
Warum Gott zulässt, dass seine engsten Diener leiden
Eine der ehrlichsten und schwierigsten Fragen, mit denen Gläubige zu kämpfen haben, lautet: Warum scheinen einige der treuesten Diener Gottes am meisten zu leiden? Wenn wir die Heilige Schrift sorgfältig lesen, erkennen wir schnell, dass tiefes Leiden kein Zeichen für Gottes Abwesenheit ist. Sehr oft ist es ein Beweis für seine Nähe.
Nehmen wir den Apostel Paulus. Nur wenige Menschen in der Geschichte haben sich so sehr für die Verbreitung des Evangeliums eingesetzt wie er. Er gründete Gemeinden, bildete Leiter aus, ertrug Schläge, Schiffbrüche, Gefangenschaft, Verrat und ständige Gefahr. Wenn Treue allein Trost garantieren würde, hätte das Leben des Paulus leicht sein müssen. Stattdessen war sein Leben von Anfang bis Ende von Not geprägt. Dennoch interpretierte Paulus sein Leiden nie als Versagen. Er sah es als Gemeinschaft mit Christus und als Teilhabe an etwas Ewigen.
Die Schrift zeigt uns dieses Muster immer wieder. Gott vertraut denen, von denen er weiß, dass sie es tragen können, eine größere Last an. Leiden wird nicht zufällig zugewiesen. Oft wird es dort zugelassen, wo die Salbung am größten und die Berufung am folgenreichsten ist. Gott legt seine schwersten Aufgaben nicht auf flache Wurzeln. Er stärkt seine Diener durch Prüfungen, weil das, was er in ihnen hervorbringt, über den Moment hinaus Bestand haben muss.
Die Apostel verstanden das. Viele von ihnen wurden geschlagen, eingesperrt, von ihrem eigenen Volk abgelehnt und schließlich gemartert. Der Apostel Petrus war mutig, leidenschaftlich und zutiefst hingegeben, doch sein Glaubensweg war geprägt von Angst, Versagen, Verfolgung und Tod. Gott bestrafte diese Männer nicht. Er formte sie. Das Leiden läuterte ihren Glauben, nahm ihnen ihre Selbständigkeit und verankerte sie in der ewigen Wahrheit.
Leiden verleiht der Botschaft auch Glaubwürdigkeit. Das Evangelium ist nicht nur eine Philosophie, über die man diskutieren kann. Es ist eine Wahrheit, die gelebt, bewiesen und manchmal auch mit Blut erkauft werden muss. Wenn Gottes Diener mit unerschütterlichem Vertrauen Schmerzen ertragen, wird die Welt Zeuge eines Glaubens, der nicht vorgetäuscht werden kann. Es gibt eine Tiefe und Autorität, die nur durch Ausdauer unter Druck entsteht.
Am wichtigsten ist, dass Leiden den Diener mit dem Meister in Einklang bringt. Jesus Christus selbst war vollkommen, sündlos, gehorsam und dem Vater völlig ergeben, doch er wurde abgelehnt, verspottet, geschlagen und gekreuzigt. Wenn Leiden ein Zeichen göttlicher Missgunst wäre, hätte das Kreuz keinen Sinn. Stattdessen offenbart das Kreuz das Herz Gottes. Erlösung fließt oft durch Schmerz, bevor sie zur Auferstehung führt.
Gott nutzt Leiden auch, um seine Diener von dieser Welt zu lösen. Diejenigen, die eng mit ihm wandeln, lernen, ihre Hoffnung nicht auf Komfort, Beifall oder irdische Belohnungen zu setzen. Ihre Augen sind auf die Ewigkeit gerichtet. Paulus sagte, dass seine momentanen Leiden ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit hervorbringen würden. Was in der natürlichen Welt unerträglich erscheint, bewirkt oft etwas Unermessliches im Geist.
Aber Gott verschwendet niemals Leiden. Er erlöst es. Jede Träne, jede schlaflose Nacht, jede unbeantwortete Frage wird Teil eines Zeugnisses, das andere stärkt. Diejenigen, die durch das Feuer gegangen sind, tragen Mitgefühl, Weisheit und Autorität in sich, die man in guten Zeiten nicht lernen kann. Ihre Narben werden zu Wegweisern, die anderen Hoffnung geben.
Hier ist die erlösende Wahrheit. Gottes engste Diener mögen tief leiden, aber sie werden niemals verlassen. Ihr Leiden ist nicht das Ende der Geschichte. Es ist der Prozess, durch den Gott größere Herrlichkeit, tiefere Vertrautheit und bleibende Früchte freisetzt. Was der Feind zu zerstören beabsichtigt, nutzt Gott, um zu läutern. Was sich wie ein Verlust anfühlt, wird zu einem Vermächtnis.
Wenn Sie eine Zeit des Leidens durchleben, während Sie Gott treu dienen, fassen Sie Mut. Sie sind nicht vergessen. Ihnen wird Vertrauen geschenkt. Derselbe Gott, der die Prüfung zugelassen hat, schreibt ein erlösendes Ende, das weit über das hinausgeht, was Sie derzeit sehen können.
This entry was posted in Fundstücke, Gemeinsam die Bibel in einem Jahr lesen by Jule with 1 commentDu musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Why God Allows His Closest Servants to Suffer
One of the most honest and difficult questions believers wrestle with is this: why do some of God’s most faithful servants seem to suffer the most? When we read Scripture carefully, we quickly realize that deep suffering is not a sign of God’s absence. Very often, it is evidence of His closeness.
Take Paul the Apostle. Few people in history have been more committed to advancing the gospel. He planted churches, raised leaders, endured beatings, shipwrecks, imprisonment, betrayal, and constant danger. If faithfulness alone guaranteed comfort, Paul’s life should have been easy. Instead, his life was marked by hardship from start to finish. Yet Paul never interpreted his suffering as failure. He saw it as fellowship with Christ and participation in something eternal.
Scripture shows us this pattern again and again. God entrusts greater weight to those He knows can carry it. Suffering is not randomly assigned. It is often permitted where the anointing is greatest and the calling is most consequential. God does not place His heaviest assignments on shallow roots. He strengthens His servants through trials because what He is producing in them must outlast the moment.
The apostles understood this. Many of them were beaten, imprisoned, rejected by their own people, and ultimately martyred. Peter the Apostle was bold, passionate, and deeply devoted, yet his faith journey included fear, failure, persecution, and death. God was not punishing these men. He was shaping them. The suffering refined their faith, stripped away self reliance, and anchored them in eternal truth.
Suffering also gives credibility to the message. The gospel is not merely a philosophy to be debated. It is a truth that must be lived, proven, and sometimes bled for. When God’s servants endure pain with unwavering trust, the world witnesses a faith that cannot be manufactured. There is a depth and authority that only comes through perseverance under pressure.
Most importantly, suffering aligns the servant with the Master. Jesus Christ Himself was perfect, sinless, obedient, and fully surrendered to the Father, yet He was rejected, mocked, beaten, and crucified. If suffering were a sign of divine disfavor, the cross would make no sense. Instead, the cross reveals the heart of God. Redemption often flows through pain before it releases resurrection.
God also uses suffering to detach His servants from this world. Those who walk closely with Him learn not to anchor their hope in comfort, applause, or earthly reward. Their eyes are fixed on eternity. Paul said his momentary afflictions were producing an eternal weight of glory. What looks unbearable in the natural is often accomplishing something immeasurable in the spirit.
But God never wastes suffering. He redeems it. Every tear, every sleepless night, every unanswered question becomes part of a testimony that strengthens others. Those who have walked through the fire carry compassion, wisdom, and authority that cannot be learned in ease. Their scars become signposts pointing others to hope.
Here is the redeeming truth. God’s closest servants may suffer deeply, but they are never abandoned. Their suffering is not the end of the story. It is the process through which God releases greater glory, deeper intimacy, and lasting fruit. What the enemy intends to destroy, God uses to refine. What feels like loss becomes legacy.
If you are walking through a season of suffering while faithfully serving God, take heart. You are not forgotten. You are being entrusted. The same God who allowed the trial is writing a redemptive ending that will echo far beyond what you can see right now.