
In 2 Könige 13,20–21 gibt’s einen Moment, der fast zu ruhig ist für das, was da passiert. Elisa, der Prophet Gottes, ist gestorben. Israel begräbt ihn. Die Geschichte sollte eigentlich hier enden. Aber stattdessen erzählt uns die Bibel, dass während eines Überfalls ein toter Mann schnell in Elisas Grab geworfen wird. Sobald der Körper die Gebeine des Propheten berührt, kommt der Mann wieder zum Leben und steht auf. Kein Gebet. Keine Zeremonie. Kein Bemühen. Nur Berührung. Leben fließt aus einem Ort, der vom Tod geprägt ist.
Dies ist kein zufälliges Wunder. Es ist eine Offenbarung. Gott verkündet das Evangelium Jahrhunderte vor dem Kreuz. Die Botschaft ist einfach und beeindruckend. Der Tod kann in der Gegenwart des Auferstehungslebens nicht überleben. Selbst im Alten Bund, selbst durch die Gebeine eines gefallenen Propheten, zeigt uns Gott, dass sein Leben stärker ist als das Grab. Was leblos war, bleibt nicht leblos, wenn es mit dem in Kontakt kommt, was Gott berührt hat.
Halten Sie nun inne und überlegen Sie, was dies für uns im Licht Jesu bedeutet. Wenn Leben aus den Gebeinen Elisas floss, wie viel mehr dann aus dem auferstandenen Christus. Elisa blieb im Grab. Jesus ist aus ihm herausgegangen. Elisas Gebeine trugen noch Restkraft in sich. Jesus trägt das ewige Leben selbst in sich. Die Schrift sagt uns, dass Jesus durch die Herrlichkeit des Vaters auferweckt wurde und dass derselbe Geist, der ihn von den Toten auferweckt hat, jetzt in uns wohnt. Die Auferstehung ist nicht nur etwas, an das wir glauben. Sie ist etwas, mit dem wir verbunden sind.
Viele Gläubige leben, als ob die Kraft der Auferstehung zerbrechlich wäre. Als ob Angst, Sorge, Unruhe oder Zweifel das, was Christus vollbracht hat, zunichte machen könnten. Aber diese Geschichte erinnert uns daran, dass der Tod das Leben nicht überwältigt hat. Das Leben hat den Tod überwältigt. Der Mann im Grab hat nicht versucht, wieder zum Leben zu erwachen. Er hat sich nicht herausgekämpft. Er kam einfach mit der Kraft der Auferstehung in Berührung, und das Leben tat, was das Leben immer tut. Es belebte ihn wieder. Es stellte ihn wieder her. Es richtete ihn wieder auf.
So wirkt die Gnade heute in deinem Leben. Du erweckst dich nicht selbst zum Leben. Du überwindest deine Angst nicht durch logisches Denken. Du erlangst keinen Frieden durch Disziplin. Du kommst in Kontakt mit Jesus. Du ruhst in dem, was er bereits getan hat. Die Angst verliert ihren Einfluss nicht, weil du stark bist, sondern weil er lebt. Die Sorgen lösen sich, wenn du dich daran erinnerst, dass das Kreuz deine Zukunft gesichert und die Auferstehung sie garantiert hat.
Der Vater ist für dich da wegen Jesus und dem Kreuz. Nicht, weil du alles richtig machst. Nicht, weil du perfekten Glauben hast. Nicht, weil du furchtlos bist. Die Bibel sagt uns, dass Gott seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat. Das ist der Beweis. Wenn Gott so weit für dich gegangen ist, als du noch in Sünde tot warst, ist er jetzt, da du in Christus lebst, nicht gegen dich. Das Kreuz hat Gottes Haltung dir gegenüber für immer festgelegt.
So lässt sich das praktisch umsetzen: Wenn Angst aufkommt, streite nicht mit ihr. Kehre zurück zu der Wahrheit, dass du mit einem auferstandenen Erlöser verbunden bist. Wenn Sorgen auftauchen, erinnere dein Herz daran, dass die Kraft der Auferstehung in dir lebt, nicht die Verurteilung. Wenn Zweifel dir einflüstern, dass sich nichts jemals ändern wird, erinnere dich daran, dass das Grab nicht das Ende für Jesus war und auch nicht das Ende deiner Geschichte ist.
Lass dich heute vom Vater mit seiner Liebe überschütten. Du trägst deinen Glauben nicht allein. Du wirst von Christus getragen. Du versuchst nicht zu überleben. Du bist mit dem Leben selbst verbunden. Die Auferstehung wartet nicht auf den Himmel. Sie wirkt bereits in dir. Der Tod konnte damals nicht im Grab bleiben, und die Angst darf jetzt nicht dein Herz beherrschen.
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