
Sie war nie die große Hoffnung.
Sie war nur der Plan B.
Sie wurde benutzt, um den Traum von jemand anderem zu erfüllen.
Ihr Name war Hagar.
In Genesis 16 wird sie als „eine ägyptische Magd Sarais” vorgestellt (V. 1).
Ägypterin.
Magd.
Eigentum.
Teil der Geschichte von jemand anderem.
Bevor sie als Mutter gesehen wird, wird sie als Eigentum identifiziert.
Genesis 16,2–3 berichtet von der Entscheidung, die einen Haushalt zerbrechen würde:
„Da sagte Sarai zu Abram: Sieh doch, der Herr hat mich daran gehindert, Kinder zu bekommen. Geh zu meiner Magd … Und Abram hörte auf die Stimme Sarais.”
In der Welt des Alten Orients war dies rechtlich akzeptabel.
Eine unfruchtbare Frau konnte ihre Magd geben, um einen Erben zu zeugen.
Das Kind würde der Frau gehören, nicht der Magd.
Kulturell normal.
Aber kulturell akzeptabel ist nicht immer spirituell richtig.
Gott hatte Abram einen Erben versprochen (Genesis 15).
Aber das Warten schien unerträglich.
Und wenn das Warten unerträglich erscheint, scheint es gerechtfertigt, die Kontrolle zu übernehmen.
Also nahm Sarai.
Sie gab.
Abram hörte auf sie.
Genesis 16,3 – „Sarai … nahm Hagar … und gab sie ihrem Mann.“
Die Sprache erinnert an Eden:
Eva nahm.
Eva gab.
Adam hörte zu.
Wenn wir uns weigern, auf Gottes Zeitplan zu vertrauen, muss jemand anderes dafür bluten.
Und von Hagar gibt es keine Aufzeichnungen über ihre Zustimmung.
Keine Aufzeichnungen über ihren Protest.
Keine Aufzeichnungen über ihr Gebet.
Sie wird genommen.
Sie wird gegeben.
Sie wird benutzt.
„Und er ging zu Hagar, und sie wurde schwanger. Als sie sah, dass sie schwanger war, verachtete sie ihre Herrin.“ (V. 4)
Die Machtverhältnisse verschieben sich.
Die Unfruchtbare fühlt sich bloßgestellt.
Die Dienerin fühlt sich erhöht.
Der Haushalt wird schwer von Vergleichen, Unsicherheit und Groll.
Der Schmerz innerhalb der Bundesfamilie vervielfacht sich.
„Mein Unrecht komme über dich!“, sagt Sarai (V. 5).
Die Schuld wird schnell weitergereicht, wenn Ungeduld Konsequenzen nach sich zieht.
„Siehe, deine Magd ist in deiner Macht; tu mit ihr, wie es dir gefällt.“ Da behandelte Sarai sie hart, und sie floh vor ihr. (V. 6)
„Hart behandelt“ – dasselbe hebräische Wort wird später für die Unterdrückung Israels in Ägypten verwendet.
Die zukünftigen Unterdrückten sind jetzt die Unterdrücker.
Und Hagar rennt weg.
Keine Rede wird aufgezeichnet.
Kein Gebet wird aufgezeichnet.
Nur eine schwangere Frau, die um ihr Leben rennt.
„Da fand sie der Engel des Herrn an einer Wasserquelle in der Wüste.“ (V. 7)
Pause.
Sie hat Gott nicht gefunden.
Gott hat sie gefunden.
In der Wüste.
An einer Quelle.
Vor dem Sinai.
Vor dem Gesetz.
Bevor Israel überhaupt eine Nation wurde.
Gnade ist nicht nur für die Elite des Bundes reserviert.
Er hat sie gefunden.
In der Wüste.
Die Wüste – der Ort, an dem alle Fassaden bröckeln und die Realität offenbart wird.
Und Gott tritt in sie hinein.
Und er sagte: „Hagar, Dienerin Sarais, woher kommst du und wohin gehst du?“ (V. 8)
Er nennt sie beim Namen.
Er sieht ihre Geschichte.
Er sieht ihre Richtung.
Gott sammelt keine Daten.
Er lädt sie ein, sich ihrer Realität zu stellen.
Woher kommst du?
Wohin gehst du?
Die Wüste stellt uns dieselben Fragen.
„Kehr zurück zu deiner Herrin und unterwirf dich ihrer Hand.“ (V. 9)
Das ist der schwierige Vers.
Gott befreit sie nicht sofort aus ihrer Not.
Manchmal entfaltet sich göttliche Verheißung in schmerzhaftem Gehorsam.
Das bedeutet nicht, dass Gott Missbrauch gutheißt.
Es bedeutet, dass Gott zerbrochene menschliche Entscheidungen wieder gutmacht.
„Ich werde deine Nachkommen überaus vermehren … Du sollst ihn Ismael nennen, denn der Herr hat dein Elend gehört.“ (V. 10–11)
Ismael bedeutet „Gott hört“.
Sie hat nie geschrien.
Doch der Himmel hörte sie.
Er hört, was du nie bekennst.
Er hört das Schluchzen, das du in deinem Kissen vergräbst.
Er hört das stille Zittern eines Herzens, das niemand bemerkt.
Dann kommt der Höhepunkt:
Eine ägyptische Sklavin wird die erste Person in der Heiligen Schrift, die Gott einen Namen gibt.
El Roi.
Der Gott, der mich sieht.
Nicht nur der Gott Abrahams.
Nicht nur der Gott der Verheißung.
Der Gott, der mich sieht.
„Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi.“ (V. 14)
Die Wüste hat jetzt ein Zeugnis.
Was einst Flucht war, wird zur Begegnung.
Was einst Überleben war, wird zur Offenbarung.
Jahre später, in Genesis 21, wird sie weggeschickt.
Diesmal nicht auf der Flucht – sondern vertrieben. (V. 14)
Sie legt Ismael unter einen Busch und sagt:
„Lass mich den Tod des Kindes nicht sehen.“ (V. 16)
Die Frau, die sich einst darüber freute, gesehen zu werden, kann es jetzt nicht ertragen, hinzuschauen.
Aber in Vers 17 heißt es:
„Und Gott hörte die Stimme des Jungen.“
Vers 19:
„Da öffnete Gott ihre Augen, und sie sah einen Brunnen mit Wasser.“
Der Brunnen war schon immer da.
Die Verzweiflung machte sie blind, aber die Versorgung war die ganze Zeit da.
Hier trifft uns diese Geschichte:
Einige von uns sind wie Hagar.
Ausgenutzt.
Übersehen.
Wir tragen Konsequenzen, die wir nicht verursacht haben.
Wir gehen durch eine Wildnis, die wir uns nicht ausgesucht haben.
El Roi sieht dich.
Er hört dich.
Er findet dich.
Aber die meisten von uns verhalten sich wie Sarai.
Ängstlich.
Ungeduldig.
Wir versuchen, Gott zu „helfen“.
Wir treffen Entscheidungen, die andere ihren Frieden kosten.
Wir wollen die Verheißung.
Aber wir wollen nicht den Weg dorthin.
El Roi sieht das auch.
Und hier kommt Christus in die Geschichte:
Jahrhunderte später würde ein anderer Verstoßener aus dem Lager geschickt werden.
Ein anderer Sohn würde verstoßen werden.
Ein anderer Unschuldiger würde wegen menschlicher Ungeduld, Stolz und Kontrollsucht leiden.
Aber anders als Hagar würde er nicht nur in der Wüste gesehen werden.
Er würde am Kreuz hängen.
Und an diesem Kreuz ließ sich der Gott, der sieht, durchbohren.
Damit jede Hagar wissen konnte:
Du bist nicht unsichtbar.
Du bist nicht entbehrlich.
Du bist keine Fußnote in der Verheißung eines anderen.
Und jede Sarai könnte wissen:
Es gibt Gnade sogar für die Ungeduldigen – wenn du Buße tust.
El Roi ist nicht nur der Gott, der sieht.
Er ist der Gott, der in das eintritt, was er sieht.
Er beobachtet nicht aus der Ferne.
Er tritt in das Leiden ein, trägt es und erlöst es.
Hier ist also die Frage, die tiefer geht als Trost:
Wenn Er dich sieht –
was sieht Er dann?
Ein verwundetes Herz, das sich nach Fürsorge sehnt?
Oder Hände, die immer noch die Kontrolle festhalten und andere in der Wüste gefangen halten, die sie selbst geschaffen haben?
Denn der Gott, der Hagar in der Wüste gefunden hat,
ist derselbe Christus, der jetzt auf dich zukommt.
Wenn Er dich sieht – trifft Er dich dort, wo du bist.
#fblifestyle
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DER GOTT, DER DIE TREUE DIENERIN SIEHT
Genesis 16; 21:8–21
Lass uns mal über das Leben von Hagar nachdenken – eine Frau, deren Geschichte oft mit Schmerz verbunden ist, deren Leben aber auch Gehorsam, Ausdauer und die Treue Gottes zeigt.
Hagar taucht zum ersten Mal in der Bibel in Genesis 16 auf, als ägyptische Dienerin von Sarai, der Frau Abrams. Sie war nicht die Herrin des Hauses. Sie war nicht die Erbin der Verheißung. Sie war eine Dienerin.
Und doch sollte ihr Leben Teil von Gottes Erlösungsgeschichte werden.
Sarai hatte noch kein Kind geboren und in ihrer Ungeduld gab sie Hagar an Abram, damit sie an ihrer Stelle ein Kind gebären konnte. In dieser Kultur war das ein legaler Brauch. Aber nur weil etwas kulturell akzeptiert ist, heißt das nicht, dass es emotional einfach ist.
Hagar hat sich nicht freiwillig gemeldet. Sie hat sich nicht um diese Position beworben. Sie gehorchte.
Sie unterwarf sich dem Befehl ihrer Herrin, obwohl dies ihr Leben für immer veränderte.
Gehorsam ist nicht immer angenehm. Manchmal bringt uns Gehorsam in komplizierte Situationen, die wir nicht verursacht haben. Hagar lehrt uns, dass Treue oft an Orten geprüft wird, die wir uns nicht ausgesucht haben.
Einige von uns haben Aufgaben, um die wir uns nicht beworben haben. Situationen, die wir nicht geplant haben. Doch wie Hagar dienen wir weiter.
Nachdem Hagar schwanger geworden war, kam es zu Spannungen zwischen ihr und Sarai. Die Bibel sagt, dass Sarai hart mit ihr umging. Hagar floh in die Wüste.
Es ist wichtig, Folgendes zu beachten: Hagar lief nicht in Richtung Sünde – sie lief vor dem Leid davon.
Aber in der Wüste passierte etwas Mächtiges.
Der Engel des Herrn begegnete ihr an einer Wasserquelle. Und hier, in einem der zärtlichsten Momente der Heiligen Schrift, spricht Gott direkt zu einer Dienerin.
Er nennt sie beim Namen: „Hagar, Dienerin der Sarai.“
Gott kannte ihre Lage – aber er kannte auch ihre Identität.
Der Engel sagte ihr, sie solle zurückkehren und sich Sarai unterordnen. Das war nicht einfach. Zurückkehren zu Schwierigkeiten ist selten einfach.
Doch Hagar gehorchte erneut.
Sie kehrte zurück.
Gehorsam bedeutet manchmal, Gott so sehr zu vertrauen, dass man zurückkehrt und ausharrt, bis sich sein Zeitplan erfüllt.
In dieser Begegnung in der Wüste gab Hagar Gott einen Namen: El Roi – „Der Gott, der mich sieht“.
Denk mal darüber nach.
Eine Dienerin.
Eine Ausländerin.
Eine Frau ohne soziale Macht.
Und sie ist die einzige Person in der Bibel, von der berichtet wird, dass sie Gott einen Namen gegeben hat.
Sie sagt: „Du bist der Gott, der mich sieht.“
Bevor sie weggeschickt wurde.
Bevor sie in die zweite Wildnis ging.
Bevor sie eine noch größere Prüfung durchstehen musste.
Sie wusste schon etwas, was viele von uns erst noch lernen müssen:
Gott sieht das Unsichtbare.
Wenn du dich in deinem Dienst übersehen fühlst …
Wenn du dich in deinem Gehorsam nicht anerkannt fühlst …
Wenn du das Gefühl hast, nur „die Dienerin“ in der Geschichte eines anderen zu sein …
Gott sieht dich.
Jahre später, in Genesis 21, nachdem Isaak zu Sarah geboren wurde, kam es erneut zu Konflikten. Diesmal wurden Hagar und ihr Sohn Ismael in die Wüste geschickt.
Beachte dies sorgfältig: Sie rebellierte nicht. Sie fluchte nicht. Sie wehrte sich nicht, wie es in der Bibel steht.
Sie ging.
Mit Brot.
Mit einem Wassersack.
Mit ihrem Sohn.
Das ist Gehorsam, der von Trauer umhüllt ist.
Sie ging in die Wüste, nicht weil sie gesündigt hatte, sondern weil sich die Umstände geändert hatten.
Manchmal schützt uns Gehorsam nicht vor Ablehnung. Manchmal führt uns Gehorsam durch Zeiten der Trennung.
Aber selbst in dieser Wüste, als das Wasser ausging und die Hoffnung verloren schien, hörte Gott die Stimme des Jungen.
Derselbe Gott, der sie in der ersten Wüste sah, hörte sie auch in der zweiten.
Die Wüste ist kein Beweis für Gottes Abwesenheit.
Oft ist sie der Ort seiner Offenbarung.
Von Hagar lernen wir:
Gott sagte ihr, dass ihr Sohn ein großes Volk werden würde. Obwohl ihr Weg schmerzhaft war, hatte ihre Zukunft einen Sinn.
Ihr Gehorsam versetzte sie in die Lage, göttliche Begegnungen zu erleben.
Vielleicht fühlst du dich wie Hagar.
Du dienst treu.
Du trägst Verantwortung, die du dir nicht ausgesucht hast.
Du gehst durch eine Zeit der Wildnis.
Hör dir das klar und deutlich an:
Der Gott, der Hagar gesehen hat, sieht dich.
Der Gott, der in der Wüste für einen Brunnen gesorgt hat, wird auch für dich sorgen.
Der Gott, der ihren Sohn beschützt hat, wacht auch über deinen.
Dein Gehorsam ist nicht umsonst.
Auch wenn die Menschen dein Opfer vergessen, wird es im Himmel aufgezeichnet.
Selbst wenn du fortgeschickt wirst, bist du nie außerhalb von Gottes Blickfeld.
Herr, hilf uns, treu zu sein wie Hagar. Wenn Gehorsam schwerfällt, gib uns Kraft. Wenn wir uns unsichtbar fühlen, erinnere uns daran, dass du El Roi bist – der Gott, der sieht. Wenn wir durch Zeiten der Wildnis gehen, öffne unsere Augen für deine Versorgung. Im Namen Jesu, Amen.
(Hinweis: Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT)
by Jule with no comments yet
Hey, es gibt Leute in der Bibel, bei denen man erwartet, dass Gott ihnen begegnet. Abraham? Das macht Sinn. Moses? Klar. David? Keine Überraschung.
Aber Hagar?
Wenn wir ehrlich sind, ist Hagar die Frau, bei der man am wenigsten erwarten würde, dass sie so eine tiefe Begegnung mit Gott hat.
Sie war nicht die Frau der Verheißung. Sie war nicht die auserwählte Matriarchin. Sie war nicht mal Teil der ursprünglichen Vision. Sie war eine Dienerin. Eine Ägypterin. Eine Ersatzlösung, geboren aus der Ungeduld einer anderen.
Sara war es leid, auf das zu warten, was Gott versprochen hatte. Also schuf sie ihre eigene Lösung. Und diese Lösung war Hagar. Warst du jemals die Lösung für jemand anderen? In eine Situation gebracht, die du nicht geplant hast, nur um dann die Schuld zu bekommen, als es kompliziert wurde?
Hagar wurde schwanger. Und etwas veränderte sich in ihr. Die Bibel sagt, dass sie begann, ihre Herrin mit Verachtung zu betrachten. Stolz schlich sich ein. Die Enthüllung wurde falsch gehandhabt. Die Gunst wurde missbraucht. Sarah ging hart mit ihr um. Und Hagar lief davon.
Sie lief in die Wüste. Und hier ist das, was mein Herz bewegt. Die Schrift sagt, dass der Engel des Herrn sie neben einer Wasserquelle in der Wüste fand, auf dem Weg nach Schur.
Eine Quelle. In einer Wüste. Das ist nicht normal.
Eine Wüste ist trocken. Feindselig. Unversöhnlich. Doch sie wurde neben Wasser gefunden. Das Wunder hatte schon angefangen, bevor sie wusste, dass sie es brauchte.
Gott hat das Wasser nicht geschaffen, weil sie kam. Das Wasser war schon da, bevor sie zusammenbrach.
Und ich begann mich zu fragen: Warum? Dann wurde mir klar: Gott hatte einen Bund mit Abraham geschlossen. Und Abraham hatte bereits einen Samen in sie gelegt.
Als der Himmel auf Hagar schaute, sah er nicht nur sie allein. Der Himmel sah einen Bund in ihrem Schoß. Sie trug Abrahams Samen in sich. Was auch immer Gott für Abraham tun konnte, sie war nun berechtigt, daran teilzuhaben, weil sie trug, was ihm gehörte.
Sie musste nicht um eine Begegnung betteln.
Sie musste nicht um Versorgung beten.
Die Quelle wartete bereits, weil der Bund bereits in ihr war.
Auch wenn Ismael nicht das Kind der Verheißung war, durch das Christus kommen würde, war er dennoch Abrahams Sohn. Und Gott hatte bereits erklärt, dass er ihn segnen würde, weil er zu Abraham gehörte.
Als Hagar also neben dieser Quelle saß, war sie nicht leer. Sie trug etwas in sich, das der Himmel anerkannte. Und das verändert die Art und Weise, wie du deine Wildnis siehst.
Denn wenn Christus in dir lebt und die Bibel in Galater 2,20 sagt: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“, dann sieht Gott, wenn er dich ansieht, nicht nur dich. Er sieht seinen Sohn in dir.
Wenn du zu Christus gehörst, bist du Abrahams Nachkomme und ein Erbe gemäß der Verheißung.
Das bedeutet, dass es Vorräte gibt, die deinem Bewusstsein vorausgehen. Es gibt Wunder, die aufgrund dessen, was du trägst, geschehen. Suche zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und all diese Dinge werden dir hinzugefügt werden.
Hagar fand Wasser in der Wildnis, weil sie den Bund trug.
Und du trägst Christus.
Aber die Geschichte romantisiert ihren Fehler nicht. Der Engel nannte sie nicht Hagar, das Opfer. Er nannte sie Hagar, die Magd Saras. Der Himmel wird immer deine Quelle anerkennen.
Vor der Vermehrung gab es eine Anweisung.
Kehr zu deiner Herrin zurück und unterwirf dich ihrer Autorität. Das ist nicht populär, aber es ist mächtig.
Vor einer Vermehrung muss es eine Ausrichtung geben. Vor dem Segen muss es Demut geben. Offenheit darf nicht zu Arroganz werden. Verbindung darf nicht zu Konkurrenz werden.
Sie hatte ihre Erhebung falsch gehandhabt. Sie hatte Stolz zugelassen. Und doch korrigierte Gott sie, ohne sie zu verurteilen.
Das ist Gnade. Gnade ignoriert deinen Fehler nicht. Gnade begegnet dir darin und weigert sich, dich dort zu lassen.
Sie hat Gott nicht gefunden. Gott hat sie gefunden.
Sie betete nicht um Offenbarung. Sie war überwältigt. Verletzt. Schwanger. Allein.
Und doch fand der Engel des Herrn sie.
Sie nannte ihn El Roi – den Gott, der mich sieht. Warum dieser Name?
Weil manchmal die tiefste Wunde nicht Ablehnung ist. Es ist Unsichtbarkeit. Benutzt, aber nicht geschätzt zu werden. Anwesend zu sein, aber nicht anerkannt zu werden.
Hagar war nur die Dienerin. Nur die Ägypterin. Nur die Ersatzfrau. Aber der Himmel sah sie.
Und dann, in Genesis 21, betritt sie eine weitere Wüste. Diesmal nicht, weil sie weggelaufen ist, sondern weil sie weggeschickt wurde. Verstoßen. Mit ihrem Sohn. Mit begrenztem Wasser.
Als das Wasser aufgebraucht war, legte sie ihren Sohn unter einen Strauch und ging weg, weil sie es nicht ertragen konnte, ihn sterben zu sehen.
Das ist Herzschmerz. Das ist emotionale Erschöpfung. Aber die Bibel sagt, dass Gott die Stimme des Jungen hörte.
In Kapitel 16 sah er sie.
In Kapitel 21 hörte er das Kind.
El Roi sieht.
El Roi hört.
Und dann sagt die Schrift etwas Tiefgründiges. Gott öffnete ihre Augen, und sie sah einen Brunnen mit Wasser. Er schuf ihn nicht in diesem Moment. Er öffnete ihre Augen für das, was bereits da war.
Manchmal ist die Versorgung vorhanden, aber der Schmerz macht dich blind dafür. Manchmal ist die Antwort nahe, aber die Trauer verdeckt deinen Blick.
Wenn Gnade auftaucht, ändert sich die Perspektive.
Und ich möchte, dass du das behutsam hörst. Wenn du dich gerade in einer Wüste befindest, denk nicht, dass du allein bist. Wenn du das Gefühl hast, dass du etwas falsch gemacht, eine Gunst verschleudert oder einen Fehler begangen hast, der dich disqualifiziert, schau noch einmal hin.
Vielleicht gibt es eine Quelle neben dir.
Denn du trägst den Bund.
Du trägst Christus. Du überlebst nicht nur deine Wildnis. Du bist ein Träger.
Und Träger des Bundes bleiben niemals unsichtbar. Sie sind niemals ohne Hilfe.
Bewege dich jetzt von der Hoffnung, dass Gott sich zeigen wird, hin zum Wissen, dass er es tun wird.
El Roi ist nicht nur der Gott der Propheten und Könige. Er ist der Gott der Unwahrscheinlichen. Der emotional Erschöpften. Der Falschen, die korrigiert wurden. Derer, die geflohen sind. Derer, die weggeschickt wurden.
Wenn er Hagar in der Wildnis gefunden hat, neben Wasser, das sie nicht geschaffen hat, weil sie Abrahams Samen trug, dann kann er auch dich finden.
Weil du etwas trägst, das der Himmel anerkennt.
El Roi. Der Gott, der mich sieht. Im Namen Jesu. Amen.
Clinton Baruch Network
by Jule with no comments yetWir sehen uns nachher beim MädelsKreis
Bibelgrundkurs für Mädels 😉
Mittwochs 15 bis 17 Uhr
Und beim
Online Bibelkurs
Mittwoch 17 bis 19 Uhr
https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09
Meeting-ID: 955 1335 4603
Kenncode: 057704
und per Telefon:
Einwählen über 06938079884
Dann nach Aufforderung 95513354603# eingeben und dann nach Aufforderung 057704# eingeben und dann *6 damit du auch reden kannst
Heute lesen wir 1. Mose 14 bis 16
Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
Hier findet ihr einige Gedanken zu den beiden Kapiteln, die wir seinerzeit in Berlin als Gruppe im Zelt 😊 im AktivGottesdienst gemeinsam herausgearbeitet haben
Abram und Lot
Sarai und Hagarby Jule with 2 comments
„Vor einiger Zeit kaufte ich mir Ohrhänger mit der Aufschrift: „el Roi“, das ist hebräisch und heißt: „Gott sieht mich.“ Ich erwartete, dass manch eine Frau mich auf diese Ohrringe ansprechen und nach der Bedeutung der Aufschrift fragen würde. So könnte ich auf diese Weise meinen Glauben bezeugen. Dachte ich zumindest. Merkwürdigerweise ist das bisher noch kein einziges Mal geschehen.
Stattdessen merke ich aber, dass es mich immer wieder selbst ermutigt, wenn ich die Ohrringe trage und dann bewusst daran denke: Ja, Gott sieht mich.
Da gibt es Tage, an denen mir ein Übermaß an Arbeit zu schaffen macht oder sehr viele Termine anstehen: Gott sieht das und wird mir Weisheit und Kraft geben.
Da sind Arbeiten, die ich für andere erledige und doch das Gefühl habe: Keiner merkt das überhaupt. Doch Gott sieht es und freut sich darüber.
Ich treffe alte Bekannte. Nach stundenlangem Zusammensein erkenne ich: Eigentlich haben sie bis jetzt nur über sich selbst gesprochen und sich noch nicht einmal nach meiner Situation erkundigt, wie es mir, meiner Familie oder Gemeinde geht. Aber Gott, mein himmlischer Vater, sieht mich und interessiert sich für mich.
Seit einiger Zeit habe ich heftige Knieschmerzen und kann manche Bewegungen nur schwer oder gar nicht machen. Wie gut zu wissen, dass mein Gott auch das sieht, vor allem wenn ich erlebe, dass mein Umfeld diese Schmerzen nicht ernst nimmt oder gar meint, ich wäre selbst schuld daran.
So könnte ich noch manches aufzählen.
Wie wunderbar, dass Gott mich und meine Situation sieht und dass er jederzeit und auf viele verschiedene Weisen eingreifen kann. Ja, er sieht mich und ich bin ihm so wichtig, dass sein Sohn, Jesus Christus, für mich sein Leben gelassen hat. Eigentlich weiß ich das alles schon sehr lange, aber manchmal braucht es ein Paar Ohrringe, um mich wieder daran zu erinnern. Wie schön, dass das die neue Jahreslosung ist: „Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1. Mose 16,13).
Elisabeth Malessa
by Jule with no comments yetGleich zu Anfang vom Bibelbuch Richter lesen wir vom „Engel des Herrn“. Achten wir mal beim Lesen bitte auf die Art, wie er spricht und vergleichen wir es mit dem, wie Engel sonst mit den Menschen sprechen:
„Der Engel des Herrn kam von Gilgal nach Bochim und sagte zu den Israeliten:
.
»Ich habe euch aus Ägypten befreit und in das Land gebracht, das ich euren Vorfahren versprochen habe. Damals schwor ich, meinen Bund mit euch niemals zu brechen. Ich befahl: ›Lasst euch nicht mit den Bewohnern dieses Landes ein! Zerstört ihre Götzenaltäre!‹ Doch was habt ihr getan? Ihr habt nicht auf mich gehört! Darum werde ich diese Völker nicht mehr aus eurem Gebiet vertreiben. Stattdessen wird das eintreffen, wovor ich euch gewarnt habe: Sie werden euch großes Leid zufügen und euch mit ihren Götzen ins Verderben stürzen.«
Als der Engel des Herrn dies gesagt hatte, begannen die Israeliten laut zu weinen. Sie brachten dem Herrn Opfer dar und nannten den Ort Bochim (»Weinende«).“
Richter 2:1-5 HFA
Wenn normalerweise ein Engel oder ein Prophet stricht, heißt es immer „Jehova sagt ….“
Aber „der Engel Jehovas“ spricht hier immer in der Ich-Form, ist also Jehova selbst
Wie wir aus Johannes 1:1 wissen, wird Jesus als „das Wort“ bezeichnet und wir haben in den vergangenen Jahren beim gemeinsamen Lesen in der Bibel festgestellt, dass im AT immer von dem die Rede, den wir heute als Jesus kennen, wenn Jehova spricht
So ist es Jesus, der bei Abraham zu Besuch ist und mit ihm spricht und auch hier und bei Gideon und später bei Manoach ist es Jesus, der mit Ihnen spricht
Hier bekommen wir eine Erklärung, wenn wir sehen, was Manoach und seine Frau dachten, mit wem sie geredet hatten. Manoach hatte Angst, dass er sterben würde, denn „niemand kann Jehova sehen und dennoch leben“
„»Bitte, bleib noch da«, bat Manoach den Engel des Herrn. »Wir möchten dir einen jungen Ziegenbock zum Essen zubereiten!« Denn er wusste nicht, wen er vor sich hatte. .Weitere Gedanken gibt es in einigen Artikeln auf Thoms Seite dazu, aus denen ich euch die Hauptgedanken hier mit rein kopiereDer Engel des Herrn antwortete: »So sehr du mich auch drängst, ich werde nichts essen. Aber wenn du willst, dann bring es dem Herrn als Brandopfer dar!« »Wie heißt du?«, fragte Manoach. »Wir würden uns gern bei dir bedanken, wenn deine Ankündigung eintrifft.« Der Engel erwiderte: »Du fragst nach meinem Namen? Er ist unbegreiflich für dich!« Manoach nahm den jungen Ziegenbock sowie Brot für das Speiseopfer und verbrannte es zu Ehren des Herrn auf einem Felsblock. Da ließ Gott vor ihren Augen ein Wunder geschehen:
.Als das Feuer zum Himmel aufloderte, stieg der Engel des Herrn in der Flamme empor und verschwand. Manoach und seine Frau warfen sich erschrocken zu Boden. Es war ihre letzte Begegnung mit dem Engel des Herrn. Nun begriff Manoach, mit wem sie gesprochen hatten. »Wir müssen sterben!«, rief er. »Wir haben Gott gesehen!«“ Richter 13:15-22 HFA
Die erste Stelle in der Bibel, wo der Engel Jehovas erwähnt ist, ist bei Hagar in der Wüste:
Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael (Gott hört) geben, denn Jehova hat auf dein Elend gehört. …
Da nannte sie Jehova, der zu ihr redete: Du bist ein Gott, (El) der sich schauen läßt! (O. der mich sieht; W. des Schauens) Denn sie sprach: Habe ich nicht auch hier geschaut, nachdem er sich hat schauen lassen? (W. nach dem Schauen; And üb.: Habe ich auch hier dem nachgeschaut, der mich sieht, oder gesehen hat)
Elberfelder 1871 – Gen 16,11,13
Mit wem sprach Hagar? Kannte Hagar die Stimme desjenigen, der mit ihr sprach?
Warum sprechen die Personen, die den „Engel Jehovahs“ sehen, diesen immer und immer wieder mit Jehovah an? Sind die alle zu „dumm“ zu erkennen, mit wem sie sprechen? Oft wird ja behauptet, der „Engel Jehovahs“ sei nur ein Bote, der im Auftrage Jehovahs eine Botschaft übermittelt. Gut – könnte sein. Aber mal ganz ehrlich: wenn die PostBOTIN dir einen Brief von Tante Helga gibt, sprichst du dann die Postbotin mit „Tante Helga“ an? Und warum wehrt sich der Engel nicht gegen die falsche Ansprache?
Was aber, wenn Arnold Fruchtenbaum und andere Recht haben sollten, die folgende Ansicht vertreten:
Vers 7 führt eine neue Einheit ein: Und der Engel Jehovas fand sie.
.
Dies ist das erste Erscheinen des Engels Jehovas, eines sehr einzigartigen Individuums in der biblischen Aufzeichnung. Dieses Wesen wird insgesamt achtundfünfzig Mal der Engel Jehovas genannt. Er wird auch insgesamt elf Mal der Engel Gottes genannt.
.
Dieser ist kein gewöhnlicher Engel; Dieser ist immer das zweite Mitglied der Triunity. Dies ist immer ein Hinweis auf den vorinkarnierten Messias.
.
Rabbi Hertz erklärt in seinem Kommentar, dass der Ausdruck „Engel des Herrn“ manchmal verwendet wird, um Gott selbst zu bezeichnen. In jedem Kontext, in dem er erscheint, wird er als Engel bezeichnet. und irgendwo anders im selben Kontext wird er als Gott bezeichnet.
Und hier die wichtigsten Gedanken zu diesem Thema mit dem Engel Jehovas aus einem anderen Artikel von Thom:
Nun gibt es die Möglichkeit, die verschiedenen Theorien nach und nach beim Lesen der Bibel „durch zu testen“. Also zum Beispiel davon auszugehen, dass der „Engel Jehovahs“ im AT vielleicht „nur ein Engel“ war, oder dass er „Michael“ war, und dann dass es „Jehovah selbst“ war …usw usf… – aber wir benötigen wohl einige Jahre, um die Bibel aus den jeweiligen Blickwinkel zu lesen, und zu merken, welche der obrigen Gedankenspiele mehr Fragen aufwerfen, und dann die nur eine wahre Antwort zu finden.
Die andere Möglichkeit ist, verschiedene Kommentare und Erklärungen zu lesen – aber dabei müssen wir dann darauf achten, verschiedene Meinungen, verschiedene Auslegungen zu lesen – und dabei schon beim Lesen festzustellen, dass viele dieser Auslegungen sehr schwierig zu verstehen sind – und eben auch wieder neue Fragen aufwerfen.
Und dann gibt es die Möglichkeit sich mit anderen über die verschiedenen Auslegungsmöglichkeiten zu unterhalten.
Viel Arbeit?
Ja schon, aber wir lernen nicht nur Jehovah besser kennen, sondern wir verstehen auch, dass andere Christen vielleicht eine andere Auslegung momentan bevorzugen, ABER trotzdem Jehovah lieben können.
by Jule with no comments yet
Am Sonntag hatten wir über Josua Kapitel 7 gesprochen und dass Josua das Volk hatte in den Krieg ziehen lassen, ohne dass Jehova die Anweisung gegeben hätte oder die Priester zum Aufbruch geblasen hätten, wie es von Jehova vorgesehen war. Aber damit steht er garnicht so allein da
Wir lesen ja seit Anfang des Jahres die Bibel chronologisch und sind zur Zeit im 1. Buch Mose Kapitel 29 – dabei sind wir bereits einigen Fällen begegnet, wo es ebenso war:
Adam und Eva hinterfragen die Aussage der Schlange nicht und werden aus dem Paradies geworfen und die Folgen davon – die Unvollkommenheit – tragen auch wir heute noch (1. Mose Kapitel 3)
Abraham und Sarah
Sie können keine Kinder bekommen, aber da sie von Jehova die Zusage haben, dass sich durch Abrahams Same mal alle Nationen segnen werden (Kapitel 12) und sie dennoch 10 Jahre danach keine Nachkommen haben, nehmen die die Angelegenheit selbst in die Hand. Sie denken „hier ist dann wohl Eigeninitiative gefragt“ und Sarah gibt ihrem Mann ihre Magdt als Nebenfrau bzw Leihmutter (Kapitel 16)
Sie bekommen auf diese Weise einem Sohn: Ismael. Aber das Ergebnis ist nicht ganz so schön. Es beginnt damit, dass sich Hagar über Sarah überhebt, da diese keine eigenen Kinder bekommen kann. Dann schaut Ismael hochmütig auf den kleinen Bruder Isaak mit dem Ergebnis, dass Abraham ihn und seine Mutter weg schicken muss (Kapitel 21)
Jakob und Rebekka
Später bekommt Isaak mit Rebekka nach 40 Jahren Ehe mit Jehovas Hilfe endlich ein Kind – ach ne, sind ja zwei – aber es kommt zu Probleme, als der eigentlich Erstgeborene, Esau, leichtfertig sein Erstgeburtsrecht an den jüngeren verkauft (25:29). Als es darum geht, dass Isaak seinen Erstgeborenen segnen will, bekommt Rebekka dies mit und meint, sie müsse etwas unternehmen, damit der Vater den segnet, dem das Recht zusteht. Denn immerhin hatte es Esau ja an Jakob verkauft und zum anderen hatte Jehova ja noch während der Schwangerschaft gesagt, dass Jakob derjenige sein würde, dem der andere dienen würde (25:26)
Isaak will also Esau segnen und Rebekka meint, dies verhindern zu müssen. Sie fragt nicht Jehova und scheinbar geht sie auch nicht davon aus, dass Jehova dies selbst regeln könne. Wie dem auch sei, ist sie der Ansicht, sie wäre nun gefragt, sie müsse nun handeln.
Und so weist sie den jüngeren Sohn an, dem Vater vorzuspielen, er sei Esau, um den Segen zu bekommen. Mir ist beim Anhören aufgefallen, dass Isaak mehrfach fragt, ob er auch wirklich Esau sei. Also erweckte Jakob nicht einfach nur den Eindruck, sondern er log den Vater mehrfach an.
Er bekommt zwar den Segen, zieht sich aber den Zorn des Bruders zu, der sogar vorhat, ihn zu töten, wenn der Vater tot ist (Kapitel 27). So muss Jakob fliehen und so nicht nur sein Zuhause und damit das verheißene Land verlassen, sondern auch dort leben, wo sein Großvater auf garkeinen Fall wollte, dass sein Sohn dorthin zurück gehen würde (24:5-6) .
Aber damit nicht genug: er wird von seinem Schwiegervater übers Ohr gehauen, indem er dieselbe Tatsache nutzte, mit der er selbst seinen Vater ausgetrickst hatte: er schickt ihm im Dunkeln die falsche Frau ins Bett und so ist er vor Gott mit Lea verheiratet, muss weitere 7 Jahre um „die richtige Braut“ dienen und dadurch sind weitere Probleme direkt vorprogrammiert. Die beiden Frauen wetteifern um seine Liebe und das geht scheinbar am besten durch Söhne. Dabei werden noch die Mägde der beiden mit hineingezogen und so hat Jakob insgesamt 4 Frauen (Kapitel 28)
Aber damit nicht genug: die Brüder sind eifersüchtig auf Josef und verkaufen ihn in die Sklaverei und so trauert Jakob viele Jahre um den geliebten Sohn (Kapitel 37). Ja, am Ende wird alles gut – aber das Leben von Jakob war wahrlich kein Zuckerschlecken
Ja, wir können bereuen und umkehren, aber die Konsequenzen für unser verkehrtes Handeln müssen wir selbst tragen und ganz ehrlich: bei Abraham und Sarah und Jakob und Rebekka finde ich das Handeln eigentlich verständlich. Im übrigen hatte auch Rebekka die Konsequenzen zu tragen, dass sie Jakob zu dem Betrug angestiftet hatte, denn direkt danach musste Jakob ja fliehen und sie sah ihn nie wieder in ihrem Leben. Das sehen wir daran, dass sie zu Jakob sagte, sie würde nach ihm schicken lassen, wenn sich Esau beruhigt hätte (27:45), das aber nie geschehen war. Wir lesen hinterher nur, dass beide Brüder gemeinsam den Vater beisetzten (25:9-10)
Aber noch viel krasser finde ich eine Geschichte, die sich deutlich später abspielt:
David und Bathseba
Wir haben nun schon mehrfach darüber gesprochen, dass alles, was uns von Gott weg bringt oder seinen Platz einnimmt, in Wirklichkeit Götzendienst ist <—- Alles was uns davon abhält, Jehova so zu dienen, wie er das gerne möchte. Zum einen hat er ja das Recht dazu, denn er hat uns erschaffen und daher ist der eigentliche Sinn unseres Lebens, dass wir Gott dienen (sagt ER selbst) und zum anderen weiß er als unser Schöpfer besser als wir, was uns wirklich glücklich macht
Ok
David geht also abends auf seiner „Dachterasse“ spazieren und sieht Batseba, die badet – natürlich ist sie dabei nackt und wie die Bibel sagt, wunderschön. David erkundigt sich über sie, da er hin und weg ist. Man teilt ihm mit, dass diese Frau verheiratet ist, aber das kann ihn auch nicht mehr halten. Diese oder keine, diese muss er unbedingt haben und da ist ihm egal, was Jehova dazu sagt. Vielleicht hat er sich gedacht „Jehova will ja, dass ich glücklich bin und das werde ich nur, wenn ich diese Frau haben kann. Das muss ER einfach verstehen…“
Und dann rennt er sehenden Auges In sein Unglück: er lässt sie holen und nimmt sich, was er will. Batseba wird schwanger, aber da der Ehemann die ganze Zeit an der Front war, konnte man ihm das Kind nicht unterschieben (2. Samuel Kapitel 11 und folgende). Davids Tricks helfen da nichts und da bleibt nur, den Mann umzubringen und schnell die Witwe zu heiraten, es passiert ja häufiger, dass Kinder zu früh geboren werden und dann ist das Kind ganz legitim Seins und Batsebas
So weit, so gut. Der Plan geht auf und sie bekommt das Kind🤗, juhu, alles gut gegangen 😁, keiner hat’s gemerkt
Aber dann schickt Jehova den Propheten Nathan und macht ihm klar, wie ER das sieht und David kommt zur Besinnung, entschuldigt sich und bereut. Jehova nimmt beides an, lässt ihm aber auch ganz klar sagen, dass und welche Konsequenzen das haben würde (12:11-15). David versucht noch alles, um den Tod des Kindes abzuwenden, er fastet und betet Tag und Nacht („wir beten und bitten die ganze Zeit“) – aber Jehova hält Wort und das Kind stirbt. Zwar bekommt er mit Batseba einen weiteren Sinn, von dem Jehova ihm sagt, dass aus diesem der Same, der Messias kommen würde, und daran erkennen wir, dass Jehova ihm verziehen hat und die Beziehung zwischen ihm und Jehova wieder im reinen ist, auch die von Batseba
Trotzdem muss David für den Rest seines Lebens die schmerzlichen Konsequenzen tragen. Zwar mildert Jehova bei beiden den Schmerz über den Tod des ersten gemeinsamen Sohnes, aber den Teil mit „in deiner Familie wird die ganze Zeit Streit sein“ erlässt ER ihm nicht
Ein Sohn vergewaltigt die Schwester, die daran zerbricht. Ein weiterer Sohn rächt seine Schwester und bringt den Vergewaltiger um. David kann damit nicht umgehen und verbannt den Brudermörder (Kapitel 13). Nicht nur, dass er den Sohn vermisst, dieser flieht zu einem Onkel, der Jehova nicht dient und nährt den Hass auf den Vater. Dieser lässt ihn zwar wieder kommen, aber er darf sich nicht bei Hofe zeigen (Kapitel 14). Ergebnis: er spinnt Intrigen, übernimmt die Macht und David muss fliehen (Kapitel 15). Zum Schluss wird der Sohn im Krieg umgebracht und David kriegt sich vor Trauer nicht mehr ein, man muss mit ihm ein Machtwort sprechen, damit er sich selbst nicht noch mehr Probleme einheimst (Kapitel 19).
Wollen wir mit David tauschen? Ich nicht!
Ja, sein Verhältnis zu Jehova war schon längst wiederhergestellt, dennoch musste er den Rest seines Lebens die Folgen dafür tragen und die hat ihm Jehova auch nicht genommen
Heute
Ähnlich, wenn ich ohne Not vom Dach eines Hochhauses springe – da kann ich nicht erwarten, dass mich Jehova auffängt, weil er Liebe ist und ich auf ihn vertraue und vorher viel gebetet habe. Entweder bin ich tot oder so schwer verletzt, dass ich am liebsten sterben würde – und da hilft dann kein Gebet, selbst wenn die halbe Welt mit dafür beten würde. Ich muss diese Konsequenzen tragen
Wenn ich meine, mein Glück besteht darin, dass ich wahllos durch die Betten springe und ich fange mir dabei AIDS ein, dann habe ich zwar die Möglichkeit, wieder zu Jehova umzukehren. Mein Verhältnis zu und mit IHM mag wieder ganz toll werden- und dennoch wird er die Krankheit nicht von mir nehmen. Da helfen dann auch keine Gebete, ER wird kein Wunder für mich tun, ich muss die Konsequenzen für mein Verhalten tragen
Als ich das vor fast einem Jahr einer Schwester sagte, guckte sie mich groß an und hätte mich am liebsten gefressen, denn es passte nicht in ihr Bild von Jehova
Aber es ist so: er hat jedem von uns einen freien Willen gegeben, den wir so ausleben können, wie wir wollen, er hindert uns nicht. Aber wir müssen dann auch dafür die Konsequenzen tragen, auch wenn wir noch so viel beten
Daher sollten wir ganz vorsichtig sein mit dem Thema „freier Wille“ und „ich muss mich selbst darum kümmern, dass ich glücklich werde“
Wirklich glücklich können wir nur ganz nahe bei Jehova sein, alles andere ist Selbstbetrug. Für mich persönlich ist es immer wieder schwer, wenn ich sehe, dass Menschen die ich mag, sich von Jehova weg wenden um ihr Glück zu suchen. Und nein: Jehova muss das nicht verstehen. Er lässt sie zwar, aber sie müssen dann die Konsequenzen tragen und in manchen Fällen wird sie das den Rest ihres Lebens verfolgen – siehe die biblischen Beispiele
In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen und gesegneten Tag 😘
Diese Woche in den „Montagsgedanken“:
by Jule with 1 commentDer Schrei nach Liebe und Anerkennung ist förmlich mit Händen zu greifen. Er gibt die Leere in seinem Herzen auch offen zu. Seine Hoffnung, geliebt und bekannt zu sein, gesehen zu werden. Likes für eine Scheinwelt.
Ich denke über mein eigenes Leben nach. Wo poliere ich an meinem Image, um Unreinheiten und Makel vor meinen Mitmenschen zu verstecken? Wo verstelle ich mich, gebe mich als eine Person aus, die ich gar nicht bin, weil ich mich davor fürchte, mein wahres Gesicht zu zeigen? Welche guten Taten tue ich nicht für Gott, sondern um meiner selbst willen, um möglichst viele Likes von meinen Mitmenschen zu erhalten? Denn auch ich bin auf der Suche nach Anerkennung und Wertschätzung. Danach, dass die Menschen mich wahrnehmen, bewundern, sehen …
Gott weiß um diese Sehnsucht. Er selbst will sie stillen.
Zusammenfassung vom Gottesdienst am 19. März
Vor zwei Wochen hatten wir uns mit der Entstehung der Juden beschäftigt, an diesem Sonntag haben wir die Entstehung der Moslems in der Bibel gelesen ?. Erinnert ihr euch?
Letzte Woche hatten wir uns mit Abram und Lot beschäftigt, dass Gott Abram das Land durchstreifen ließ und ihm als Erbe zugesagt hat (Kapitel 13 und 14) – diese Woche haben wir uns die Prophezeiung um den Erbe in Kapitel 15 angesehen. Gott verspricht Abram, ihn zu einer großen Nation zu machen. Damit trifft er bei Abram einen wunden Punkt…
Der Name „Abram“ bedeutet „großer Vater“ und jedesmal wenn jemand Abram mit seinen Namen angesprochen hat, wird es ihm einem Stich gegeben haben. Er war kein Vater – immer noch nicht, obwohl die Zusage Gottes bereits gut zehn Jahre her ist. Was hatte er bloß falsch gemacht? Wieso hatten er und Sarai immer noch keine Kinder?
Heute wissen wir, dass es Probleme gibt, wenn nahe Verwandte Kinder miteinander bekommen – mit ein Punkt, warum Inzest auch heute noch und auch in unserem sonst so freien Land immer noch verboten ist. Man hat Angst vor behinderten Kindern. Bei Sarai und Abram ist es Unfruchtbarkeit, denn sie sind Halbgeschwister. Wir werden es später auch noch bei Isaak und Rebekka sehen, die Cousin und Cousine waren und ebenso bei Jakob und Rahel (wobei Lea fruchtbar war, sie war aber auch von Jehova damit gesegnet worden, um den Schmerz zu lindern, dass Jakob Rahel mehr liebte als sie).
Wie dem auch sei. Als Jehova Abram gegenüber nochmals erwähnt, dass er ihn groß und reich machen wolle, widerspricht dieser und fragt, was er damit solle. Ja, er war ja jetzt schon reich, aber was bedeutet ihm dies, wenn er doch keine Kinder hat? Nun bestätigt Jehova ihm nochmals, dass er ihn „zu einer großen Nation“ machen will und dass sein Erbe kein adoptierter Sklave (nicht Elieser) sein würde, sondern ein Kind, das Abram selbst gezeugt habe. Dies bestätigt er ihm mit einem Bund.
Der Bund
Nun wird es merkwürdig. Dass das Volk Gottes ihm Tiere als Opfer gaben, ist uns bereits durch Kain und Abel in Kapitel 4 und Noah in Kapitel 9 bekannt. Dass Gott es annahm, indem ein Feuer vom Himmel kam und es verzehrte, kennen wir auch schon. Aber nun soll Abram die Tiere zerteilen, die Teile einander gegenüber legen und Gott geht in einer Feuer- und Wolkensäule dadurch (diese Begriffe werden in den anderen Büchern Mose mit der Führung Gottes in Verbindung gebracht). Was soll diese merkwürdige Art und Weise?
In der Bibel gibt es verschiedene Art und Weisen für einen Bund, unter anderem gibt es den Blutbund und den Salzbund. Auch in der Gegend und Kultur gibt es besondere Arten und Zeremonien für einen Bund. Hier ist so eine besondere Art davon. Man legte wie beschrieben die Teile des geopferten Tieres einander gegenüber und beide Parteien gingen hindurch. Dies hatte zur Bedeutung, dass derjenige, der diesen Bund brach, ebenso wie diese Tiere zu Tode kommen sollte. Hier war das besondere, dass nur Jehova zwischen den Teilen hindurch ging und Abram nur zusah. Dies zeigt, dass dieser abramische Bund einseitig war, dass Abram und seine Nachkommen nichts tun mussten, außer ihm anzunehmen. Ebenso wie wir heute die unverdiente Gnade und Güte Gottes annehmen können, indem wir das Opfer Jesu für uns annehmen.
Der Schild
Nochmal kurz zurück zu dem Schild aus Vers 7: Ein Schild ist dazu da, die Gefahr abzuwenden und der „Schild Davids“ ist der Davidsstern, zwei ineinander verschränkte Dreiecke. Gott sichert damit Schutz vor jeder Gefahr zu.
Die 400 Jahre
Des weiteren erwähnt Jehova in der nächtlichen Vision, dass das Volk 400 Jahre vertrieben aus dem Land sein würden, erst dann würde ER das Land ganz in ihren Besitz geben, „denn die Schuld der Amoriter ist noch nicht voll“ (Vers 13 und 14). Wieso müssen sie denn noch warten, wenn doch der Schöpfer selbst ihnen das Land schenkt?
Wir hatten bereits letzte Woche bei dem Streit der beiden Hirten gesehen, warum „das Land es nicht ertrug“: es hatte ja bisher nicht leer und brach gelegen, sondern die Amoriter lebten darin, sie hatten Städte gebaut, die sie bewohnten, sie hatten Tiere, die das Weideland benötigten und benutzten und sie haben sich Felder angelegt. Wäre es nicht unfair, diese Menschen nun auf einmal ihrer Heimat zu berauben? Was hatten sie getan, dass sie so eine Härte verdient hätten?
Jehova ist ein liebevoller und gerechter Gott und so gibt er ihnen Zeit. Zwar sind sie schon sehr schlecht, wir hatten im Zusammenhang mit Lots Wahl des Wohnortes und dem Krieg der Könige gelesen, dass die Bewohner von Sodom „ausnehmend schlecht“ waren und wir werden in den nächsten Wochen lesen, dass Jehova Sodom und Gomorra wegen ihrer Schlechtigkeit vernichtet. Aber noch ist nicht das ganze Land so verdorben, dass alle Menschen darin die Vernichtung verdient hätten. Als allerdings das Volk Israel unter Josua nach Jericho kommt und das verheißene Land einnimmt, da ist die Schlechtigkeit der Menschen soweit fortgeschritten, dass sie es verdient haben. Dies sollten wir uns dann, wenn wir Josua lesen, im Sinn behalten, damit wir Gott nicht für hart und ungerecht halten
Sarai und Hagar – die Leihmutter
In Kapitel 16 lesen wir von Sarai und Hagar und davon, wie sie versuchen, aus eigener Kraft den ersehnten Erben hervorzubringen. Immerhin war im Kapitel davor ja nur von Abrams Same zu lesen. Gott hatte versprochen, dass Abram ein leibliches Kind haben würde, Sarai wird da nicht erwähnt. Allerdings war anzunehmen, dass Jehova sie beide als Eltern gemeint hatte, denn am Ende von Kapitel 2 sagt Jehova, dass beide „ein Fleisch“ sein sollten. In seinem Plan war keine Leihmutterschaft vorgesehen.
Auf der anderen Seite kann man Sarai gut verstehen. Zur damaligen Zeit galt Kinderlosigkeit als Fluch und sicherlich wird sie viel Spott geerntet haben. Wahrscheinlich gab es auch ihr jedesmal einen Stich, wenn jemand ihren Mann beim Namen rief. Zu dieser Zeit war es ebenso „normal“, dass eine unfruchtbare Frau eine Ihrer Sklavinnen nahm und diese als Leihmutter nutzte. Es war nicht verwerflich. Im Gegenteil: ich habe gerade im Kommentar bei Fruchtenbaum gelesen, dass eine Braut eine Sklavin für eben diese Zwecke mit in die Ehe bringen musste, der Fortbestand der Sippe musste einfach gesichert sein und wenn die Ehefrau selbst keine Kinder bekommen könnte, dann war halt die Sklavin als Leihmutter dran.
Für uns heute ein „no Go“, geht garnicht. Nicht nur Sandra bekommt bei dem Gedanken, dass sie ihrem Mann eine andere Frau ins Bett gibt, aufgebrachte schlechte Gefühle. Ich könnte mir das auch nicht vorstellen. Allerdings sollte diese andere Frau ja nicht zur sexuellen Bereicherung für den Mann gegeben werden, sondern „einfach nur“ schwanger werden. Das Kind, was diese dann bekommt, würde als Sarais leibliches Kind angerechnet werden.
Ich habe vor einigen Jahren schon etwas dazu geloggt: wir hatten eine syrische Frau, die mit ihrem Mann in unser Haus gezogen war. Sie war schwanger und nach einiger Zeit mussten sie umziehen, da der Mann seine erste Frau mit den Kindern nachgeholt hatte. Wir blieben weiter in Kontakt, da ich mit ihr die Bibel besprochen habe und für mich war das jedesmal merkwürdig. Sie wohnten gemeinsam unter einem Dach: unten wohnte die erste Frau mit ihren Kindern und oben sie mit den Kindern. Beide Frauen waren zeitgleich schwanger. Der Mann pendelte immer zwischen den Frauen hin und her, jede Frau hatte eine festgesetzte Zeit mit ihm und es schien völlig normal zu sein, selbst die Kinder empfanden es als normal. Merkwürdig kam es Saphira erst vor, als wir in der Bibel gelesen hatten, was Gott ganz zu Anfang über die Ehe gesagt hatte, dass beide „ein Fleisch“ sein sollten. Ich könnte mir das überhaupt nicht vorstellen, meinen geliebten Mann zu teilen
Es kommt zu Problemen
Wie dem auch sei, Sarai gibt Abram ihre Magd und diese wird sofort schwanger. Nun beachtet sie Sarai verächtlich, sieht auf diese herab, wie alle auf unfruchtbare Frauen herabsehen und es kommt zu Problemen.
In diesem Zusammenhang gehen wir noch mal kurz einige Verse zurück: was war eigentlich mit Abram? Wie dachte er über das Ganze?
Die Bibel sagt, dass „er auf die Stimme seiner Frau hörte“ und das Angebot annahm. Es wird in Gottes Wort nicht gewertet, was die beiden da vorhatten, um zu dem verheißenen Kind zu kommen, allerdings finden wir diese Aussage „er hörte auf seine Frau und nahm“ bereits ganz am Anfang in der Bibel, als Adam von seiner Frau die verbotene Frucht nimmt (Kapitel 3). Allerdings sind die Auswirkungen auch da schon verheerend und zeigen, dass der Mann nicht ganz auf Gott vertraut. Denn Adam hätte zuerst den Abend abwarten und mit Gott reden sollen (wir erinnern uns, dass die beiden jeden Tag um die Zeit der Brise im Garten spazieren gingen und miteinander redeten). Ebenso hätte Abram zuerst Gott befragen können, was der von dieser Idee mit der Leihmutter hält.
Mit dazu kommt, woher sie eigentlich die Hagar hatten und was Gott seinerzeit zu dem Versuch sagte, es auf eigene Faust zu lösen. Wir hatten gelesen, dass Abram und Sarai vor einer Hungersnot in Ägypten Exil suchten (Kapitel 12). Sarai kam in den Harem des Pharao und wurde mit einer langwierigen Schönheitsbehandlung auf die Ehe mit diesem vorbereitet. Im Buch Esther haben wir gelesen, dass diesen Frauen eine Magd oder Sklavin zur Seite gestellt war und als Abram und Sarai aus Ägypten dort geschickt wurden, sollten sie all ihre Habe und ihren Hausstand mitnehmen. Hagar wird als Sarais Zofe mit dabei gewesen sein. So haben sie diese Frau eigentlich nur deshalb mit dabei, weil sie schon damals versucht haben, das Problem ohne Jehova auf eigene Faust zu lösen.
Hagar – Flucht und Begegnung mit Gott
Nun hat es mit der Leihmutter also geklappt, Hagar wird scheinbar sofort schwanger und der Erbe ist gesichert. Dass sie sich nun für etwas besseres als ihre Herrin hält, führt zu Problemen. Denn immerhin ist Sarai die Herrin und die andere „nur“ die Sklavin, auch wenn sie das Kind des Herrn austrägt. Es kommt zum Streit, Sarai verweist die Sklavin auf ihre Stellung und diese flieht. Darauf hat sie keine Lust und höchstwahrscheinlich will sie zurück zu ihrer Familie, denn sie schlägt den Weg Richtung Ägypten ein.
Als sie an einer Quelle Rast macht, begegnet ihr „der Engel des Herrn“. Aus ihrer Reaktion auf diesen erkennen wir, dass dies hier nicht nur ein Engel war, sondern Gott selbst. Höchstwahrscheinlich der Sohn, der später als Jesus hier auf der Erde war,
Wieder kommt etwas, das uns bereits öfters in den letzten Kapiteln begegnet ist und woran wir Gottes Liebe und Güte erkennen. Er schimpft nicht mit ihr, sondern gibt ihr durch die Frage „woher kommst du und wohin gehst du?“ Gelegenheit, über ihr Tin nachzudenken. An ihrer Antwort Kamm man erkennen, dass sie weiß, dass ihr Verhalten nicht richtig ist. Adam und Eva wollten anderen die Schuld geben, ebenso wie Kain. Aber Hagar erkennt an, dass sie die Sklavin von Sarai ist und „weg gelaufen ist“, etwas, was eine, Sklaven nicht zusteht.
Der Segen
Gott freut diese Reaktion, denn er segnet sie und ihr Kind. Ismael soll er heißen und auch ihm verheißt Gott, dass er mal „eine große Nation“ sein würde. Hier entstehen die Moslems, denn die Nachkommen von Ismael sind die späteren Moslems. Daher reden auch diese von Abraham als von ihrem Stammvater.
Das ist für uns heute interessant, denn wir sehen ihre Entstehung in der Bibel und auch dass Jehova Gott, der Schöpfer von allem, dieses Volk ebenso gesegnet hat wie die Juden und später die Christen. Auch wenn sie und ihr Glaube und ihre Bräuche uns fremd erscheinen und uns Angst machen, so sind sie dennoch von Gott ins Leben gerufen…
Am Ende geht Hagar wieder zu ihrer Herrin zurück, um dort Abrams Erben zur Welt zu bringen. Aber davon nächsten Sonntag
Diese Woche lesen wir 1. Mose 17 bis 18:19. Wie wir sehen werden, bekommt auch Sarai eine Verheißung und einen Segen Gottes. Es bleibt spannend ?️?
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