• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

      Weitere Seiten

      1. Ermunternder Ansprachen
      2. Unsere Gruppe im Zelt
      3. Familienblog
      4. Verschiedene Bibel Kommentare
      5. Material zum Verbreiten des Evangeliums
      6. BibelSeminare und Urlaub

      Neueste Kommentare

      • Jule bei Gott erneuert den Bund mit seinem Volk
      • Jule bei Gott erneuert den Bund mit seinem Volk
      • Jule bei „Mit Gott werden wir große Taten vollbringen“
      • Renate bei Gott erneuert den Bund mit seinem Volk
      • Renate bei Gott erneuert den Bund mit seinem Volk

      Kategorien

      Meta

      • Anmelden
      • Feed der Einträge
      • Kommentar-Feed
      • WordPress.org

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Feb. 10thDie Kraft, Nein zu sagen

      DIE KRAFT, NEIN ZU SAGEN

      Genesis 39,6–12

      Einige der größten Glaubenskämpfe finden nicht in der Öffentlichkeit statt, sondern im Privaten. Nicht auf Berggipfeln, sondern in ruhigen Räumen, wo niemand zusieht. Genesis 39 bringt uns in einen dieser Räume.

      Joseph ist weit weg von zu Hause. Verraten von seinen Brüdern. Als Sklave verkauft. Jetzt arbeitet er im Haus von Potifar, einem ägyptischen Beamten. Doch die Bibel sagt etwas Bemerkenswertes: „Der Herr war mit Joseph.“ Selbst in der Sklaverei ging es Joseph gut. Selbst inmitten von Ungerechtigkeit ruhte Gottes Gunst auf ihm.

      Aber Gunst macht Versuchungen nicht zunichte. Tatsächlich zieht Gunst manchmal sogar Versuchungen an.

      Genesis erzählt uns, dass Joseph erfolgreich war, Vertrauen genoss und befördert wurde. Dann heißt es in Vers 7: „Nach einiger Zeit wurde die Frau seines Herrn auf Joseph aufmerksam und sagte: ‚Komm, schlaf mit mir!‘“

      Beachte den Zeitpunkt. Nicht, als Joseph schwach war – sondern als er aufstieg. Nicht, als er verzweifelt war – sondern als er respektiert wurde.

      Versuchungen tauchen oft auf, wenn es uns gut geht, wenn wir unachtsam sind, wenn wir denken: „Ich bin schon lange genug treu gewesen.“ Der Feind wartet gerne. Er wartet auf seine Chance.

      Beachte auch Folgendes: Die Versuchung kam wiederholt. In Vers 10 heißt es, dass sie Tag für Tag zu Josef sprach. Das war keine einmalige Aufforderung. Es war anhaltender Druck.

      Manche Versuchungen schreien. Andere flüstern – immer und immer wieder.

      Josephs Antwort ist kraftvoll und unmittelbar: „Er lehnte ab.“

      Er spielte nicht mit dem Gedanken.
      Er verhandelte nicht über Grenzen.
      Er sagte nicht: „Lass mich darüber beten.“

      Er sagte nein.

      Dann erklärt er, warum. Joseph sagt: „Mein Herr hat mir nichts vorenthalten außer dir … Wie könnte ich dann so etwas Böses tun und gegen Gott sündigen?“

      Beachte die Reihenfolge:

      Er ehrt das Vertrauen.

      Er erkennt Grenzen an.

      Aber vor allem benennt er das eigentliche Problem: die Sünde gegen Gott.

      Joseph verstand etwas Entscheidendes:
      Bei Sünde geht es nie nur um Menschen – es geht immer um Gott.

      Niemand sonst war im Raum. Keine Zeugen. Keine Konsequenzen in Sicht. Aber Joseph lebte, als wäre Gott anwesend – weil Gott es war.

      Integrität ist das, was du bist, wenn Gehorsam dich etwas kostet.

      Eines Tages rennt Joseph weg. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er lässt seinen Mantel zurück und flieht aus dem Haus.

      Es gibt Momente, in denen das Spirituellste, was du tun kannst, wegzulaufen ist.

      Joseph blieb nicht, um zu streiten. Er blieb nicht, um seine Stärke zu beweisen. Er rannte weg, weil Heiligkeit wichtiger ist als Stolz.

      Aber hier kommt der schmerzhafte Teil: Das Richtige zu tun, schützte Joseph nicht vor Leid. Potifars Frau lügt. Joseph wird fälschlicherweise beschuldigt. Und der Mann, der alles richtig gemacht hat, landet im Gefängnis.

      An dieser Stelle stolpern viele Menschen. „Gott, ich habe Nein gesagt. Ich war treu. Warum bin ich hier?“

      Joseph lehrt uns diese Wahrheit:
      Gehorsam führt nicht immer zu sofortiger Belohnung – aber er hält dich immer in Gottes Willen.

      Gott war im Gefängnis genauso präsent wie in Potifars Haus.

      In Genesis heißt es in Vers 21 erneut: „Der Herr war mit ihm und erwies ihm Gnade.“

      Josephs Integrität im Privaten bereitete ihn auf seine Autorität in der Öffentlichkeit vor. Der Mann, dem man allein mit Versuchungen vertrauen konnte, konnte später auch mit Macht betraut werden.

      Wäre Joseph heimlich gefallen, hätte er niemals im Palast des Pharaos gestanden.

      Einige von euch befinden sich in einer Phase, in der niemand eure Treue sieht. Kein Applaus. Keine Anerkennung. Vielleicht sogar Missverständnisse. Aber der Himmel sieht es.

      Jedes „Nein“ zur Sünde ist ein „Ja“ zu Gottes Zukunft.

      Joseph hatte die Wahl:

      Vorübergehendes Vergnügen oder bleibende Bestimmung.

      Verborgene Sünde oder sichtbares Leiden.

      Die Anerkennung der Menschen oder Treue zu Gott.

      Und er entschied sich für Gott.

      Heute lautet die Frage für uns nicht: „Wird es Versuchungen geben?“
      Das wird es.

      Die eigentliche Frage ist: Wen liebst du mehr – dein Verlangen oder deinen Gott?

      Mögen wir Menschen sein, die wie Joseph sagen:
      „Wie könnte ich diese böse Tat begehen und gegen Gott sündigen?“

      Und wenn niemand zusieht – mögen wir uns trotzdem für die Heiligkeit entscheiden.
      Denn der Gott, der im Verborgenen sieht, ist der Gott, der zur rechten Zeit belohnt.

      (Hinweis: Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT)


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 28th7 göttliche Charaktereigenschaften, die Joseph inmitten seines Leidens gezeigt hat

      „Und der Herr war mit Josef“

      7 göttliche Charaktereigenschaften, die durch Prüfungen geformt wurden

      Josef fing nicht im Gefängnis an.
      Er fing mit Träumen an.

      Gott zeigte ihm eine Zukunft, die besser war als seine Gegenwart.
      Aber vor der Verheißung kam der Verrat.

      Seine Brüder zogen ihm sein Gewand aus.
      Nicht nur ein Kleidungsstück – sondern seine Identität, seine Gunst und seine Zugehörigkeit.
      Sie verkauften ihn, ohne zu wissen, dass sie Teil von Gottes Plan waren.

      Joseph wurde nach Ägypten gebracht.
      Ein fremdes Land.
      Eine fremde Sprache.
      Ein unbekannter Gott – zumindest für alle um ihn herum.

      Doch die Heilige Schrift wiederholt immer wieder einen Satz:

      „Und der Herr war mit Joseph.“
      (Genesis 39:2, 21, 23 – KJV)

      Nicht, als das Leben einfach war.
      Sondern als das Leben unfair war.

      Von der Grube bis zur Vorbereitung auf den Palast – Josephs Prüfungen haben ihn nicht zerstört.
      Sie haben seinen Charakter offenbart.

      Hier sind sieben göttliche Charaktereigenschaften, die Joseph inmitten seines Leidens gezeigt hat – Eigenschaften, die auch heute noch gebraucht werden.

      ❤️‍🔥1. Treue ohne Applaus

      Joseph diente treu in Potifars Haus, obwohl ihm niemand Beifall zollte.
      Er arbeitete fleißig, auch wenn ihm sein Gehorsam keine unmittelbare Belohnung einbrachte.

      Treue zeigt sich, wenn niemand zusieht.
      Joseph diente nicht, um gesehen zu werden; er diente, weil Gott mit ihm war.

      In der heutigen Welt geben viele auf, wenn Anerkennung auf sich warten lässt.
      Joseph lehrt uns, dass Beförderung auf Treue folgt, nicht auf Beliebtheit.

      ❤️‍🔥2. Integrität in Versuchung

      Als die Versuchung durch Potifars Frau kam, verhandelte Joseph nicht mit der Sünde.
      Er floh.

      Seine Worte waren klar:
      „Wie könnte ich denn diese große Bosheit begehen und gegen Gott sündigen?“ (1. Mose 39,9, King James Version)

      Seine Integrität kostete ihn seinen Ruf.
      Das Richtige zu tun brachte ihn ins Gefängnis.

      Aber der Charakter vor Gott ist wichtiger als das Wohlbefinden vor den Menschen.

      ❤️‍🔥3. Ausdauer ohne Bitterkeit

      Joseph hatte allen Grund, bitter zu werden.
      Verraten von seiner Familie.
      Zu Unrecht beschuldigt.
      Vergessen im Gefängnis.

      Dennoch berichtet die Schrift nie, dass Joseph Gott verflucht hätte.
      Er ertrug alles, ohne hart zu werden.

      Prüfungen können uns entweder läutern oder vergiften.
      Joseph entschied sich für Ausdauer statt für Groll.

      ❤️‍🔥4. Demut an verborgenen Orten

      Selbst im Gefängnis diente Joseph.
      Er deutete Träume.
      Er half anderen, obwohl er selbst gefesselt war.

      Er sagte nicht: „Was ist mit mir?“
      Er fragte: „Was bedrückt dich?“

      Gott formt Führungskräfte oft an verborgenen Orten, bevor er sie öffentlich hervorhebt.

      ❤️‍🔥5. Hoffnung, die nicht aufgeben wollte

      Joseph hörte nie auf, an Gottes Traum zu glauben.
      Die Zeit verging.
      Jahre vergingen.

      Aber die Hoffnung blieb lebendig.

      Biblische Hoffnung bedeutet nicht, den Schmerz zu leugnen – sie bedeutet, auf Gottes Zeitplan zu vertrauen.

      Joseph lehrt uns, dass Verzögerungen keine Ablehnung bedeuten.

      ❤️‍🔥6. Vergebung ohne Rache

      Als Joseph endlich vor seinen Brüdern stand, hatte er die Macht in seinen Händen.
      Er hätte sie vernichten können.

      Stattdessen sagte er:
      „Ihr habt Böses gegen mich im Sinn gehabt, aber Gott hat es zum Guten gewendet.“ (Genesis 50,20, KJV)

      Vergebung macht den Schmerz nicht weg.
      Sie lässt los.

      Joseph vertraute mehr auf Gottes Gerechtigkeit als auf persönliche Rache.

      ❤️‍🔥7. Zuversicht, die in Gottes Gegenwart verwurzelt ist

      Josephs Erfolg war nicht nur sein Verdienst.
      Die Bibel sagt immer wieder: „Der Herr war mit ihm.“

      Gottes Gegenwart hat ihn in der Grube, im Palast und im Gefängnis gestützt.

      Wahres Selbstvertrauen kommt nicht von uns selbst – es ist ein Geschenk Gottes.

      Fazit

      Josephs Geschichte zeigt diese Wahrheit:

      Gott nimmt uns nicht die Prüfungen, um seine Gegenwart zu zeigen. Er geht mit uns durch sie hindurch.

      Die Grube bedeutete nicht, dass Gott weg war.
      Das Gefängnis hat die Verheißung nicht aufgehoben.
      Die Verzögerung hat den Traum nicht zunichte gemacht.

      Wenn Gott mit dir ist, wird die Prüfung nicht umsonst sein.

      Charakter wird dort geformt, wo es keinen Komfort gibt.
      Die Berufung wird durch Leiden klarer.
      Und Gottes Gegenwart reicht aus – bis sein Plan offenbart wird.

      Fragen zum Nachdenken und Diskutieren

      1. Welche Charaktereigenschaften von Joseph entwickelt Gott gerade in dir durch Schwierigkeiten?
      2. Bleibst du treu und rein, auch wenn Gehorsam dich etwas kostet?
      3. Vertraust du darauf, dass Gott jetzt bei dir ist, nicht nur, wenn der Durchbruch kommt?

      by Jule with no comments yet
    • Jan. 17thEin Traum von Gott – und dann ist alles aus?

      „Wenn der Traum vor dem Verständnis kommt“

      Was tun Sie, wenn Gott Ihnen einen Traum schenkt, den die Menschen um Sie herum nicht verstehen?

      Josef war noch jung, als Gott begann, durch Träume zu ihm zu sprechen. Er wurde von seinem Vater geliebt und teilte ihm seine Visionen ohne Zögern mit. In seinen Träumen beugten sich Sonne, Mond und Sterne vor ihm. In einem anderen Traum standen einige Getreidegarben hoch, während andere sich tief neigten (1. Mose 37,5–9).

      Für Josef fühlten sich diese Träume wie Verheißungen Gottes an. Für seine Brüder klangen sie nach Stolz und Gefahr. Was Josef unschuldig erzählte, weckte Neid. Langsam wuchs der Zorn in ihren Herzen, und aus dem Groll wurde Tat (1. Mose 37,11).

      Seine Brüder nahmen ihm sein Gewand, das Zeichen der Gunst seines Vaters, und warfen ihn in eine Grube (1. Mose 37,23–24). Später verkauften sie ihn als Sklaven und schickten ihn weit weg von zu Hause (1. Mose 37,28).

      Alles, was Josef verlor, schien im Widerspruch zu den Träumen zu stehen, die Gott ihm geschenkt hatte. Er hatte seine Stellung verloren. Sein Komfort war dahin. Seine Zukunft sah ganz anders aus, als Gott sie ihm gezeigt hatte. Doch Gott hatte ihn nicht verlassen.

      Die Heilige Schrift bekräftigt diese Wahrheit immer wieder in Josefs Geschichte. Der Herr war mit ihm
      (1. Mose 39,2). Selbst in der Sklaverei, selbst in der Not, wirkte Gott.

      Der Traum verschwand nicht in der Grube. Er verblasste nicht in der Gefangenschaft. Gott formte Josef in Zeiten, die er noch nicht verstehen konnte.

      Manchmal lässt Gott Ablehnung zu. Manchmal führt der Weg zur Erfüllung über Missverständnisse, Verluste und Wartezeiten. Doch Verzögerungen heben ein Versprechen nicht auf. Und Widerstand kann Gottes Vorhaben nicht aufhalten.

      Wenn Gott einen Traum schenkt, trägt er ihn auch. Selbst wenn andere nicht bereit sind, ihn zu hören. Selbst wenn dein Leben ganz anders aussieht als das Versprechen. Gott ist treu und vollendet, was er begonnen hat (1. Mose 50,20).


      by Jule with 1 comment
    • Sep. 10th„Von Gott gesegnet“ – wie sieht das aus?

      Nach dem Einschub mit Juda und Tamar in der vergangenen Woche (1. Mose 38), sind wir jetzt wieder bei Joseph. Vor zwei Wochen hatten wir gelesen, dass er der Lieblingssohn des Vaters war und dieser ihn bevorzugt behandelt hatte. Außerdem hatte er Träume von Gott, die er erzählte, was die Brüder nicht nur wütend gemacht hatte, sondern auch eine große Rolle für die Brüder spielte – denn Träume kamen sonst von Jehova (oder Jahwe). Die Brüder wollten ihn loswerden, darum verkauften sie ihn in die Sklaverei (Kapitel 37).

      Hier geht es nach dem Einschub also weiter. Wir lesen Kapitel 39 und 40 – und auch hier geht es wieder um Träume ?. Aber erst mal lesen wir, wie es jetzt mit Joseph weiter geht. Er wurde ja an Potiphar verkauft, der „der oberste der Leibwache vom Pharao“ war und somit ein ziemlich hohes Tier (Kapitel 37:36). Für diesen arbeitet Joseph als Sklave (Kapitel 39:1)

      Joseph ist gesegnet

      Heute geht es um Gottes Segen und was es bedeutet und was nicht. Achten wir mal bitte beim Lesen darauf! Was verstehen wir unter Segen? Ruhe, Frieden und Sicherheit, auch dass es uns materiell gut geht.

      In Kapitel 39:1-6 lesen wir, dass Jehova Joseph auf besondere Weise segnet. Ja, er ist als Sklave am Hof von Potiphar, aber ein Sklave hat kein besonders schönes Leben. Er hat harte Arbeit zu verrichten, ohne jegliche Vergünstigungen. Er bekommt lediglich Kost und Logie und beides ist kein Luxus. Er wird in einer einfachen Hütte mit vielen anderen Skalven beengt geschlafen haben (denn am Tage war er ja arbeiten und fiel wahrscheinlich abends tot ins Bett) und zu Essen gab es wahrscheinlich lediglich Wasser und Brot.

      Joseph ist also ein ganz normaler Sklave, einer von vielen und wird sicherlich nicht sonderlich gut behandelt worden sein. Dennoch macht er seine Arbeit gut, denn sein Leben dreht sich um Gott und er tut alles so, dass kein Schatten auf seinem Gott fällt. Dies segnet Gott, er hat Gelingen (Vers 2) und dies sieht wiederum sein Herr und Joseph bekommt eine bessere Behandlung (Verse 3-4). Daraufhin segnet Jehova den Potiphar (Vers 5), denn er hatte seinerzeit zu Abraham gesagt „ich werde die segnen, die dich segnen“ (Kapitel 12:3).

      Wir sehen, dass Jehova aus dem Fluch einem Segen machte: Joseph kam als Sklave, als Niedrigster am Hof, aber Gott wandelte es in Segen um. Nun ist er der zweit Höchste im Hause von Potiphar (Kapitel 39:6). Wie lange dieser Prozeß gedauert hat, wissen wir nicht, aber vor diesem Hintergrund lesen wir weiter bis Vers 18

      Die Frau

      Wir hatten ja gelesen, dass sich Joseph zu einem besonders attraktiven Mann entwickelt hatte und dies bleibt auch seiner Herrin nicht verborgen. Scheinbar verliebt die sich in ihn, zumindest fängt sie an, ihm nachzustellen. Aber Joseph lässt sich nicht darauf ein. Warum eigentlich nicht? Ist sie so hässlich?

      Sie ist nicht nur mit einem anderen Mann verheiratet, sondern er weiß, dass es Gott nicht gefallen würde (Verse 8-9), denn er sagte zu den Menschen, sie sollten „ein Fleisch sein“ (1. Mose 2:24), da passt kein Dritter dazwischen.

      Aber das alles interessiert die Frau nicht, sie stellt ihm auch weiterhin nach. Als sich die Gelegenheit ergibt und er mit ihr im Haus allein ist, wird sie handgreiflich und nötigt ihn wieder. Aber Joseph meint es ernst, er rennt weg. Dabei bleibt ein Kleidungsstück von ihm zurück, das sie als Indiz missbraucht. Sie dreht den Spieß einfach rum und schreit und behauptet, er habe versucht, sie zu vergewaltigen. Zeugen gab es ja keine, aber den Schrei werden alle gehört haben und diesen zeigt sie das Kleidungsstück als Beweis. Angeblich sei er weggerannt, als sie geschrien hat und habe dabei vergessen, sich wieder ganz anzuziehen.

      Interessant ist hier die Schuldfrage: wem gibt sie die Schuld an allem?

      In den Versen 14 und 17 lesen wir, dass ihr Mann die Schuld habe, schließlich hatte er den dreisten Mann ja ins Haus gebracht. Aber das kennt man ja auch heute: Wenn ein Partner fremd geht und es herauskommt, ist immer der Betrogene Schuld, der einen schlecht behandelt hat, einen mit seiner Eifersucht in die Arme eines anderen getrieben hat oder was auch immer. Ich habe noch keinem gesehen, der zugibt, dass er selbst Mist gebaut hat, etwas was ich extrem schlimm finde.

      Diese Frau handelt ebenso. Gerade hatten wir noch gelesen, dass sie Joseph über einem längeren Zeitraum nachgestellt hat und als es nicht klappt, behauptet sie, er habe sie vergewaltigen wollen – und schuld daran ist ihr Ehemann, der den frechen Kerl erst angeschleppt hat *grummel

      Ist uns eigentlich aufgefallen, dass wir hier das erste mal davon lesen, dass „Gott es nicht will“, dass Gott Ehebruch hasst?

      Aber wir lernen auch viel darüber, dass sich jemand, der Gott in den Mittelpunkt stellt, generell anders verhält, als andere Menschen.

      Denn wer wird immer reicher? Ist es Joseph selbst? Nein, er ist und bleibt ein Sklave, aber Potiphar, sein Herr wird immer reicher. Welchen Grund sollte Joseph also haben, weiterhin hart zu arbeiten? Er hat ja nichts davon. „Jehova ließ alles gelingen, was Joseph tat“, daher wurde sein Herr immer reicher. Das einzige, was Joseph davon hat, ist dass er noch mehr Arbeit und Verantwortung bekommt ? (Verse 2-5).

      Also noch mal die Frage zum Segen:

      Du kannst den Segen Gottes haben, auch wenn es dir eine Zeit lang nicht gut geht. Aber Joseph scheint trotzdem ruhig zu bleiben, er macht seine Arbeit gut. Er lebte nicht für sich selbst, sondern für Gott. Auch als er angeklagt wird, kommt von ihm nur eine kurze Rechtfertigung (Kapitel 40:15).

      Manchmal ist der Segen eben nicht das, was wir uns vorstellen. Wir denken, er hätte Luxus haben müssen und im Schaukelstuhl sitzen und das Leben genießen – statt dessen bekommt er mehr Arbeit und kommt dann noch durch die Intrige in den Knast.

      Eigentlich wird der Segen schon fast zum Fluch. Denn durch den Segen bekommt er mehr Verantwortung und dadurch auch die Arbeit im Haus. Hier fällt er ja erst der Herrin ins Auge ?. Und dann taucht auch die Frage nach Gerechtigkeit auf: letzte Woche haben wir von Juda gelesen. Er schläft mit Tamar, die er für eine Nutte hält und ihm passiert nichts (Kapitel 38). Joseph weigert sich, mit der Frau eines anderen zu schlafen und er kommt dafür in den Knast. Ist das gerecht?

      In den Versen 19-23 lesen wir die Auswirkungen dieser Falschanklage:

      Wie kann das sein? Er hat den Segen Gottes und kommt trotzdem in den Knast? Wie kann das sein? Aber Gott lässt ihn nicht allein und schon bald wiederholt sich das selbe wie mit Potiphar: Jehova segnet ihn und er bekommt wieder eine Sonderstellung (Verse 21-23).

      Um noch mal auf die Frau von Potiphar und ihre Intrige zurück zu kommen, wegen der Joseph nun im Knast ist: Die Frau gibt Potiphar die Schuld an dem Ganzen, denn er hat den Vergewaltiger ja erst angeschleppt. Potiphar ist sauer – aber auf wen eigentlich? (Vers 19)

      Wenn man bedenkt, dass dieser die Möglichkeit gehabt hätte „dieses Schwein“ einfach hinrichten zu lassen und es nicht tut… ich denke, jeder Mann, dessen Frau gerade einer hinterhältigen Vergewaltigung entgangen ist, hätte die Gelegenheit genutzt und kurzen Prozess mit Joseph gemacht. Aber Potiphar lässt ihn lediglich ins Gefängnis werfen. Warum? Hat er seiner Frau nicht geglaubt?

      Aber warum warf er Joseph dann ins Gefängnis? Man darf nicht vergessen, dass sie die Firstlady war und das ganze Haus die angebliche Vergewaltigung mitbekommen hatte, daher musste er was tun, wenn er sie und sich selbst nicht bloßstellen wollte. Daher warf er Joseph in den Knast…

      Nun sitzt Joseph also zu Unrecht beschuldigt im Knast, ohne dass er sich etwas hatte zu Schulden kommen lassen – obwohl er von Jehova gesegnet ist. Ist das nicht unlogisch? „Wer ist schon so bekloppt, in so einer Situation noch an Gott zu glauben?“

      Wir lesen weiter das Kapitel 40 – Joseph begegnet hier zwei weiteren Insassen, die von ihren Träumen verwirrt sind und er deutet ihre Träume. Aber konnte Joseph wirklich Träume deuten? Wie kann er das machen?

      Wenn wir Vers 8 lesen, dann sehen wir, dass es Jehova ist, der die Träume deutet – „nicht ich, sondern Gott“ (frei nach Pape). Wenn der Traum von Gott ist, dann kann und wird ER ihn auch deuten.

      „Erzählt mir doch …“, wahrscheinlich war dies auch der Grund, warum Joseph seinerzeit seinen Brüdern und der ganzen Familie seine eigenen Träume erzählt hatte. Wenn Träume von Gott sind und von ihm gedeutet werden, dann macht es ja Sinn, sie jemandem zu erzählen, der diesem Gott dient und ein Verhältnis zu ihm hat. Wohlmöglich wollte er seinerzeit, dass ihm jemand erklärt, was diese verwirrenden Träume zu bedeuten haben. Im Prinzip haben dies die Brüder und der Vater ja auch getan, denn sie hatten begriffen, dass es um eine erhöhte Stellung ging, die Joseph haben würde (Kapitel 37:5-11)

      Hier in Kapitel 40 ist es auch das erste mal, dass wir von einem Geburtstag lesen. Aber es ist kein Hebräer, keiner von den Anbetern Gottes, der ihn feiert, sondern der ägyptische Pharao. Wir lesen nirgendwo in der Bibel davon, dass irgendein Anbeter Jehovas seinen Geburtstag feiert, auch von Jesus und seinen Jüngern nicht

      Joseph deutet die Träume der beiden Angestellten des Pharao und wir lesen später, dass beide genau so eingetreten sind (Vers 20). Da Joseph weiß, dass der Mundschenk wieder in den Dienst des Pharao zurück geht, bittet er ihn, sich an ihn zu erinnern und so dafür zu sorgen, dass auch er aus dem Gefängnis kommt (Vers 14-15), aber leider vergisst dieser ihn und Joseph bleibt auch weiter unschuldig im Knast (Vers 23).

      Unser Thema heute war ja „der Segen Jehovas“ und wie er aussieht. Aber ist dies wirklich ein Segen, dass Joseph auch weiterhin unschuldig im Knast bleibt? Im Moment ist das völlig unlogisch, aber wir werden beim nächsten Mal ein Aha-Erlebnis haben.

      In dieser Woche lesen wir 1. Mose Kapitel 41, ihr könnt es gerne diese Woche schon mal lesen, achtet dabei bitte mal darauf, warum es wichtig ist, dass Joseph zu diesem Zeitpunkt auch weiterhin im Gefängnis ist

      Es bleibt auch weiterhin spannend?


      by Jule with 2 comments

      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

      • Biblische Seelsorge
      • Gemeinsam die Bibel lesen
      • Hauskreis Offenbarung