
Wenn Loslassen Raum für Gott schafft
Es gibt Momente im Leben, in denen Wachstum Spannungen hervorruft. Segen kann Beziehungen belasten, und Fortschritt kann schwierige Entscheidungen erfordern. Das galt auch für Abram. Als seine Herden wuchsen, reichte das Land nicht mehr aus, um ihn und Lot zu ernähren. Es kam zu Konflikten, nicht wegen Sünde, sondern weil der Platz begrenzt war.
Abram hatte das Recht, zuerst zu wählen. Er war älter, er war von Gott berufen worden, und die Verheißung war an ihn gerichtet worden. Dennoch verlangte er nicht die Kontrolle. Stattdessen entschied er sich für den Frieden. Er sprach ruhig und bot Lot die erste Wahl an, um zu zeigen, dass der Glaube nicht um seine Position kämpfen muss.
Lot gehörte zur Familie. Er war weder böse noch rebellisch. Dennoch stimmte seine Ausrichtung nicht vollständig mit Abrams Berufung überein. Manchmal kommt die Last, die wir tragen, nicht von schlechten Menschen, sondern von Bindungen, die uns daran hindern, unsere Aufgabe zu erfüllen. Zu festes Festhalten kann zu Streit führen, wo eigentlich Frieden herrschen sollte.
Abrams Entscheidung, sich zu trennen, war keine Ablehnung. Es war Weisheit. Er entschied sich dafür, die Beziehung zu schützen, anstatt sie durch Konflikte zerstören zu lassen. Loslassen wurde zu einer Möglichkeit, sein Herz zu schützen und Gott zu ehren.
Lot entschied sich für das, was für die Augen gut aussah. Er sah grünes Land und sichtbaren Wohlstand und zog dorthin. Abram blieb, wo er war, und vertraute Gott statt den äußeren Umständen. Der Glaube entscheidet sich oft für das, was noch nicht sichtbar ist.
Nachdem Lot gegangen war, sprach Gott erneut. Die Verheißung wurde klarer, nicht kleiner. „Nachdem Lot gegangen war, sprach der Herr zu Abram: Sieh dich um in alle Richtungen … Ich gebe dir und deinen Nachkommen dieses ganze Land für immer“ (1. Mose 13,14–15). Gott sprach nach der Freigabe.
Das Loslassen schmälerte Abrams Zukunft nicht. Es bereitete ihn darauf vor. Trennung ist nicht immer ein Verlust. Manchmal ist sie Schutz. Nicht jeder, der mit uns geht, ist dazu bestimmt, so weit zu gehen, wie wir gehen werden.
Was wir im Glauben loslassen, ersetzt Gott durch Frieden, Klarheit und ein tieferes Verständnis seiner Verheißung.
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When Letting Go Makes Room for God
There are moments in life when growth creates tension. Blessing can stretch relationships, and progress can force hard choices. This was true for Abram. As his flocks increased, the land could no longer support both him and Lot. Conflict began to rise, not because of sin, but because space had become limited.
Abram had the right to choose first. He was older, he was called by God, and the promise was spoken to him. Still, he did not demand control. Instead, he chose peace. He spoke calmly and offered Lot the first choice, showing that faith does not need to fight for position.
Lot was family. He was not evil or rebellious. Yet his direction did not fully align with Abram’s calling. Sometimes the weight we carry is not from bad people, but from attachments that cannot move forward with our assignment. Holding on too tightly can create strife where there should be peace.
Abram’s decision to separate was not rejection. It was wisdom. He chose to protect the relationship rather than let it be destroyed by conflict. Letting go became a way to guard his heart and honor God.
Lot chose what looked good to the eyes. He saw green land and visible prosperity and moved toward it. Abram stayed where he was and trusted God instead of appearances. Faith often chooses what cannot yet be seen.
After Lot left, God spoke again. The promise became clearer, not smaller. “After Lot had gone, the Lord said to Abram, ‘Look around you in every direction… I am giving all this land to you and your descendants forever’ (Genesis 13:14–15). God spoke after the release.
Letting go did not reduce Abram’s future. It prepared him for it. Separation is not always loss. Sometimes it is protection. Not everyone who walks with us is meant to walk as far as we will go.
What we release in faith, God replaces with peace, clarity, and a deeper understanding of His promise.