
Ganz am Ende des Buches Genesis gibt es eine Geschichte, die uns daran erinnert, dass wir niemals über das Bedürfnis nach dem Evangelium hinauswachsen.
Siebzehn Jahre sind vergangen, seit Joseph seinen Vater Jakob und seine Brüder nach Ägypten gebracht hat, um dort zu leben. Als Jakob stirbt, fürchten Josephs Brüder, dass Joseph sie nun hassen und ihnen all das Böse heimzahlen wird, das sie ihm vor so vielen Jahren angetan haben (Gen 50,15).
Alte Schuld rostet nicht, wie das Sprichwort sagt.
Also schickten sie eine Botschaft an Joseph und sagten: „Dein Vater hat vor seinem Tod diesen Befehl gegeben: ‚Sagt zu Joseph: Bitte vergib deinen Brüdern ihre Übertretung und ihre Sünde, denn sie haben dir Böses angetan.‘ Und nun vergib bitte den Übertretungen der Knechte des Gottes deines Vaters“ (Gen 50,16–17).
Joseph weinte über diese Worte (Gen 50,17). Er sagte zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn bin ich an Gottes Stelle? Ihr habt Böses gegen mich im Sinn gehabt, aber Gott hat es zum Guten gewendet, um zu erreichen, dass viele Menschen am Leben bleiben, wie sie es heute sind“ (Gen 50,19–20). Und dann versichert er ihnen: „Fürchtet euch also nicht, ich werde für euch und eure Kinder sorgen“ (Gen 50,21).
Das Kapitel schließt mit den Worten: „Er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen“ – wörtlich heißt es im Hebräischen, dass er zu ihren Herzen sprach (Gen 50,21).
Sie mussten die gute Nachricht hören, dass zwischen ihnen und Josef wirklich alles in Ordnung war. Und das müssen wir auch. Wir müssen hören – täglich, wöchentlich, ständig –, dass zwischen Jesus und uns alles in Ordnung ist.
Und Jesus wird nie müde, das zu sagen. Er wird nie müde zu sagen: „Ich vergebe dir.“ Er vergibt dir, was du heute getan hast. Er vergibt dir, was du vor Jahren getan hast. Er ist der Gott der Vergebung. Er hat sein Blut für unsere Vergebung vergossen, und deshalb wird er nie müde, es uns zu sagen.
Und wir werden nie zu alt, um es zu hören: Jesus hat die Strafe für unsere Sünden bezahlt. Uns ist vergeben. Durch ihn sind wir mit dem Vater versöhnt.
Wir lesen heute Genesis 49-50 in „Die Bibel in einem Jahr“. Begleiten Sie uns unter https://www.1517.org/oneyear
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