• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Feb. 10thRahels Tränen, Gottes Zeitplan und die Hoffnung

      RACHELS TRÄNEN, GOTTES ZEITPLAN UND DIE HOFFNUNG JENSEITS DES KAMPFES

      Genesis 29–31; 35:16–19

      Rachel ist eine der beliebtesten und herzzerreißendsten Frauen in der Bibel. Als wir sie zum ersten Mal treffen, ist sie wunderschön, wird von Jakob sehr geliebt und steckt voller Versprechen. Doch ihre Lebensgeschichte ist kein Märchen, sondern eine Reise voller Enttäuschungen, Sehnsucht, Rivalität, Korrektur und tiefem emotionalen Schmerz.

      Rachels Leben erinnert uns an eine schwierige Wahrheit:
      Von Gott geliebt zu werden, befreit uns nicht von Schmerz – aber Schmerz macht Gottes Plan nicht zunichte.

      Schauen wir uns Rachels Kämpfe an:

      Sie wurde nicht die erste Frau.

      Sie bekam nicht sofort ein Kind.

      Sie lebte in Rivalität mit ihrer Schwester.

      Sie wurde zurechtgewiesen, als sie mit den Hausgöttern ihres Vaters erwischt wurde.

      Und durch all das hindurch sehen wir einen Gott, der geduldig wirkt, selbst wenn der Glaube mit Angst und Schwäche vermischt ist.

      Genesis 29 erzählt uns, dass Jakob Rahel sehr liebte und vierzehn Jahre lang diente, um sie zu heiraten. Doch durch Täuschung wurde Lea die erste Frau.

      Stell dir Rachels Herzschmerz vor:

      Sie war diejenige, die Jakob liebte.

      Ihr wurde die Ehe versprochen.

      Doch sie musste zusehen, wie ihre Schwester das bekam, was sie für sich selbst vorgesehen hatte.

      Rachel ging bereits mit einem gebrochenen Herzen in die Ehe. Sie wurde zwar geliebt, aber sie lebte im Schatten der Zweitplatzierten, nicht aus eigener Entscheidung, sondern aufgrund der Umstände.

      Viele Gläubige kennen diesen Schmerz:

      Übergangen zu werden.

      Aufgeschoben zu werden.

      Zusehen zu müssen, wie jemand anderes das bekommt, wofür man selbst gebetet hat.

      Rahels Geschichte lehrt uns, dass Gottes Gunst nicht durch Position oder Rangordnung bewiesen wird. In menschlicher Hinsicht „die Erste“ zu sein, bedeutet nicht, in Gottes Augen am meisten gesegnet zu sein.

      Genesis 29,31 erzählt uns, dass Gott Leas Schoß öffnete – Rahel aber blieb unfruchtbar.

      Das war nicht nur eine persönliche Enttäuschung; in dieser Kultur war Unfruchtbarkeit mit Scham, Fragen und stiller Verurteilung verbunden.

      Rahel schrie in Genesis 30,1:

      „Gib mir Kinder, sonst sterbe ich!”

      Ihr Schmerz war unverfälscht und ehrlich. Sie gab nicht vor, stark zu sein. Sie benutzte keine ausgefeilten Worte. Sie war verzweifelt.

      Manchmal klingt Glaube wie ein Schrei, nicht wie eine Predigt.

      Doch anstatt sich ganz Gott zuzuwenden, wandte sich Rahel zunächst dem Vergleichen und Kontrollieren zu:

      Sie verglich sich mit Lea.

      Sie konkurrierte, anstatt sich auszuruhen.

      In ihrer Verzweiflung gab sie Jakob ihre Magd Bilha.

      Rahel lehrt uns, dass unerhörte Gebete die Schwachstellen unseres Glaubens offenbaren können. Verzögerungen können entweder das Vertrauen vertiefen – oder uns zu Abkürzungen verleiten.

      Aber die Heilige Schrift erinnert uns daran:
      Verzögerung ist keine Ablehnung. Gott hatte Rachel nicht vergessen.

      Rachels Rivalität mit Lea entstand nicht aus Hass – sie entstand aus Unsicherheit.

      Lea hatte Kinder, aber es fehlte ihr an Zuneigung.
      Rachel hatte Zuneigung, aber es fehlten ihr Kinder.

      Jede Schwester wollte das, was die andere hatte.

      Wie oft messen wir unser Leben auf diese Weise?

      „Wenn ich nur ihren Segen hätte“

      „Wenn mein Leben nur so wäre wie ihres“

      Rachels Rivalität erinnert uns daran, dass Vergleiche unsere Dankbarkeit verzerren. Sie machen uns blind für das, was Gott bereits tut.

      Gott baute eine Nation auf – aber Rachel und Lea waren zu verletzt, um das große Ganze zu sehen.

      Dennoch wirkte Gott durch zerbrochene Beziehungen, fehlerhafte Motive und schmerzhaften Wettbewerb. Sein Bund hing nie von menschlicher Harmonie ab.

      In Genesis 31 nahm Rachel während ihrer Reise heimlich die Hausgötter ihres Vaters Laban mit.

      Warum hat sie das getan?

      Möglicherweise:

      Eine anhaltende Verbundenheit mit ihrem alten Leben

      Ein Wunsch nach Sicherheit

      Eine Schwierigkeit, dem Gott Jakobs voll und ganz zu vertrauen

      Rachel liebte Jakob, aber ihr Glaube war noch im Wachstum begriffen. Sie folgte dem Gott der Verheißung, hielt aber dennoch an vertrauten Symbolen des Trostes fest.

      Wie menschlich das ist.

      Viele Gläubige gehen mit Gott, während sie immer noch kleine „Götzen” verstecken:

      Angst

      Kontrolle

      Alte Gewohnheiten

      Emotionale Sicherheit ohne Gott

      Rahel wurde zurechtgewiesen – nicht, um sie zu zerstören, sondern um aufzudecken, was aufgegeben werden musste.

      Zurechtweisung ist keine Ablehnung.
      Zurechtweisung ist oft eine versteckte Gnade.

      In Genesis 30,22 heißt es:

      „Da gedachte Gott an Rahel und hörte sie und öffnete ihren Schoß.”

      Was für ein kraftvoller Satz – Gott gedachte an sie.

      Nicht, weil Rahel es verdient hatte.
      Nicht, weil sie perfekt war.
      Sondern weil Gott treu ist.

      Rahel gebar Josef – ein Kind, das später Israel während einer Hungersnot bewahren sollte. Ihre Verzögerung hing mit einem göttlichen Zeitplan zusammen, der größer war, als sie sehen konnte.

      Später gebar sie Benjamin, obwohl es sie das Leben kostete.

      Rachels Geschichte endet in Trauer – aber ihr Vermächtnis lebt in der Verheißung weiter.

      Rachels Leben spricht jeden an, der:

      sich übersehen fühlt,

      länger als erwartet wartet,

      mit Eifersucht zu kämpfen hat,

      mit unvollkommenem Glauben lebt.

      Ihre Geschichte erinnert uns daran:

      Gott sieht Tränen, die andere ignorieren.

      Gott hört Gebete, die verzweifelt klingen.

      Gott wirkt auch dann, wenn der Glaube unvollkommen ist.

      Rachel lehrt uns, dass Gottes Verheißungen nicht durch Schmerz, Verzögerung oder Schwäche aufgehoben werden.

      Wenn du also heute wartest – darauf, gesehen zu werden, fruchtbar zu sein, geheilt zu werden – dann denk daran:

      Gott erinnert sich.
      Gott hört zu.
      Gott erfüllt sein Wort – zu seiner Zeit.

      (Hinweis: Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT)


      by Jule with no comments yet
    • Aug. 27thMädelsKreis – Jehova ist auf Jakobs Seite, auch wenn oft falsch handelt

      Wir sehen uns nachher beim MädelsKreis 

      Bibelgrundkurs für Mädels 😉

      Mittwochs 15 bis 17 Uhr 

      Und beim 

      Online Bibelkurs 
      Mittwoch 17 bis 19 Uhr

      https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09 
      Meeting-ID: 955 1335 4603
      Kenncode: 057704

       und per Telefon:
      Einwählen über 06938079884
      Dann nach Aufforderung 95513354603# eingeben und dann nach Aufforderung 057704# eingeben und dann *6 damit du auch reden kannst 


      by Jule with 29 comments
    • Juli 9thLaban ist egal, was Gott von ihm will

      Wir hatten gelesen, dass Jakob nach zwanzig Jahren mit seiner Familie wieder zurück ins Verheißene Land ziehen will. Da er den Schwiegervater gut kennt, zieht er es vor, heimlich zu gehen und wählt einen Zeitpunkt, wo dieser mit der Schafschur abgelenkt ist, um so einen möglichst großen Vorsprung zwischen sich und Laban zu bringen. Als dieser „die Flucht“ bemerkt, rennt er hinterher, angeblich aus Sorge um seine Töchter. Aber ging es ihm wirklich um die Frauen oder hatte es nicht eher damit zu tun, dass einer seine Hausgötzen mitgenommen hat und somit Erbansprüche gelten machen könnte?

      Wir hatten unter der Woche 1. Mose 31:22-32:1 gelesen und sind gespannt, wie es weiter geht….

      In den Versen 21-31 lesen wir davon, dass Gott zu Laban spricht und ihn warnt, er solle Jakob in Ruhe lassen und ihm nichts tun: „Hüte dich, daß du mit Jakob weder Gutes noch Böses redest!“ (Vers 24). Warum sollte er auch nichts Gutes zu Jakob reden?

      Was sagen andere Übersetzungen dazu?: »Hüte dich davor, Jakob auch nur mit einem Wort zu bedrohen!« HFA‬‬; „Hüte dich, mit Jakob anders als freundlich zu reden!“ NBH‬‬, in der Volxbibel wird es so ausgedrückt: „Ich warn dich, Bürschchen! Lass meinen Jakob in Ruhe!“ – also frei nach Pape „halte dich zurück, ich bin bei Jakob, leg dich nicht mit mir an“ ?

      Hatte Laban verstanden, was Jehova/Jahwe da zu ihm gesagt hatte? Scheinbar nicht, denn anstatt wieder umzudrehen und Jakob ziehen zu lassen, rennt er ihm weiterhin nach und wird noch frech. In Vers 29 sagt Laban „es wäre in meiner Hand“ – er könnte ihn vernichten, wenn er wollte. Er macht es nur deshalb nicht, weil Jehova ihm gedroht hatte. Dann wirft er mit Vorwürfen um sich:

      Er fragt den Schwiegersohn, warum er vor ihm geflohen sei, er hätte ihm doch eine tolle Abschiedsparty gegeben ?, wer’s glaubt… Jakob hatte gute Gründe. Nachdem Laban ihn all die Jahre belogen und betrogen hatte, hat er nun Angst, dass er ihm auch noch die Frauen wegnimmt (Vers 31).

      Laban fragt Jakob, warum er seine Götter gestohlen hat (Vers 30). Aber wie kann man Götter stehen, sind die denn nicht mächtig? Jakob ist sich keiner Schuld bewusst, er weiss nicht, dass es ausgerechnet Rahel war, seine Lieblingsfrau und so bietet er dem Schwiegervater an, denjenigen zu töten, bei dem er seine Hausgötzen findet. Rahel hatte die Götter aus Holz oder Stein gestohlen, wahrscheinlich, um das Erbe zu sichern. Wir erinnern uns: Laban ist der Vater von Rahel und Lea und dadurch, dass er den Brautpreis und die Mitgift für sich selbst verwendet hatte, hatten sie auch mit ihren Brüdern Anspruch auf das Erbe Labans. Zumindest sah sie es so

      Die Götzen und andere Götter

      Bei Dieter kam die Frage auf, ob es denn eigentlich andere Götter gäbe. Er ist im Grundkurs noch nicht soweit, dass das Thema behandelt wurde. Daher hier noch mal die Kurzfassung von Lektion 3: Gott hatte Engel erschaffen, einer von ihnen hatte eine besondere Stellung – Luzifer, der Name bedeutet Licht Träger -, er wollte sein wie Gott und von den Menschen angebetet werden. Damit wurde er zum Teufel bzw Satan, was „Ankläger, Verleumder, Widersacher“ bedeutet. Ihm haben sich einige ungehorsame Engel angeschlossen, die Dämonen genannt werden. Satan und ebenso seine Dämonen haben viel Macht, sie sind auch Götter, aber nicht DER Gott. Daher legen wir so viel Wert darauf, den Namen Jehova oder Jahwe zu benutzen, um deutlich zu machen, von welchem Gott wir hier reden. So gibt es also nicht nur Götzen, wie hier bei Jakob und Laban, wo es sich um Hausgötzen, Figuren aus Holz oder Stein, handelt – sondern auch andere Götter, die wirklich Macht haben. Aber Jehova ist stärker, als alle anderen, denn er ist der Schöpfer und der Allmachtige Gott!

      Aber weiter mit Jakob und Laban. Laban beschuldigt Jakob, seine Töchter gestohlen und seine Hausgötzen geklaut zu haben. Wie geht Jakob damit um?

      Anstatt ihm zu widersprechen oder sich zu verteidigen oder Laban zu fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank habe – immerhin hatte er für die Töchter gearbeitet, es waren seine Frauen und gehörten zu ihm – bleibt Jakob ganz ruhig und sagt, er solle doch nachsehen, ob er die Götzen irgendwo bei ihm findet. Behalten wir im Sinn, dass Jakob nicht weiss, dass Rahel die Figuren entwendet und mitgenommen hatte.

      Laban durchsucht alles, findet aber nichts. Zum Schluss kommt er in Rahels Zelt, findet aber auch nichts. Der Leser erfährt, dass sie die Götzen in ihrer Satteltasche versteckt hat und selbst drauf sitzt. Sie sagt dem Vater, sie könne leider nicht aufstehen, da es ihr „nach der Weise der Frauen ergeht“. Was bedeutet das und warum kann sie nicht aufstehen?

      Rahel hat ihre Periode und in der damaligen Zeit galt man als unrein während der Zeit und niemand durfte etwas berühren, auf dem die Frau sitzt oder gesessen hatte. Später wird dies in dem Gesetz festgehalten, das Jehova Mose und den Israeliten gibt. Scheinbar war dies zu dem Zeitpunkt hier bereits üblich. Da Rahel nicht aufsteht, kann der Vater die Götzen auch nicht finden.

      Aber was für eine Schmach für diese Hausgötzen: sie befinden sich unter einer Frau, die unrein ist und können sich nicht wehren. Soviel zu der Macht von Götzen ?

      Gerechter Zorn?

      Wir lesen weiter die Verse 36 bis 42 und erleben, dass Jakob nun wirklich sauer wird (er weiss ja nicht, dass tatsächlich jemand die Hausgötzen mitgenommen hat). So entlädt sich jetzt sein gerechter Zorn über den Schwiegervater! Ihm platzt buchstäblich der Kragen, Laban hatte den Bogen überspannt. So zählt er alle Gemeinheiten und Ungerechtigkeiten der vergangenen Jahre auf – ich an Labans Stelle wäre jetzt „ganz klein geworden mit Hut“ ?

      Wer sind denn die „Brüder“ in Vers 37, vor denen Laban alles niederlegen sollte?

      Jakob hat doch nur einen Bruder, Esau, der überhaupt nicht mit dabei ist? Es sind seine Söhne, die im späteren Verlauf auch mit in den Bund zwischen Jakob und Laban eintreten, und die Söhne von Laban, die ihm scheinbar in der Zeit geboren wurden, als Jakob bei ihm weilte. Auf jeden Fall handelt es sich hierbei um nähere Verwandte auf beiden Seiten.

      Wie reagiert Laban nun auf den Zornesausbruch von Jakob, auf alle die Anschuldigungen?

      Behalten wir im Hinterkopf, dass Jehova Laban gesagt hatte, er solle sich von Jakob fern halten und ihn in Ruhe lassen, denn er stünde unter SEINEM Schutz. Man hätte jetzt erwarten können, dass sich Laban bei Jakob entschuldigt. Aber Pustekuchen: er wird sogar noch frech und behauptet, die Töchter und das Vieh würden ihm gehören, obwohl Jakob dafür gearbeitet hatte (Vers 43). Wir sehen, der Grund, warum Jakob sich heimlich still und leise von Laban entfernt hatte, war nicht überzogen (Vers 31). Jakob kannte seinen Schwiegervater scheinbar sehr gut.

      Nachdem dieser Jakob nochmals vorwirft, ihn bestohlen zu haben, wird er gönnerhaft und schlägt dem Schwiegersohn einen Bund vor, der auf dem ersten Blick günstig für Jakob erscheint, weil er beinhaltet, dass er ihn künftig in Ruhe lassen würde, aber beim näheren Hinsehen, kommt der altbekannte Laban zum Vorschein, dem es nur ums Geld und Reichtum und Macht geht. Mit diesem Grenzwall wird verhindert, dass jemand aus Jakobs Nachfahren kommt und das Erbe einfordert. Sicherlich wird Jakob dies auch klar gewesen sein.

      Der Bund

      In Kapitel 31:44-32:1 lesen wir von diesem Bund: es wird ein Grenzstein aufgerichtet – aber Halt! Haben wir darauf geachtet, wer diesen Stein aufgerichtet hatte? In den Versen 45 und 46 lesen wir, dass es Jakob und seine Söhne sind, die diese Grenze errichten, aber in Vers 51 sagt Laban, er habe den Haufen aufgerichtet. Naja, halt Laban live

      Scheinbar hat Laban ein generelles Problem mit „mein“ und „dein“. Das zieht sich durch die ganze Geschichte, die wir mit ihm und Jakobs gelesen haben. Er gibt Jakob Rahel als Frau, Jakob arbeitet für sie, bekommt sie aber dann nicht. Eigentlich hatte sie ihm nach den 7 Jahren, die er für sie gearbeitet hatte, bereits gehört. Stattdessen muss er weitere 7 Jahre für sie arbeiten und hat zudem eine Frau am Hals, die er eigentlich nicht wollte: Lea. Dann ändert Laban 10 mal den versprochenen Lohn, was das Vieh angeht, das Jakob gehören sollte. Und als Krönung behauptet er jetzt hier, sie würden dennoch eigentlich ihm gehören – Vielleicht wollte er die beiden nochmal an einen anderen Mann verschachern? Auch das Vieh, für das Jakob 10 Jahre gearbeitet hatte, gehörte in seiner Vorstellung noch ihm, er würde es wohl zu gern an jemand anderes für viel Geld verkaufen? Nun hat er also scheinbar auch den Sternhaufen errichtet? Interessant, dass er sich dazu Jakobs Hände bedient hatte – grummel (ich mag solche Leute nicht, grummel).

      Jakob widerspricht ihm nicht, er ist wieder die Ruhe in Person.

      Worum geht dieser Bund, den die beiden hier eingehen und wer ist in diesem Bund mit aufgenommen?

      Dieser Haufen Steine stellt eine Grenzbefestigung dar, eine Art Schutzwall: „Du kommst nicht in mein Land und ich komme nicht in dein Land“. Wir hatten bereits gesehen, dass es hier auch um das Erbe ging. Da scheinbar jemand bei Jakob die Teraphim – die Hausgötzen – hatte, hätte Anspruch auf das Erbe angemeldet werden können. Dadurch, dass die Grenze nicht mehr überschritten werden dürfte, war diese Möglichkeit jetzt nicht mehr gegeben.

      Aber der Wall hatte auch weitere Auswirkungen, unter anderem auf Jakobs Söhne: sie konnten jetzt nicht mehr zu Laban gehen und sich Frauen aus der Familie zur Frau nehmen, wie Abraham, Isaak und Jakob. Dies ist der Grund, warum diese sich später Frauen aus dem Land nehmen, in dem sie wohnen.

      Sie nennen diesen Haufen „Warte, Wächter, Mizpa“, was soviel bedeutet wie „Gott soll richten“

      In Kapitel 32 lesen wir im ersten Vers, wie sich Laban von seiner Familie verabschiedet. Er küsst seine Töchter und Enkelkinder und geht. Ist uns aufgefallen, dass er sich jedoch nicht von Jakob verabschiedet hat? Vielleicht ist er ja nachtragend ?

      Noch mal zu den Hausgötzen: es gab vom Anfang der Menschheitsgeschichte an durch die Rebellion „Götter“ und ohne Anfang, also immer schon, „den allein wahren Gott Jehova“.

      Durch die Grenze, die aufgerichteten Steine, waren die Hausgötzen sinnlos, denn Rahel konnte sie nicht mehr einlösen.

      In Vers 54 von Kapitel 31 lesen wir, wie sie den Bund besiegelt hatten: sie haben dort geopfert und dann gemeinsam gegessen. Auch dies hatte eine Bedeutung: „wenn ich den Bund brechen sollte, dann soll man mich töten – so wie jetzt hier das Tier getötet wird“, das sie dann zusammen gegessen haben.

      Zusammen essen, weil jemand für mich gestorben ist – woran erinnert uns das? Uns kommt hier das letzte Abendmahl in den Sinn. Etwas muss sterben als Zeichen des Bundes. Also auch hier begegnet uns schon die Geschichte des Evangeliums: Jesus ist für uns gestorben, damit wir leben können und uns ohne Scheu unserem Gott nahen und ein inniges Verhältnis zu ihm haben können!

      Hier endet die Geschichte von Laban. Dadurch, dass wir sie im Zusammenhang gelesen haben, könnten wir sehr gut seinen Charakter erkennen. Man kann es in einem Satz zusammenfassen: zwischen dem, was er sagt und dem, was er tut, ist ein himmelweiter Unterschied! Hüten wir uns davor, es ihm nachzutun

      Wie gesagt, hier endet die Geschichte von Laban, wir lesen nur noch am Rande von ihm und es ist nichts Positiven, halt so wie sein Charakter.

      In dieser Woche lesen wir 1. Mose 32:2-22 und sind live dabei, wenn sich Jakob und Esau zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder begegnen. Ob sich Esau inzwischen beruhigt hat…?

      Es bleibt auch weiterhin spannend. Wir freuen uns auf euch ??


      by Jule with no comments yet
    • Juli 2ndJehova entzieht Laban seinen Segen

      Letzte Woche haben wir 1. Mose 31:1-21 gelesen und haben viel über unseren Gott Jehova/Jahwe gelernt. Achten wir mal bitte beim Lesen darauf, was mit Laban passiert und ob Gott ihn straft oder was es ist, was ihn da trifft ?

      In der Vorwoche haben wir gelesen, dass Jakob nach den 14 Jahren, die er Laban gedient hatte – nachdem Joseph geboren wurde – gehen wollte. Laban, der in diesen 14 Jahren davon profitiert hat, dass Jehova Jakob gesegnet hatte, wollte diesen Segen nicht verlieren und wollte Jakob deshalb nicht ziehen lassen. Wie gesagt ging es dabei nicht um Jakob selbst, sondern nur darum, dass Laban den Segen Jehovas nicht verlieren wollte und dazu musste er eben Jakob behalten. So wurde eine Vereinbarung getroffen, welches Vieh Jakob gehören sollte und Laban betrügt ihn immer wieder. „Aber Gott…“ (Kapitel 30:25-43).

      Zwischen dem, was wir in der Vorwoche, gelesen hatten und jetzt sind weitere 6 Jahre vergangen. Jakob ist nun 97 Jahre alt – er war 77, als Isaak ihn gesegnet hat und er nach Haran ging, dann hat er 2 x 7 Jahre für Rahel und Lea gedient und nun, 6 Jahre weiter, ist er 97 Jahre. Er ist also bereits 20 Jahre in Haran und hat ebenso lange seine Familie nicht mehr gesehen ( Kapitel 31:38).

      Erinnern wir uns noch, warum er bisher nicht einfach nach Hause ging, ganz unabhängig davon, dass er noch keinen „eigenen Hausstand“ hatte, also sich noch nichts für sich und seine Frauen erwirtschaftet hatte?

      Seine Mutter Rebekka hatte ihn weg geschickt, weil Esau ihm nach dem Leben trachtete, da er sich um den Segen betrogen fühlte. Sie sagte ihm, er solle so lange fort bleiben, bis sich Esau beruhigt habe, sie würde dann nach ihm schicken lassen (Kapitel 27:43-45). Dies ist bisher, auch nach 20 Jahren, nicht passiert. Entweder hatte sich Esau noch nicht beruhigt, oder die Mutter ist inzwischen verstorben. Wer die Geschichte schon kennt, weiss, dass beides der Fall ist: die Mutter ist bereits tot, als Jakob kommt, denn wir lesen nirgendwo in der Bibel, dass es zu einem Wiedersehen zwischen den beiden kam, und Esau grollt ihm immer noch (Kapitel 32:4-6).

      Vor diesem Hintergrund lesen wir jetzt Kapitel 31, die Verse 1 bis 21:

      Jakob hatte also darauf gewartet, dass seine Mutter ihn zurück nach Hause ruft, was bisher nicht passiert ist. Aber nun bekommt er von Gott selbst den Auftrag „kehre zurück“, jetzt ist also die Zeit, mit seiner Familie zurückzukehren in das Verheißene Land? (Vers 3).

      In Vers 2 lesen wir, dass das Angesicht Labans „nicht gegen ihn war wie früher“, ebenso in Vers 5, wo Jakob es zu seinen beiden Frauen sagt (wir benutzen im Gottesdienst die Elberfelder Übersetzung von 1905, weil dort noch der Name Gottes vorkommt). Was bedeutet dies?

      Das erfahren wir aus dem Kontext: „Eines Tages erfuhr Jakob, dass Labans Söhne über ihn schimpften: »Der Kerl ist ein Dieb! Alles hat er sich vom Vater unter den Nagel gerissen. Auf unsere Kosten ist er reich geworden!« An Labans finsterer Miene bemerkte Jakob, dass auch sein Onkel nicht mehr so auf seiner Seite stand wie früher.“
      ‭‭1. Mose‬ ‭31:1-2‬ ‭HFA‬‬

      War Jakob wirklich ein Dieb? Hatte er Laban wirklich bestohlen? Und wie kommen sie darauf?

      Jetzt sind wir wieder bei Kapitel 30 und dem, was wir in der Woche zuvor gelesen hatten: Laban hatte mit Jakob eine Vereinbarung getroffen, dass dieser die gestreiften, gescheckten und gefleckten Tiere bekommen würde – brachte aber dann die Tiere, die dies hätten vererben können, weit weg, so dass es vom rein menschlichen unmöglich war, solche Jungtiere zu züchten. Auch hier in Kapitel 31 lesen wir, dass Laban diese Vereinbarung immer wieder verändert hat, bis zu 10 mal! (Vers 7), „aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir übles zu tun“.

      Diese Formulierung hier ist wichtig. Wir erinnern uns an den Segen, den Gott seinerzeit Abraham gegeben und den dieser weiter vererbt hatte: „Ich werde dich segnen, die dich segnen und die fluchen, die dich fluchen“ (Kapitel 12:3). Hatte Jehova nun Laban verflucht, oder bestraft? Fakt ist: Laban hatte nicht mehr den Segen – nun nicht mehr. Gott hatte ihm seinen Segen entzogen!

      Aber ist dies wirklich eine Strafe von Gott, wurde er von IHM verflucht?

      Nein! Er bekommt nur keine Sonderration mehr. Es ist weder eine Strafe noch ein Fluch. Er erhält nun lediglich nur die normale Ernte, die seinen eigenen Anstrengungen entspricht. Er hat nicht mehr den Segen und erhält nun nicht mehr durch ein Wunder besondere Mehrung. Vorher hatte er durch den Segen Jehovas, durch ein Wunder, das Jehova gewirkt hatte, mehr Nachkommen bei der Herde, als es normal war, als er durch seine eigenen menschlichen Anstrengungen hervorbringen konnte. Das ist nun vorbei, Jehova hat seinen Segen entzogen, wirkt kein Wunder mehr für Laban, sondern segnet jetzt nur noch die Herden Jakobs.

      Alles klar? ?

      Ähnliches habe ich letzte Woche erst von einer Schwester über Gemeindezucht gehört. Wir selbst kennen das aus eigener schmerzlicher Erfahrung, wie es bei den Zeugen Jehovas ist: niemand darf mehr mit dir reden, selbst Eltern oder Kinder reden seit mehr als zehn Jahren nicht mehr mit uns. In einem anderen Fall haben wir mitbekommen, wie jemandem in einer freikirchlichen Gruppe der Ausschluss „angedroht wurde“; es wurde der Person gesagt, sie dürfe dann noch zum Gottesdienst kommen, müsse aber danach sofort gehen, da sie dann keine Gemeinschaft mehr haben könne. Das erinnerte uns sehr an das, was bei den ZJ praktiziert wird. Diese Schwester erzählte mir nun letzte Woche, dass auch ihre Tochter ausgeschlossen wurde als Ergebnis von Gemeindezucht und ich fragte sie, wie es bei ihnen gehandhabt wird. Sie haben weiterhin Kontakt zur Tochter, sie war jetzt erst einige Tage zu Besuch. Die Schwester sagte, dass diese Gemeindezucht nichts daran ändert, dass sie mit ihrer Tochter was unternimmt. Es ginge nur um den Segen, den Gott entziehen würde und was durch diese Gemeindezucht ausgedrückt würde. Ich wusste erst nicht so recht was damit anzufangen, bis Thom es jetzt am Sonntag im Zusammenhang mit Laban sehr gut erklärt hatte ?.

      Aber weiter im Text: Jakob hatte mitbekommen, dass die Stimmung gekippt war und ihm immer mehr Feindschaft von Seiten Labans und den Brüdern seiner Frauen entgegen schlug – also lässt er seine Frauen zu sich aufs Feld rufen. Warum?

      Jakob berät sich mit seinen Frauen. Es war ja ein weitreichender Schritt für die beiden, ihre Heimat, Freunde und Verwandten zu verlassen – ich weiss, wovon ich rede, denn ich habe auch vor über 11 Jahren alles zurück gelassen, um meinem Mann zu folgen. Besonders für Lea, die seit Jahren um die Liebe ihres Mannes kämpfte. Für sie wäre nun eine gute Gelegenheit gewesen, sich aus dieser unbefriedenden Ehe zu lösen und einen Mann zu heiraten, der wirklich sie liebt und nur sie. Auch für Jakob wäre es eine gute Gelegenheit gewesen, sich der ungeliebten Frau zu entledigen und nur mit seiner geliebten Rahel weg zu gehen. Wie werden sie entscheiden?

      Wir lesen weiter die Verse 9 bis 12: Jakob erhält in einem Traum eine Vision und Jehova erklärt Jakob, dass ER es war, der seinen Besitz vermehrt hatte, er hatte den Genpol der männlichen Tiere verändert, so dass die weiblichen jeweils die gewünschten Nachkommen hervorgebracht haben. Jakob selbst sah einfarbige Tiere, aber Gott zeigt ihm, dass der Genpol für Bunte vorhanden ist. Gott hat die Gene der Blöcke manipuliert, so nach dem Motto: „Laban kann machen, was er will, die Nachkommen gehören dir!“

      Wir behalten im Sinn: vom logischen her ging es nicht, aber wenn Gott will, dann geht es doch!

      Wir lesen weiter, in Vers 14 sehen wir die Reaktion der Frauen. Was sagen sie dazu, dass Jakob wegziehen will? Wer antwortet ihm?

      Wir sehen, dass Rahel ebenso wie Lea mit Jakobs Plan einverstanden ist, beide sind gefrustet von dem Verhalten ihres Vaters: „Rahel und Lea erwiderten: »Wir bekommen ja doch kein Erbe mehr von unserem Vater! Er hat uns wie Fremde behandelt, verkauft hat er uns und den Gewinn für sich selbst eingestrichen. Was haben wir denn davon gehabt? Nichts! Darum gehört der ganze Reichtum, den Gott unserem Vater weggenommen hat, rechtmäßig uns und unseren Kindern! Wir halten zu dir! Tu alles, was Gott dir gesagt hat!«“
      ‭‭1. Mose‬ ‭31:14-16‬ ‭HFA‬‬

      Zum einen würden ja die Brüder alles erben und zum anderen hatte der Vater sie verkauft. Wir erinnern uns, dass Jakob 7 Jahre für den Brautpreis für Rahel gearbeitet hatte, dann aber Lea untergeschoben bekommt, damit er noch weitere 7 Jahre für Laban arbeiten muss und dieser selbst weiteren Reichtum bekommt, da er den Segen mit Jakob in Verbindung bringt. Normalerweise gibt ein Vater seiner Tochter eine Mitgift mit, damit deren Zukunft gesichert ist, dies ist hier bei Laban nicht der Fall. Er behält alles für sich. In diesem Sinne hatte er seine Töchter verkauft. Es ging ihm nicht um das Wohl seiner Kinder, sondern um seinen eigenen Reichtum. Aber genauso haben wir Labans von Anfang an erlebt, er hat wie Dagobert Duck ständig Dollarzeichen im Auge ?.

      Wir lesen weiter die Verse 17 und 18 und achten dabei mal darauf, wen Jakob alles mitnimmt und was können wir für uns heute daraus lernen?

      Er nahm alle mit: seine beiden Frauen und die beiden Mägdte Bilha und Silpha und die Kinder und alles, was er erworben hatte. Die ganze Familie! Warum ist dies von Bedeutung?

      Jakob wollte nur eine Frau, er wollte eigentlich nur Rahel. Es war nicht auf seinem Mist gewachsen, dass er nun so viele Frauen hat, es war nicht seine Idee gewesen – und sicherlich hat sich daran nichts geändert, dass er im tiefsten Herzen eine ganz normale Ehe mit Rahel führen wollte. Trotzdem nimmt er sie alle mit… Trotzdem nutzt er jetzt nicht die günstige Gelegenheit, die ungewollten Frauen einfach da zu lassen.

      Das ist für uns heute wichtig: er nutzte nicht die Möglichkeit einer Scheidung, er suchte nicht nach einer Loslösung! Jakob sowie Lea und Rahel waren treu, sie hielten an ihrer Ehe und Beziehung fest. Wie sehen wir das heute? Wie gehen wir mit Konflikten und Problemen in unserer Beziehung um?

      Wir lesen nun die restlichen Verse 19 bis 21. Warum nimmt Rahel die Hausgötzen des Vaters mit?….

      Evtl wollte Rahel nicht, dass er ihnen mit deren Hilfe nachfolgen konnte. Aber die meisten frühchristlichen Ausleger sagen, es sei so eine Art Erbschein gewesen. Es kann also sein, dass sie sie mitgenommen hatte, damit der Vater keinen Kontakt zu seinen Göttern hatte und ihnen nicht folgen konnte, aber auch, dass es um das Erbe ging. Vielleicht war es ja auch beides?

      Hatte Jakob auch sowas? Nein, er war ohne sowas von Jehova gesegnet. Was braucht er Götzen, wenn der wahre Gott Jehova seine schützende Hand über ihn hält? Im Gegensatz dazu war Laban trotz seiner Hausgötzen nicht gesegnet. Wie denn auch? Wozu brauchte Laban diese Hausgötzen überhaupt? Kam denn nicht Abraham aus seiner Linie? Dieser diente doch dem wahren Gott Jehova!

      Wozu braucht man überhaupt solche Figuren? „Mir fällt es schwer zu glauben – wenn ich sowas stehen habe, fällt es mir leichter“ ?, aber stimmt das wirklich so? Laban hatte seine Götzen da stehen, trotzdem war kein echter Glaube vorhanden und auch kein Segen.

      Es ist leichter zu glauben, wenn ich etwas anfassen kann – aber der wahre Gott braucht keine Götzen Figuren. Jakob konnte einfach so mit ihm reden. Es war eine echte Kommunikation.

      Wo ist der Unterschied zwischen Altar und Götzen Figuren? Die Figur „ist“ ein Gott, der Altar der Ort, wo Opfer dargebracht werden. Er ist der Tisch, wo ich Jehova ein Opfer darbringe. Bei Jehova brauche ich keine Statue, mit ihm rede ich direkt

      Tja, soweit für dieses Mal. Die Woche ist schon fast wieder rum und am Sonntag lesen wir weiter den Rest vom Kapitel: 1. Mose 31:22-32:1 und sind mit dabei, wenn Laban entdeckt, dass er „bestohlen“ wurde und wie er „fast verrückt wird vor Sorge um seine Geliebten Töchter“ ?, es bleibt spannend


      by Jule with no comments yet

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        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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