
Die Kraft der Beharrlichkeit
Genesis 32,26: „Ich lass dich nicht gehen, bevor du mich segnest.“
Die meisten Leute bewundern Erfolg.
Nur wenige verstehen, was dahintersteckt.
Jakobs Aussage in Genesis 32,26 war nicht poetisch. Sie war verzweifelt. Er hatte die ganze Nacht gekämpft. Er war erschöpft, verletzt und trotzdem unnachgiebig. Als der Engel sagte: „Lass mich gehen“, antwortete Jakob: „Ich lasse dich nicht gehen, bevor du mich segnest.“
Das ist die Sprache der Beharrlichkeit.
Segnungen liegen oft auf der anderen Seite der Ausdauer. Verwandlung kommt normalerweise nach Anspannung. Jakob ging humpelnd davon, aber er ging auch verändert davon. Das Humpeln war der Beweis für den Kampf. Der neue Name, Israel, war der Beweis für die Segnung.
Die hartnäckige Witwe, Lukas 18,2–8
Im Lukasevangelium 18,2–8 erzählt Jesus von einer Witwe, die nicht aufhörte, einen ungerechten Richter anzuflehen. Sie hatte keine Macht, keinen Status, keinen Einfluss, nur Beharrlichkeit. Sie kam immer wieder, Tag für Tag.
Der Richter reagierte nicht, weil er gerecht war. Er reagierte, weil sie nicht aufgab.
Jesus erzählte diese Geschichte, damit wir Folgendes verstehen: Betet weiter, bittet weiter, klopft weiter an. Der Himmel ist nicht genervt von eurer Beharrlichkeit. Er ist davon bewegt.
Die Frau mit dem Blutfluss
Im selben Evangelium, Lukas 8,43-48, begegnen wir einer Frau, die seit zwölf Jahren an einer Blutungserkrankung litt. Zwölf Jahre voller Schmerzen. Zwölf Jahre voller Enttäuschungen. Zwölf Jahre voller unbeantworteter Fragen.
Dennoch drängte sie sich durch die Menge, um den Saum von Jesu Gewand zu berühren.
Sie hätte aus Scham zu Hause bleiben können. Sie hätte ihren Zustand akzeptieren können. Sie hätte sich der Verzweiflung hingeben können.
Aber ihre Beharrlichkeit trieb sie voran.
Und als sie ihn berührte, floss Kraft.
Beharrlichkeit macht dich bereit für Wunder.
Der Kampf hinter dem Sieg
Myles Munroe hat mal gesagt: „Erfolgreiche Menschen sind wie Teebeutel. Wenn sie in heißes Wasser kommen, machen sie Tee.“
Heißes Wasser zerstört einen Teebeutel nicht. Es zeigt, was drin ist.
Druck schafft keinen Charakter, er bringt ihn zum Vorschein.
Jakobs heißes Wasser war Angst und Konfrontation.
Das heiße Wasser der Witwe war Ungerechtigkeit.
Das heiße Wasser der blutenden Frau war chronisches Leiden.
Aber in der Hitze wurde etwas Mächtiges offenbart: unerschütterliche Beharrlichkeit.
Die Wahrheit über den Erfolg
Die meisten Menschen bewundern Erfolg.
Nur sehr wenige verstehen den Kampf, der dahintersteckt.
Sie sehen den Segen.
Sie sehen nicht das nächtliche Gebet.
Sie sehen den Durchbruch.
Sie sehen nicht die Jahre des Wartens.
Sie sehen die Stärke.
Sie sehen nicht das Hinken.
Beharrlichkeit ist nicht laut. Sie ist nicht glamourös. Es ist eine stille Entschlossenheit, die sagt: „Ich werde nicht aufgeben.“
Sie sagt: Ich werde wieder beten. Ich werde wieder glauben. Ich werde es wieder versuchen. Ich werde wieder aufstehen.
Auch wenn es wehtut.
Auch wenn ich müde bin.
Selbst wenn ich es nicht verstehe.
Deine Andacht
Womit kämpfst du gerade?
Bist du versucht, loszulassen, weil die Nacht zu lang erscheint?
Hör auf das Flüstern des Geistes: „Lass noch nicht los.“
Der Segen kommt vielleicht nicht am Anfang des Kampfes. Oft kommt er erst am Wendepunkt.
Wenn du heute in Schwierigkeiten steckst, gerate nicht in Panik. Bleib standhaft. Lass deinen Glauben wachsen. Lass deinen Charakter sich entwickeln. Lass deine Ausdauer zunehmen.
Sag mit Jakob: „Ich lasse dich nicht gehen, bevor du mich gesegnet hast.“
Und wenn der Morgen kommt, und er wird kommen, wirst du vielleicht humpeln. Aber du wirst mit einem Segen gehen.
Bleib beharrlich. Dein Durchbruch ehrt deine Ausdauer.
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