
In den Evangelien gibt’s ’ne Stelle, wo das größte Versagen einer Frau öffentlich gemacht wird. Die religiösen Chefs bringen sie in den Tempel, während Jesus gerade predigt (Johannes 8,1–2). Sie stellen sie in die Mitte der Menge und sagen, dass sie beim Ehebruch erwischt wurde (Johannes 8,3–4). In dieser Kultur war das nicht nur eine Sünde, sondern auch ’ne tiefe Demütigung. Nach dem Gesetz Moses wurde Ehebruch mit Steinigung bestraft (3. Mose 20,10; 5. Mose 22,22). Die Führer zitieren das Gesetz und wenden sich dann an Jesus und fragen: „Was sagst du dazu?“ (Johannes 8,5). Die Bibel erklärt, dass sie nicht wirklich Gerechtigkeit suchten. Sie versuchten, ihn in eine Falle zu locken (Johannes 8,6). Wenn er sagt, man solle sie steinigen, erscheint er hart und gnadenlos. Wenn er sich weigert, können sie ihn beschuldigen, das Gesetz zu missachten. Die Frau steht da, umgeben von Menschen, die Steine in den Händen halten. Ihre Schande ist öffentlich. Ihre Zukunft scheint vorbei zu sein. Alles in diesem Moment deutet darauf hin, dass ihr Leben vorbei ist.
Aber Jesus macht was Unerwartetes. Anstatt sofort zu antworten, bückt er sich und schreibt auf den Boden (Johannes 8,6). Während die Ankläger eine Antwort verlangen, verlangsamt Gnade den Moment. Schließlich steht Jesus auf und sagt: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie“ (Johannes 8,7). Dann bückt er sich wieder (Johannes 8,8). Einer nach dem anderen lassen die Steine fallen. Die älteren Männer gehen zuerst, dann die anderen, bis die Menge verschwunden ist (Johannes 8,9). Die Leute, die bereit waren, sie zu verurteilen, gehen leise weg. Bald ist der Hof leer. Nur zwei Leute bleiben zurück. Die schuldige Frau und der sündlose Retter. Jesus steht auf und stellt ihr eine einfache Frage: „Frau, wo sind sie? Hat dich niemand verurteilt?“ (Johannes 8,10). Sie antwortet: „Niemand, Herr.“ Dann spricht Jesus Worte, die durch die Geschichte hallen. „Auch ich verurteile dich nicht; geh und sündige von nun an nicht mehr“ (Johannes 8,11).
Dieser Moment offenbart etwas Kraftvolles über das Herz Gottes. Der einzige Mensch in dieser ganzen Szene, der das Recht hatte, sie zu verurteilen, weigerte sich, dies zu tun. Jesus tat nicht so, als sei Sünde etwas Gutes. Aber er konnte diese Worte sagen, weil er bald am Kreuz etwas vollbringen würde. Jesus konnte sagen: „Auch ich verurteile dich nicht“, weil die Verurteilung, die ihr zustand, bald auf ihn am Kreuz fallen würde. In der Bibel steht: „So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind“ (Römer 8,1). Am Kreuz trug Jesus die ganze Last des menschlichen Versagens. Die Strafe, die uns zustand, wurde stattdessen auf ihn gelegt (Jesaja 53,5–6; 1. Petrus 2,24). Die Bibel sagt: „Durch ein einziges Opfer hat er für immer diejenigen vollendet, die geheiligt werden“ (Hebräer 10,14). Wegen des vollbrachten Werks von Jesus hat die Verurteilung nicht mehr das letzte Wort über das Leben eines Gläubigen.
Deshalb ist die Geschichte dieser Frau so befreiend für jeden, der sich für seine größten Fehler schämt. Vielleicht hast du das Gefühl, dass deine schlimmste Entscheidung dich ausmacht. Vielleicht bereust du etwas, das du vor Jahren getan hast. Vielleicht glaubst du, dass die Leute dich ablehnen würden, wenn sie deine Vergangenheit wirklich kennen würden. Scham kann uns einreden, dass unsere Geschichte vorbei ist. Aber das Evangelium erzählt eine andere Geschichte. Wenn Jesus zwischen dir und deiner Verurteilung steht, fallen die Steine weg. Dein Versagen mag real sein, aber es hat nicht die letzte Autorität über dein Leben. Das hat das Kreuz. Jesus hat deine Sünden auf sich genommen, damit deine Identität in seiner Gerechtigkeit verwurzelt ist und nicht in deinen Fehlern (2. Korinther 5,21). Die Schrift sagt, dass Gott sich nicht mehr an unsere Sünden erinnert (Hebräer 10,17) und dass wir durch das Blut Christi zu ihm gebracht worden sind (Epheser 2,13).
Die Frau erwartete an diesem Tag den Tod, aber sie begegnete Gnade. Und dieselbe Gnade spricht auch heute noch. Wenn du zu Jesus gehörst, ist dein größtes Versagen nicht stärker als sein vollbrachtes Werk. Die Stimme, die dich jetzt definiert, ist nicht die Stimme der Anklage, sondern die Stimme des Erlösers, der sagt: „Auch ich verurteile dich nicht.“ Gnade hebt zuerst deine Verurteilung auf. Sobald die Verurteilung weg ist, beginnt ganz natürlich ein neues Leben zu wachsen (Titus 2,11–12). Deine Vergangenheit mag erklären, wo du gewesen bist, aber sie entscheidet nicht mehr darüber, wohin du gehst. Denn derselbe Jesus, der diese Frau verteidigt hat, steht jetzt als Verteidiger aller da, die ihm vertrauen (Römer 8,33–34). Und durch sein vollbrachtes Werk hat die Verurteilung nicht mehr das letzte Wort. Das hat die Gnade.
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Barmherzigkeit gewinnt über Verurteilung
📖 Johannesevangelium 8:1–11
Als es hell wurde, ging Jesus wieder zum Tempel und die Leute versammelten sich um ihn. Er setzte sich und fing an zu lehren. Alles war ruhig – bis es durch Anschuldigungen gestört wurde.
Die Gesetzeslehrer und Pharisäer schleppten eine Frau vor ihn, die beim Ehebruch erwischt worden war. Sie stellten sie in die Mitte der Menge. Scham erfüllte die Luft. Flüstern verbreitete sich. Die Steine in den Händen der Leute fühlten sich schwerer an.
„Meister“, sagten sie, „diese Frau wurde beim Ehebruch erwischt. Im Gesetz hat Moses uns befohlen, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du dazu?“
Das war mehr als eine Frage. Es war eine Falle.
Wenn Jesus sich streng an das Gesetz hielt, würde er hart wirken und seinen Ruf als mitfühlender Mensch verlieren. Wenn er das Gesetz ignorierte, könnten sie ihn beschuldigen, sich gegen Moses zu stellen. Barmherzigkeit und Verurteilung standen sich gegenüber. Gerechtigkeit und Gnade schienen in einem Spannungsverhältnis zu stehen.
Aber Jesus antwortete nicht sofort.
Er bückte sich und begann, mit seinem Finger auf den Boden zu schreiben.
Es wurde still. Die Ankläger drängten ihn auf eine Antwort. Schließlich stand Jesus auf und sagte Worte, die tiefer trafen als jeder Stein:
„Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie.“
Dann bückte er sich wieder und schrieb weiter.
Einer nach dem anderen, beginnend mit dem Ältesten, ließen die Steine fallen. Die Menge lichtete sich. Die Ankläger gingen weg, nicht wegen eines Arguments, sondern wegen ihres eigenen Gewissens.
Bald waren nur noch Jesus und die Frau übrig.
Sie hatte den Tod erwartet. Stattdessen begegnete sie Barmherzigkeit.
„Frau, wo sind sie? Hat dich niemand verurteilt?“, fragte Jesus.
„Niemand, Herr“, antwortete sie.
„Dann verurteile auch ich dich nicht“, sagte er. „Geh nun und lass dein sündiges Leben hinter dir.“
Beachte die Kraft dieses Augenblicks. Jesus entschuldigte ihre Sünde nicht. Er leugnete nicht ihre Schwere. Aber er weigerte sich auch, der Verurteilung das letzte Wort zu überlassen. Barmherzigkeit hob die Wahrheit nicht auf – sie erfüllte sie. Gnade ignorierte die Gerechtigkeit nicht – sie verwandelte sie.
In einer Welt, die schnell urteilt und langsam vergibt, konfrontiert uns diese Geschichte noch immer. Halten wir Steine in der Hand? Oder schenken wir Gnade? Definieren wir Menschen durch ihre schlimmsten Momente – oder durch Gottes erlösende Liebe?
Barmherzigkeit unterbricht die Verurteilung.
Gnade schreibt Scham neu.
Und Jesus beugt sich immer noch vor, um die Gefallenen aufzurichten.
Egal, wie deine Vergangenheit aussieht, egal, welche Fehler du gemacht hast – wenn du vor Christus stehst, stehst du vor dem Einen, der alles sieht, tief liebt und dich zu Höherem beruft.
Lass heute die Steine fallen.
Nimm seine Barmherzigkeit an.
Und geh in einem neuen Leben.

In Johannes 8,1-11, bevor Jesus den Anklägern antwortete, bevor er auch nur ein Wort zu ihrer Verteidigung sagte, bückte er sich und schrieb auf den Boden.
Johannes hat diese Handlung zweimal erwähnt,
aber keine Erklärung dafür gegeben.
Der Text sagt uns nicht, was er geschrieben hat.
Er sagt uns nur, dass er geschrieben hat.
Der Kontext war damals wichtig.
Die Schriftgelehrten und Pharisäer
brachten die Frau öffentlich vor
und stellten sie in den Mittelpunkt.
Ihre Anklage war präzise und rechtlich fundiert.
Moses hatte angeordnet, dass Frauen,
die Ehebruch begehen, gesteinigt werden sollen.
Sie suchten jedoch keine Klarheit.
Johannes sagte ganz klar, dass sie Jesus auf die Probe stellten,
sie suchten nach einer Anklage gegen ihn.
Das war kein Moment, der von moralischen Bedenken getrieben war.
Es war eine Falle, die mit religiöser Sprache ummantelt war.
Die erste Reaktion von Jesus war Schweigen.
Er ging nicht auf ihre Dringlichkeit ein.
Er antwortete nicht auf die Anschuldigung,
indem er ein Argument vorbrachte oder darlegte.
Stattdessen bückte er sich
und schrieb auf den Boden.
In einer Kultur, in der Ehre und Schande eine große Rolle spielen,
hatte diese Haltung Gewicht.
Sich zu bücken bedeutete, sich
von der öffentlichen Machtdemonstration
vor ihm zu distanzieren.
Die Ankläger wollten ein sofortiges Urteil.
Jesus unterbrach den Schwung
der Anklage, indem er sich weigerte, auf Verlangen zu handeln.
Es gab viele Spekulationen darüber,
was Jesus geschrieben hat.
Einige meinten, er habe
die Sünden der Ankläger geschrieben.
Andere schlugen Namen,
Rechtszitate oder Passagen
aus der Heiligen Schrift vor.
Aber Johannes hat uns das nicht gesagt,
und ich denke, dass diese Zurückhaltung wichtig war.
Der Fokus der Passage lag nicht
auf dem Inhalt des Geschriebenen, sondern auf der Handlung selbst.
Das Schweigen war definitiv beabsichtigt.
Das Schreiben auf den Boden erinnerte eher an die Haltung
eines Lehrers als an die eines Angeklagten.
Es rief auch das Bild von einer Schrift hervor,
die nicht lange Bestand haben würde.
Staub kann keine Worte bewahren.
Was dort auf den Boden geschrieben wurde,
konnte leicht mit einem Schritt ausgelöscht werden.
Die Handlung verlangsamte den Moment
und zwang alle Anwesenden zu warten.
Die Anklage hing von der Dringlichkeit ab.
Aber Jesus nahm sie absichtlich weg.
Als sie ihn erneut bedrängten,
in der Hoffnung auf eine Antwort, sprach Jesus schließlich.
Seine Antwort war kurz und sorgfältig formuliert:
„Wer unter euch ohne Sünde ist,
der werfe den ersten Stein auf sie.“
Er lehnte das Gesetz hier nicht ab.
Er wies die Anklage nicht zurück.
Er akzeptierte die Struktur des Gesetzes,
aber er verteilte die Verantwortung auf so wirkungsvolle Weise neu.
Die Ankläger wussten, dass das Gesetz
Zeugen vorschreibt, um die ersten Steine zu werfen.
Jesus verlangte moralische Konsequenz
von denen, die diese Rolle für sich beanspruchten.
Dann bückte er sich wieder und schrieb weiter.
Dieses zweite Schweigen war genauso wichtig wie das erste.
Jesus beobachtete ihre Reaktion nicht.
Er diskutierte nicht weiter mit ihnen.
Er ließ das Gewissen wirken,
ohne einen Kommentar abzugeben.
Johannes berichtet, dass sie einer nach dem anderen gingen,
angefangen mit den Älteren.
Dieses Detail sagt uns etwas.
Der Text sagt nicht, dass sie das Gesetz abgelehnt haben.
Er deutet an, dass die Erfahrung
ihr Selbstverständnis geprägt hat.
Einer nach dem anderen entfernten sie sich
von ihrer Position als gerechte Henker.
Es wurden keine Steine geworfen, kein einziger.
Die Menge löste sich still auf.
Als nur noch Jesus und die Frau übrig waren,
sprach er sie endlich direkt an.
Seine Frage war einfach und sachlich:
„Wo sind sie? Hat dich niemand verurteilt?“
Er wartete auf ihre Antwort.
Erst dann sagte er:
„Auch ich verurteile dich nicht.
Geh und sündige von nun an nicht mehr.“
Barmherzigkeit wurde nicht ausgesprochen, solange
sie ein rechtliches Objekt blieb.
Sie wurde ihr angeboten, als sie als Person dastand.
Theologisch gesehen zeigte diese Passage,
wie Jesus mit Sünde umging, ohne
sich auf Spektakel einzulassen.
Er entschuldigte die Sünde nicht,
aber er weigerte sich, sie als Waffe einzusetzen.
Er beschämte die Frau nicht öffentlich
und erhob sich auch nicht zum endgültigen Ankläger.
Er schuf einen Raum, in dem Wahrheit
und Gnade nebeneinander bestehen konnten.
Die Schriftzeichen auf dem Boden blieben
unerklärt, denn es ging
nicht um versteckte Informationen,
sondern um eine offenbarte Haltung.
Jesus verzögerte das Urteil.
Er entwaffnete die Anklage.
Er ließ das Gewissen
lauter sprechen als den Lärm.
Als die Menge sich verzog,
blieb nicht ein juristischer Sieg zurück,
sondern eine wiederhergestellte menschliche Begegnung.
Als ich die Passage sorgfältig las, fiel mir auf,
dass Jesus oft auf
laute Gewissheit mit einer bewussten Pause reagierte.
Er ließ sich nicht unter Druck setzen.
Er ließ sich nicht in falsche Dilemmata drängen.
Bevor er Worte sprach, die Leben veränderten,
bückte er sich, schrieb in den Staub und wartete.
Und irgendwie glaube ich, dass es dieses Warten war, das die Ankläger in die Flucht schlug.
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—✨🤍 ER VERURTEILTE SIE NICHT, ER BRACHTE SIE ZURÜCK 🤍✨
Die Frau, die beim Ehebruch erwischt wurde, wurde zurückgebracht, nicht verurteilt
📖 Johannes 8:1–11
✨Barmherzigkeit statt Scham. Wiederherstellung statt Verurteilung. Wahrheit statt Doppelmoral.
🔎 Gedanken zu ihrer Geschichte
Sie wurde öffentlich bloßgestellt, angeklagt und war ganz allein.
Niemand hat sie beschützt. Niemand hat sie verteidigt. Der Mann, der genauso schuldig war, war nicht dabei.
Sie wurde öffentlich zur Schau gestellt, nicht als Beispiel für Gerechtigkeit, sondern für Heuchelei.
📖 Johannes 8:4 „Diese Frau wurde beim Ehebruch erwischt.“
Das Gesetz verlangte jedoch, dass beide Parteien verurteilt werden.
Ihre Ankläger ignorierten die Wahrheit, um ihren Ruf und ihre Macht zu bewahren.
💔 Das war keine Heiligkeit.
Das war Demütigung, getarnt als Rechtschaffenheit.
✨ Die Antwort Jesu: Ein Maßstab des Reiches Gottes
📖 Johannes 8,7 „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“
Jesus entschuldigte die Sünde nicht.
Er deckte die Heuchelei auf.
Er schützte die Würde.
Er stellte die Identität wieder her.
Einer nach dem anderen gingen die Ankläger weg.
Barmherzigkeit trat an die Stelle der Verurteilung. 🤍
✨ Was wichtiger ist als ihr Name
Obwohl sie namenlos blieb, offenbart ihre Begegnung wichtige Wahrheiten:
📖 Johannes 8,11: „Auch ich verurteile dich nicht … Geh und sündige von nun an nicht mehr.“
✨ Gnade ignorierte ihre Vergangenheit nicht.
✨ Gnade gab ihr eine Zukunft.
🌍 Für Frauen heute
Viele Frauen stehen immer noch vor ähnlichen Gerichten:
• Sie werden beschuldigt, während Männer ihrer Verantwortung entgehen.
• Sie werden für Situationen beschämt, die sie nicht allein verursacht haben.
• Sie werden mit dem Etikett „Versagerin“ versehen, anstatt durch Barmherzigkeit geheilt zu werden.
Aber Jesus kniet immer noch im Staub.
Er bringt immer noch die Menge zum Schweigen.
Er stellt die Frau immer noch wieder her.
🔥 Du bist nicht das Etikett, das sie dir gegeben haben.
🔥 Du bist nicht der schlimmste Moment deines Lebens.
🔥 Du bist nicht von Gottes Plan ausgeschlossen.
📖 Psalm 34,5 „Die auf ihn schauen, strahlen vor Freude, und ihr Gesicht wird nie von Scham bedeckt.“
💡 Verborgene Wahrheit
Die Scham sagt: Versteck dich.
Jesus sagt: Steh auf.
Verurteilung sagt: Du bist am Ende.
Jesus sagt: Dir ist vergeben.
Die Religion sagt: Entlarvt sie.
Jesus sagt: Stellt sie wieder her. 🤍🕊️
🔥 Kraftvolle Erklärung
Ich lehne falsche Scham ab und nehme Gottes Gnade an.
Wir werden nicht durch Anklage definiert, sondern durch Wiederherstellung.
Wo wir entlarvt wurden, wird Gott uns bedecken.
Wo wir verurteilt wurden, hat Christus uns erlöst.
Wir gehen in Freiheit und Wahrheit voran.
Im Namen Jesu, Amen. 🙌🤍
🙏 Unser tägliches Gebet
Herr Jesus,
danke, dass du mich an meinen gebrochenen Stellen triffst.
Bring alle Stimmen der Anklage zum Schweigen, die nicht von dir kommen.
Heile die Wunden der Scham und stelle meine Identität wieder her.
Lehre mich, in Wahrheit, Demut und Freiheit zu wandeln.
Lass mein Leben bezeugen, dass Barmherzigkeit größer ist als Gericht.
Im Namen Jesu, Amen. 🤍🕊️

Die Steine fielen, bevor die Frau es tat.
📖 Johannes 8:1–11
Sie zerrten sie raus.
Ihre Sünde war öffentlich.
Ihre Schande war laut.
Ihre Ankläger waren sich sicher.
Sie sagten: „Das Gesetz sagt, dass sie sterben muss.“
Jesus sagte nichts – er bückte sich und schrieb auf den Boden.
Dann sprach er einen Satz, der alles veränderte:
„Wer von euch ohne Sünde ist, soll als Erster einen Stein werfen.“
Einer nach dem anderen … fielen die Steine.
Die Stimmen verstummten.
Die Verurteilung verschwand.
Jesus sah sie an und fragte:
„Wo sind sie? Hat dich niemand verurteilt?“
Sie sagte: „Niemand, Herr.“
Und Jesus antwortete:
„Dann verurteile ich dich auch nicht. Geh jetzt und lass dein sündiges Leben hinter dir.“
👉 Was das heute für uns bedeutet:
Die Leute erinnern sich vielleicht an deinen schlimmsten Fehler,
aber Jesus sieht deine Zukunft.
Gnade ignoriert Sünde nicht –
sie rettet dich davor.

Diese Szene erinnert uns an einen der eindrucksvollsten Momente in der Bibel – nicht wegen eines Wunders der Heilung, sondern wegen eines Wunders der Barmherzigkeit.
Die Frau stand umringt von Anklagen. Die Hände waren voller Steine, die Herzen voller Vorurteile, und das Gesetz wurde eher als Waffe denn als Spiegel benutzt. Alle waren bereit zu verurteilen, aber niemand war bereit, in sich selbst zu gehen. In diesem Moment diskutierte Jesus nicht, schrie nicht und warf keinen Stein zurück. Er brachte einfach die Wahrheit ans Licht: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Einer nach dem anderen ließen die Steine fallen – nicht weil das Gesetz falsch war, sondern weil die Gnade größer war.
Diese Lektion lehrt uns, dass Jesus Sünde niemals herunterspielt, aber er weigert sich, Menschen danach zu beurteilen. Er sieht den Sünder, aber er sieht auch die Seele. Barmherzigkeit bedeutet nicht, Fehlverhalten zu billigen, sondern Raum für Reue und Wiedergutmachung zu geben. Während andere Bestrafung wollten, bot Jesus Verwandlung an. Er sagte nicht: „Du bist unschuldig“, sondern: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige nicht mehr.“ Zuerst kam die Gnade, dann folgte die Veränderung.
Oft sehen wir uns selbst als die Frau – beschämt, bloßgestellt und mit der Erwartung, abgelehnt zu werden. Doch oft sind wir auch Teil der Menge, die Steine der Verurteilung in den Händen hält und bereit ist, auf Fehler hinzuweisen, während wir unser eigenes Bedürfnis nach Gnade ignorieren. Diese Passage konfrontiert uns mit beiden Rollen. Sie fordert uns auf, unsere Steine niederzulegen, unser Herz zu prüfen und uns daran zu erinnern, wie viel Barmherzigkeit wir selbst erfahren haben.
Die wichtigste Lektion hier ist: Der Boden zu Füßen Jesu ist eben. Niemand steht höher. Niemand wirft dort Steine. Nur Barmherzigkeit spricht, und Wahrheit stellt wieder her. Wenn wir Barmherzigkeit statt Verurteilung wählen, spiegeln wir das Herz Christi wider in einer Welt, die Gnade dringend braucht.
Möge diese Geschichte uns lehren, schnell zu vergeben, langsam zu urteilen und mutig dieselbe Barmherzigkeit zu zeigen, die Jesus uns frei schenkt.
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„Er warf nicht mit Steinen“ – Das Mitgefühl Jesu
Johannes 8,7 – „Als sie ihn weiter befragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“
Im Johannesevangelium begegnen wir einem der eindrucksvollsten Momente im Leben Jesu, als er sich den religiösen Führern stellte, die eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war, vorschnell verurteilten. Sie wollten Jesus auf die Probe stellen und ihn mit ihrer strengen Auslegung des Gesetzes in ein Dilemma bringen. Aber anstatt sie zu verurteilen, reagierte Jesus mit tiefer Gnade und Weisheit. Er warf nicht den Stein, sondern zeigte Barmherzigkeit und Mitgefühl. In diesem Moment zeigt uns Jesus, dass es nicht unsere Aufgabe ist, zu urteilen, sondern dass Gnade und Barmherzigkeit unsere Reaktion auf Menschen in Not bestimmen sollten.
Dieses Ereignis fand statt, als die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war, vor Jesus brachten, in der Hoffnung, ihn dazu zu bringen, entweder gegen das Gesetz Moses oder gegen das römische Recht zu verstoßen. Sie fragten ihn, ob sie gesteinigt werden sollte. Aber anstatt sofort zu antworten, kniete Jesus nieder und schrieb in den Staub. Als sie ihn zu einer Antwort drängten, sagte er seinen berühmten Satz: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“
Lernpunkte:
Anwendung auf unser Leben:
Schlussgedanke:
Die Lehre aus „Er warf den Stein nicht“ erinnert uns daran, dass Jesus gekommen ist, um allen, die zu ihm kommen, Gnade und Barmherzigkeit zu schenken. In einer Welt, die schnell urteilt, ruft Jesus uns dazu auf, Barmherzigkeit zu üben, demütig zu sein und auf Gottes endgültiges Urteil zu vertrauen. Jesus hat uns gezeigt, dass es einen besseren Weg gibt – einen Weg der Liebe, der Vergebung und der Verwandlung. So wie er der Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde, vergeben hat, ist er bereit, auch uns zu vergeben und uns zu sich zu ziehen.
Anwendungsfrage:
• In welchen Bereichen Ihres Lebens müssen Sie mehr Gnade und Barmherzigkeit walten lassen, so wie Jesus es gegenüber der Frau tat, die beim Ehebruch ertappt wurde?