• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Aug. 13thMädelsKreis – wer hat hier was ergaunert?

      Wir sehen uns nachher beim MädelsKreis 

      Bibelgrundkurs für Mädels 😉

      Mittwochs 15 bis 17 Uhr 

      Und beim 

      Online Bibelkurs 
      Mittwoch 17 bis 19 Uhr

      https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09 
      Meeting-ID: 955 1335 4603
      Kenncode: 057704

       und per Telefon:
      Einwählen über 06938079884
      Dann nach Aufforderung 95513354603# eingeben und dann nach Aufforderung 057704# eingeben und dann *6 damit du auch reden kannst 


      by Jule with 21 comments
    • Juli 16thMädelsKreis – das Recht des Erstgeborenen

      Wir sehen uns nachher beim MädelsKreis 

      Bibelgrundkurs für Mädels 😉

      Mittwochs 15 bis 17 Uhr 

      Und beim 

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      Online Bibelkurs 
      Mittwoch 17 bis 19 Uhr

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      by Jule with 20 comments
    • Juli 2ndJehova entzieht Laban seinen Segen

      Letzte Woche haben wir 1. Mose 31:1-21 gelesen und haben viel über unseren Gott Jehova/Jahwe gelernt. Achten wir mal bitte beim Lesen darauf, was mit Laban passiert und ob Gott ihn straft oder was es ist, was ihn da trifft ?

      In der Vorwoche haben wir gelesen, dass Jakob nach den 14 Jahren, die er Laban gedient hatte – nachdem Joseph geboren wurde – gehen wollte. Laban, der in diesen 14 Jahren davon profitiert hat, dass Jehova Jakob gesegnet hatte, wollte diesen Segen nicht verlieren und wollte Jakob deshalb nicht ziehen lassen. Wie gesagt ging es dabei nicht um Jakob selbst, sondern nur darum, dass Laban den Segen Jehovas nicht verlieren wollte und dazu musste er eben Jakob behalten. So wurde eine Vereinbarung getroffen, welches Vieh Jakob gehören sollte und Laban betrügt ihn immer wieder. „Aber Gott…“ (Kapitel 30:25-43).

      Zwischen dem, was wir in der Vorwoche, gelesen hatten und jetzt sind weitere 6 Jahre vergangen. Jakob ist nun 97 Jahre alt – er war 77, als Isaak ihn gesegnet hat und er nach Haran ging, dann hat er 2 x 7 Jahre für Rahel und Lea gedient und nun, 6 Jahre weiter, ist er 97 Jahre. Er ist also bereits 20 Jahre in Haran und hat ebenso lange seine Familie nicht mehr gesehen ( Kapitel 31:38).

      Erinnern wir uns noch, warum er bisher nicht einfach nach Hause ging, ganz unabhängig davon, dass er noch keinen „eigenen Hausstand“ hatte, also sich noch nichts für sich und seine Frauen erwirtschaftet hatte?

      Seine Mutter Rebekka hatte ihn weg geschickt, weil Esau ihm nach dem Leben trachtete, da er sich um den Segen betrogen fühlte. Sie sagte ihm, er solle so lange fort bleiben, bis sich Esau beruhigt habe, sie würde dann nach ihm schicken lassen (Kapitel 27:43-45). Dies ist bisher, auch nach 20 Jahren, nicht passiert. Entweder hatte sich Esau noch nicht beruhigt, oder die Mutter ist inzwischen verstorben. Wer die Geschichte schon kennt, weiss, dass beides der Fall ist: die Mutter ist bereits tot, als Jakob kommt, denn wir lesen nirgendwo in der Bibel, dass es zu einem Wiedersehen zwischen den beiden kam, und Esau grollt ihm immer noch (Kapitel 32:4-6).

      Vor diesem Hintergrund lesen wir jetzt Kapitel 31, die Verse 1 bis 21:

      Jakob hatte also darauf gewartet, dass seine Mutter ihn zurück nach Hause ruft, was bisher nicht passiert ist. Aber nun bekommt er von Gott selbst den Auftrag „kehre zurück“, jetzt ist also die Zeit, mit seiner Familie zurückzukehren in das Verheißene Land? (Vers 3).

      In Vers 2 lesen wir, dass das Angesicht Labans „nicht gegen ihn war wie früher“, ebenso in Vers 5, wo Jakob es zu seinen beiden Frauen sagt (wir benutzen im Gottesdienst die Elberfelder Übersetzung von 1905, weil dort noch der Name Gottes vorkommt). Was bedeutet dies?

      Das erfahren wir aus dem Kontext: „Eines Tages erfuhr Jakob, dass Labans Söhne über ihn schimpften: »Der Kerl ist ein Dieb! Alles hat er sich vom Vater unter den Nagel gerissen. Auf unsere Kosten ist er reich geworden!« An Labans finsterer Miene bemerkte Jakob, dass auch sein Onkel nicht mehr so auf seiner Seite stand wie früher.“
      ‭‭1. Mose‬ ‭31:1-2‬ ‭HFA‬‬

      War Jakob wirklich ein Dieb? Hatte er Laban wirklich bestohlen? Und wie kommen sie darauf?

      Jetzt sind wir wieder bei Kapitel 30 und dem, was wir in der Woche zuvor gelesen hatten: Laban hatte mit Jakob eine Vereinbarung getroffen, dass dieser die gestreiften, gescheckten und gefleckten Tiere bekommen würde – brachte aber dann die Tiere, die dies hätten vererben können, weit weg, so dass es vom rein menschlichen unmöglich war, solche Jungtiere zu züchten. Auch hier in Kapitel 31 lesen wir, dass Laban diese Vereinbarung immer wieder verändert hat, bis zu 10 mal! (Vers 7), „aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir übles zu tun“.

      Diese Formulierung hier ist wichtig. Wir erinnern uns an den Segen, den Gott seinerzeit Abraham gegeben und den dieser weiter vererbt hatte: „Ich werde dich segnen, die dich segnen und die fluchen, die dich fluchen“ (Kapitel 12:3). Hatte Jehova nun Laban verflucht, oder bestraft? Fakt ist: Laban hatte nicht mehr den Segen – nun nicht mehr. Gott hatte ihm seinen Segen entzogen!

      Aber ist dies wirklich eine Strafe von Gott, wurde er von IHM verflucht?

      Nein! Er bekommt nur keine Sonderration mehr. Es ist weder eine Strafe noch ein Fluch. Er erhält nun lediglich nur die normale Ernte, die seinen eigenen Anstrengungen entspricht. Er hat nicht mehr den Segen und erhält nun nicht mehr durch ein Wunder besondere Mehrung. Vorher hatte er durch den Segen Jehovas, durch ein Wunder, das Jehova gewirkt hatte, mehr Nachkommen bei der Herde, als es normal war, als er durch seine eigenen menschlichen Anstrengungen hervorbringen konnte. Das ist nun vorbei, Jehova hat seinen Segen entzogen, wirkt kein Wunder mehr für Laban, sondern segnet jetzt nur noch die Herden Jakobs.

      Alles klar? ?

      Ähnliches habe ich letzte Woche erst von einer Schwester über Gemeindezucht gehört. Wir selbst kennen das aus eigener schmerzlicher Erfahrung, wie es bei den Zeugen Jehovas ist: niemand darf mehr mit dir reden, selbst Eltern oder Kinder reden seit mehr als zehn Jahren nicht mehr mit uns. In einem anderen Fall haben wir mitbekommen, wie jemandem in einer freikirchlichen Gruppe der Ausschluss „angedroht wurde“; es wurde der Person gesagt, sie dürfe dann noch zum Gottesdienst kommen, müsse aber danach sofort gehen, da sie dann keine Gemeinschaft mehr haben könne. Das erinnerte uns sehr an das, was bei den ZJ praktiziert wird. Diese Schwester erzählte mir nun letzte Woche, dass auch ihre Tochter ausgeschlossen wurde als Ergebnis von Gemeindezucht und ich fragte sie, wie es bei ihnen gehandhabt wird. Sie haben weiterhin Kontakt zur Tochter, sie war jetzt erst einige Tage zu Besuch. Die Schwester sagte, dass diese Gemeindezucht nichts daran ändert, dass sie mit ihrer Tochter was unternimmt. Es ginge nur um den Segen, den Gott entziehen würde und was durch diese Gemeindezucht ausgedrückt würde. Ich wusste erst nicht so recht was damit anzufangen, bis Thom es jetzt am Sonntag im Zusammenhang mit Laban sehr gut erklärt hatte ?.

      Aber weiter im Text: Jakob hatte mitbekommen, dass die Stimmung gekippt war und ihm immer mehr Feindschaft von Seiten Labans und den Brüdern seiner Frauen entgegen schlug – also lässt er seine Frauen zu sich aufs Feld rufen. Warum?

      Jakob berät sich mit seinen Frauen. Es war ja ein weitreichender Schritt für die beiden, ihre Heimat, Freunde und Verwandten zu verlassen – ich weiss, wovon ich rede, denn ich habe auch vor über 11 Jahren alles zurück gelassen, um meinem Mann zu folgen. Besonders für Lea, die seit Jahren um die Liebe ihres Mannes kämpfte. Für sie wäre nun eine gute Gelegenheit gewesen, sich aus dieser unbefriedenden Ehe zu lösen und einen Mann zu heiraten, der wirklich sie liebt und nur sie. Auch für Jakob wäre es eine gute Gelegenheit gewesen, sich der ungeliebten Frau zu entledigen und nur mit seiner geliebten Rahel weg zu gehen. Wie werden sie entscheiden?

      Wir lesen weiter die Verse 9 bis 12: Jakob erhält in einem Traum eine Vision und Jehova erklärt Jakob, dass ER es war, der seinen Besitz vermehrt hatte, er hatte den Genpol der männlichen Tiere verändert, so dass die weiblichen jeweils die gewünschten Nachkommen hervorgebracht haben. Jakob selbst sah einfarbige Tiere, aber Gott zeigt ihm, dass der Genpol für Bunte vorhanden ist. Gott hat die Gene der Blöcke manipuliert, so nach dem Motto: „Laban kann machen, was er will, die Nachkommen gehören dir!“

      Wir behalten im Sinn: vom logischen her ging es nicht, aber wenn Gott will, dann geht es doch!

      Wir lesen weiter, in Vers 14 sehen wir die Reaktion der Frauen. Was sagen sie dazu, dass Jakob wegziehen will? Wer antwortet ihm?

      Wir sehen, dass Rahel ebenso wie Lea mit Jakobs Plan einverstanden ist, beide sind gefrustet von dem Verhalten ihres Vaters: „Rahel und Lea erwiderten: »Wir bekommen ja doch kein Erbe mehr von unserem Vater! Er hat uns wie Fremde behandelt, verkauft hat er uns und den Gewinn für sich selbst eingestrichen. Was haben wir denn davon gehabt? Nichts! Darum gehört der ganze Reichtum, den Gott unserem Vater weggenommen hat, rechtmäßig uns und unseren Kindern! Wir halten zu dir! Tu alles, was Gott dir gesagt hat!«“
      ‭‭1. Mose‬ ‭31:14-16‬ ‭HFA‬‬

      Zum einen würden ja die Brüder alles erben und zum anderen hatte der Vater sie verkauft. Wir erinnern uns, dass Jakob 7 Jahre für den Brautpreis für Rahel gearbeitet hatte, dann aber Lea untergeschoben bekommt, damit er noch weitere 7 Jahre für Laban arbeiten muss und dieser selbst weiteren Reichtum bekommt, da er den Segen mit Jakob in Verbindung bringt. Normalerweise gibt ein Vater seiner Tochter eine Mitgift mit, damit deren Zukunft gesichert ist, dies ist hier bei Laban nicht der Fall. Er behält alles für sich. In diesem Sinne hatte er seine Töchter verkauft. Es ging ihm nicht um das Wohl seiner Kinder, sondern um seinen eigenen Reichtum. Aber genauso haben wir Labans von Anfang an erlebt, er hat wie Dagobert Duck ständig Dollarzeichen im Auge ?.

      Wir lesen weiter die Verse 17 und 18 und achten dabei mal darauf, wen Jakob alles mitnimmt und was können wir für uns heute daraus lernen?

      Er nahm alle mit: seine beiden Frauen und die beiden Mägdte Bilha und Silpha und die Kinder und alles, was er erworben hatte. Die ganze Familie! Warum ist dies von Bedeutung?

      Jakob wollte nur eine Frau, er wollte eigentlich nur Rahel. Es war nicht auf seinem Mist gewachsen, dass er nun so viele Frauen hat, es war nicht seine Idee gewesen – und sicherlich hat sich daran nichts geändert, dass er im tiefsten Herzen eine ganz normale Ehe mit Rahel führen wollte. Trotzdem nimmt er sie alle mit… Trotzdem nutzt er jetzt nicht die günstige Gelegenheit, die ungewollten Frauen einfach da zu lassen.

      Das ist für uns heute wichtig: er nutzte nicht die Möglichkeit einer Scheidung, er suchte nicht nach einer Loslösung! Jakob sowie Lea und Rahel waren treu, sie hielten an ihrer Ehe und Beziehung fest. Wie sehen wir das heute? Wie gehen wir mit Konflikten und Problemen in unserer Beziehung um?

      Wir lesen nun die restlichen Verse 19 bis 21. Warum nimmt Rahel die Hausgötzen des Vaters mit?….

      Evtl wollte Rahel nicht, dass er ihnen mit deren Hilfe nachfolgen konnte. Aber die meisten frühchristlichen Ausleger sagen, es sei so eine Art Erbschein gewesen. Es kann also sein, dass sie sie mitgenommen hatte, damit der Vater keinen Kontakt zu seinen Göttern hatte und ihnen nicht folgen konnte, aber auch, dass es um das Erbe ging. Vielleicht war es ja auch beides?

      Hatte Jakob auch sowas? Nein, er war ohne sowas von Jehova gesegnet. Was braucht er Götzen, wenn der wahre Gott Jehova seine schützende Hand über ihn hält? Im Gegensatz dazu war Laban trotz seiner Hausgötzen nicht gesegnet. Wie denn auch? Wozu brauchte Laban diese Hausgötzen überhaupt? Kam denn nicht Abraham aus seiner Linie? Dieser diente doch dem wahren Gott Jehova!

      Wozu braucht man überhaupt solche Figuren? „Mir fällt es schwer zu glauben – wenn ich sowas stehen habe, fällt es mir leichter“ ?, aber stimmt das wirklich so? Laban hatte seine Götzen da stehen, trotzdem war kein echter Glaube vorhanden und auch kein Segen.

      Es ist leichter zu glauben, wenn ich etwas anfassen kann – aber der wahre Gott braucht keine Götzen Figuren. Jakob konnte einfach so mit ihm reden. Es war eine echte Kommunikation.

      Wo ist der Unterschied zwischen Altar und Götzen Figuren? Die Figur „ist“ ein Gott, der Altar der Ort, wo Opfer dargebracht werden. Er ist der Tisch, wo ich Jehova ein Opfer darbringe. Bei Jehova brauche ich keine Statue, mit ihm rede ich direkt

      Tja, soweit für dieses Mal. Die Woche ist schon fast wieder rum und am Sonntag lesen wir weiter den Rest vom Kapitel: 1. Mose 31:22-32:1 und sind mit dabei, wenn Laban entdeckt, dass er „bestohlen“ wurde und wie er „fast verrückt wird vor Sorge um seine Geliebten Töchter“ ?, es bleibt spannend


      by Jule with no comments yet
    • Juni 4thJakob erkennt Jehova auf eine besondere Weise

      Letzte Woche hatten wir uns mit dem „gestohlenen Vatersegen“ beschäftigt und damit, wer wann wo wen wie betrogen hat und wie Jehova das beurteilt. Wir hatten festgestellt, dass Jakob zwar eine gute Motivation hatte, da es darum ging, wer die Verheißung erben würde und dass ja Jehova bereits vor der Geburt festgelegt hatte, dass es Jakob sein würde. Allerdings hatte Jakob es versäumt, in dieser Hinsicht ganz auf Gott zu vertrauen, dass ER selbst die Dinge regeln würde. Das war eine wichtige Lektion für uns.

      Dann haben wir im Laufe der Woche 1. Mose 27:41-28:22 gelesen und uns im letzten Gottesdienst damit befasst. Wie reagierte Esau auf all das und was bedeutete das für Jakobs Leben?

      Erst mal lesen wir die Verse 41-45. Esau ist stinksauer und würde den Bruder am liebsten erschlagen…. Moment, hatten wir das nicht schon mal? Ja, in Kapitel 4 ist Kain sauer auf seinen Bruder Abel und er erschlägt ihn, obwohl Gott selbst in zuvor noch gewarnt hatte.

      Die Mutter erfährt davon und sie macht sich Sorgen um Jakob. Woher sie es weiss, können wir nur raten: dass er sauer war, konnte sicherlich jeder sehen und sicherlich kennt sie ihren Sohn gut genug, um sich vorstellen zu können, dass er auf Rache sinnt. Also möchte sie ihren geliebten Sohn in Sicherheit bringen. Wobei ihre Formulierung etwas grotesk ist, denn sie wird sicherlich noch wissen, dass sie es war, die Jakob zu dem Betrug angestiftet hat (Vers 45).

      Warum spricht sie aber davon, dass sie dann beide Söhne am selben Tag verlieren würde? Sie denkt an 1. Mose 9:5. Gott hatte nach der Sintflut von der Heiligkeit des Lebens gesprochen und dass jeder, der einen Menschen tötet, ebenso getötet werden muss. Wenn Esau also Jakob töten würde, müsste Esau ebenso sterben und sie hätte beide Kinder verloren.

      Rebekka, die ihren Sohn zu der List angestiftet hatte, sieht ihren Lieblingssohn vor der Auferstehung nicht wieder, denn als dieser wieder zurück kommt, ist sie bereits gestorben. Ob das ihre Strafe war? Denn sie sieht scheinbar nicht ein, dass es ihr Fehler war, indem sie sagt „was DU ihm angetan hast“. Aber hier können wir nur spekulieren ?

      Weiter geht es mit 27:46-28:5. Isaak segnet Jakob und schickt ihn weg, um sich eine Frau zu suchen

      Rebekka scheint eine sehr starke Frau gewesen zu sein, denn auch hier sieht es so aus, als habe sie ihren Mann geschickt gelenkt (manipuliert klingt so hart), damit dieser den Sohn weg schickt. Denn Jakob ist der Sohn, der bei den Eltern bei den Zelten wohnt und sich um das Haus und um die Angelegenheiten des Hauses und der Herde kümmert. Wahrscheinlich hätte Isaak ihn nicht so einfach losgeschickt. Dadurch aber, dass sie zu ihrem Mann sagt, dass sie das Leben wegen den Frauen von Esau anwidert, gerät der Vater in Zugzwang (27:46). Natürlich will er nicht, dass sich auch Jakob eine Frau von den Hethitern nimmt, sicherlich weiss er noch genau, warum der Vater für ihn selbst eine Frau aus Haran holen liess. Durch Rebekkas Bemerkung wird er sich der Gefahr bewusst und er schickt den Sohn fort, damit sich dieser ebenfalls eine Frau aus Haran holt (28:1-2).

      Nun segnet er seinen Sohn Jakob nochmals und diesmal ganz offiziell und ohne Trick (Verse 3-4). Jakob erhält den Segen des Vater aus freien Stücken und von ganzem Herzen. Dann schickt er Jakob los – alleine!

      Moment mal – alleine?

      Wir erinnern uns an Kapitel 24, da schickt Abraham seinen Diener mit zehn weiteren Männern los. Wieso schickt Isaak seinen Sohn nun alleine und ohne Unterstützung los? Will er ihn für die List bestrafen? Aber dagegen spricht ja, dass er ihn nun aus freien Stücken nochmals segnet. Also warum dann?

      Höchstwahrscheinlich geht es um die Stellung, die Jakob in seinem Haus hat. Da er der Verantwortliche für das Haus und die Herden usw ist, kann der Vater nicht lange auf ihn verzichten. Indem er ihn allein los schickt, hofft er, dass Jakob bald wieder kommen wird. Wir wissen, dass das ein Fehlschluss war, aber das weiss Isaak nicht.

      In Kapitel 27:44-45 hatten wir gelesen, dass auch Rebekka hoffte, Jakob bald wieder zu sehen. Er sollte nur solange weg bleiben, bis Esau sich wieder beruhigt. Wir wissen, dass er das nicht tat, denn auch als Jakob nach über 20 (!!!) Jahren wieder kommt, grollt er ihm immer noch und muss vor dem gemeinsamen Zusammentreffen erst mal von Gott zurecht gebracht werden (Kapitel 32 und 33).

      Esau und die Frauen
      Weiter geht es mit Esau und seinen Frauen in Kapitel 28, den Versen 6 bis 9.

      Nun, als der Vater den Bruder wegen der Suche nach einer Frau fortschickt, kapiert er, dass er scheinbar kein so glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Frauen gehabt hatte, wie er dachte. Also nimmt er sich auch noch eine Frau aus der Familie und heiratet eine der Töchter seines Onkels Ismael.

      Hier bei der Brautwahl haben wir wieder mal das Thema „Gehorsam“. Esau war es bisher egal gewesen, was seine Eltern dachten, naja, er war ja auch schon 77 Jahre alt und kein Kind mehr. Jakob hingegen hört auf den Vater und zieht gleich los, um sich eine passende Frau zu suchen. Für ihn hört der Gehorsam den Eltern gegenüber nie auf, auch nicht mit 77 Jahren (1. Mose 28:7). Später hält Gott im mosaischen Gesetz fest, dass wir unseren Eltern gehorchen sollen und Jesus nimmt später darauf Bezug, genauso wie später Paulus (2. Mose 20:22; Matthäus 15:4, Epheser 6:1).

      Der Segen

      Wir lesen weiter die Verse 10 bis 22: hier wird der Segen noch mal bestätigt, diesmal direkt von Gott selbst. Dies zeigt, dass der Segen wirklich Jakob zustand. Erst hatte der Vater den Segen wiederholt, bevor er ihn weg geschickt hatte und nun ist es Jehova selbst.

      Es ist derselbe Segen, den Jehova bereits Abraham und Isaak gegeben hatte. Nun erhält ihn Jakob. Niemand anderem hatte Jehova ihn direkt zugesagt, daher nennt man ihn auch „Jehova, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“.

      Wenn wir uns den Vers 11 näher ansehen, erkennen wir, dass Jakob nicht in den Ort die Stadt ging, sondern nur in die Nähe. Ebenso wie sein Großvater Abraham sich auch immer von den Städten fernhielt. Wie sinnvoll das war, hatten wir bei dem Bericht über Sodom erkannt.

      Ein weiterer Punkt, der Fragen aufwirft, ist der „Stein, den er zu seinen Häuptern gelegt hatte“. Viele Kommentatoren meinen, er habe ihn als eine Art Kopfkissen benutzt. Aber dies wäre zum einen viel zu hart und zum anderen hätte man so einen Stein nicht hinterher aufrichten und salben können (Vers 18). Viel wahrscheinlicher ist, dass er ihn hinter seinem Kopf als Windschutz benutzt hatte. Es ist ähnlich, wie Saul seinerzeit sein Schwert zu seinem Häuptern liegen hatte, da lag er auch nicht drauf.

      Natürlich sind dies nur Nebenschauplätze – wichtig ist das, was er in dieser Nacht sieht. Er sieht eine Leiter oder Treppe, die vom Himmel herabkommt bis zu ihm auf die Erde und er sieht Engel auf und ab steigen. Was bedeutet dies und warum ist er hinterher so erschrocken? (Verse 12-13)

      Jehova ist mit ihm

      Jakob begreift hier etwas ganz Entscheidendes, was nicht einmal seinem Vater und Großvater bekannt gewesen sein dürfte:

      Vorher hatte sein Großvater Abraham den Segen und nun immer noch Isaak. Daher dachte Jakob, dass Jehova sich zur Zeit um seinen Vater Isaak kümmert. Er ist erstaunt, dass Jehova nun so weit weg von Isaak hier bei ihm ist. Er dachte, Jehova würde bei seinem Vater in Berscheba bleiben.

      Damals wussten die Anbeter Gottes noch nicht, dass Gott überall gleichzeitig sein kann. Wir heute wissen es, da wir auch den Rest der Geschichte aus der Bibel kennen.

      Für Jakob war wichtig zu wissen, dass Gott nun auch auf seinem Weg bei ihm war.

      Jakobs Versprechen

      Nun kommen wir an einen Punkt, der auch für uns heute sehr wichtig ist, dass wir dies genau verstehen: Was verspricht Jakob Jehova genau in Vers 22?

      In den meisten Bibelausgaben lesen wir, dass Jakob hier sagt „wenn Jehova mir hilft, dann werde ich ihm dienen“ (frei nach Pape). Aber das Wort im Urtext bedeutet „weil“. Es ist also kein Handel, den er mit Jehova abschließt, so nach dem Motto „mal sehen, ob du Jehova dein Wort hältst. Wenn das sich nachher so herausstellen wird, dann werde ich dich als Gott annehmen und anbeten“. Nein, im Gegenteil.

      Jakob sagt hier: „weil du so ein toller Gott bist und weil du mit mir bist und weil du mich beschützt, deshalb bin ich absolut begeistert von dir, dass du so ein wundervoller gnädiger und gütiger Gott bist – darum liebe ich dich und bete dich an“ (wieder frei nach Pape?).

      Hier ist ein entscheidender Punkt, den auch wir heute begreifen müssen, denn er betrifft unser ganz persönliches Verhältnis zu Jehova: Warum beten wir ihn an? Weil wir was von ihm wollen – oder weil wir absolut begeistert von ihm sind?

      Bethel – Das Haus Gottes

      Dann richtet Jakob den Stein auf und salbt ihn und gibt ihm den Namen Bethel (Haus Gottes). Hiermit hat er das Fundament für das Haus Gottes gelegt, ein Haus, wo man Gott anbeten würde. Zwar wird hier nicht der Tempel gebaut, aber er ist hier der erste, der den Gedanken hat, Gott ein Haus zu bauen. Das erste Haus Gottes „baut“ später Moses, die Stiftshütte. Noch später lässt Salomo den Tempel bauen.

      Interessant dabei ist, dass alle, die den Himmel geöffnet sehen, das nachbauen wollen, was sie sehen. Es hat mit ihrer Begeisterung zu tun.

      Auch der Zehnte, den Jakob nun Jehova verspricht, hat was mit seiner Begeisterung und seiner Liebe zu ihm zu tun und nichts mit einer lästigen Pflicht, wie es heute einige tun und wie es oft auch die Juden empfunden haben mögen.

      Wir müssen bedenken, dass Jakob hier mit absolut nichts vor Jehova steht, er hat nicht einmal Geld für eine Mitgift, wie wir nächste Woche in Kapitel 29 sehen werden. Vielleicht ist es ihm deshalb so bewusst, dass er alles, was er danach haben wird, von Jehova erhalten hatte. Er will von allem, was er bekommen würde, einen Zehntel in das Haus Gottes investieren. Freiwillig und aus Dankbarkeit!

      Tja, soweit für heute. Interessant für mich, wie sehr wir auch hier im Alten Testament christliche Grundsätze sehen. Meine Freundin machte sich schon Sorgen, dass wir beim Studium von den ganzen alten Büchern überhaupt nicht Jesus im Sinn hätten, er würde da ja ausser vor gelassen.

      Heute haben wir wieder Punkte gefunden, die uns helfen, das zu verstehen, was wir in den Evangelien lesen. Es geht um Gnade und unverdiente Güte und darum, was unsere Motivation für unser Leben mit Gott ist. Wenn wir überlegen, was Gott und was Jesus für uns getan haben, dann ist das weit mehr, als das, was Gott für Jakob tut. Sollten wir da nicht vor Dankbarkeit und Liebe überströmen? Und würde sich dies nicht darin zeigen, wie wir leben und was wir tun?

      Nächste Woche sehen wir Jakob, wie er seine Braut kennenlernt, wir sind live dabei, bei dieser Liebe auf dem ersten Blick und auch dabei, wie er die Mitgift beschafft und wie gross seine Liebe zu Rahel ist, was er alles auf sich nimmt, damit er sie zur Frau bekommt. Wieder begegnen wir einer List und vieles daran wird uns bekannt vorkommen. Es bleibt spannend

      Wer mag, kann im Laufe der Woche schon mal 1. Mose 29:1 – 29:30 lesen. Wir freuen uns auf euch


      by Jule with no comments yet
    • Mai 28thDer Vatersegen – oder: lauter Betrüger

      Wir haben uns bereits mit der Geburt von Jakob und Esau beschäftigt und welche Prophezeiung Gott der schwangeren Rebekka gab (Kapitel 25:23); wir haben gelesen, wie Esau das Erstgeburtsrecht an Jakob verkauft hat (25:33) und letzte Woche haben wir gelesen, dass Esau sich zwei Frauen von den Hethitern nahm (Kapitel 26:34) und was das eigentlich bedeutet.. Letzte Woche und am Sonntag im Gottesdienst haben wir 1. Mose 27:1-40 gelesen, es ging um den Väterlichen Segen und um einen Betrug. Dies ist ein sehr kontroverses Thema, hier scheiden sich oftmals die Geister der Prediger und Kommentatoren. Daher war es mehr als interessant ?

      Aber lesen wir erst mal die Verse 1 bis 4: Isaak ist hier 137 Jahre alt und seine Söhne 77, sie sind also keine kleinen Kinder mehr, wie mancher vielleicht gedacht hat. Isaak will seinen Ältesten segnen, denn er denkt, er würde bald sterben. Wir wissen, dass er nachher noch viele Jahre gelebt hat, also wie kommt er darauf? Sein Halbbruder Ismael starb mit 137 Jahren und so dachte er, dass auch er bald sterben würde; wir kennen das, wenn wir über unsere Familie und unsere eigene Lebenserwartung nachdenken. Wenn die Eltern schon früh gestorben sind, rechnen wir auch uns keine hohe Lebenserwartung aus.

      Aber wieso ruft Isaak nach Esau und nicht nach Jakob? Weiss er denn nichts von der Prophezeiung Gottes oder davon, dass Esau dieses Recht bereits an den jüngeren Bruder verkauft hatte? Und was ist mit Esau? Warum sagt er dem Vater nicht, dass ihm das Erstgeburtsrecht längst nicht mehr gehört? Wenn wir hier über einen Betrug reden – wer hat dann wen betrogen, wie und warum?

      Die List

      Wir lesen weiter die Verse 5 bis 17, von Rebekka und der List, die eigentlich nur funktioniert, weil Isaak blind ist. Sie schickt Jakob los, ein Tier von der Herde zu besorgen, das sie dann zubereitet und sich „zu verkleiden“, damit der Vater nicht misstrauisch wird. Sie plant eindeutig, ihren Ehemann hinters Licht zu führen – ein Betrug. Aber was sind ihre Beweggründe? Ist ein Betrug ok, wenn wir es gut meinen? Stimmt es, dass der Zweck die Mittel heiligt? Wie sieht Jehova (oder auch Jahwe) das Ganze?

      In den Versen 18 bis 29 führt Jakob die List seiner Mutter aus, indem er mit dem zubereiteten Essen zum Vater geht. Wie denkt Gott darüber? Verurteilt er ihn? Was sagt die Bibel an anderen Stellen dazu? In Römer 9:10-14 lesen wir etwas von Jakob und Esau und in Vers 13 heisst es, dass „Gott Jakob liebte, den Esau aber hasste er“, Paulus zitiert hier auch Maleachi 1:2-3. Auch in Hebräer 11:20 lesen wir, dass Gott hier seine Hand mit im Spiel hatte. Das erkennen wir auch daran, dass Isaak nicht merkt, dass es kein Wild ist, was er hier isst, sondern ein Tier von der Herde.

      Es wird nicht bestritten, dass Rebekka und Jakob Isaak täschten, aber es wird von Gott nicht verurteilt, ein ganz wichtiger Punkt.

      Zurück zu Jakob, der sich jetzt im Zelt bei seinem Vater befindet. Er gibt sich mehrfach als sein Bruder Esau aus, denn der Vater fragt nach. Jakob riecht wie sein Bruder und er fühlt sich durch die umgebundenen Felle auch so an, aber Isaak bleibt verunsichert. Leider fragt er nur immer wieder den Sohn, der ihn da täuscht, anstatt dass er Jehova befragen würde. Ein Punkt, an dem sie alle einen Mangel aufweisen. Denn auch Rebekka und auch Jakob hätten besser Jehova befragt, als sie merkten, dass Isaak im Begriff war, den Falschen zu segnen. Alle drei verlassen sich hier auf sich selbst und wollen das Problem aus eigener Kraft heraus lösen…

      Der Segen

      Anstatt also Jehova zu befragen, ob er hier wirklich Esau vor sich hat und nicht wie befürchtet Jakob, gibt Isaak direkt seinen Segen – und diesen komplett! Er hatte sich so sehr auf Esau als seinen Erben versteift, dass er seinen Segen einseitig gibt – alles Gute soll an Esau gehen – anstatt den Segen aufzuteilen, da er ja zwei Söhne hat. Jakob hat daraus gelernt, denn er teilt seinen Segen später auf alle seine 12 Söhne auf.

      Wie dem auch sei: Jakob bekommt den Segen, ganz so, wie es von vornherein von Jehova beabsichtigt war.

      Wir lesen weiter in den Versen 30 bis 40. Jakob geht und Esau kommt nach Hause, geht mit dem zubereiteten Essen zum Vater und wartet auf den Segen. Aber da ist kein Segen mehr, da dieser bereits Jakob gesegnet hat. Wie geht Esau jetzt damit um? Schämt er sich, dass er nicht gleich dem Vater gesagt hat, dass dieser den Falschen segnen wollte?

      Esau regt sich tierisch darüber auf, dass er von seinem Bruder übervorteilt und betrogen wurde. Dabei ist doch hier er der Betrüger – oder? Hatte er nicht dem Bruder das Erstgeburtsrecht verkauft? Es stand ihm nicht mehr zu. Er hatte es zwar dem Bruder verkauft, aber er dachte, dass er eh den Segen des Vaters bekommt. Dadurch, dass er auf den Wunsch des Vaters eingegangen war, wollte er seinen Bruder austricksen. Wer ist hier also der Betrüger?

      Die Reaktion des Vaters

      Isaak bleibt bei dem Segen, obwohl ihm nun klar ist, dass er ausgetrickst wurde. Im Vers 33 lesen wir etwas von einem „sehr großen Schrecken über die Maßen“, der Isaak erfasst. Worüber erschrickt er so? Es wird ihm klar, dass er den Falschen segnen wollte, dass Jehova den Segen an Jakob geben wollte und dass er selbst fast gegen Jehova gesündigt hätte. Der Vater fühlt sich schuldig – Jehova gegenüber. Der Sohn hingegen schreit rum, er fühlt sich überlistet (Vers 34).

      —> Halten wir fest:
      Isaak wollte Esau segnen, hat aber durch den Trick den Jüngeren gesegnet – und damit den Richtigen in Jehovas Augen!

      Jakob log, indem er sich als Esau ausgab. Mal indirekt, indem er sagte, er sei der Erdtgeborene (was er durch den Kauf des Erstgeburtsrechts ja auch war), aber auch direkt, indem er auf die Frage des Vaters antwortete, dass er Esau sei. Aber Esau log auch. Er hätte ganz zu Anfang sagen müssen, dass ihm das Erstgeburtsrecht nicht mehr zustand. Wir sehen: jeder ist hier irgendwo der Betrogene und auch der Betrüger. Was ist richtig und was ist falsch? Wie sieht Jehova das alles und jeden Einzelnen?

      —> Halten wir auch fest:
      Jakob hat den Segen durch einen Trick bekommen, weil der Vater ihn nicht sehen konnte. Dies wird später noch von Interesse sein

      Wir hatten uns ja mehrfach gefragt, was hier richtig und was falsch war, alle lügen, aber wer handelte richtig in Jehovas Augen?

      In Römer, Maleachi, Hebräer, den Psalmen und in Jesaja finden wir Stellen, die sagen, dass das Handeln von Jakob richtig war in Jehovas Augen.

      ===> Aber behalten wir Im Sinn: es war ein Betrug. Er hatte die richtige Motivation dazu, denn es ging Jakob und Rebekka darum, dass Jehovas Wille geschah, allerdings haben die beiden dabei ausser Acht gelassen, dass Jehova selbst hätte dafür sorgen können, dass sein Wille geschah. Er hatte die List der beiden nicht nötig, damit Isaak Jakob segnet. Er hätte es auch anders regeln können. Aber Jakob ist keinesfalls der große Betrüger, als der er oftmals dargestellt wird!

      In der kommenden Woche lesen wir den Rest von 1. Mose 27 lesen, ab Vers 41 und das komplette Kapitel 28. Wie reagiert Esau jetzt auf den „Betrug“? Welche Auswirkungen hat das Ganze auf Jakobs weiteres Leben? Es bleibt spannend


      by Jule with 1 comment

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        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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