
Gebunden, aber nie vergessen. Hey Kumpel, als Jesus kurz davor war, nach Jerusalem zu kommen, gab er seinen Jüngern eine ganz bestimmte Anweisung. Im Lukasevangelium 19,30 sagte Jesus Christus:
„Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und sobald ihr dort seid, werdet ihr ein angebundenes Fohlen finden, auf dem noch nie jemand gesessen hat. Bindet es los und bringt es hierher.“
Schau dir diese Details mal genau an. Ein Fohlen.
Gebunden. Und die Bibel sagt, dass noch nie jemand darauf gesessen hat.
Das heißt, es stand schon eine ganze Weile da. Es sah zu, wie das Leben vorbeizog. Es sah zu, wie andere Tiere genutzt wurden. Es sah zu, wie sich um es herum alles bewegte und abspielte.
Aber es blieb gebunden. Und manchmal fühlt sich das Leben genau so an.
Du kennst die Kraft, die du in dir hast.
Du kennst die Gaben, die in dir stecken.
Du kennst das Potenzial, das Gott in dein Leben gelegt hat.
Doch es scheint, als würde eine unsichtbare Hand dich zurückhalten.
Du versuchst, voranzukommen. Du versuchst, dich zu bewegen.
Du versuchst, schneller zu werden. Aber irgendwie bleibst du an derselben Stelle, während andere voranzukommen scheinen.
Und du beginnst, dich müde zu fühlen. Müde vom Warten.
Müde davon, dich ungenutzt zu fühlen. Müde davon, anderen zuzusehen, wie sie sich bewegen, während dein Leben stillsteht.
Aber was, wenn der Grund, warum du gefesselt bist, nicht darin liegt, dass du vergessen wurdest?
Was wäre, wenn du bewahrt wirst?
In diesem Vers steckt noch etwas anderes sehr Tiefgründiges. Jesus sagte: „Ihr werdet ein gefesseltes Fohlen finden.“
Denk mal darüber nach.
Woher wusste Jesus, wo das Fohlen war?
Woher wusste er, dass es gefesselt war?
Woher wusste er, dass noch niemand darauf gesessen hatte?
Das zeigt uns etwas über das Wesen Gottes. Er ist El Roi – der Gott, der sieht.
Nichts in deinem Leben ist vor ihm verborgen.
Er weiß, wo du bist. Er weiß, wo du angebunden warst. Er weiß, wo dich das Leben eingeschränkt hat.
Er kennt die Orte, an denen du dich vergessen gefühlt hast.
Das Fohlen mag für die Welt unbemerkt gewesen sein. Aber der Himmel wusste genau, wo es war.
Und genauso weiß Gott genau, wo du gerade bist.
Wenn du nun weiter in Lukas 19,32–33 liest, sagt die Bibel: „Die Gesandten machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie aber das Fohlen losbinden wollten, sagten die Besitzer zu ihnen: ‚Warum bindet ihr das Fohlen los?‘“
Beachte hier etwas Wichtiges. Das Fohlen hatte Besitzer. Jemand hatte es dort angebunden. Jemand hielt es dort fest.
Das heißt, das Fohlen konnte sich nicht frei bewegen. Und manchmal fühlt sich das Leben genau so an. Vielleicht bist du an einen Job gebunden. Vielleicht bist du an eine Beziehung gebunden. Vielleicht bist du an eine Umgebung gebunden, die dich einschränkt.
Es kann sich so anfühlen, als hätten Umstände, Systeme oder Menschen dich an einem Ort festgehalten. Aber selbst dann weiß Gott immer noch, wo du bist.
Und wenn die Zeit gekommen ist, dass sich dein Leben verändert, wird der Himmel Hilfe schicken. Jesus sagte den Jüngern genau, was sie sagen sollten.
„Wenn euch jemand fragt, warum ihr es losbindet, sagt Folgendes: ‚Der Herr braucht es.‘“
Lukas 19,31.
Diese Aussage verändert alles. Das Fohlen war nicht angebunden, weil es nutzlos war.
Es war angebunden, weil es für den Meister reserviert war. Manchmal hält Gott ein Leben von bestimmten Wegen fern, weil dieses Leben für einen bestimmten Zweck bestimmt ist.
In der Bibel steht im zweiten Brief an Timotheus 2,20: „In einem großen Haus gibt es nicht nur Gefäße aus Gold und Silber, sondern auch aus Holz und Ton, einige für ehrenvolle Zwecke, andere für den täglichen Gebrauch.“
Nicht jedes Gefäß wird auf die gleiche Weise benutzt.
Einige Gefäße werden täglich benutzt.
Andere sind für besondere Anlässe reserviert.
Und hier ist etwas Schönes. Jesus hat das Fohlen nicht selbst losgebunden. Er hat Leute geschickt.
Zwei Jünger kamen und banden es los. Wenn Gott entscheidet, dass deine Zeit gekommen ist, schickt er die richtigen Leute.
Die richtigen Verbindungen.
Die richtigen Gelegenheiten.
Die richtigen Türen.
Plötzlich beginnt sich das, was gebunden war, zu bewegen.
Plötzlich beginnt das, was eingeschränkt war, sich zu beschleunigen.
Und selbst diejenigen, die dich gebunden haben, können nicht aufhalten, was Gott beschlossen hat.
Denn als sie fragten, warum das Fohlen losgebunden wurde, war die Antwort einfach:
„Der Herr braucht es.“ Und damit war die Sache erledigt.
Freund, wenn du dich heute wie dieses Fohlen fühlst, immer noch wartend, immer noch gefesselt, immer noch fragend, warum das Leben nicht so verlaufen ist, wie du es erwartet hast, dann verliere nicht den Mut.
Stürze dich nicht an die falschen Orte, nur weil du dich verzögert fühlst.
Gehe keine Kompromisse bei deiner Berufung ein, nur weil du es leid bist zu warten.
Manchmal ist das, was sich wie eine Einschränkung anfühlt, in Wirklichkeit göttliche Bewahrung.
Du bist nicht vergessen. Du wirst gesehen. El Roi weiß, wo du bist. Und wenn die Zeit reif ist, wird der Himmel jemanden schicken, der dich losbindet.
Und die Erklärung wird einfach sein.
„Der Herr braucht dich.“
Und wenn Gott beschließt, ein Leben zu gebrauchen, kann keine Kette es halten. Deine Zeit wird kommen.
Bleib einfach bereit.
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