• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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    • März 8thAktivGottesdienst

      Heute – wie jeden Sonntag – um 11 Uhr Lobpreis und anschließend bis 15 Uhr Gemeinschaft 

      Wir lesen und besprechen gemeinsam 1. Könige10,

      Zoom-Meeting Sonntag von 11-14 Uhr

      https://zoom.us/j/97941200715?…WVlVZWHQrRmU5cmlnTjJPdz09

      Meeting-ID: 979 4120 0715

      Kenncode: 658157  oder per Telefon: Einwählen über 06938079884 Dann nach Aufforderung 979 4120 0715# eingeben und dann nach Aufforderung 658157# eingeben Dann bist du im Raum und drückst *6 und kannst auch reden Ist ein ganz normaler Anruf auf Festnetz


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    • März 7thIsrael soll sich von den anderen Völkern unterscheiden

      Heute lesen wir 5. Mose 12 bis 15. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘


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    • März 6thWiederauferstehung: das Tal, das wieder atmete

      WIEDERAUFSTIEG: Das Tal, das wieder atmete – Hesekiel 37,1–14

      Es gibt Momente im Leben, in denen alles leblos erscheint. Träume versiegen. Die Hoffnung schwindet. Der Glaube fühlt sich zerbrechlich an. In Hesekiel 37 steht der Prophet in einem Tal voller trockener Knochen – verstreut, still und völlig leblos. Es ist ein Bild der Niederlage. Des Endes. Der Unmöglichkeit.

      Und dann stellt Gott eine mächtige Frage: „Können diese Knochen wieder lebendig werden?“

      Hesekiel diskutiert nicht. Er rechnet nicht die Chancen aus. Er antwortet einfach: „Herr, du weißt es.“

      Auf Gottes Befehl hin spricht Hesekiel zu den Knochen. Nicht zu lebenden Körpern. Nicht zu starken Armeen. Sondern zu trockenen, unzusammenhängenden Knochen. Und plötzlich ist ein Geräusch zu hören – ein Klappern. Die Knochen beginnen sich zusammenzufügen. Sehnen bilden sich. Fleisch erscheint. Atem strömt hinein. Was einst ein Friedhof war, wird zu einer lebenden Armee.

      Dies war nicht nur eine Vision für Israel. Es ist eine Botschaft für jeden, der heute in seinem eigenen Tal steht.

      Keine Situation ist zu hoffnungslos. Kein Traum ist zu zerbrochen. Keine Nation, keine Familie, kein Herz ist zu trocken für den Atem Gottes.

      Derselbe Gott, der einem Tal voller Knochen Leben einhauchte, kann den Glauben wiederbeleben, die Hoffnung wiederherstellen, Gemeinschaften wieder aufbauen und wieder einen Sinn wecken. Wenn Gott spricht, werden tote Dinge lebendig.

      Wenn du dich gerade in einer Phase befindest, die sich leer anfühlt, denk daran: Täler sind nicht das Ende deiner Geschichte. Sie sind der Ort, an dem die Auferstehung beginnt.

      Sprich Leben aus. Glaube wieder. Steh auf.


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    • März 6thBarmherzigkeit gewinnt gegen Verurteilung

      Barmherzigkeit gewinnt über Verurteilung

      📖 Johannesevangelium 8:1–11

      Als es hell wurde, ging Jesus wieder zum Tempel und die Leute versammelten sich um ihn. Er setzte sich und fing an zu lehren. Alles war ruhig – bis es durch Anschuldigungen gestört wurde.

      Die Gesetzeslehrer und Pharisäer schleppten eine Frau vor ihn, die beim Ehebruch erwischt worden war. Sie stellten sie in die Mitte der Menge. Scham erfüllte die Luft. Flüstern verbreitete sich. Die Steine in den Händen der Leute fühlten sich schwerer an.

      „Meister“, sagten sie, „diese Frau wurde beim Ehebruch erwischt. Im Gesetz hat Moses uns befohlen, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du dazu?“

      Das war mehr als eine Frage. Es war eine Falle.

      Wenn Jesus sich streng an das Gesetz hielt, würde er hart wirken und seinen Ruf als mitfühlender Mensch verlieren. Wenn er das Gesetz ignorierte, könnten sie ihn beschuldigen, sich gegen Moses zu stellen. Barmherzigkeit und Verurteilung standen sich gegenüber. Gerechtigkeit und Gnade schienen in einem Spannungsverhältnis zu stehen.

      Aber Jesus antwortete nicht sofort.

      Er bückte sich und begann, mit seinem Finger auf den Boden zu schreiben.

      Es wurde still. Die Ankläger drängten ihn auf eine Antwort. Schließlich stand Jesus auf und sagte Worte, die tiefer trafen als jeder Stein:

      „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie.“

      Dann bückte er sich wieder und schrieb weiter.

      Einer nach dem anderen, beginnend mit dem Ältesten, ließen die Steine fallen. Die Menge lichtete sich. Die Ankläger gingen weg, nicht wegen eines Arguments, sondern wegen ihres eigenen Gewissens.

      Bald waren nur noch Jesus und die Frau übrig.

      Sie hatte den Tod erwartet. Stattdessen begegnete sie Barmherzigkeit.

      „Frau, wo sind sie? Hat dich niemand verurteilt?“, fragte Jesus.

      „Niemand, Herr“, antwortete sie.

      „Dann verurteile auch ich dich nicht“, sagte er. „Geh nun und lass dein sündiges Leben hinter dir.“

      Beachte die Kraft dieses Augenblicks. Jesus entschuldigte ihre Sünde nicht. Er leugnete nicht ihre Schwere. Aber er weigerte sich auch, der Verurteilung das letzte Wort zu überlassen. Barmherzigkeit hob die Wahrheit nicht auf – sie erfüllte sie. Gnade ignorierte die Gerechtigkeit nicht – sie verwandelte sie.

      In einer Welt, die schnell urteilt und langsam vergibt, konfrontiert uns diese Geschichte noch immer. Halten wir Steine in der Hand? Oder schenken wir Gnade? Definieren wir Menschen durch ihre schlimmsten Momente – oder durch Gottes erlösende Liebe?

      Barmherzigkeit unterbricht die Verurteilung.
      Gnade schreibt Scham neu.
      Und Jesus beugt sich immer noch vor, um die Gefallenen aufzurichten.

      Egal, wie deine Vergangenheit aussieht, egal, welche Fehler du gemacht hast – wenn du vor Christus stehst, stehst du vor dem Einen, der alles sieht, tief liebt und dich zu Höherem beruft.

      Lass heute die Steine fallen.
      Nimm seine Barmherzigkeit an.
      Und geh in einem neuen Leben.


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    • März 6thPsalm 23 – Der Herr ist mein Hirte

      📖 PSALM 23 – DER HERR IST MEIN HIRTE

      In den schönen Worten des Buches der Psalmen, Kapitel 23, malt David nicht nur ein poetisches Bild, sondern schildert auch seine persönlichen Erfahrungen. Dieses Kapitel wurde nicht von einem Mann geschrieben, der nie Schwierigkeiten hatte – es wurde von einem Hirten geschrieben, der König wurde, einem Krieger, der Angst kannte, und einem Gläubigen, der trotz allem auf Gott vertraute.

      „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“
      David beginnt mit Zuversicht. Er sagt nicht, dass der Herr ein Hirte ist – er sagt, mein Hirte. Das ist persönlich. Das ist vertraut. Das ist eine Erklärung des Vertrauens. Ein Hirte versorgt, beschützt und leitet. Damit erklärt David, dass Gott seine Quelle, seine Sicherheit und seine Versorgung ist.

      „Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.“
      Gott wirkt nicht nur im Chaos – er bringt auch Ruhe. In einer Welt voller Angst und Druck erinnert uns Psalm 23 daran, dass Gott unsere Seele erquickt. Er führt uns zum Frieden, wenn unser Geist unruhig ist. Er gibt uns geistige Nahrung, wenn wir uns leer fühlen.

      „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück.“
      Beachte, dass David „durch das Tal“ sagt – nicht „in ihm gefangen“. Das Tal ist real. Die Schatten sind real. Die Angst kann sich real anfühlen. Aber die Gegenwart Gottes ist realer. Wenn Gott mit dir ist, wird selbst deine dunkelste Zeit zu einer Passage, nicht zu einem Gefängnis.

      „Dein Stecken und dein Stab trösten mich.“
      Derselbe Gott, der uns zurechtweist, tröstet uns auch. Sein Stab schützt uns. Sein Stecken leitet uns. Disziplin und Liebe gehen Hand in Hand in den Händen eines treuen Hirten.

      „Du bereitest mir einen Tisch vor meinen Feinden.“
      Gott entfernt nicht immer die Feinde – manchmal segnet er dich direkt vor ihren Augen. Er salbt dein Haupt mit Öl. Er gibt dir deine Würde zurück. Er füllt deinen Kelch, bis er überfließt. Wenn Gott dich segnet, ist es nicht wenig – es ist reichlich.

      „Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.“
      David schließt mit Zuversicht. Nicht mit Angst. Nicht mit Zweifel. Nicht mit Unruhe. Er erklärt, dass Gutes und Barmherzigkeit nicht zufällig hinter ihm liegen – sie folgen ihm absichtlich. Und er schließt mit dem größten Versprechen von allen: „Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“

      Psalm 23 ist mehr als nur Worte. Es ist eine Lebensweise des Vertrauens. Es ist eine Erinnerung daran, dass du niemals allein bist, egal in welchem Tal du dich befindest, egal durch welchen Sturm du gehst. Der Hirte geht vor dir, neben dir und hinter dir.

      Wenn er dein Hirte ist, wirst du niemals verlassen werden.


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    • März 6thWenn Jesus nie gesündigt hat, warum ist er dann in das Wasser der Taufe getaucht?

      Wenn Jesus nie gesündigt hat, warum ist er dann in das Wasser der Taufe getaucht? Auf den ersten Blick scheint das unnötig. Die Taufe zu Johannes dem Täufers Zeiten war ein Zeichen der Buße (Markus 1,4). Die Leute bekannten ihre Sünden und kehrten zu Gott zurück. Als Jesus aber am Jordan ankam, war Johannes total überrascht. Er meinte: „Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir?“ (Matthäus 3,14). Johannes hat was Wichtiges verstanden. Jesus hatte nichts zu bereuen. Er hat nie gesündigt (Hebräer 4,15). Er hat nie versagt. Er war das makellose Lamm Gottes (Johannes 1,29; 1. Petrus 1,19). Warum hat er es dann getan?

      Jesus antwortete Johannes mit einem kraftvollen Satz: „Lass es jetzt so sein; es ist richtig, dass wir das tun, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen“ (Matthäus 3,15). In diesem Moment bekannte Jesus keine Sünde. Er identifizierte sich mit den Sündern (Jesaja 53,12). Der sündlose Sohn Gottes stieg in dasselbe Wasser wie die Gebrochenen, die Schuldigen und die Beschämten. Von Beginn seines Wirkens an zeigte Jesus der Welt, wozu er gekommen war. Er kam, um an unsere Stelle zu treten (Römer 5,8).

      In der gesamten Heiligen Schrift sehen wir, dass Jesus kam, um für uns zu tun, was wir selbst niemals tun konnten. Wo die Menschheit versagte, war Jesus erfolgreich (Römer 5,18–19). Wo wir versagt haben, hat er die Gerechtigkeit vollkommen erfüllt (Matthäus 5,17). Bei seiner Taufe ging es nicht darum, dass er Reinigung brauchte. Es ging um seine Bereitschaft, unsere Geschichte zu tragen. Er trat in unsere Menschlichkeit ein, damit wir eines Tages in seine Gerechtigkeit eintreten können (2. Korinther 5,21).

      Als Jesus aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel. Der Geist kam wie eine Taube herab, und die Stimme des Vaters verkündete: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (Matthäus 3,16–17). Beachte hier etwas Schönes. Jesus hatte noch keine Kranken geheilt, keine Predigten gehalten und war noch nicht ans Kreuz gegangen. Dennoch hatte der Vater bereits Wohlgefallen an ihm. Die Anerkennung des Himmels ruhte auf ihm, noch bevor er seinen öffentlichen Dienst begann. Dieser Moment weist uns auf das vollendete Werk Jesu hin und darauf, was es für alle bedeutet, die an ihn glauben.

      Am Kreuz trug Jesus unsere Sünden vollständig (1. Petrus 2,24). Die Schrift sagt, dass Gott den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht hat, damit wir in ihm die Gerechtigkeit Gottes werden (2. Korinther 5,21). Derjenige, der mit den Sündern ins Wasser stieg, würde später für die Sünder ans Kreuz gehen (Römer 5,6–8). Er nahm unsere Schuld, unsere Scham, unser Versagen und unsere Verurteilung auf sich (Römer 8,1) und vollendete das Werk, das uns für immer mit Gott versöhnt (Johannes 19,30; Hebräer 10,14).

      Wegen dieses vollendeten Werks hängt unsere Hoffnung nicht mehr davon ab, wie gut wir uns anstellen, wie konsequent wir uns fühlen oder wie perfekt wir uns benehmen. Unsere Hoffnung hängt vom Gehorsam Jesu ab (Römer 5,19). So wie er alle Gerechtigkeit erfüllt hat, wird uns diese Gerechtigkeit jetzt durch den Glauben geschenkt (Römer 3,22; Philipper 3,9). Der Gläubige steht nicht aufgrund seiner persönlichen Leistung vor Gott, sondern aufgrund des vollkommenen Werks Christi (Eph 2,8–9).

      Das verändert unsere heutige Sichtweise auf die Taufe. Unsere Taufe ist kein Mittel, um Vergebung zu erlangen oder Gott unseren Wert zu beweisen. Sie ist eine Erklärung, dass wir mit Jesus vereint sind. Die Schrift sagt, dass wir mit ihm in der Taufe begraben und mit ihm zu einem neuen Leben auferstanden sind (Röm 6,3–4; Kolosser 2,12). Das Wasser wird zu einem Bild für das, was Jesus bereits vollbracht hat. Das alte Leben in Sünde wurde von Christus getragen, und das neue Leben in Gerechtigkeit gehört nun durch ihn uns (2. Korinther 5,17).

      Wenn du dich also fragst, worauf du deine Hoffnung gründen sollst, dann schau zurück auf den Einen, der für dich ins Wasser getreten ist. Schau auf den Einen, der an deiner Stelle die Gerechtigkeit erfüllt hat (Matthäus 3,15). Schau auf den Einen, der das Werk am Kreuz vollbracht hat und auferstanden ist (Johannes 19,30; 1. Korinther 15,3–4). Deine Stellung vor Gott hängt nicht von deinen Gefühlen oder deinen Leistungen ab. Sie steht fest auf dem vollbrachten Werk Jesu Christi (Hebräer 10,12–14).

      Und wegen ihm gilt dieselbe Wahrheit, die über Jesus ausgesprochen wurde, jetzt auch für jeden Gläubigen, der in ihm ist. Du bist angenommen. Du bist geliebt. Du bist willkommen (Eph 1,6; Röm 15,7). Nicht weil du es verdient hast, sondern weil Jesus alles für dich erfüllt hat (Röm 8,32–34).


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    • März 6thDer Stein, der einen Riesen besiegte

      DER STEIN, DER EINEN RIESEN BESIEGTE

      1. Samuel 17,49

      In einem Tal voller Angst stand eine ganze Armee still.

      Auf der einen Seite war Goliath – ein riesiger Krieger in einer bronzenen Rüstung, der für den Kampf ausgebildet war und von den Nationen gefürchtet wurde. Tag für Tag trat er vor, verspottete Israel und forderte jeden heraus, gegen ihn zu kämpfen. Die Soldaten zitterten. Die Krieger vermieden seinen Blick. Selbst die mutigsten Männer zögerten.

      Dann kam ein Hirtenjunge.

      David war kein Soldat. Er hatte kein Schwert, trug keine Rüstung und hatte keinen Ruf auf dem Schlachtfeld. Alles, was er hatte, war eine Schleuder, fünf glatte Steine und ein unerschütterlicher Glaube an Gott.

      Während andere einen unbesiegbaren Feind sahen, sah David eine Chance für Gott, zu handeln.

      Als Goliath lachte und vorwärts stürmte, hallte das Tal vom Donnern der Schritte des Riesen wider. Aber David rannte auf ihn zu – statt wegzulaufen.

      Er legte einen Stein in seine Schleuder, schwang sie präzise und ließ los.

      In diesem Moment flog der Stein durch die Luft – klein, einfach, fast unbedeutend. Doch er trug etwas Größeres als Kraft in sich. Er trug Glauben.

      Und der Riese, der ganze Armeen in Angst versetzte, fiel durch einen einzigen Stein, der von Glauben geleitet war.

      Manchmal scheint dein Riese größer zu sein als du.
      Manchmal scheinen deine Ressourcen kleiner zu sein als das Problem.

      Aber Glaube hängt nie von der Größe ab.

      Der Sieg gehört denen, die auf Gott vertrauen und vorwärtsgehen.


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    • März 6thWenn dein Herz müde ist vom Versuch, alles zusammenzuhalten

      Stell dir vor, du wachst jeden Morgen auf, ohne den Druck, dich vor Gott beweisen zu müssen, sondern mit dem Wissen, dass seine Gnade dir schon zuteilwird, weil Jesus alles erledigt hat. Jakobus schreibt: „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade“ (Jakobus 4,6). Auf den ersten Blick lesen manche Gläubige das und werden nervös, weil sie sich fragen, ob sie vielleicht nicht demütig genug sind. Aber wenn wir diesen Vers im Licht des vollbrachten Werks Jesu betrachten, wird er zu einer Einladung zur Ruhe und nicht zu einer weiteren Last, die wir tragen müssen.

      Stolz wird in der Bibel oft missverstanden. Er ist nicht einfach Selbstvertrauen oder Persönlichkeit. Im Kern ist Stolz Selbstvertrauen. Es ist der stille Glaube, dass wir uns selbst verbessern oder genug leisten müssen, um Gottes Gunst zu erlangen oder zu behalten. Demut hingegen bedeutet nicht, schlecht von sich selbst zu denken. Demut bedeutet, mit Gott übereinzustimmen, dass man sich nicht selbst retten kann, und sich ganz auf das zu verlassen, was Jesus bereits für einen vollbracht hat.

      Hier verändert das Kreuz alles. Als Jesus sein Leben für uns gab, machte er nicht einfach nur die Erlösung möglich. Er vollendete das Werk vollständig. Die Bibel sagt, dass wir durch ihn durch den Glauben gerechtfertigt worden sind und nun Frieden mit Gott haben (Römer 5,1). Dank Jesus stehen Gläubige nicht auf der wackeligen Grundlage ihrer eigenen Anstrengungen vor Gott. Sie stehen auf dem vollendeten Werk Christi. Deine Beziehung zu Gott hängt nicht davon ab, wie gut du heute bist. Sie hängt davon ab, was Jesus schon am Kreuz geschafft hat.

      Jakobus sagt, dass Gott mehr Gnade gibt. Nicht ein bisschen. Nicht nur begrenzt. Mehr Gnade. Gnade für deine Kämpfe. Gnade für deine Schwächen. Gnade für die Tage, an denen du dich stark fühlst, und für die Tage, an denen du das Gefühl hast, dass du dich kaum noch aufrecht halten kannst. Die Demut, die Gott willkommen heißt, ist einfach das Herz, das aufhört, so zu tun, als könne es das Leben allein tragen, und sich stattdessen ganz auf die Vollkommenheit Jesu verlässt.

      Diese Art von Demut schafft tatsächlich tiefe Freiheit im Leben eines Gläubigen. Wenn du aufhörst, dir das zu verdienen, was dir in Christus bereits gegeben wurde, wird dein Herz leichter. Das Gebet wird ehrlicher. Du kommst nicht mehr zu Gott, um ihn zu beeindrucken. Du kommst zu ihm wie ein Kind, das weiß, dass es bereits geliebt wird. Das Evangelium befreit dich von dem anstrengenden Kreislauf, dich immer mehr anzustrengen, und lädt dich ein, in den Frieden eines tieferen Vertrauens einzutreten.

      Und an diesem Ort der Ruhe beginnt etwas Schönes zu wachsen. Dankbarkeit ersetzt Angst. Liebe ersetzt Druck. Gehorsam wird zu einer Antwort der Freude statt zu einem Versuch, Anerkennung zu erlangen. Die Gnade, die dich gerettet hat, stärkt dich auch, leitet dich und formt dein Leben mit der Zeit sanft. In der Bibel steht: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen“ (2. Korinther 12,9). Was wir einst vor Gott zu verbergen versucht haben, wird zu dem Ort, an dem seine Gnade uns am deutlichsten begegnet.

      Wenn dein Herz also müde ist vom Versuch, alles zusammenzuhalten, höre dir diese sanfte Wahrheit noch einmal an. Gott schenkt mehr Gnade. Durch das vollendete Werk Jesu sind Gläubige bereits angenommen und dem Vater nahegebracht worden (Eph 2,13). Demut bedeutet einfach, sich auf diese Realität zu verlassen, anstatt zu versuchen, deine eigene Gerechtigkeit zu erlangen.

      Gnade fließt dort, wo das Streben aufhört. Und wenn du aufhörst zu streben und anfängst, auf das zu vertrauen, was Jesus bereits vollbracht hat, wirst du entdecken, dass Gottes Gnade dich die ganze Zeit getragen hat.


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    • März 6thWenn Worte mehr kosten, als wir denken

      Wenn Worte mehr kosten, als wir denken

      Unsere Geschichte steht im Buch der Richter 11,30–40 und spielt in einer der schwierigsten Zeiten in der Geschichte Israels. Die Bibel beschreibt diese Zeit mit einer sehr ehrlichen Aussage. In Richter 21,25 heißt es:
      „In jenen Tagen hatte Israel keinen König; jeder tat, was er für richtig hielt.“

      Dieser Satz sagt viel über den geistlichen Zustand des Volkes aus. Es herrschte Verwirrung. Es herrschte Unordnung. Die Menschen ließen sich oft von ihren eigenen Ideen leiten statt von Gottes Weisheit. In diesem Umfeld spielt die Geschichte von Jephthah und seiner Tochter.

      Jephthah war kein gewöhnlicher Mann. Sein Leben war schon von Anfang an voller Schwierigkeiten. Er wurde von seinen eigenen Brüdern abgelehnt und musste sein Zuhause verlassen. Später, als Israel Hilfe brauchte, baten ihn genau die Leute, die ihn abgelehnt hatten, zurückzukommen und sie anzuführen. Gott nutzte ihn als Krieger, um das Volk gegen die Ammoniter zu verteidigen.

      Bevor er in die Schlacht zog, machte Jephthah dem Herrn ein Versprechen. In Richter 11,30–31 sagte er: „Wenn du die Ammoniter in meine Hand gibst, soll alles, was mir bei meiner Rückkehr aus dem Kampf gegen die Ammoniter aus der Tür meines Hauses entgegenkommt, dem Herrn gehören, und ich werde es als Brandopfer darbringen.“

      Das klang nach einem starken Versprechen. Es klang leidenschaftlich. Aber es war ein Gelübde, das ohne Weisheit gesprochen wurde.

      Gott gab Jephthah den Sieg. Die Schlacht wurde gewonnen. Israel wurde befreit. Aber als Jephthah nach Hause zurückkehrte, passierte etwas Unerwartetes.

      Die erste Person, die aus dem Haus kam, war kein Diener. Kein Tier. Es war sein einziges Kind. Seine Tochter kam tanzend vor Freude heraus und feierte den Sieg ihres Vaters.

      Die Bibel erwähnt nicht einmal ihren Namen. Doch ihre Reaktion ist seit Jahrhunderten in Erinnerung geblieben.

      Diese Passage wird seit vielen Jahren diskutiert. Hat Jephthah seine Tochter tatsächlich geopfert? Oder wurde sie dazu bestimmt, Gott für den Rest ihres Lebens ohne Heirat zu dienen?

      Um die Geschichte besser zu verstehen, müssen wir uns ansehen, was die Bibel an anderer Stelle lehrt.

      In den Gesetzen, die Israel gegeben wurden, waren Menschenopfer klar verboten. In Levitikus 18,21 heißt es: „Du sollst keines deiner Kinder dem Molech opfern, denn du sollst den Namen deines Gottes nicht entweihen. Ich bin der Herr.“

      Auch in Deuteronomium 12,31 heißt es: „Ihr sollt den Herrn, euren Gott, nicht auf ihre Weise verehren, denn wenn sie ihre Götter verehren, tun sie alle möglichen abscheulichen Dinge, die der Herr hasst. Sie verbrennen sogar ihre Söhne und Töchter im Feuer als Opfer für ihre Götter.“

      Gott lehnte diese Praxis eindeutig ab. Aus diesem Grund glauben viele Bibelwissenschaftler, dass Jephthah seine Tochter nicht buchstäblich opferte, sondern sie dem lebenslangen Dienst an Gott weihte.

      Es gibt ein interessantes Detail in der Geschichte. Als Jephthahs Tochter von dem Gelübde hört, bittet sie um zwei Monate, um mit ihren Freundinnen in die Berge zu gehen. In Richter 11,37 sagt sie: „Gib mir zwei Monate, um mit meinen Freundinnen in den Bergen zu wandern und zu weinen, denn ich werde niemals heiraten.“

      Beachte etwas Wichtiges. Sie trauert nicht um ihren Tod. Sie trauert um die Tatsache, dass sie niemals heiraten und niemals Kinder haben wird.

      Später heißt es in der Bibel in Richter 11,39:
      „Er tat mit ihr, wie er gelobt hatte. Und sie war jungfräulich.“

      Der Fokus liegt wieder darauf, dass sie unverheiratet bleibt.

      In der Kultur Israels war die Familienlinie echt wichtig. Nie zu heiraten und nie Kinder zu haben bedeutete, eine Zukunft aufzugeben, die die meisten Frauen erwarteten. Es bedeutete ein Leben voller Hingabe und Opfer.

      Ob man nun glaubt, dass das Gelübde zu einem buchstäblichen Opfer oder zu lebenslanger Hingabe führte, die Botschaft ist klar. Jephthah sprach, ohne sorgfältig nachzudenken.

      Er versuchte, einen Handel mit Gott zu machen.

      Aber Gott hat ihn nie gebeten, dieses Versprechen zu geben.

      Wie oft machen wir etwas Ähnliches?

      Hast du jemals so etwas gebetet?

      Herr, wenn du mir bei diesem Problem hilfst, verspreche ich, dass ich mich ändern werde.
      Herr, wenn du mich segnest, werde ich dir mehr dienen.

      Manchmal versuchen wir, mit Gott zu verhandeln. Aber echter Glaube verhandelt nicht. Echter Glaube vertraut und gehorcht.

      Noch bevor Jephthah dieses Gelübde ablegte, war der Geist des Herrn bereits über ihn gekommen. In Richter 11,29 heißt es: „Da kam der Geist des Herrn über Jephthah.“

      Der Sieg lag schon in Gottes Händen. Das Gelübde war nie nötig.

      Schau dir jetzt noch mal die Tochter an. Ihre Reaktion ist echt bemerkenswert. In Richter 11,36 sagt sie zu ihrem Vater: „Mein Vater, du hast dem Herrn dein Wort gegeben. Tu mit mir, wie du versprochen hast, jetzt, wo der Herr dich an deinen Feinden, den Ammonitern, gerächt hat.“

      Sie rebelliert nicht. Sie beschuldigt ihn nicht. Sie nimmt das Geschehene mit Mut und Glauben an.

      In einer Zeit, in der viele Menschen in Israel taten, was sie wollten, zeigte diese junge Frau ein Herz der Hingabe.

      Ihr stiller Glaube erinnert uns an eine andere junge Frau viele Jahrhunderte später. Im Lukasevangelium 1,38 sagt Maria: „Ich bin die Magd des Herrn. Dein Wort soll an mir geschehen.“

      Beide Geschichten zeigen ein Herz, das bereit ist, Gott zu vertrauen, auch wenn die Zukunft ungewiss ist.

      Die Geschichte von Jephthahs Tochter soll nicht sein Gelübde feiern. Sie soll uns warnen.

      Gott will mehr Gehorsam als dramatische Versprechen.

      Gott will mehr Weisheit als emotionale Worte.

      Aus dieser Geschichte können wir drei wichtige Lektionen lernen.

      Erstens: Unsere Worte sind wichtig. Was wir vor Gott versprechen, sollten wir nie leichtfertig sagen.

      Zweitens kann Glaube Opfer mit sich bringen. Gott zu folgen bedeutet manchmal, persönliche Träume oder Erwartungen aufzugeben.

      Drittens kann Gott auch durch menschliche Fehler wichtige Lektionen lehren.

      Es gibt auch einen starken Kontrast, den wir beachten sollten.

      Die Geschichte von Jephthah zeigt einen Vater, der seine einzige Tochter wegen eines törichten Gelübdes opferte.

      Aber Jahrhunderte später gab unser himmlischer Vater seinen einzigen Sohn aus einem ganz anderen Grund.

      Im Johannesevangelium 3,16 heißt es in der Bibel: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“

      Das eine Opfer entstand aus menschlicher Impulsivität.
      Das andere entstand aus vollkommener Liebe und einem geplanten Erlösungsplan.

      Und die Geschichte von Jesus endete nicht in Trauer. Sie endete in Sieg.

      Was wirklich mit Jephthas Tochter passiert ist, wird immer ein bisschen geheimnisvoll bleiben. Aber die Botschaft der Geschichte ist klar.

      Ein Vater hat zu schnell geredet.
      Eine Tochter musste dafür bezahlen.
      Und Israel hat sich diese Lektion gemerkt.

      Lasst uns also aus dieser Geschichte lernen.

      Lasst uns vorsichtig sein, wenn wir vor Gott reden.
      Lasst uns vermeiden, mit ihm zu verhandeln.
      Und lasst uns daran denken, dass echte Hingabe nichts mit großen Versprechungen zu tun hat.

      Echte Hingabe bedeutet, jeden Tag gehorsam zu sein.


      by Jule with no comments yet
    • März 6thSchuldgefühle und Gottes Liebe

      Es gibt Momente im Leben, in denen man auf seine Geschichte zurückblickt und sich von der Last der vergangenen Ereignisse überwältigt fühlt. Zeiten des Schmerzes, des Verlusts und Entscheidungen, die man getroffen hat, während das Herz verletzt war, können tiefe Spuren in der Seele hinterlassen. Selbst nachdem man zu Gott zurückgekehrt ist, selbst nach Jahren des Dienstes für ihn, kann die Scham still im Hintergrund weiterleben. Man mag sagen, dass man glaubt, dass Gott einem vergibt, doch innerlich fragt man sich immer noch, ob er einen wirklich mit den gleichen Augen sieht. Er sehnt sich danach, ihn klar und deutlich sagen zu hören: „Ich vergebe dir. Ich liebe dich.“

      Die schöne Wahrheit des Evangeliums ist, dass Gott diese Worte bereits durch Jesus gesprochen hat.

      Am Kreuz flüsterte Gott die Vergebung nicht in einer stillen Ecke des Himmels. Er verkündete sie offen durch das vollendete Werk seines Sohnes. Als Jesus die Sünden der Menschheit auf sich nahm und sein Leben für uns gab, befasste er sich nicht nur mit den Sünden, die begangen wurden, bevor jemand glaubte. Er hat ein für alle Mal die gesamte Last der Sünde auf sich genommen. Die Schrift sagt, dass wir in Christus die Erlösung durch sein Blut haben, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade (Epheser 1,7). Diese Vergebung ist nicht zerbrechlich. Sie ist nicht teilweise. Sie ist nicht etwas, das verschwindet, wenn jemand fällt und dann wieder zurückkommt. Sie ist verwurzelt in dem, was Jesus vollbracht hat, nicht darin, wie perfekt die Geschichte eines Menschen gewesen ist.

      Viele Gläubige kehren zu Gott zurück, tragen aber immer noch Scham mit sich herum, als stünden sie vor der Tür und hofften, wieder hereingelassen zu werden. Aber das Kreuz erzählt eine andere Geschichte. Als Jesus starb und wieder auferstand, beseitigte er die Barriere zwischen Gott und seinen Kindern. Die Schrift sagt, dass wir jetzt mit Zuversicht Zugang zum Vater haben (Epheser 3,12). Das bedeutet, dass die Beziehung nicht auf einer Leistungsbilanz beruht. Sie beruht auf der Gerechtigkeit Jesu selbst.

      Der Feind flüstert uns gerne zu, dass Gott uns zwar rechtlich vergeben hat, aber emotional immer noch von uns enttäuscht ist. Doch das Evangelium räumt mit dieser Lüge komplett auf. Gott geht mit seinen Kindern nicht aufgrund ihrer schlimmsten Zeiten um. Er geht mit ihnen aufgrund von Christus um. Und Christus ist perfekt, akzeptiert und vom Vater voll und ganz geliebt.

      Denk mal über das Herz Gottes nach, das durch Jesus offenbart wurde. Immer wieder in den Evangelien waren es die Menschen, die sich am meisten schämten, denen er sich näherte und von denen er sich nicht abwandte. Die Frau, die beim Ehebruch erwischt wurde, erwartete Steine, erhielt aber Gnade (Johannes 8,3–11). Der verlorene Sohn erwartete Ablehnung, aber er bekam ein Gewand, einen Ring und ein Fest (Lukas 15,20–24). Petrus verleugnete Jesus dreimal und dachte, seine Geschichte sei vorbei, aber der auferstandene Christus stellte ihn wieder her und vertraute ihm die Leitung an (Johannes 21,15–17). Diese Geschichten sind keine Ausnahmen vom Charakter Gottes. Sie zeigen sein Herz.

      Scham sagt einem Menschen, dass sein Versagen die lauteste Stimme im Raum ist. Aber das Kreuz verkündet etwas Lauteres. Jesus ging nicht widerwillig ans Kreuz. Die Schrift sagt, dass er uns liebte und sich für uns hingab (Galater 2,20). Das bedeutet, dass er, als er deine Sünden trug, die ganze Geschichte kannte und sich dennoch für das Kreuz entschied. Nichts in deiner Vergangenheit überraschte ihn. Nichts in deiner Vergangenheit disqualifizierte die Liebe, die er bereits beschlossen hatte, dir zu schenken.

      Manchmal warten Menschen auf einen besonderen emotionalen Moment, in dem sie spüren, dass Gott sagt: „Ich vergebe dir.“ Die gute Nachricht ist jedoch, dass Gott dies bereits auf die klarste Weise durch das Evangelium selbst gesagt hat. Das Kreuz ist Gottes Erklärung. Die Auferstehung ist Gottes Bestätigung. Die Gegenwart des Heiligen Geistes im Leben eines Gläubigen ist Gottes ständige Erinnerung daran, dass er zu ihm gehört (Epheser 1,13–14).

      Wenn du zu ihm zurückgekehrt bist, ist diese Rückkehr selbst ein Beweis für seine Gnade, die in dir wirkt. Die Schrift sagt, dass es die Güte Gottes ist, die uns zur Umkehr führt (Römer 2,4). Dieselbe Gnade, die dich zurückgebracht hat, ist die Gnade, die dich jetzt hält.

      Gott sieht dich nicht durch die Brille deiner schlimmsten Jahre. Er sieht dich durch die Gerechtigkeit Jesu. In Christus bist du nicht die Person, die durch diese Zeiten des Schmerzes und der Zerbrochenheit definiert ist. Du bist ein geliebtes Kind, das vom Vater willkommen geheißen wird.

      Und wenn du die Stimme des Himmels klar hören könntest, würdest du die Botschaft hören, die bereits durch das Kreuz verkündet wurde:

      Dir ist vergeben.
      Du wirst geliebt.
      Und durch Jesus bist du in der Gegenwart Gottes voll und ganz willkommen.


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