Dass sich in unserem Erziehungsstil etwas ändern muss, haben viele Eltern und Erzieher erkannt. In den Gesprächsrunden auf den Fernsehkanälen sieht man das Heil in der Balance zwischen den zwei Extremen – etwas mehr Drill und etwas weniger Kuschelpädagogik – ist das die Lösung?
Müsste man sich nicht vielmehr fragen: Was sind die wahren Werte, die wir unseren Kindern vermitteln wollen? Sind Ehrgeiz, Leistung und Erfolg die Dinge, die uns zufrieden machen? Kann ich nur zufrieden sein, wenn ich besser, schöner, erfolgreicher bin als andere? Wer Gott aus seinem Leben ausklammert, wird diese Dinge seinen Kindern als erstrebenswert darstellen.
Leider haben auch Christen diese Ziele für ihre Kinder übernommen. Aber Leben ist mehr, viel mehr! Haben wir das Doppelgebot der Liebe vergessen, das uns Gottes Sohn aufgetragen hat: „Du sollst dem Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt … und deinen Nächsten wie dich selbst“ (Matthäus 22,37+39)?
Unsere höchste Aufgabe als Eltern ist es, unsere Kinder mit Gott und seinem Wort bekannt zu machen, sie zu lieben, zu leiten und ihnen Beispiel und Vorbild zu sein. In der Abhängigkeit vom Herrn werden wir die rechte Balance finden zwischen Liebe und Strenge, zwischen Gewährenlassen und Disziplinierung.
Gott zu lieben, bedeutet, nach seinem Wort zu leben, seine Ehre (nicht die eigene) zu suchen.
(nach Yvonne Schwengeler)
by Jule with no comments yet„Gott hat uns aber auch gezeigt, dass wir bereit sein sollen Ihm zu dienen, wenn wir mal keine direkt sichtbare Frucht zu sehen bekommen. Manchmal wirkt Gott anders als wir erwartet hätten. Auch dann lassen wir uns nicht entmutigen.“
News vom Köriser See
Wir nd heute so auf uns selbst fixiert, dass wir nur zu Gott gehen, um etwas von ihm zu bekommen – nicht um seiner selbst Willen
by Jule with no comments yetWenn du keine Zeit zum Beten hast, bist du mehr beschäftigt, als Gott es für dich will
by Jule with no comments yetVersuche nicht, andere zu verändern – bete für sie und lass Gott die Veränderung bewirken
by Jule with no comments yet„Nichts kann zu uns durchdringen, wenn Gott nicht Platz macht, um es vorbeizulassen. Das heißt, nichts Böses – kein Schmerz, kein Verlust, keine menschliche Grausamkeit oder Fahrlässigkeit – kann uns treffen, wenn er es nicht zulässt. Und das tut er nur, wenn er es letztlich gebrauchen will, um seine guten Pläne mit uns zu verwirklichen.“
by Jule with no comments yetNIchts ärgert mich mehr, als wenn wohlmeinende Christen mir Bibelverse an den Kopf werfen, um mir zu zeigen, dass ich nicht geistlich genug bin. Einmal in meinen turbulenten Tagen als frisch verheiratete Ehefrau, fern von Familie und Heimatland, bekam mein armer Ehemann die volle Wucht meines Zorns ab. Nichtsahnend hatte er einen Vers aus Sprüche 31 zitiert, in dem es um die tugendhafte Frau geht. Er wollte mich damit nur ermutigen, meinte er später. In jener angespannten Situation war die tugendhafte Frau für mich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Nachdem mein Mann das Haus verlassen hatte, marschierte ich in sein Arbeitszimmer, schnappte seine Bibel und riss die Seite mit Sprüche 31 wutentbrannt aus ihr heraus. Ich konnte diese mustergültige Dame in jenem Moment nicht leiden und wollte mich an ihr rächen. Genüsslich riss ich die Seite in Stücke und warf sie in den Papierkorb.
Gleich danach überrollte mich eine herzzerreißende Reue. Die peinliche Erkenntnis, dass eine wüste Randaliererin in mir steckte, schockierte mich. Wie konnte ich nur mit meinem lieben Mann so grausam umgehen, und erst recht mit seiner Bibel? Ich wühlte im Papierkorb, holte jedes Stück zerrissener Sprüche 31 heraus und klebte die Papierfragmente tränenüberströmt mit Klebstreifen wieder zusammen. Danach riss ich die gleiche Seite aus meiner Bibel heraus und klebte sie sorgfältig in jene meines Mannes hinein. Zum Glück hatten wir beide die gleiche Bibelausgabe. Die geschädigte Seite aus seiner Bibel klebte ich als Strafe für meine Untat in meine hinein. Ich entschuldigte mich bei Gott und bei meinem Mann, und als wiedergutmachende Selbskasteiung las ich Sprüche 31 dreimal durch.
Im Nu schloss ich mit dieser musterhaften Heldin Frieden. Eigentlich ist sie eine total patente Frau. Eine Powerfrau, aber nicht die militante Sorte, die in eine rohe, garstige Muskelbude mutiert ist. Aufblühende, befreite Weiblichkeit stellt diese Frau dar, im Auftrag Gottes unterwegs, zum Segen ihre Mitmenschen, allen voran ihres Mannes und ihrer Kinder. Ein ehrfurchterregendes Multitalent, ohne Frage. Sie kann stricken, häkeln und nähen, hat aber auch ein Auge für gute Geschäfte, kann mit Finanzen umgehen und besitzt außerordentliche soziale und pädagogische Kompetenzen. Und das alles, ohne ein griesgrämiger, verbissener Leistungstyp zu sein, der auf diejenigen herabschaut, die keine so gute Schow abziehen wie sie. Diese Frau bringt Atmosphäre ins Geschehen. Ihr Haus strahlt eine fröhliche Unbeschwertheit aus. Ihr Mann und ihre Kinder dürfen sich auf sie verlassen. Sie dient einem Herrn, der aus der Enge führt, Nicht einem, der in die Enge treibt. So sind nämlich die Götter der modernen Emanzipation: Die, die uns Frauen weismachen wollen, dass wir zwar „genderneutral“ sind, aber trotzdem für unsere „Frauenrechte“ kämpfen sollten. Für das „Recht“, Kinder als Last zu empfinden. Für das „Recht“, uns überall zu „verwirklichen“, aber ja nicht im eigenen Heim, ja nicht im Dienst unserer Männer und Familien.
Die Frau in Sprüche 31 belehrt uns eines Besseren. Ihr Haushalt ist keine lästige Pflicht, sondern das spannende Hauptquartier eines abenteuerlichen Familienlebens. Von hier aus wird Geschichte geschrieben, Lebensgemeinschaft gestaltet, hier wird gelacht, erzogen, gebetet, versorgt, ernährt. Hier entwickeln sich Persönlichkeiten.
Diese Frau hätte ich gern als Freundin. Und weil meine Bibel sich immer als Erstes an der Stelle öffnet, wo das geschädigte, mit Tesa zusammengeglebte Blatt ihre Geschichte erzählt, habe ich sie inzwischen sehr gut kennengelernt. Geschieht mir recht.
(nach NIcola Vollkommer)