, dass der Bericht authentisch ist, von realen Personen handelt; uns zeigt, wo wir uns im Strom der Zeit befinden und wer noch mit wem gemeinsam gelebt hatte, also wer von wessen Erfahrungen und Erinnerungen mit Jehova profitieren konnte. Dann haben wir uns die spezielle Linie von Sem angesehen, da diese nicht nur später zum Messias hin führt, sondern wir auch so bei Abraham ankommen, der jetzt noch Abram genannt wird.
Wir haben zum wiederholten Mal fasziniert die Eigenheit des Erzählstils wahrgenommen: immer wieder wird in der Erzählung zurückgesprungen. Wir hatten es bereits in den ersten Kapiteln des Schöpfungsberichts beobachtet, dass eine Geschichte scheinbar zu Ende erzählt wird und wir im nächsten Kapitel noch mal darüber lesen. Charakteristisch dabei ist, dass erst etwas als Ganzes erzählt wird und dann später auf eine bestimmte Einzelheit Bezug genommen wird. Gott erschafft die Erde mit allem, was darauf ist, den Tieren und den Menschen. Im zweiten Kapitel sind wir nochmals bei der Erschaffung dabei. Hier kommt mit einem Mal Eva dazu und es wird auch erklärt, warum.
Hier in Kapitel 10 lesen wir erst die Geschlechtslinien und einiges über Nimrod, wie dass er gegen den Schöpfer rebellierte und dem göttlichen Gebot, sich auszubreiten, widersteht, indem er eifrig Städte baut. Wir lesen von Babel und sind erstaunt, denn wir wissen ja, dass die Stadt den Namen „Verwirrung“ bekam, weil Gott die Sprache der Menschen verwirrt hat – was ja erst in Kapitel 11 steht. Wie kann dies sein?
Eben aus dem Erzählstil heraus. Erst wird über Nimrod und seine Städte erzählt und dann erfahren wir im nächsten Kapitel, warum einzig von Nimrod mehr erzählt wird. Er ist der Erbauer der Stadt. Eigentlich sollten sich die Menschen über die ganze Erde ausbreiten, aber er sorgte dafür, dass sie sich in einer Stadt sammelten. Also kein Camp mit Zelten, wie wir es von den Nomaden kennen, sondern richtige Häuser aus Stein, „für die Ewigkeit gebaut“.
Aber damit nicht genug, er lässt einen riesigen Turm bauen, der bis an den Himmel reichen soll. Interessant dabei, dass sich das hebräische Wort für „Tor zu Gott“ mit dem späteren Namen der Stadt „Babel“ ähnelt ?
Wollten sie bei Gott sein? Näher an ihn heranrücken? Oder wollten sie sich über Gott erheben, sein wie Gott? So wie seinerzeit Adam und Eva aus diesem Grund vom der verbotenen Frucht gegessen hatten? Oder hatte es tatsächlich etwas mit der Flut zu tun? Auch hier würde es Ähnlichkeiten mit dem Vorfall im Garten Eden geben
Seinerzeit hatte Satan Zweifel gesät: „sollte Gott wirklich gesagt haben?“. Erinnern wir uns an den Regenbogenbund, über den wir die Woche zuvor gesprochen hatten. Gott hatte dem Menschen versprochen, nie wieder alles Leben durch eine Flut zu vernichten. Aber kann man ihm wirklich trauen? Was wenn nicht? Was, wenn er nochmal so derbe aufräumt? Da wäre so ein hoher Turm echt sinnvoll, denn man könnte sich dann auf diesen retten. Denn wir erinnern uns auch, dass es Gott selbst war, der die Tür der Arche verschloss, alle die draußen blieben, mussten sterben. Das würde durch den Turm nicht mehr passieren…
Interessant auch der Gedanke, dass Gott runter zu den Menschen stieg, um zu gucken, was sie da machen.
Dies stütz den Gedanken, dass sie diesen Turm gebaut haben, um groß zu erscheinen, sich hoch zu erheben. Wenn sie es wirklich Tor zu Gott nannten, dann ist es sehr ironisch, dass dieser erst mal vom Himmel runter kommen muss, um dieses architektonische Meisterwerk in Augenschein zu nehmen ?
Wenn wir bedenken, wie wenige Einzelheiten man aus dem Weltall sehen kann – zB die chinesische Mauer. Was wird wohl von dem Turm zu sehen gewesen sein?
Zu wem spricht Gott, als er sagt „lasst uns Ihr Sprache verwirren“?
Erinnern wir uns zurück zum Garten Eden, als Jehova sagte „lasst uns Menschen machen“. Wir erinnern uns, dass uns bereits bei der Schöpfung Gott als Ganzes und in den drei Varianten begegnet: Vater, Sohn und Geist. Hier sehen wir dies auch wieder.
Wir haben uns mehrere Karten angesehen, die zeigten, wohin sich die Menschen dann zerstreut haben. Auch hier wieder das Zurückspringen in der Erzählung. Denn wir hatten bereits in Kapitel 10 gelesen, in welche Gebiete sich die einzelnen Stämme ausgebreitet haben.
Es ist anzunehmen, dass Gott die Sprache nicht komplett verwirrt hat, sondern dass man sich innerhalb der Familien verstehen konnten. Dafür spricht sie Liebe und Barmherzigkeit Gottes, denn es wäre sehr hart, wenn sich die Eheleute nicht mehr hätten verständigen können und wenn die Kinder nicht mehr verstanden hätten, was die Eltern sagten. Zudem hatten wir in Kapitel bei der Aufzählung der Geschlechtslinien am Ende der jeweiligen Linie immer gelesen, dass sie nach ihren Sprachen Orte besiedelten.
Diese „Sprachen“ hier sind die „Sprachen und Zungen“, von denen wir in Apostelgeschichte 2 zu Pfingsten lesen und wovon wir auch in der Offenbarung lesen, dass sie „aus allen Nationen und Sprachen kamen“
Immer wieder erkennen wir, dass es einen engen Zusammenhang von 1. Mose und der Offenbarung gibt. Um die Offenbarung zu verstehen, müssen wir begreifen, was in Mose passiert ist und warum. Dann erklärt sich die Offenbarung an vielen Punkten selbst.
Diese Woche lesen wir wir lesen weiter – in 1. Mose 11:27 bis 13 Vers 4 – von dem Auszug aus Ur, einer wohlhabenden Stadt, dass sein Vater auch noch bis zu einem gewissen Punkt mitzog bis er dort starb und von der Geschichte, wo Abraham log …
Was? Der Freund Gottes soll gelogen haben? Wie, wann und warum?
All dies erfahren wir in dieser Woche beim Bibellesen und am Sonntag im Gottesdienst. Es bleibt also spannend ?️?