warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen
… ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.
Die Bibel
Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen
Warum sagen wir „Jehova“?
Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:
Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen
Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…
Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.
Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen
Der dritte Punkt am Donnerstag war, dass Jesus „das Zeugnis“ genannt wird (Vers 2). Warum?
Wenn wir uns in der Fußnote den Begriff „bezeugt“ ansehen, stellen wir fest, dass der Begriff in der Ursprache „martyreo“ ist – ebenso wie das Wort, das mit „Zeugnis“ übersetzt wird. Es erinnert uns an den Begriff „Märtyrer“.
Was verstehen wir eigentlich unter einem Märtyrer?
⁃ Jemanden, der für seinen Glauben stirbt
⁃ Jemanden, der bereit ist, für seinen Glauben alles zu geben
In Wikipedia lesen wir, es „sind Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen leiden, ggf. ihren gewaltsamen Tod erdulden.“
Dieser Gedanke ist für einige neu, da sie bisher dachten, dass man erst dann ein Märtyrer ist, wenn man für seinem Glauben gestorben ist, dass der erlittene Tod die Voraussetzung ist. Aber hier wird gesagt, dass es ausreicht, wenn man bereit ist, dafür zu sterben.
Aber was sagt eigentlich die Bibel dazu?
Der erste Märtyrer, der uns hier einfällt, ist Abraham. Warum? Er war bereit, sogar seinen geliebten Sohn zu opfern, auf den er fast 25 Jahre gewartet hatte (1. Mose 22). Da viele Christen nur die Evangelien kennen, bringen sie dies nicht mit Martyrium in Verbindung.
Welche Bibelstellen reden noch davon? Wo steht ebenfalls dieses Grundwort?
In 1. Timotheus 3:7 lesen wir, dass ein Aufseher „ein gutes Zeugnis“ haben muss. Inwiefern passt dies zum Gedanken einen Märtyrers? Weil das Rufmord wäre?
Wenn wir uns hier wieder ansehen, welches Grundwort dort steht, sind wir erstaunt, dass auch hier der Begriff „martyria“ steht und wenn wir dann auf diesen Begriff in der Studienbibel klicken, sehen wir, dass es um ein gutes Zeugnis, einen guten Ruf geht. Es hat nichts damit zu tun, dass derjenige dabei stirbt.
In Johannes 8:17 lesen wir, dass man für eine Anklage bei Gericht „das Zeugnis zweier Menschen“ benötigt. Jesus bezieht sich hier auf das mosaische Gesetzt, wo festgelegt ist, dass zwei oder drei „Zeugen“ für den Tatbestand benötigt werden – auch weil die Strafe dann der Tod durch Steinigung war.
Ist ein Märtyrer dann einfach nur „ein Zeuge“?
Im mosaischen Gesetz lesen wir unter anderem, dass die Strafe für eine Falschanklage war, das der falsche Ankläger die Strafe bekommt, die er dem anderen zugedacht hatte: wenn man also jemanden wegen Ehebruch oder Mord angeklagt hatte, Tatbestände, die die Todesstrafe nach sich ziehen würden, dann würde man selbst zu Tode gebracht werden.
Ein Zeuge musste also mit seinem ganzen Leben für seine Aussage stehen.
In Apostelgeschichte 1:8 lesen wir, dass Jesus seine Nachfolger aufforderte, seine „Zeugen“ zu sein, bis ans Ende der Welt, also auf der ganzen Erde. Auch hier steht im Urtext der Begriff „martys“.
Ein Märtyrer ist also jemand, der mit seinem ganzen Leben hinter dem steht, was er bezeugt. Als Nachfolger Jesu legen wir Zeugnis davon ab, dass Jesus für unsere Sünden gestorben und auferstanden ist, damit wir uns ohne Scheu Gott ganz nahen können. Viele der ersten Christen mussten dafür sterben und auch heute werden Christen weiterhin verfolgt und hingerichtet – eine Organisation, die darauf aufmerksam macht und davon berichtet, ist unter anderem „Open Doors“.
Soviel zur zweiten Einheit vom Kurs „gemeinsam die Offenbarung lesen“. Diesen Donnerstag geht es um 17 Uhr weiter, wir dürfen gespannt sein
Gestern hatten wir die zweite Einheit vom Kurs „Gemeinsam durch die Offenbarung“. Da einige Teilnehmer beim letzten Mal nicht dabei waren, haben wir noch einmal kurz wiederholt, was wir beim letzten Mal herausgearbeitet haben – unter anderem, wer dieser Johannes war und warum er sich vom „Donnersohn“ zu einem Apostel der Liebe verändert hat.
Diesmal haben wir einen Vers weiter gelesen: Offenbarung 1:3, weiter sind wir nicht gekommen, da wir an zwei Punkten hängen geblieben sind:
In Vers 3 lesen wir, dass derjenige, der diese Worte liest und hört und bewahrt „glückselig“ bzw. glücklich zu nennen ist. Warum?
Zum einen gibt die Offenbarung Hoffnung, denn es geht gut aus, hat ein Happy End?. Außerdem ist diejenige glücklich, der sie verstehen darf – es geht um eine Zeit der Entscheidung: entweder für oder gegen Gott.
Die Formulierung: „glücklich, wer liest und hört“ erinnert uns auch an Psalm 1, wo derjenige als glücklich bezeichnet wird, der seine Lust daran hat, in Gottes Wort zu lesen und danach zu handeln, denn er wird tiefe Wurzeln im Glauben haben und gute Frucht hervorbringen.
Um glücklich zu sein, muss also jemand Gottes Wort lesen und hören. Als der Eunuch auf seinem Wagen Jesaja liest, hört Philippus, der ebenfalls auf dem Weg unterwegs ist, zu und beantwortet ihm die Frage, von wem hier eigentlich die Rede ist (Apostelgeschichte 8:26-39). Am besten ist es also, wenn wir laut lesen, denn dann prägt es sich auch besser ein, was wir da lesen.
Wie lange würde es denn dauern, wenn wir die ganze Offenbarung in einem Stück laut lesen würden?
Die ganze Bibel laut vorzulesen würde 75 bis 80 Stunden dauern, wir hätten die ganze Offenbarung also in 1,5 Stunden laut ganz vorgelesen. Wenn wir bedenken, wieviel Zeit wir täglich mit Fernsehen oder im Internet verbringen, ist das eigentlich relativ schnell geschehen?.
Wir sehen, dass wieder einmal die Zeit das Thema ist:
Der Eunuch nutzte die Zeit gut. Er war eh mit seinem Wagen unterwegs und währenddessen las er einfach die Schriftrolle mit Jesaja. Auch wir könnten unsere Zeit gut nutzen – unter anderem, wenn wir beim Arzt oder auf dem Amt warten müssen, oder wenn wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. Zeit genug wäre vorhanden, da wir in dieser Zeit eh nicht viel anderes machen können (außer Internet, Facebook und Co). Erscheint uns dies übertrieben? Sandra, unsere Nachbarin die vor 2,5 in unserer Hausgemeinde getauft wurde, hatte die Zeit genutzt, die sie mit der Bahn zur Arbeit gefahren ist und hat es dadurch geschafft, die ganze Bibel in gut anderthalb Jahren zu lesen?
Wir wollen von Gott immer was, dass er uns zuhört, dass er uns hilft, dass er uns Kraft gibt usw – sind wir auch bereit, selbst Zeit für unsere Beziehung zu Gott einzusetzen?
Wir hatten später beim Bibelgrundkurs einen ähnlichen Gedanken: dass Gott zu uns spricht und zwar überwiegend durch sein Wort die Bibel. Einige sind scheinbar der Ansicht, dass das Lesen der Bibel an sich überhaupt nicht so wichtig wäre, denn Gott würde auch so zu ihnen reden – gehören wir selbst mit dazu? Wie denkt wohl unser Gott darüber?
Wie sieht es denn sonst so mit unseren Beziehungen aus? Investieren wir da die nötige Zeit, um die Beziehung zu vertiefen?
Wenn wir uns in jemanden verlieben, dann muss uns niemand sagen, dass wir mit der Person Zeit verbringen sollten und dass es wichtig ist, herauszubekommen, wie derjenige wirklich ist, wie er denkt und fühlt und warum…
Manchmal geben wir uns damit zufrieden, uns verliebt zu haben und finden die Person toll. Ein Therapeut sagte vor vielen Jahren mal zu mir, dass ich mich nicht wirklich in die Person verlieben würde, sondern dass ich in meinem Kopf eine Schablone hätte, wie der perfekte Mann sein müsse und diese auf die Person lege und nur sehen würde, was durch diese Schablone guckt – aber niemals, wie derjenige wirklich ist. Das reicht zum Verlieben, aber es entsteht nie wirklich eine echte tiefe Beziehung.
Wenn wir also an der Oberfläche bleiben, dann können wir zwar damit leben und wir können unter Umständen sogar glücklich miteinander sein – aber eine wirklich echte und tiefe Liebe wird da nicht entstehen und das führt dann meist dazu, dass man sich trennt, wenn Probleme auftauchen.
Als ich Thom kennen lernte, mit dem ich nun bereits seit fast 12 Jahren verheiratet bin und das sehr glücklich – da waren wir beide nicht an einer Beziehung interessiert. Es ging eigentlich eher darum, dem jeweils anderen zu helfen und daher gab es unzählige stundenlange Gespräche darüber, was der andere denkt und fühlt und warum. Im Laufe der Zeit wurde mehr daraus, wir verliebten uns. Da wir diese Art der Gespräche auch über die Jahre beibehalten haben, ist eine sehr tiefe Liebe und Vertrautheit entstanden, die wir beide sehr genießen. Aber auch wir mussten vor einigen Jahren daran erinnert werden, wie wichtig ein regelmäßiger Paartag für die Ehe ist – selbst wenn man fast den gesamten Tag miteinander verbringt. Sich einfach mal wirklich ungestört Zeit füreinander nehmen, ist ungemein wichtig.
Ebenso ist es mit unserer Beziehung zu Gott. Kennst du den Werbetext „wohnst du noch oder lebst du schon?“? Wie sieht es mit uns aus „sind wir noch einfach nur verliebt oder lieben wir einander?“? Bei Jehova ist dies keine Frage: er liebt uns, ganz egal, was mit uns ist. Aber ist ER uns ebenso wichtig?
Verbringen wir nur Zeit mit ihm in der Form, dass wir Gottesdienst und Hauskreis besuchen und dass wir ihn um Hilfe bitten, wenn wir ihn brauchen?
Oder interessiert ER uns wirklich? Wollen wir wirklich wissen, wie er ist, oder reicht es uns, eine Schablone drauf zu legen?
Nehmen wir uns die Zeit, Gott wirklich kennen zu lernen? So, wie er sich selbst uns in seinem Wort zeigt?
Sind wir bereit, die entsprechende Zeit zu investieren?
Gestern hatten wir die zweite Einheit vom Kurs „Gemeinsam durch die Offenbarung“. Da einige Teilnehmer beim letzten Mal nicht dabei waren, haben wir noch einmal kurz wiederholt, was wir beim letzten Mal herausgearbeitet haben – unter anderem, wer dieser Johannes war und warum er sich vom „Donnersohn“ zu einem Apostel der Liebe verändert hat.
Diesmal sind wir beim Lesen von Offenbarung 1:1-2 bei dem Begriff „bald“ hängen geblieben. Warum steht in Vers 1, dass diese Vision „bald geschehen muss“ – wenn inzwischen 1.900 Jahre vergangen sind und es noch nicht eingetroffen ist?
Der Begriff im Urtext ist „tachos“, von dem der uns auch heute bekannte Begriff Tachometer abgeleitet ist. Hier ist der Begriff also im Sinne von „schnell und zuverlässig“ zu sehen: es kommt mit einem Ferrari und nicht mit einer Pferdekutsche?.
Wie alle andere Bücher im sogenannten Neuen Testament (NT), stützt sich auch die Offenbarung auf das Alte Testament (AT). Das meiste, was wir in der Offenbarung lesen, kennen wir bereits aus dem AT, einzig und allein die beiden letzten Kapitel sind wirklich neu. Wieder ein Punkt, warum es wichtig ist, die Bibel als Ganzes zu lesen und zu kennen und warum wir so viel Wert auf den Bibelgrundkurs legen.
Auch im AT gibt es bereits Bekanntmachungen von Gott, die diesen Begriff „bald“ enthalten:
In Maleachi 3:1 lesen wir, dass „der Herr plötzlich zu seinem Tempel kommen wird“. Wir wissen aber, dass zwischen dieser Prophezeiung und dem tatsächlichen Kommen Jesu aber 500 Jahre liegen. Wie passt dann der Begriff „plötzlich“? Hier passt auch wieder das Grundwort „eilend“ bzw „alsbald“. Als er kam und war er nicht aufzuhalten – wieder ähnlich wie mit dem Ferrari.
In Amos 3:7 lesen wir, dass „Gott nichts tut, es sei denn, er hat es seinem Knecht offenbart“. Er tut also nichts ohne Ankündigung.
Wir hatten in den ersten beiden Versen der Offenbarung gelesen, dass der Vater sie dem Sohn gegeben hat, dieser gab sie durch einen Engel an Johannes weiter – damit wir wissen, was Gott vorhat. Er sendet also zuerst Propheten, die die Info weiterreichen.
Wenn wir uns den Begriff „bald“ ansehen und dass dazwischen bereits so viele Jahre liegen, dann müssen wir auch 2. Petrus 3:8-9 mit einbeziehen, wo es heißt, dass 1.000 Jahre für Gott wie ein Tag sind, „wie eine Nachtwache“. Dies bedeutet, dass Jehova (oder auch Jahwe) ein anderes Zeitempfinden hat, als wir Menschen. Woran liegt dies?
Was unterscheidet den Allmächtigen Schöpfergott Jehova von den anderen Göttern? Zum einen hat er im Gegensatz zu Ihnen weder einen Anfang noch ein Ende – so wie auch wir und daher ein anderes Zeitempfinden – und zum anderen treffen seine Verheißungen ein.
Wir haben in diesem Jahr als Gruppe gemeinsam das 1. Buch Mose gelesen, diesen Sonntag lesen wir die letzten beiden Kapitel davon. Wo ist uns dort eine Ankündigung Gottes begegnet und welche erfüllt sich gerade beim Lesen der letzten Wochen?
In 1. Mose 15 verheißt Jehova Abraham einen Samen, „so zahlreich wie die Sterne am Himmel“ und sagt dann, dass seine Nachkommen 400 Jahre als Fremdlinge in einem anderen Land leben und unterdrückt würden (Verse 13-16). Wir haben diese Verse in den letzten beiden Wochen immer wieder im Gottesdienst gelesen, denn dies war der Grund, warum es wichtig war, Joseph ‚vor seiner Familie her nach Ägypten zu schicken‘ und warum sie das verheißene Land verlassen mussten um nach Ägypten zu ziehen. Genau hier begannen die 400 Jahre Fremdlingsschaft, die Jehova bereits Abraham und später auch Isaak und Jakob verheißen hatte.
Wir sehen also, dass er auch dies bereits lange vorher angekündigt hatte. Wer die Bibel kennt, weiß auch, dass sich dies genau erfüllt, denn genau 400 Jahre später schickt er ihnen Mose, damit dieser sie aus Ägypten ins verheißene Land führt ?
Nachdem wir all diese Fragen geklärt haben, lesen wir Offenbarung 1, die Verse 1 und 2:
Die meisten kennen dies Bibelbuch als „die Offenbarung des Johannes“, daher hatten wir uns ja auch zu Beginn damit beschäftigt, wer dieser Johannes eigentlich war. Aber ist es wirklich von Johannes oder für Johannes? Was lesen wir genau?
Wir lesen 4 Dinge:
⁃ Johannes
⁃ welche Gott ihm gab
⁃ Offenbarung Jesu Christi und
⁃ ein Engel
Also wer bekommt die Offenbarung? Johannes.
Von wem? Von Gott
Durch wen? Ein Engel
Hm ….
Als erstes gibt Gott die Offenbarung an Jesus Christus. Der gibt sie durch seinen Boten (Engel = Boten) an Johannes weiter, der danach die Gemeinden informiert.
Hier haben wir unter anderem einen Beweis für die sogenannte Dreieinigkeit. Gott gibt Jesus etwas, was dieser weiter gibt. Sicherlich hat Jesus sie nicht sich selbst gegeben. So ist anzunehmen, dass der Vater dem Sohn diese Botschaft zum Weitergeben gibt?
Diesen Donnerstag geht es also weiter, wir werden einige Verse im Kapitel 1 der Offenbarung lesen und sehen, was uns dort gesagt wird. Dabei haben wir ein Problem, denn das meiste wird „in Bildern gezeigt“, so dass man sie sehr unterschiedlich interpretieren kann.
Daher wird der ganze Kurs sehr spannend werden, wenn jeder einen anderen Kommentar oder eine andere Auslegung mit einbringt. Wir freuen uns schon ?
Die zweite Frage ist: „Wer oder was ist Gott für mich?“
Hier gibt es die unterschiedlichsten Antworten: den meisten Christen fällt da zuerst „der Schöpfer“ ein und „der ist vollkommen, jemand, der alles Positive in sich trägt“. Scheinbar denken die meisten bei „Gott“ an den allmächtigen Gott der Bibel.
Aber dies ist nicht der einzige, der in Gottes Wort als „Gott“ bezeichnet wird. Denn in 2. Mose sagt Jehova (bzw Jahwe) zu Mose: „ich werde dich für Aaron zu einem Gott machen“ (Vers 16). Also hier ist eindeutig von einem Menschen aus Fleisch und Blut die Rede.
Hier ist also der Begriff Gott als „Mächtiger“ verwendet. Wissen wir, wer die mächtigste Person in Deutschland ist? Hier würde also Angela Merkel als der Gott Deutschlands bezeichnet – und dies ist keine Gotteslästerung, sondern die Bedeutung dieses Begriffs.
Auch sagt Gott immer wieder zu seinem Volk „ihr habt Götter neben mir“, wir kennen diese Formulierung auch aus den 10 Geboten, wo er sagt, wir sollten keine Götter neben ihm haben (2. Mose 20:2-3). Dies müssen nicht unbedingt andere buchstäbliche Götter sein, wie diejenigen, die durch die 10 Plagen bloßgestellt wurden und auch nicht unbedingt um Götzenfiguren wie ein kleiner Buddha oder so.
Es geht darum: was hat in meinem Leben Macht oder nimmt den Platz ein, der dem Allmächtigen Gott gebührt? Was ist mir wichtiger als Gott?
Wir haben auf dem Seelsorgeseminar in der vergangenen Woche ebenfalls diesen Punkt betrachtet, als es um unsere „Herzensgötzen“ ging. Dies müssen keine Dinge sein, die in sich selbst verkehrt sind. Es können ganz normale und natürliche Wünsche sein, sogar Ziele, die ein Christ anstreben sollte – aber die dann zuviel Platz einnehmen, Dinge oder Wünsche, für die wir biblische Maßstäbe über Bord werfen würden.
Als Beispiel wurde der Wunsch nach einem Ehepartner genannt: Dies ist ein völlig natürlicher Wunsch. Gott selbst sagte „es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“, bevor er Eva erschuf. Es ist also sogar Gottes Wunsch für uns, dass wir einen lieben Ehepartner an unserer Seite haben. Aber es kann passieren, dass wir keinen passenden finden und uns dann auf jemanden einlassen, der nicht an Gott glaubt, oder wir sind bereit, sexuelle Beziehungen einzugehen, bevor wir verheiratet sind oder ähnliches. Man lässt sich auf etwas ein, von dem man selbst weiß und überzeugt ist, dass es in Gottes Augen falsch ist, aber man tut es, um den möglichen Partner nicht zu verlieren.
Wir halten also fest, dass der Begriff „Gott“ in der Bibel unterschiedlich benutzt wird: in den meisten Fällen ist Jehova Gott gemeint, der Allmächtige Schöpfer, aber er wird auch gebraucht, um über Mächtige oder Wünsche zu reden – alles, was uns wichtiger als Jehova ist, kann „unsere Götter“ sein.
Aber wir wissen auch, dass unter dem Begriff GOTT (Jehova) mehrere stehen:
⁃ der Vater,
⁃ der Sohn und
⁃ der heilige Geist.
Hier möchten wir im Vorfeld klar stellen, dass wir so Jehova bzw. Gott verstehen, wenn wir hier bei uns in der Gruppe über Jehova oder dem Allmächtigen Gott reden. Wir wissen, dass unter anderem die Zeugen Jehovas die Dreieinigkeit ablehnen, da dies nach ihrem Verständnis keine drei Personen sind und weil das nicht logisch erscheint. Das ging Thom und mir sehr lange ebenso. Es war für uns befremdlich.
Aber man könnte es so erklären, dass an unserer Tür der Name „Pape“ steht. Dazu zählen Thom und ich und vor einigen Jahren auch noch unsere Tochter. Als Gott die erste Ehe ins Leben rief, sagte Jehova, dass der Mann Vater und Mutter verlassen solle und die beiden EIN Fleisch sein sollten. Man könnte sich dies wie siamesische Zwillinge vorstellen: zwei Personen in einem Körper. Aber eigentlich ist eher gemeint, dass sie eins – sich einig – sein sollten. Wir sehen also „Gott / Jehova / Jahwe“ als den Familiennamen an, unter dem der Vater, der Sohn und der Geist sind.
Dies mal nur so vorab, damit wir nicht aneinander vorbeireden…?
Die Offenbarung spielt mit dem Begriff „Gott“. Einmal meint sie „Gott, den Vater“, an anderer Stelle „Gott den Sohn“ und noch woanders spricht sie vom „Heiligen Geist“.
Es wird nicht immer ganz klar und deutlich gesagt, welcher von den dreien hier an dieser einen Stelle gerade gemeint ist. Daher wollen wir darauf achten, was wirklich in der Bibel steht, was der Kontext sagt. Auf gar keinen Fall wollen wir Bibelstellen aus dem Zusammenhang herausreißen um irgendwelche Thesen zu untermauern und wir wollen auch keine Dogmen aufstellen.
Wir hatten bereits zu Anfang klar gemacht, dass wir keine bestimmte Lehrmeinung oder Auslegung aufdrücken oder vermitteln wollen. Uns geht es darum zu sehen, was wirklich in Gottes Wort steht. Denn dies ist für uns die oberste Autorität❣️
In der letzten Woche haben wir die Brüder auf ihre zweite Reise nach Ägypten begleitet. Sie waren voller Angst und Sorge, immerhin hatten sie diesmal Benjamin mit dabei. Der Vater sorgte sich, dass er ihn ebenso verlieren könnte, wie seinerzeit Joseph. Als sie in die Residenz von Joseph gebeten werden, sind sie voller Panik. Bereits seit dem ersten Besuch in Ägypten schlug ihr Gewissen wegen dem, was sie Joseph angetan hatten. Immer wieder dachten sie darüber nach, dass Gott sie jetzt dafür strafen würde. Als der Becher im Sack von Benjamin entdeckt wurde, sagten sie sogar „jetzt hat Gott unsere Missetat offengelegt“ (Kapitel 44:16).
Wir hatten gesehen, dass Joseph mit seinen Brüdern „Spielchen gespielt hat“. Warum hatte er das getan? Warum hatte er sie immer wieder geprüft – unter anderem, als er sie in Kapitel 42 als Spione bezeichnet und ins Gefängnis geworfen hatte. Hatte er ihnen nicht vergeben?
Wann hatte er ihnen vergeben und woher wissen wir dies?
„Am dritten Tag sagte er zu ihnen: »Ich bin ein Mann, der Ehrfurcht vor Gott hat. Darum lasse ich euch unter einer Bedingung am Leben: Um eure Ehrlichkeit zu beweisen, bleibt einer von euch hier in Haft. Ihr anderen geht mit einer Ladung an Getreide zurück, damit eure Familien nicht mehr hungern müssen. Aber bringt mir euren jüngsten Bruder herbei! Dann weiß ich, dass ihr die Wahrheit gesagt habt, und lasse euch am Leben.« Die Brüder willigten ein. Sie sagten zueinander: »Jetzt müssen wir das ausbaden, was wir Josef angetan haben! Wir sahen seine Angst, als er uns um Gnade anflehte, aber wir haben nicht gehört.« »Habe ich euch damals nicht gesagt, ihr solltet den Jungen in Ruhe lassen?«, warf Ruben den anderen vor. »Aber ihr habt nicht gehört. Jetzt müssen wir für seinen Tod büßen!« Sie ahnten nicht, dass Josef sie verstand, denn vorher hatte er durch einen Dolmetscher mit ihnen geredet. Josef verließ den Raum, damit sie nicht merkten, dass er weinen musste. Als er sich wieder gefasst hatte, kam er zurück und ließ Simeon vor den Augen der Brüder festnehmen. Dann befahl er seinen Dienern, die Säcke der anderen mit Getreide zu füllen und ihnen Verpflegung mitzugeben. Heimlich gab er die Anweisung, jedem auch sein gezahltes Geld oben in den Sack zu stecken.“
1. Mose 42:18-25 HFA
Spätestens hier hatte er ihnen bereits vergeben, vielleicht auch, weil er mitbekam, dass sie das bereuten, was sie ihm angetan hatten.
Aber jemanden zu vergeben, bedeutet noch lange nicht, dass wir ihm sofort wieder vertrauen und die enge Beziehung sofort wieder hergestellt ist, die mal da war. Aus diese, Grund spielte er diese Spielchen mit ihnen, um zu sehen, ob sie wirklich bereuten, oder ihre o.g. Aussage nur ein Angstmoment war.
Woher hatte Joseph all diese Jahre diese Ruhe? Er sagt es selbst zu seinen Brüdern: „in Wirklichkeit hat mich Gott vor euch her gesandt“ (Kapitel 45:5-8).
Nun sind also seine Brüder wieder beim Vater angekommen, haben ihm erzählt, dass Joseph noch lebt und sie alle eingeladen hat, nach Ägypten zu kommen – und nach anfänglichem Unglauben ist Jakob begeistert…
Weiter geht es mit 1. Mose Kapitel 46, Vers 1 bis 47 Vers 10:
Wir lesen zuerst die Verse 1 bis 7 und wundern uns, warum Jakob zuerst nach Berscheba geht.
Warum tut er dies? Was würden wir tun, wenn ein uns Mensch, den wir lieben und den wir sehr vermisst haben, auffordert, zu ihm zu kommen? Würden wir da erst mal einen Umweg machen und zu einem Gottesdienst in die Kirche gehen, bevor wir unser eigentliches Ziel ansteuern?
Jakob zieht zuerst nach Berscheba, um Gott ein Schlachtopfer darzubringen. Aber warum ist dies zu diesem Zeitpunkt nötig und warum ausgerechnet in Berscheba? (Vers 1)
Hier müssen wir uns an die Geschichte der Urväter erinnern:
Wann und warum war sein Großvater Abraham in Ägypten und was war da passiert?
Während der ersten Hungersnot war Abraham mit Sarah nach Ägypten geflohen – ohne, dass Gott ihn dazu aufgefordert hätte (Kapitel 12). Es war eine Entscheidung ohne Gott. Entsprechend waren die Konsequenzen. Der Pharao holte sich Sarah, um sie sich zur Frau zu nehmen und als sie wieder gingen, hatten sie die Magd Hagar „im Gepäck“ (Kapitel 12:16) und wir wissen, wieviel Leid diese Geschichte in der Familie ausgelöst hatte (Kapitel 16 und 21).
Auch seine Eltern Isaak und Rebekka planten, nach Ägypten zu gehen, um vor einer Hungersnot zu fliehen, aber sie wurden von Gott davon abgehalten und folgten seiner Anweisung (Kapitel 26:2-3).
Daher ist ein Aufenthalt in Ägypten für Jakob negativ behaftet und zudem würde er das verheißene Land verlassen, das Gott ihm und seinen Nachkommen verheißen hatte.
Nun ruft also sein Sohn Joseph ihn nach Ägypten und er erinnert sich, dass es dem Opa in Ägypten schlecht erging, der Papa durfte garnicht erst hin, daher „muss ich erst mal Gott befragen, was der dazu sagt“. Dies ist der Grund dafür, warum er erst mal in Berscheba opfern geht, um Gott fragen, ob es eine gute Idee ist oder nicht.
Aber Gott findet die Idee ganz gut, er sagt zu ihm „fürchte dich nicht, nach Ägypten zu ziehen“ (Vers 3). Warum?
Wir hatten es beim letzten Mal schon „kurz“ angeschnitten, dass es zum einen darum geht, dass die Linie des Samens abgesondert lebt (wir kommen auch heute nochmals darauf zurück) und zum anderen ging es um die Prophezeiung, die Jehova (oder auch Jahwe) Abraham gab, dass seine Nachkommen Fremdlinge in einem fremden Land sein würden, da es noch nicht die Zeit sei, die bisherigen Bewohner aus dem Land zu vertreiben. Ihre Schlechtigkeit ist noch nicht vollendet (Kapitel 15:13-16), so wie Gott erst dann die Flut über die Menschen brachte, als sie ausgesprochen schlecht waren, sie es also wirklich verdient hätten (Kapitel 6:5-7).
Nun sagt er also, sie sollten ruhig nach Ägypten gehen und wir lesen weiter in den Versen 8-34, wer alles dabei war:
Warum ist diese endlose Liste von Namen für uns heute noch wichtig? Kann es nicht egal sein, wer alles dabei war?
Warum ist es wichtig, dass wir wissen, dass „Saul, der Sohn einer Kanaaniterin“ war?
Alle anderen hatten sich Frauen aus dem verheißenen Land genommen (bis auf Joseph, der ja in Ägypten war und Juda die Tamar). Woher hatten denn die anderen ihre Frauen? Mussten dies denn nicht auch Kanaaniterinnen gewesen sein, wenn sie diese doch aus dem Land hatten?
Wir erinnern uns, dass nicht nur Jakob und seine Sippe im dem Land leben, sondern auch die anderen Nachkommen von Abraham – wie Ismael und auch Jakobs Bruder Esau. Zudem hatte Abraham mit seiner zweiten Frau Ketura weitere Nachkommen gezeugt, die ebenfalls Nachkommen hatten. Sie könnten also durchaus innerhalb der Nachkommen Abrahams geheiratet haben, auch wenn sie die Grenze zu Haran nicht mehr übertreten und niemanden mehr aus Labans Sippe (der Bruder von Rebekka und der Schwiegervater Jakobs) zur Frau nehmen konnten.
Dadurch, dass hier extra kenntlich gemacht wurde, wer eine Kanaaniterin geheiratet hatte, erkennen wir, dass die Linie durchaus noch rein erhalten war und wenn sie jetzt geballt nach Ägypten ziehen und dort abgesondert leben würden, würde das wohl auch so bleiben.
Hier wird also eine deutliche Grenze gezogen: bis hierher bestand die Gefahr, dass ein Anbeter Jehovas (damals ein Nachkomme von Abraham) eine Frau heiratet, die nicht aus dieser Linie stammt …
Dies ist auch der Grund, warum Joseph ihnen sagte, sie sollten sagen, dass sie Schafhirten waren, damit sie in eine Ecke kommen, wo sie unter sich sind und sich nicht vermischen könnten (Kapitel 46:33-34)
Weiter geht es mit 1. Mose 47:1-10:
Warum bekommt die Sippe von Joseph das Land Gosen. Es wird „der Beste Teil des Landes“ genannt (Vers 6). Warum sind dann dort keine anderen Leute, warum wohnen da keine Ägypter?
Hier müssen wir bedenken, dass es den Schafhirten angeboten wird. Was für ein Land brauchen denn Schafhirten? Würden sie wirklich auf brachliegenden Feldern weiden? Schafe brauchen Gras, Wiesen, Kräuter und Hecken, daher ist dies hier kein Land, das ein Ackerbauer als besonders gut und wertvoll sehen würde. Wir sehen, sie nehmen den Ägyptern hier nichts weg. Es ist „das beste Land“ für einen Schafhirten
Wir lesen weiter, dass Jakob zum Pharao kommt – und diesen segnet (Vers 7). Warum? Warum segnet der einfache Mann Jakob den Pharao, der ja eigentlich denkt, dass er ein Gott ist?
Aber wer ist denn eigentlich höher – Jakob oder Pharao? Wer ist näher an Gott? Hier sehen wir wieder, warum es so wichtig ist, dass wir eine Übersetzung lesen, die den Namen Gottes benutzt und ihn auch selbst zu gebrauchen. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir Jahwe oder Jehova sagen. Hauptsache wir benutzen den Namen des allmächtigen Gottes, des Gottes, der alles erschaffen hat und über allem steht!
Da Jakob dem Allmächtigen Gott Jehova dient und sehr nahe ist, ist eindeutig er höher als Pharao und daher ist es völlig legitim, dass er es ist, der den Pharao segnet.
Nun könnte man meinen, dass nur Jakob das so sieht, dass der Pharao vielleicht unangenehm berührt ist, da er ja kein Anbeter Jehovas ist und daher nicht sieht, dass Jakob über ihm steht. Aber Arnold Fruchtenbaum schreibt in seinem „Kommentar zum 1. Buch Mose Teil 3“, dass dieser „Pharao ein semitischer Herrscher aus dem Geschlecht der Hyksos war und nicht etwa ein Ägypter“ (Seite 114). Daher war es für ihn auch nicht befremdlich, wie man sonst annehmen könnte.
Als der Pharao Jakob nach seinem Alter fragt, antwortet dieser: „Die Tage der Jahre meiner Fremdlingschaft sind hundertdreißig Jahre; wenig und böse waren die Tage meiner Lebensjahre, und sie haben nicht erreicht die Tage der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft.“ 1. Mose 47:9 ELB
Warum sagt er, dass sie böse und trübselig waren?
Auch wenn er immer wieder von Gott gesegnet war, so dürfen wir dennoch nicht vergessen, dass seine Lieblingsfrau Rahel bereits seit vielen Jahren tot ist.
Auch, dass er vier Frauen hatte und warum. Er hatte es sich nicht ausgesucht, eigentlich wollte er nur die eine und musste dafür die anderen mit in Kauf nehmen. Es wird viele Eifersüchteleien unter den Frauen gegeben haben.
Warum eigentlich war zu Laban geflohen? Sein Bruder hatte ihm nach dem Leben getrachtet und er sah seine Geliebte Mutter nicht wieder.
Zudem war sein Schwiegervater Laban kein besonders netter Mensch, er versuchte immer wieder, Jakob übers Ohr zu hauen.
Denken wir auch daran, was in Sichem passiert ist: zuerst wird die Tochter vergewaltigt und dann machen seine beiden Söhne Simeon und Levi in ihrem Zorn darüber mehr kaputt als gewollt.
Dann ist sein Sohn Joseph verschwunden, Jakob lebte viele Jahre in dem Glauben, dass er tot sei und als Krone obendrauf hatte er große Ängste um Benjamin ausgestanden, ob er von der zweiten Reise der Söhne nach Ägypten wieder kommen würde.
All dies ist nicht sonderlich leicht und ich denke, dass keiner von uns mit Jakobs Leben tauschen möchte. Er war also nicht besonders depressiv, sondern es ist die Realität: „alles, was ich bisher erlebt habe, war nicht besonders schön!“
Trotzdem ging er zuerst nach Berscheba, um Gott zu befragen – und obwohl er von seinem bisherigen Leben nicht begeistert war, segnete er den König.
Jakob ist wirklich ein sehr gutes Vorbild, was Glauben und Treue und Loyalität Jehova gegenüber angeht.
Nächste Woche lesen wir weiter 1. Mose 47:12-48:22. Jakob und seine Familie sind nun also in Ägypten angekommen und vom Pharao begrüßt worden. Es sind erst 2 jahre der Hungersnot vergangen und so bleiben noch fünf weitere harte Jahre vor ihnen. Wie geht es wohl weiter?