
Viele Gläubige haben schon mal den Namen Jehova Jireh gehört und gelernt, dass er „Gott wird versorgen“ bedeutet. Das stimmt, aber wenn wir uns Genesis 22 genauer anschauen, sehen wir was noch Schöneres. In diesem Moment geht es nicht nur darum, dass Gott ein Bedürfnis erfüllt. Es ist ein starkes Bild, das auf Jesus und die Gnade Gottes hinweist, die am Kreuz offenbart wurde.
In Genesis 22 ist Abraham mit seinem Sohn Isaak auf dem Berg Moriah. Isaak merkt, dass etwas Wichtiges fehlt, und fragt seinen Vater: „Sieh, hier ist das Feuer und das Holz, aber wo ist das Lamm für das Brandopfer?“ Abraham antwortet in Genesis 22,8: „Gott wird sich selbst das Lamm für das Brandopfer verschaffen, mein Sohn.“ Im Hebräischen kommt der Ausdruck hinter Jehova Jireh von einem Wort, das „sehen“ bedeutet. Aber in der Bibel tut Gott etwas, wenn er eine Not sieht. Viele Gelehrte verstehen den Namen so, dass er die Bedeutung „Der Herr wird dafür sorgen“ oder einfach „Der Herr wird versorgen“ hat.
Genau dort auf dem Berg versorgte Gott Isaak mit einem Widder. Der Widder starb anstelle von Isaak. Dies ist eines der deutlichsten frühen Bilder der Stellvertretung in der Bibel. Aber dieser Moment deutete auch auf etwas Größeres hin, das später kommen würde. Abraham hat das damals vielleicht nicht ganz verstanden, aber seine Worte waren prophetisch. Eines Tages würde Gott das wahre Lamm bereitstellen.
Der Berg Moriah ist auch wichtig. Diese Gegend wurde später zum Gebiet von Jerusalem, wo Jesus Tausende von Jahren später gekreuzigt werden sollte. Was mit Abraham und Isaak passierte, war kein Zufall. Es war ein Schatten der größeren Geschichte, die Gott schrieb.
Tausende von Jahren später sah Johannes der Täufer Jesus und sagte in Johannes 1,29: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Hier findet die Geschichte in Genesis ihre volle Bedeutung. Gott sah das größte Bedürfnis der Menschheit, nicht nur nach vorübergehender Hilfe, sondern nach vollständiger Vergebung und Wiederherstellung. In seiner Gnade stellte er Jesus zur Verfügung. Beachten Sie das Muster. Isaak fand den Widder nicht. Die Menschheit hat den Erlöser nicht hervorgebracht. Gott selbst hat dafür gesorgt.
Das ist der Kern des vollendeten Werks Christi. Gott hat nicht darauf gewartet, dass wir uns selbst in Ordnung bringen. Er hat nicht von uns verlangt, dass wir uns seine Liebe verdienen. Aufgrund seiner Gnade sandte er seinen Sohn, um ein für alle Mal das Opfer für unsere Sünden zu sein. In Hebräer 10,14 heißt es: „Denn durch ein einziges Opfer hat er für immer diejenigen vollendet, die geheiligt werden.“ Das heißt, dass das Werk der Vergebung durch Jesus schon vollbracht wurde.
Wenn wir heute den Namen Jehova Jireh hören, können wir uns daran erinnern, dass Gott in jedem Bereich unseres Lebens für uns sorgt. Aber noch wichtiger ist, dass er uns durch das Kreuz schon das gegeben hat, was wir am meisten brauchten. Wenn du immer noch das Gefühl hast, dass du dir verdienen musst, was Jesus schon bezahlt hat, erinnert Jehova Jireh dich daran, dass Gott deine Not schon gesehen und dafür gesorgt hat.
Dank Jesus müssen wir nicht mehr darum kämpfen, von Gott angenommen zu werden. Wir leben aus der Gewissheit heraus, dass wir vollkommen geliebt, vollkommen vergeben und vollkommen willkommen sind. Jehova Jireh erinnert uns daran, dass Gott sieht, dass Gott sich kümmert und dass Gott bereits das Lamm bereitgestellt hat. Und dank des vollendeten Werks Jesu können wir in Ruhe, Zuversicht und Freude in der Gnade unseres guten Vaters leben.
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