
Was tut man, wenn man sich für das Richtige entscheidet und das Leben trotzdem schmerzhaft wird?
Josef kannte diese Frage nur zu gut. Er kam nicht als Gast oder Anführer nach Ägypten. Er war in Ketten gelegt. Seine Brüder hatten ihn verkauft. Seine Zukunft schien ausgelöscht. Alles Vertraute war verschwunden. Doch die Heilige Schrift wiederholt in jedem Kapitel eine unerschütterliche Wahrheit: Der Herr war mit Josef (1. Mose 39,2).
Josef verlor seine Treue nicht, weil seine Lage ungerecht war. Im Haus Potiphars arbeitete er ehrlich und gewissenhaft. Gott segnete seine Arbeit so deutlich, dass es jeder sehen konnte. Integrität beseitigte zwar nicht die Not, aber sie hielt Gottes Gegenwart nahe.
Dann kam eine weitere Prüfung. Josef widerstand der Versuchung, weil er Gott fürchtete. Statt belohnt zu werden, wurde er fälschlicherweise beschuldigt und ins Gefängnis geworfen. Er litt nicht, weil er versagt hatte, sondern weil er treu geblieben war. Selbst dort, so sagt die Bibel, war der Herr mit ihm und erwies ihm Güte (1. Mose 39,21).
Das Gefängnis wurde zu einem Wartezimmer. Josef half anderen, indem er ihre Träume deutete, doch seine eigene Rettung ließ auf sich warten. Tage wurden zu Jahren. Stille dehnte sich aus. Dennoch wirkte Gott im Stillen und formte Geduld, Weisheit und Vertrauen, die nirgendwo sonst hätten wachsen können.
Dann veränderte ein ganz gewöhnlicher Tag alles. Josef wurde aus dem Gefängnis gerufen und vor den Pharao geführt. Im Nu erhob Gott ihn aus der Gefangenschaft in die Machtposition. Josef sprach klar und demütig, und der Pharao erkannte Gottes Weisheit in ihm. Er wurde über ganz Ägypten gesetzt, als Stellvertreter des Pharaos (1. Mose 41,39–41).
Rückblickend ergab alles einen Sinn. Die Grube lehrte ihn Hingabe. Das Gefängnis lehrte ihn Ausdauer. Der Palast offenbarte Gottes perfektes Timing.
Josefs Geschichte erinnert uns daran, dass Leid nicht bedeutet, dass Gott uns verlassen hat. Manchmal bedeutet es, dass er uns auf etwas vorbereitet, das wir noch nicht sehen können. Treue ist niemals vergeblich, selbst wenn die Belohnung auf sich warten lässt.
by Jule with 1 commentWir sehen uns nachher beim MädelsKreis
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Letzte Woche ging es mit Noah und seiner Familie weiter. Wir haben 1. Mose 8:20 bis 9:29 gelesen. Die Flut ist vorbei, Noah, seine Familie und alle Tiere verlassen die Arche. Wie geht es nun weiter? Was tun sie als erstes?
Hier einige Highlights, die wir gemeinsam heraus gearbeitet haben:
Das Opfer
Das erste, was Noah tut, als sie aus der Arche kommen, ist es, Jehova (oder auch Jahewh, dem Schöpfer) einen Altar zu bauen und ein Opfer zu bringen. Wichtig ist, dass er dem Gott selbst opferte und nicht das Mittel zur Rettung angebetet hat (wozu wir heute leider oftmals neigen. Mehr dazu im Blog). Es ist der erste Altar, der gebaut wurde, denn bisher hatten sie scheinbar direkt am Eingang vom Paradies vor der Scheschina Gottes, geopfert. Nun wird also der erste Altar gebaut und aus Dankbarkeit ein Opfer gebracht.
Wir halten fest, dass die Opfer immer eine freiwillige Gabe waren und nicht von Gott eingefordert worden waren. Dies kam erst mit dem mosaischen Gesetz.
Welche Tiere haben sie geopfert und später gegessen?
Wenn wir genau hinsehen, hatte Noah den Auftrag gehabt, sieben Paare von den reinen Tieren in die Arche zu führen und ein Paar von den unreinen. Es waren also genug Tiere zum Opfern und zum Essen da. Zudem werden einige der Tiere während der Zeit in der Arche und kurz danach Nachwuchs gehabt haben. Wir erinnern uns, dass sie über ein Jahr in der Arche zugebracht hatten ?
Der Auftrag
Der Mensch bekommt den Auftrag, sich zu vermehren und die Erde zu bevölkern. Warum das so wichtig ist, das jetzt hier zu erwähnen, werden wir in der kommenden Woche sehen, wenn wir uns mit Nimrod und dem Turmbau zu Babel beschäftigen.
Das Essen von Fleisch
Erstmals ist es dem Menschen erlaubt, auch Fleisch zu essen, weshalb Gott nun den Tieren Furcht vor dem Menschen gibt. Dies war vorher nicht so, denn sie mussten den Menschen nicht fürchten. Nun werden sie gejagt.
Warum nun die Erlaubnis, Fleisch zu essen? Weil ja alles überflutet war. Mit Sicherheit gab es noch nicht viel an Obst und Getreide, denn es war ja alles durch die lange Überflutung beschädigt. Zudem gab es nach der Flut andere Klimabedingungen. Scheinbar fehlten nun dadurch bestimmte Stoffe und Mineralien in den Pflanzen. Menschen, die heute vegetarisch oder vegan leben, müssen Nahrungsergänzungsmittel nehmen, damit sie keine Mangelerscheinungen bekommen
Einzige Einschränkung beim Essen von Fleisch ist das Blut. Es gehört Gott. Das Leben ist darin.
Hier erfahren wir auch, dass für Gott Leben heilig ist und dass auf Mord die Todesstrafe steht. Warum? Der Mensch ist im Bilde Gottes erschaffen und daher ist sein Leben unantastbar.
Der Bund
Nun schließt Gott einen Bund – nicht nur mit Noah. Auch die Tiere und alle Menschen auf der Erde sind da mit eingeschlossen. Er setzt nichts voraus, wir müssen nichts dafür tun. Es ist ein Geschenk Gottes.
Niemals wieder wird alles Leben vernichtet. Zum einen nie wieder durch eine Flut. Später in der Offenbarung wird noch mal von einer Vernichtung durch Feuer berichtet – aber dann betrifft es nur die bösen Menschen und nicht mehr Tiere und Flora und Fauna.
Als Siegel setzt Jehova Gott den Regenbogen in die Wolken. Ihn gab es vorher nicht und er wurde extra als Zeichen dieses Bundes erschaffen.
Noah und dem Wein.
Wieso war es so schlimm, den Vater nackt zu sehen? Adam und Eva waren ursprünglich nackt im Garten Eden, die Scham kam erst mit dem Sündenfall auf. Das Gebot, dass man die Blöße eines Verwandten nicht aufdecken solle, kam erst mit dem mosaischen Gesetz und hatte eher mit sexuellen Beziehungen und Inzucht zu tun
Was war also so schlimm daran, dass Ham die Blöße seines Vaters gesehen hatte und wieso gehen die beiden Brüder rückwärts, mit abgewandten Augen, um den Vater zu bedecken. Wieso wird Ham wegen seines Vergehens verflucht?
Der Fehler von Ham war es nicht, dass er den Vater nackt gesehen hatte, sondern dass er sich darüber lustig gemacht hatte.
Thom sagte, dass Noah ja ein großes Vorbild gewesen war, eine Autoritäts- und Respektperson. Er war herausragend durch seinen festen Glauben gewesen. Im Bericht wurde mehrfach gesagt, dass er „gerade so tat, wie Gott ihm gesagt hatte“.
Oftmals haben wir auch heute Probleme mit solchen Personen, die schon fast perfekt erscheinen. Wir fühlen und neben ihnen klein und beschämt.
Scheinbar kam bei Ham eine Art Schadenfreude auf. Vielleicht hat er sogar zu seinen Brüdern gesagt: „guckt euch mal den Vater an, das sooo große Vorbild. Alles macht er richtig, aber nun liegt er nackt und bloß da! Er hat auch Fehler, er ist überhaupt nicht so toll!“
Vielleicht sind die Brüder aus eben diesem Grund rückwärts gelaufen? Um Ham zu demonstrieren, wie doof sein Verhalten war und dass es ihnen egal ist, dass auch der Vater Fehler hat?
Wie dem auch sei: Ham hat mit seinem Verhalten mangelndem Respekt vor dem Vater gezeigt, wollte ihn „bloßstellen“, wie man heute so schön sagt (vielleicht kommt das Wort sogar gerade daher?)
Wie Thom schon sagte, sollten wir nicht groß über die Fehler und Schwächen anderer reden. Es zeugt weder von Respekt noch von Liebe und auch Jesus verurteilte diejenigen, die von ihrem Bruder sagen: „du verächtlicher Tor“
Soviel zu dem Stoff der letzten Woche und dem Gottesdienst am Sonntag.
Weiter geht es mit 1. Mose Kapitel 10:1 bis 11 Vers 26.
Wir erfahren etwas über die Nachkommen Noahs und woher die ganzen Völker dieser Erde abstammen. Wie sehen Nimrodl und das, was er tut. Wahrscheinlich kennt jeder von uns die Geschichte mit dem Turmbau zu Babel und wie Gott die Sprache der Menschen verwirrte.
Was hat das alles mit uns heute zu tun? Wo begegnet uns Jesus hier?
Es bleibt spannend ?️??
by Jule with no comments yet