
Warum war Judas für das Geld zuständig?
Ich habe einen Beitrag darüber gelesen und muss immer wieder darüber nachdenken. Jesus hat den Verräter mit der Verwaltung des Geldes betraut. Das war kein Fehler.
Es ist eines der beunruhigendsten Details in den Evangelien. Nicht Petrus, der mutige Bekenner. Nicht Johannes, der geliebte Jünger. Sondern Judas.
Derjenige, der Jesus verraten würde, wurde mit der Geldbörse betraut.
Die Schrift sagt uns ganz klar: „Judas … war ein Dieb und verwaltete die Geldbörse; und er nahm immer wieder von dem, was darin war“ (Johannes 12,6). Doch Jesus wusste es. Er wusste es schon immer.
Das war keine Unwissenheit, sondern bewusste Gnade.
Jesus führt nicht, indem er Ergebnisse kontrolliert; er führt, indem er Herzen offenbart. Er beseitigt nicht die Versuchung, um Heiligkeit zu schaffen, sondern lässt Prüfungen zu, um die Wahrheit aufzudecken. Der Geldbeutel war nicht die Ursache für Judas‘ Fall; er war der Ort, an dem seine heimliche Liebe langsam aufgedeckt wurde.
Tag für Tag ging Judas neben der fleischgewordenen Liebe.
Er hörte die Bergpredigt. Er sah, wie Aussätzige gereinigt, blinde Augen geöffnet und Tote auferweckt wurden.
Er trug Vorräte für die Armen. Doch in seinem Inneren wuchs still und leise das Verlangen nach mehr.
Wie erschreckend ist diese Wahrheit: Man kann in der Nähe Jesu leben und dennoch von ihm unberührt bleiben. Man kann mit heiligen Dingen umgehen, während das Herz woanders ist. Man kann das Vertrauen Gottes genießen und dennoch nicht von Gott verwandelt werden.
Judas diente in der Gegenwart Christi, aber er unterwarf sich nie der Herrschaft Christi.
Jesus gab Judas Verantwortung, nicht weil Judas treu war, sondern weil Liebe immer Raum für Umkehr lässt. Jede Münze, die Judas zählte, war eine weitere Gelegenheit, sich für Zufriedenheit zu entscheiden. Jede Gabe, die er trug, war eine weitere Chance, Gott zu fürchten.
Jeder Tag mit Jesus war eine immer wiederkehrende Gnade.
Und dennoch … Judas widerstand der Gnade.
Was diese Geschichte noch schwerer macht, ist nicht der Verrat selbst, sondern die Zärtlichkeit, die Jesus zeigte, obwohl er wusste, dass es kommen würde.
Jesus wusch Judas die Füße. Die Hände, die später Silber gegen Blut eintauschen würden, wurden vom Erlöser gereinigt. Jesus brach mit ihm das Brot. Er teilte das Passahmahl mit ihm. Er bot ihm Freundschaft am Tisch an.
„Freund“, würde Jesus ihn später nennen, sogar im Garten.
Das ist das Geheimnis der göttlichen Liebe: Jesus hört nicht auf, uns zu lieben, wenn er unser Ende sieht. Er liebt uns weiter in der Hoffnung, dass wir uns bekehren.
Judas wurde nicht gezwungen, Christus zu verraten. Er hatte jede Gelegenheit, es nicht zu tun. Und an dieser Stelle hört die Geschichte auf, von Judas zu handeln, und beginnt, uns zu konfrontieren.
Was hat Jesus Ihnen in die Hände gelegt? Ressourcen? Einfluss? Führungsqualitäten? Eine Berufung? Verwalten Sie diese Dinge mit Ehrfurcht oder lassen Sie zu, dass sie langsam Ihre Hingabe ersetzen?
Die gefährlichste Versuchung ist nicht offensichtliche Rebellion. Es ist die stille Zuneigung zu etwas anderem als Jesus. Ein geteiltes Herz. Ein versteckter Kompromiss. Eine Liebe, die stärker wird, während die Anbetung schwächer wird.
Judas wachte nicht eines Morgens auf und beschloss, den Sohn Gottes zu verraten. Er driftete dahin … Münze für Münze, Ausrede für Ausrede, Begierde für Begierde. Fassade für Fassade.
Und Silber scheint zunächst immer klein zu sein.
Diese Geschichte warnt uns: Nähe zur Heiligkeit ist nicht gleichbedeutend mit Loyalität. Geistliche Aktivität garantiert keine geistliche Hingabe. Und von Jesus betraut zu sein, bedeutet nicht, dass unsere Herzen vor Götzenbildern sicher sind.
Mögen wir vor dieser Wahrheit zittern und zur Gnade laufen. Mögen wir prüfen, was wir festhalten. Mögen wir uns an geheimen Orten für Treue entscheiden. Mögen wir Jesus nicht wegen dem lieben, was wir von ihm gewinnen können,
sondern wegen dem, wer er ist.
Denn Verrat beginnt selten mit einem Kuss, sondern dann, wenn etwas anderes wertvoller wird als Christus. Gibt es derzeit etwas oder jemanden, von dem Sie sagen: „Ohne das kann ich nicht leben!“?
Oh … mögen wir niemals ewige Herrlichkeit gegen dreißig Silberstücke eintauschen, die eine schuldbeladene Seele nicht heilen können ❤️🔥
This entry was posted in Fundstücke, Gemeinsam die Bibel in einem Jahr lesen, Johannes and tagged Johannes 12 by Jule with 1 commentDu musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Why Judas Was in Charge of the Money?
I read a post about this and I can’t help but reflect on it. Jesus put the traitor in charge of the money. That wasn’t a mistake.
It is one of the most unsettling details in the Gospels. Not Peter, the bold confessor. Not John, the beloved disciple. But Judas.
The one who would betray Jesus was entrusted with the money bag.
Scripture tells us plainly: “Judas…was a thief, and having charge of the moneybag he used to help himself to what was put into it” (John 12:6). Yet Jesus knew. He always knew.
This was not ignorance.This was intentional grace.
Jesus does not lead by controlling outcomes; He leads by revealing hearts. He does not remove temptation to create holiness, He allows testing to expose truth. The money bag was not the cause of Judas’ fall; it was the place where his secret love was slowly uncovered.
Day after day, Judas walked beside incarnate Love.
He heard the Sermon on the Mount. He watched lepers cleansed, blind eyes opened, the dead raised.
He carried provision meant for the poor. Yet inside him, desire for more quietly grew.
How terrifying this truth is: You can live close to Jesus and still remain untouched by Him. You can handle sacred things while your heart is somewhere else. You can be trusted by God and still not transformed by God.
Judas did ministry in the presence of Christ but never surrendered to the lordship of Christ.
Jesus gave Judas responsibility not because Judas was faithful, but because love always gives space for repentance. Every coin Judas counted was another moment to choose contentment. Every offering he carried was another chance to fear God.
Every day with Jesus was mercy extending its hand again and again.
And still…Judas resisted grace.
What makes this story even heavier is not the betrayal itself, but the tenderness Jesus showed knowing it was coming.
Jesus washed Judas’ feet. The hands that would later exchange silver for blood were cleansed by the Savior. Jesus broke bread with him. Shared the Passover. Offered him friendship at the table.
“Friend,” Jesus would later call him, even in the garden.
This is the mystery of divine love: Jesus does not stop loving us when He sees our end. He keeps loving in hopes that we might turn.
Judas was not forced to betray Christ. He was given every opportunity not to. And this is where the story stops being about Judas and begins confronting us.
What has Jesus placed in your hands? Resources? Influence? Leadership? A calling? Are you stewarding it with reverence, or slowly letting it replace devotion?
The most dangerous temptation is not obvious rebellion.It is quiet affection for something other than Jesus.A divided heart. A hidden compromise. A love that grows stronger while worship grows weaker.
Judas did not wake up one morning and decide to betray the Son of God. He drifted there..coin by coin, excuse by excuse, desire by desire. facade by facade.
And silver always seems small at first.
This story warns us: Proximity to holiness does not equal loyalty.Spiritual activity does not guarantee spiritual surrender. And being entrusted by Jesus does not mean our hearts are safe from idols.
May we tremble at this truth and run toward mercy. May we examine what we hold tightly. May we choose faithfulness in secret places. May we love Jesus not for what we can gain from Him,
but for who He is.
Because betrayal rarely begins with a kiss, it begins when something else becomes more precious than Christ. Do you have something or someone right now that you have declared ‚you cannot live without?‘
Oh…may we never trade eternal glory for thirty pieces of silver that cannot heal a guilty soul ❤️🔥