• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Jan. 20th“Die ganze Schöpfung seufzt“ – ist Gott daran Schuld?

      WARUM DIE SCHÖPFUNG SEUFZT

      Wenn man einen Löwen über die Ebene sprinten sieht, schlägt das Herz schneller. Eine Gazelle bricht im Staub zusammen, während das Raubtier seine Beute macht. Die Menschen sehen diese Gewalt und beschuldigen Gott der Grausamkeit. Atheisten nutzen solche Momente als Munition und behaupten, dass Leiden die Existenz des Schöpfers widerlegt. Aber die Genesis erzählt eine andere Geschichte. Löwen wurden nicht zum Jagen geschaffen. Ursprünglich ernährten sich alle Tiere von Pflanzen. Ihre Kraft und Schönheit spiegelten Majestät wider, nicht Mord. Die Jagd ist kein Beweis gegen Gott. Sie ist ein Beweis für eine Welt, die durch die Sünde verwundet wurde.

      Die gleiche Anschuldigung wird erhoben, wenn Krebs ins Spiel kommt. Zellen vermehren sich ungehindert. Körper werden schwächer. Familien beten unter Tränen. Atheisten behaupten, dies beweise, dass ein liebender Gott nicht existieren kann. Aber Krebs ist nicht Teil von Gottes ursprünglichem Plan. Er ist eine biologische Folge einer spirituellen Katastrophe. Adams Rebellion hat nicht nur die Gemeinschaft zerstört. Sie hat die Physik zerstört. Sie hat die Genetik zerstört. Sie hat die Schöpfung selbst zerstört. In Römer 8 heißt es, dass die Schöpfung seufzt. Krebs ist eines dieser Seufzer. Er offenbart, dass etwas nicht stimmt, und es ist nicht Gott, der versagt hat. Es ist der Mensch, der gesündigt und sich gegen ihn aufgelehnt hat.

      Hier ist die Wahrheit, der Atheisten nicht entkommen können. Schmerz und Tod widerlegen Gott nicht. Sie beweisen, dass die Menschheit tief in ihrem Inneren weiß, dass der Tod unnatürlich ist. Ihre Empörung ist kein Beweis für ein Universum ohne Sinn. Sie ist ein Beweis dafür, dass ihre Seele sich an Eden erinnert. Jede Träne, die über Krebs geweint wird, jeder Schrei, der beim Anblick von Leid aufsteigt, jeder moralische Einwand gegen den Tod ist ein stilles Bekenntnis, dass die Welt eigentlich anders sein sollte. Und Gott verspricht, dass sie wieder anders sein wird. Christus kam nicht, um den Schmerz zu erklären. Er kam, um ihn zu besiegen. Er nahm den Fluch auf sich und stand siegreich wieder auf, wodurch er bewies, dass nur er allein die Macht über Leben und Tod hat.

      Und die Geschichte endet nicht mit dem Überleben. Sie endet mit der Wiederherstellung. Die Schrift verspricht einen Tag, an dem die Schöpfung selbst geheilt werden wird. Einen Tag, an dem Raubtiere friedlich sein werden. Einen Tag, an dem es keine Krankheiten mehr geben wird. Einen Tag, an dem Mütter, Väter, Söhne, Töchter und alle Erlösten zusammenstehen in einer Wiedervereinigung, die die Trauer für immer zunichte macht. Keine Rollstühle. Keine Krankenhäuser. Keine Beerdigungen. Keine Angst. Nur Leben, das in der Gegenwart des Königs überfließt.

      In Offenbarung 21,4 heißt es: Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und es wird keinen Tod mehr geben, keine Trauer, kein Weinen und keinen Schmerz mehr, denn das Alte ist vergangen.

      Das ist keine Fantasie. Das ist das Schicksal derer, die zu Christus gehören, und die Schöpfung selbst sehnt sich nach diesem Tag.


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 20thDas Gleichnis vom Senfkorn

      Als Jesus fragt: „Womit können wir das Reich Gottes vergleichen, oder mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?“ (Markus 4,30, ESV), sucht er nicht nach Worten. Er stellt Annahmen in Frage. Die Menschen erwarteten, dass das Reich Gottes mit Größe, Macht, Sichtbarkeit und Dominanz kommen würde. Jesus wählt das Gegenteil. „Es ist wie ein Senfkorn, das, wenn es auf den Boden gesät wird, das kleinste aller Samenkörner auf der Erde ist“ (Markus 4,31, ESV). Das Reich Gottes kündigt sich nicht mit Spektakel an. Es kommt still, fast unscheinbar.

      Das Senfkorn war sprichwörtlich klein. Leicht zu übersehen. Leicht zu ignorieren. Nichts an ihm deutete auf Einfluss oder Beständigkeit hin. Und genau das ist der Punkt. Das Reich Gottes beginnt nicht auf eine Weise, die menschliche Maßstäbe beeindruckt. Es beginnt verborgen. Innerlich. Unterschätzt. Gott fühlt sich durch kleine Anfänge nicht bedroht, weil er nicht von Äußerlichkeiten abhängig ist.

      Dann sagt Jesus etwas Radikales. „Wenn es aber gesät ist, wächst es und wird größer als alle anderen Gartenpflanzen“ (Markus 4,32, ESV). Beachten Sie die Veränderung. Die Kraft liegt nicht in der Pflanztechnik. Sie liegt im Samen selbst. Einmal gepflanzt, ist Wachstum unvermeidlich. Der Samen muss nicht kämpfen, um zu werden, was er ist. Leben entfaltet sich ganz natürlich aus Leben.

      Hier ist die Erkenntnis, die viele übersehen. Der Senfkorn wächst nicht zu etwas anderem heran. Er wird zu dem, was er bereits ist. Der Samen trägt die gesamte Zukunft des Baumes in sich. Genauso ist das Reich Gottes nicht etwas, zu dem man durch Anstrengung heranwächst. Es ist etwas, das in dir liegt und durch das Leben wächst.

      Jesus geht noch weiter. Der Senfbaum wird so groß, „dass die Vögel des Himmels in seinem Schatten nisten können“ (Markus 4,32, ESV). Das ist keine blumige Sprache. Vögel stehen in der Heiligen Schrift oft für Außenseiter, Nationen und diejenigen, die profitieren, ohne etwas beizutragen. Das Reich Gottes wächst nicht nur für sich selbst. Es wächst, um ein Ort der Ruhe für andere zu werden. Was klein beginnt, wird zu einem Zufluchtsort.

      Das schenkt Gläubigen, die sich unbedeutend fühlen, tiefen Frieden. Dein Glaube mag sich klein anfühlen. Dein Verständnis begrenzt. Dein Einfluss unsichtbar. Aber das Reich Gottes wird nicht daran gemessen, wie es beginnt. Es wird daran gemessen, was aus ihm wird. Und was aus ihm wird, wird durch den Samen bestimmt, nicht durch die Unruhe des Bodens.

      Markus fügt dann eine wichtige Anmerkung hinzu. „Mit vielen solchen Gleichnissen redete er zu ihnen, wie sie es hören konnten“ (Markus 4,33, ESV). Jesus überwältigt niemanden. Er begegnet den Menschen dort, wo sie sind. Die Offenbarung erfolgt in Gnade. Und wenn er mit seinen Jüngern allein ist, „erklärte er ihnen alles“ (Markus 4,34, ESV). Vertrautheit schafft Klarheit. Nähe schafft Verständnis.

      Durch das vollendete Werk Jesu Christi wird dieses Gleichnis zu einer tiefen Gewissheit. Das Reich Gottes ist bereits in dir gepflanzt. Du wartest nicht darauf, dass es kommt. Du lebst in seiner Wachstumsphase. Kleine Anfänge bedrohen Gottes Absichten nicht. Sie erfüllen sie.

      Die Anwendung ist einfach und befreiend. Hör auf, das zu verachten, was sich klein anfühlt. Hör auf, dein Leben an sichtbaren Ergebnissen zu messen. Vertraue auf den Samen, den Gott in dich gepflanzt hat. Wachstum findet statt, auch wenn du es nicht sehen kannst. Und eines Tages wird das, was sich unbedeutend anfühlte, zu einem Ort der Ruhe für andere werden.

      Das Reich Gottes eilt nicht.

      Es wächst.


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 20thDie Lehre Noahs für die Menschheit

      Die Lehre Noahs für die Menschheit

      Die Geschichte Noahs ist mehr als nur eine Erzählung über eine große Flut. Sie ist eine eindringliche Lehre für die gesamte Menschheit über Gehorsam, Glauben, Verantwortung und Hoffnung.

      Erstens lehrt Noah Gehorsam gegenüber Gott. In einer Zeit, in der die Welt von Gewalt und Korruption geprägt war, entschied sich Noah dafür, treu mit Gott zu wandeln. Er befolgte Gottes Anweisungen, auch wenn sie anderen unvernünftig erschienen. Dies erinnert die Menschheit daran, dass es nicht immer populär ist, das Richtige zu tun, aber Gehorsam führt zur Erlösung.

      Zweitens unterstreicht die Geschichte die Verantwortung und moralische Rechenschaftspflicht des Menschen. Die Flut war keine zufällige Strafe, sondern das Ergebnis der weit verbreiteten Bosheit der Menschen. Dies lehrt uns, dass unsere Handlungen von Bedeutung sind und dass Gesellschaften, die auf Ungerechtigkeit und Bösem aufgebaut sind, irgendwann mit Konsequenzen rechnen müssen.

      Drittens symbolisiert die Arche Noah Gottes Barmherzigkeit und Gnade. Bevor das Gericht kam, bot Gott einen Ausweg. Dies zeigt, dass Gott geduldig ist und der Menschheit die Möglichkeit gibt, Buße zu tun und sich zu ändern. Das Gericht ist niemals Gottes erster Wunsch, sondern die Erlösung.

      Viertens steht die Arche für Einheit und Sorge um die Schöpfung. Noah wurde angewiesen, nicht nur seine Familie, sondern auch die Tiere zu retten. Dies lehrt die Menschheit, wie sie mit der Erde umgehen soll und welche Verantwortung sie für alle Lebewesen hat.

      Schließlich ist der Regenbogen nach der Sintflut ein Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs. Er erinnert die Menschheit daran, dass Gott auch nach der Zerstörung Wiederherstellung anbietet und Treue verspricht.

      Zusammenfassend

      Die Lehre von Noah ruft die Menschheit dazu auf, gerecht zu leben, für die Schöpfung zu sorgen, Gott auch in schwierigen Zeiten zu gehorchen und darauf zu vertrauen, dass Hoffnung und Erneuerung nach Buße und Glauben immer möglich sind.


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 20thSelbst im Feuer kann uns Jesus frei machen

      Vertrauen?

      Als König Nebukadnezar eine goldene Statue anfertigen ließ und allen Babyloniern verkündete, dass sie sich vor der Statue niederwerfen und sie anbeten müssten, sonst würden sie in den glühend heißen Ofen geworfen, glaubst du, dass Schadrach, Meschach und Abednego Angst hatten? Oder dass sie Gott vertrauten?

      Das ist eine Fangfrage, denn obwohl Gott uns immer wieder ermahnt, „keine Angst zu haben”, weiß er doch, dass wir nur schwache Menschen sind. Er weiß, dass wir Angst haben werden, wenn wir eine Krebsdiagnose erhalten, einen schweren Unfall haben, gewaltsam angegriffen werden oder in vielen anderen Situationen. Er erwartet aber auch, dass wir alle unsere Sorgen auf ihn werfen und darauf vertrauen, dass er uns aus jedem Sturm rettet.

      Diese jungen Männer entschieden sich, Gott gehorsam zu sein, und als sie vor dem König standen, hatte Gott ihren Glauben gestärkt. Als der König sie fragte: „Wenn ihr nicht anbetet, werdet ihr sofort in einen glühenden Feuerofen geworfen werden; und welcher Gott kann euch aus meiner Hand retten?“, antworteten sie mutig: „Wenn es so sein sollte, kann unser Gott, dem wir dienen, uns aus dem glühenden Feuerofen retten; und er wird uns aus deiner Hand retten, o König. Aber selbst wenn er es nicht tut, sollst du wissen, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und das goldene Standbild, das du aufgestellt hast, nicht anbeten werden.“

      Als Nebukadnezar seinen Krieger befahl, den Ofen auf das Siebenfache seiner üblichen Hitze zu erhitzen, und als das Feuer die Männer tötete, die sie hineingeworfen hatten, mussten Schadrach, Meschach und Abednego ein wenig erschüttert gewesen sein, aber ihr Glaube blieb stark.

      Und wegen ihres Gehorsams und ihres Glaubens wurden sie belohnt, indem der vorinkarnierte Jesus ihnen im Feuer begegnete und sie beschützte. Daniel 3:24-25

      Sogar Nebukadnezar war überzeugt, dass dies der wahre Gott war. „Gepriesen sei der Gott von Schadrach, Meschach und Abednego, der seinen Engel gesandt und seine Diener gerettet hat, die ihr Vertrauen auf ihn gesetzt haben, indem sie den Befehl des Königs missachtet und ihren Körper hingegeben haben, anstatt einem anderen Gott als ihrem eigenen Gott zu dienen oder ihn anzubeten. Darum erlasse ich den Befehl, dass jedes Volk, jede Nation und jede Sprache, die etwas Beleidigendes gegen den Gott von Schadrach, Meschach und Abed-Nego sagt, in Stücke gerissen und ihre Häuser zu Trümmerhaufen gemacht werden sollen, denn ES GIBT KEINEN ANDEREN GOTT, DER AUF DIESE WEISE RETTEN KANN.“ Daniel 3,28-29

      Gott verdient unser Vertrauen und die Ehre, die er erhält, wenn wir in Prüfungen richtig reagieren. Oh, dass wir auch dann vertrauen mögen, wenn Angst in uns aufsteigt!

      Herr, erinnere uns jedes Mal, wenn wir Angst haben, an deine Verheißungen. Hilf uns, deine Hand fester zu halten, die Angst mit der Wahrheit zu bekämpfen, in Gehorsam voranzuschreiten und unseren Blick auf dich, unsere Stärke und unseren Befreier, zu richten. Jedes Mal, wenn unser Leben sich wie ein außer Kontrolle geratenes Feuer anfühlt, mögen wir daran denken, dass du mit uns im Feuerofen bist, und mögen wir dich verherrlichen.

      Amen.


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 20thMatthäus – da berufen, wo er gerade war

      Matthäus war nicht in einer Synagoge.

      Er kniete nicht nieder.

      Er fastete nicht, betete nicht und versuchte auch nicht, Gott zu beeindrucken.

      Er saß an einem Steuertisch und zählte Münzen, die mit Kompromissen einhergingen, belastet von Ablehnung, von der Gesellschaft als Verräter und Sünder gebrandmarkt. Sein Ruf eilte ihm voraus, wo immer er auch hinging.

      **Und genau dort rief Jesus ihn zu sich.**

      Freund, ich liebe das an Gott:

      Jesus wartete nicht darauf, dass Matthäus sein Leben in Ordnung brachte.

      Er sagte nicht: „Matthäus, bring dein Leben in Ordnung, dann komm zu mir.“

      Er verlangte keine Erklärung oder ein Geständnis.

      Jesus sagte einfach: **„Folge mir nach.“**

      Das sagt uns etwas Wichtiges über Gnade.

      Gnade wartet nicht auf Perfektion.

      Gnade zeigt sich mitten im Chaos.

      Matthäus ist Jesus nicht nachgejagt – **Jesus ist Matthäus nachgegangen.**

      Und derselbe Jesus geht auch heute noch den Menschen nach.

      Manchmal denken wir, dass Gott nur an heiligen Orten spricht – in Kirchen, Gebetsräumen, auf Berggipfeln. Aber diese Passage erinnert uns daran, dass **Gott in Büros, im Alltag, in Misserfolgen und an Orten spricht, für die wir uns schämen.**

      Der Steuertisch stand für alles, woran die Menschen Matthäus gemessen haben.

      Aber Jesus sah über den Tisch hinaus und sah einen Jünger.

      Die Menschen sahen einen Zöllner.

      Jesus sah einen Evangelisten.

      So wirkt Gott.

      Er berücksichtigt niemals deine Vergangenheit, um deine Zukunft zu bestimmen.

      Beachte die Reihenfolge:

      Jesus rief zuerst.

      Matthäus stand als Zweiter auf.

      Die Verwandlung qualifizierte ihn nicht für den Ruf – **der Ruf löste die Verwandlung aus.**

      Dies steht im Einklang mit der unveränderlichen Wahrheit der Schrift:

      „Als wir noch Sünder waren, ist Christus für uns gestorben“ (Römer 5,8).

      Gott liebt nicht die zukünftige Version von dir – er liebt **dich jetzt**, und diese Liebe bewirkt Veränderung.

      Als Matthäus aufstand, ließ er alles hinter sich. Aber er ging nicht, weil er unter Druck gesetzt wurde – er ging, weil er **gesehen** wurde.

      Als Jesus ihn rief, veränderte sich etwas in seinem Inneren.

      Die gleiche Stimme, die „Folge mir nach“ sagte, sagte auch: „Du bist noch nicht fertig.“

      Der Zöllnertisch war ein Symbol dafür, wer Matthäus früher war.

      Aber der Weg mit Jesus wurde zu dem Ort, an dem er zu dem wurde, der er sein sollte.

      Und hier ist die gute Nachricht für uns heute:

      Wenn Jesus einen Mann rufen kann, der an einem Steuertisch sitzt,

      kann er auch dich rufen in deiner Unsicherheit,

      in deiner Gebrochenheit,

      an dem Ort, an dem du dich am wenigsten spirituell fühlst.

      Gott lässt sich von deinem Chaos nicht einschüchtern.

      Er wird nicht von deiner Vergangenheit abgestoßen.

      Er fühlt sich zu Herzen hingezogen, die reagieren, wenn er spricht.

      Ein einziger Moment mit Jesus kann deine Identität neu definieren.

      Ein Schritt des Gehorsams kann Ihre Geschichte neu schreiben.

      Wenn Sie also das Gefühl haben, heute an einem „Zöllnertisch” zu sitzen – festgefahren, verurteilt, übersehen –, dann hören Sie dies ganz deutlich:

      **Jesus kommt immer noch vorbei.

      Er ruft immer noch Namen.

      Und er sieht immer noch mehr in Ihnen, als Sie derzeit sind.**

      Ihr Werden beginnt in dem Moment, in dem Sie Ja sagen.


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    • Jan. 20thDas Bild des göttlichen soll durchscheinen

      . Das Bild des Göttlichen soll durchscheinen

      „Seid also vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ – Matthäus 5,48.

      Das Ideal des christlichen Charakters ist die Christusähnlichkeit. So wie der Menschensohn in seinem Leben vollkommen war, so sollen auch seine Nachfolger in ihrem Leben vollkommen sein. Jesus wurde in allem seinen Brüdern gleich. Er wurde Fleisch, so wie wir es sind. Er war hungrig und durstig und müde. Er wurde durch Nahrung gestärkt und durch Schlaf erfrischt. Er teilte das Los der Menschen, doch er war der makellose Sohn Gottes. Er war Gott in Menschengestalt. Sein Charakter soll auch der unsere sein …

      Christus ist die Leiter, die Jakob sah, deren Fuß auf der Erde ruht und deren oberste Sprosse bis zum Tor des Himmels reicht, bis zur Schwelle der Herrlichkeit. Wenn diese Leiter auch nur eine Stufe zu kurz gewesen wäre, um die Erde zu erreichen, wären wir verloren gewesen. Aber Christus erreicht uns dort, wo wir sind. Er nahm unsere Natur an und überwand, damit wir durch die Annahme seiner Natur ebenfalls überwinden können. Er wurde „in der Gestalt des sündigen Fleisches“ (Römer 8,3) geschaffen und lebte ein sündloses Leben. Nun hält er durch seine Göttlichkeit den Thron des Himmels fest, während er uns durch seine Menschlichkeit erreicht. Er fordert uns auf, durch den Glauben an ihn, die Herrlichkeit des Charakters Gottes zu erlangen. Deshalb sollen wir vollkommen sein, so wie unser „Vater im Himmel vollkommen ist”.

      Jesus hatte gezeigt, worin Gerechtigkeit besteht, und auf Gott als ihre Quelle hingewiesen. Nun wandte er sich den praktischen Pflichten zu. Beim Almosengeben, beim Beten, beim Fasten, sagte er, solle nichts getan werden, um Aufmerksamkeit zu erregen oder Lob für sich selbst zu erlangen. Gebt aufrichtig, zum Wohle der leidenden Armen. Lasst im Gebet die Seele mit Gott kommunizieren. Geht beim Fasten nicht mit gesenktem Kopf und einem Herzen voller Gedanken an euch selbst… Wer sich Gott am vorbehaltlosesten hingibt, wird ihm den annehmbarsten Dienst erweisen. Denn durch die Gemeinschaft mit Gott werden die Menschen zu Mitarbeitern Gottes, indem sie seinen Charakter in der Menschheit verkörpern.

      Der Dienst, der aus aufrichtigem Herzen geleistet wird, hat einen großen Lohn. „Dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.“ Durch das Leben, das wir durch die Gnade Christi führen, wird der Charakter geformt. Die ursprüngliche Lieblichkeit beginnt, der Seele wiedergegeben zu werden. Die Eigenschaften des Charakters Christi werden vermittelt, und das Bild des Göttlichen beginnt zu leuchten. Die Gesichter der Männer und Frauen, die mit Gott wandeln und arbeiten, drücken den Frieden des Himmels aus. Sie sind von der Atmosphäre des Himmels umgeben. Für diese Seelen hat das Reich Gottes begonnen. Sie haben die Freude Christi, die Freude, ein Segen für die Menschheit zu sein. Sie haben die Ehre, für den Dienst des Meisters angenommen zu sein; man vertraut ihnen, sein Werk in seinem Namen zu tun. (Das Leben Jesu, 311-312)

      Ellen G. White


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    • Jan. 20th„Der neue Flicken“ – Es geht um Identität

      Wenn Jesus von einem neuen Flicken auf einem alten Kleidungsstück und von neuem Wein in alten Weinschläuchen spricht, lehrt er nicht, dass man etwas verbessern soll. Er verkündet vielmehr, dass etwas ersetzt werden muss. Diese Parabel wird oft zu einer Lektion über Ausgewogenheit oder Weisheit abgeschwächt, aber Jesus tut etwas viel Radikaleres. Er erklärt, dass das alte System nicht repariert, verstärkt oder verbessert werden kann. Es muss vollständig hinter sich gelassen werden.

      Jesus sagt: „Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Stück ungeschrumpftem Stoff, denn der Flicken reißt vom Kleid ab und es entsteht ein noch schlimmerer Riss“ (Matthäus 9,16, ESV). Das Problem ist nicht der Stoff. Der neue Stoff ist gut. Das Problem ist das Kleidungsstück. Das alte Kleidungsstück ist bereits gedehnt, verwittert und durch die Zeit geformt worden. Wenn der neue Stoff zu schrumpfen beginnt, legt er offen, was bereits zerbrechlich war. Die Gnade verursacht den Riss nicht. Die Gnade offenbart ihn.

      Hier ist die Offenbarung, die die meisten Menschen übersehen. Jesus warnt die Menschen nicht davor, Traditionen zu vermischen. Er offenbart, dass Gnade immer die Leistung stört. Wenn man das vollendete Werk Christi in ein System einführt, das auf Anstrengung, Streben und Selbstgerechtigkeit aufgebaut ist, sind Spannungen unvermeidlich. Nicht weil Gnade hart ist, sondern weil das alte System nicht flexibel ist. Es kann sich nicht dehnen. Es kann Freiheit nicht überleben.

      Dann vertieft Jesus das Bild. „Auch wird neuer Wein nicht in alte Weinschläuche gefüllt. Wenn man das tut, platzen die Schläuche, der Wein wird verschüttet und die Schläuche werden zerstört“ (Matthäus 9,17, ESV). Wein steht in der Schrift oft für Leben, Freude und das Wirken des Heiligen Geistes. Neuer Wein ist lebendig. Er dehnt sich aus. Er gärt. Alte Weinschläuche waren steif, spröde und bereits bis zum Maximum gedehnt. Sie waren für eine frühere Füllung konzipiert, nicht für eine lebendige.

      Dies ist keine Botschaft über Verhaltensänderung. Es ist eine Botschaft über Identität. Der alte Weinschlauch steht für die alte Art, durch Gesetz, eigene Anstrengung und religiöse Verpflichtung mit Gott in Beziehung zu treten. Der neue Wein steht für das Leben Christi selbst, das durch das vollendete Werk am Kreuz in den Gläubigen gegossen wurde. Man kann das Leben der Auferstehung nicht in einem System einschließen, das auf Leistung ausgerichtet ist.

      Hier kommt der Friede ins Spiel. Viele Gläubige haben das Gefühl, dass sie versagen, weil sie dem religiösen Druck nicht standhalten können. Sie versuchen, Gnade mit Gesetz zu verbinden. Sie versuchen, Freude in Verpflichtung zu gießen. Sie fragen sich, warum die Dinge immer wieder zerreißen oder platzen. Jesus sagt sanft: Das Problem bist nicht du. Das Problem ist der Behälter. Du warst nie dazu bestimmt, das Leben Christi in einem System der Selbstaufrechterhaltung zu tragen.

      Jesus schließt mit den Worten: „Aber neuer Wein wird in neue Weinschläuche gefüllt, und so bleiben beide erhalten“ (Matthäus 9,17, ESV). Neue Weinschläuche sind weich. Sie sind flexibel. Sie dehnen sich mit dem aus, was sie enthalten. Das geschieht, wenn Gerechtigkeit als Geschenk empfangen wird und nicht durch Anstrengung erreicht wird. Gnade schafft Kapazität. Ruhe schafft Raum. Gewissheit ermöglicht es dem Leben Christi, ohne Angst vor einem Bruch zu wachsen.

      Das vollendete Werk Jesu kam nicht, um dem alten Ich zu helfen, sich besser zu verhalten. Es kam, um ein völlig neues Ich zu schaffen. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“ (2. Korinther 5,17, ESV). Ein neues Leben erfordert einen neuen Behälter. Keine geflickte Identität. Keine verstärkte Denkweise. Eine völlig neue Art des Seins.

      Die Anwendung ist befreiend und klar. Hören Sie auf, Gnade in alte Erwartungen zu pressen. Hören Sie auf, die Freude Christi in ein von Angst getriebenes Christentum zu gießen. Lassen Sie das Bedürfnis los, das zu bewahren, was Jesus gekommen ist, um zu erfüllen und zu ersetzen. Nehmen Sie den neuen Weinschlauch an, den Gott Ihnen in Christus bereits gegeben hat. Wenn Sie das tun, wird das Leben Jesu Sie nicht belasten. Es wird Sie stärken.

      Neuer Wein gehört in neue Weinschläuche. Und Sie sind bereits neu gemacht worden.


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    • Jan. 20thDer verlorene Sohn – hatte bereits alles verloren, bevor er das Haus des Vaters verließ

      Die Parabel in Lukas 15,11–32, die gemeinhin als „Der verlorene Sohn“ bezeichnet wird, wird oft als eine Geschichte über das Weggehen und die Rückkehr gelesen. Der jüngere Sohn geht fort, verschleudert sein Erbe, gerät in Not und kehrt schließlich nach Hause zurück.

      Diese Entwicklung ist real und wichtig.

      Aber der Text lädt uns ein, etwas

      Leiseres und Beunruhigenderes zu bemerken: Die Verlorenheit des jüngeren

      Sohnes begann nicht in dem fernen Land.

      Sie begann, als er noch unter dem Dach seines Vaters lebte.

      Jesus leitete die Geschichte ohne Drama ein.

      „Es war einmal ein Mann, der hatte zwei Söhne.“

      Die Kulisse ist gewöhnlich und vertraut.

      Aber als der jüngere Sohn

      seinen Anteil am Erbe verlangt,

      hat diese Forderung eine Bedeutung, die

      wir modernen Leser leicht übersehen können.

      In der Antike wurde das Erbe

      erst nach dem Tod des Vaters ausgezahlt.

      Früh darum zu bitten, war nicht einfach nur ungeduldig,

      es war in Bezug auf die Beziehung gewalttätig und absichtlich provokativ.

      Es war eine Art zu sagen: Ich will das, was du gibst, nicht dich selbst.

      Tatsächlich wollte der Sohn so leben, als

      wäre sein Vater bereits verstorben.

      Nichts im Text deutet darauf hin, dass der Sohn

      misshandelt, vernachlässigt oder zum Weggehen gezwungen wurde.

      Seine Forderung entspringt nicht aus Leid

      sondern aus Unruhe.

      Er ist von Versorgung umgeben

      und doch innerlich vom Geber losgelöst.

      Noch bevor er sich auf den Weg macht

      hat sich sein Herz bereits vom Vater entfernt.

      Dies ist die erste Form der Verlorenheit, die Jesus offenbart

      Trennung ohne Distanz.

      Der Sohn ist physisch nah, aber emotional weit entfernt.

      Er lebt physisch im Haus seines Vaters,

      aber er lebt nicht mit seinem Herzen bei seinem Vater.

      Er kennt die Ressourcen des Haushalts,

      aber nicht die Freude der Gemeinschaft dort.

      Sein Wunsch nach Autonomie, nach einem Leben nach seinen eigenen Vorstellungen,

      hat bereits Vertrauen und Zugehörigkeit verdrängt.

      Als der Vater ihm das Erbe gewährt,

      gibt die Schrift keinen Kommentar dazu.

      Es gibt keine Zurechtweisung, keine Erklärung,

      keinen Widerstand.

      Für mich ist dieses Schweigen des Vaters bemerkenswert.

      Liebe zwingt in diesem Gleichnis nicht.

      Der Vater erlaubt dem Sohn, das zu nehmen, was er verlangt,

      obwohl es beide teuer zu stehen kommt.

      Der Sohn geht, aber er geht bereits verloren.

      Das ferne Land macht nur sichtbar, was bereits wahr war.

      Die Hungersnot schafft nicht seine Leere, sie legt sie bloß.

      Als das Geld aufgebraucht ist und der Hunger einsetzt,

      beginnt der Sohn endlich, sich selbst klar zu sehen.

      „Er kam zu sich selbst“, heißt es in der Bibel.

      Das ist nicht nur Bedauern über die Folgen,

      sondern ein Moment des Erwachens.

      Er erkennt, dass selbst die Tagelöhner

      im Haus seines Vaters besser leben als er jetzt.

      Zum ersten Mal erinnert er sich an seinen Vater

      nicht als Quelle des Reichtums, sondern als Quelle des Lebens.

      Doch selbst in seiner Reue ist sein Verständnis nur teilweise vorhanden.

      Er probt eine Rede, in der es um Wert und Status geht:

      „Ich bin nicht mehr würdig … mach mich zu einem deiner Knechte.“

      Er denkt immer noch in Kategorien des Verdienens,

      nicht in Kategorien des Empfangens einer Beziehung.

      Er plant seine Rückkehr, aber er kann sich keine Wiederherstellung vorstellen.

      Die Reaktion des Vaters definiert die gesamte Geschichte neu.

      Er sieht den Sohn aus der Ferne, nicht weil der Sohn

      sich seine Rückkehr verdient hat, sondern weil

      der Vater die ganze Zeit zugesehen hat.

      Er rennt, umarmt ihn und stellt ihn wieder her.

      Es gibt keine Befragung, keine Bewährungszeit.

      Das Gewand, der Ring und das Festmahl

      sind keine Belohnungen für verbessertes Verhalten,

      sondern Bekundungen der Sohnschaft.

      Der Vater empfängt keinen Diener,

      der seine Lektion gelernt hat.

      Er empfängt einen Sohn, der immer sein Sohn war,

      auch als er verloren war.

      An dieser Stelle geht die Parabel still über

      den jüngeren Sohn hinaus und hin zu ihrem tieferen theologischen Horizont.

      Verlorenheit, so suggeriert Jesus,

      hat nicht in erster Linie mit Geografie oder Moral zu tun.

      Es geht um Beziehungen.

      Man kann sich in der Nähe heiliger Dinge befinden

      und dennoch weit vom Herzen des Vaters entfernt sein.

      Man kann inmitten von Segnungen leben

      und dennoch vom Segner losgelöst sein.

      Die Reise des jüngeren Sohnes nach außen offenbarte lediglich

      das, was innerlich bereits geschehen war.

      Die evangelische Klarheit der Parabel liegt hierin:

      Wiederherstellung wird nicht durch die Rückkehr an den richtigen Ort erreicht,

      sondern dadurch, dass man von der richtigen Person empfangen wird.

      Die Liebe des Vaters geht der Reue voraus,

      überholt das Bekenntnis und stellt wieder her,

      bevor der Sohn zu Ende gesprochen hat.

      Die Gnade unterbricht das Drehbuch.

      Und still, ohne Zwang, weist die Geschichte über sich selbst hinaus.

      Jesus erzählt dieses Gleichnis auf dem Weg zum Kreuz

      wo ein anderer Sohn die Gegenwart des Vaters verlassen wird

      nicht in Rebellion, sondern in Gehorsam.

      Im Gegensatz zum jüngeren Sohn

      wird er nicht nach Unabhängigkeit streben.

      Er wird seine Rechte nicht einfordern.

      Er wird in das ferne Land der menschlichen Sünde

      und des Leidens eintreten, um die Verlorenen nach Hause zu bringen.

      Wo der verlorene Sohn den Reichtum seines Vaters verschleuderte

      wird Christus sich selbst hingeben.

      Wo der Sohn zurückkehrte in der Hoffnung, ein Diener zu sein,

      wird Christus viele zu wahren Söhnen machen.

      Das Gleichnis endet ungelöst und lädt zum Nachdenken ein.

      Aber seine zentrale Wahrheit bleibt bestehen: Die gefährlichste

      Form der Verlorenheit findet sich nicht immer in offensichtlicher Rebellion.

      Manchmal findet sie sich in stiller Distanz, in vertrauten Routinen

      und in Herzen, die die Gaben des Vaters ohne den Vater selbst wollen.

      Und doch bleibt die größere Wahrheit bestehen: Der Vater rennt.


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 20th“Denkt an Lots Frau“

      Lots Frau taucht in der Heiligen Schrift nur für einen kurzen Moment auf.

      Es gibt keine Aufzeichnungen über ihre Worte.

      Keine lange Geschichte.

      Keine Erklärung.

      Nur eine Handlung.

      „Sie blickte zurück.“ (Genesis 19:26)

      Die meisten Menschen nehmen an, dass sie sich umdrehte, weil sie die Stadt liebte. Dass sie Sodom vermisste. Dass sie sich nach dem Leben sehnte, das sie hinter sich ließ.

      Aber die Heilige Schrift sagt das nie.

      Sie sagt uns nur, dass sie zurückblickte.

      Und dieses Detail ist wichtig.

      Der Befehl war klar.

      „Schau nicht zurück. Halte nicht an.“

      Denn es ging nicht um Geografie.

      Es ging um die Richtung.

      Zurückzuschauen war keine Nostalgie.

      Es war Zögern.

      Es offenbarte ein geteiltes Herz.

      Lots Frau verließ Sodom physisch, aber innerlich hatte sie noch nicht vollständig losgelassen. Ihr Körper bewegte sich vorwärts, aber ihr Herz war immer noch an das gebunden, was Gott bereits gerichtet hatte.

      Das ist die stille Warnung in ihrer Geschichte.

      Das Gericht hielt sie nicht auf.

      Das Feuer hielt sie nicht auf.

      Die Dringlichkeit hielt sie nicht auf.

      Ihre Bindung tat es.

      Sie drehte sich nicht um und rannte nicht weg.

      Sie hielt lange genug inne, um zurückzuschauen.

      Und das reichte aus.

      Jesus erwähnt sie später mit einem einzigen Satz:

      „Denkt an Lots Frau.“ (Lukas 17,32)

      Das ist bemerkenswert.

      Jesus sagte nicht: „Denkt an Sodom.“

      Er sagte: „Denkt an Lots Frau.“

      Warum?

      Weil es in ihrer Geschichte nicht um böse Städte geht.

      Es geht um unvollendete Hingabe.

      Lots Frau steht für eine Gefahr, an die viele Gläubige nie denken.

      Die Sünde hinter sich zu lassen, ohne die Anhaftung loszulassen.

      Äußerlich zu gehorchen, während man innerlich sehnt.

      Vorwärts zu gehen, während man heimlich trauert um das, was Gott weggenommen hat.

      Das macht ihre Geschichte so unangenehm.

      Sie rebellierte nicht offen.

      Sie gehorchte … teilweise.

      Und teilweiser Gehorsam, gepaart mit anhaltender Bindung, kann das Herz dennoch verhärten.

      Hier liegt eine tiefere Wahrheit.

      Gottes Befreiung erfordert Orientierung, nicht nur Bewegung. Bei der Erlösung geht es nicht nur darum, dem zu entkommen, was dich zerstört hat. Es geht darum, es vollständig loszulassen.

      Lots Frau starb nicht, weil sie langsam war.

      Sie starb, weil sie hin- und hergerissen war.

      Hin- und hergerissen zwischen dem, wovor Gott sie rettete, und dem, woran sie noch festhalten wollte.

      Für uns Gläubige heute konfrontiert uns diese Geschichte stillschweigend.

      Worauf blicken wir noch zurück?

      Wovon hat Gott uns eindeutig befreit, aber unser Herz kehrt immer noch dorthin zurück?

      Welcher Komfort, welche Identität oder welche Zeit aus der Vergangenheit konkurriert noch immer mit dem Gehorsam?

      Hier geht es nicht um Scham.

      Es geht um Klarheit.

      Gott verlangt nicht von uns, die Vergangenheit zu vergessen.

      Er verlangt von uns, nicht mit dem Blick darauf zu leben.

      Denn man kann sich nicht auf das Leben zubewegen, wenn man auf das starrt, was Gott bereits gerichtet hat.

      Aber hier ist die Ermutigung.

      Bewusstsein ist Gnade.

      Wenn dies Unbehagen hervorruft, bedeutet das, dass Gott zu tieferer Freiheit einlädt. Er versucht nicht, dir die Freude zu nehmen. Er versucht, dich davor zu bewahren, zwischen zwei Welten festzustecken.

      Die Warnung Jesu ist sanft, aber bestimmt.

      Lebe nicht halbherzig.

      Der Glaube erfordert volle Ausrichtung.

      Volle Hingabe.

      Volles Vertrauen darauf, dass das, wohin Gott dich führt, besser ist als das, was er dich zurücklassen lässt.

      Verlasse nicht nur die Stadt.

      Löse dich von deiner Bindung.

      Denn die Zukunft, die Gott vorbereitet, kann nicht betreten werden, solange dein Herz zurückblickt. 🙏🏼

      @topfans

      Credits an: #saltandshutter Salt And Shutter


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 20thJesus und Frauen als Jünger

      Maria von Bethanien sitzt als Jüngerin

      (Lukas-Evangelium 10,38–42)

      Als Jesus mit seinen Jüngern unterwegs war, kam er in ein Dorf, wo ihn zwei Schwestern, Martha und Maria, in ihrem Haus willkommen hießen. Einen Rabbi zu beherbergen war eine große Verantwortung. Gastfreundschaft war keine Option, sondern eine Selbstverständlichkeit, insbesondere für Frauen. Martha übernahm sofort die Vorbereitungen und sorgte dafür, dass das Haus und das Essen ihrem Gast würdig waren.

      Maria traf jedoch eine Entscheidung, die stillschweigend gegen die kulturellen Normen verstieß.

      Anstatt beim Servieren zu helfen, setzte sie sich zu Jesu Füßen und lauschte seinen Lehren. Diese Haltung war zutiefst symbolisch. Zu Füßen eines Rabbiners zu sitzen bedeutete, ein Jünger zu werden – ein Schüler, der unter einem Lehrer lernt. In der jüdischen Welt des ersten Jahrhunderts war diese Position fast immer Männern vorbehalten. Von Frauen wurde erwartet, dass sie im Hintergrund dienten und nicht im Vordergrund lernten.

      Maria entschied sich für das Lernen statt für die Arbeit.

      Als Martha von den Anforderungen des Gastgebens überwältigt wurde, machte sich Frustration breit. Sie fühlte sich verlassen und unbeachtet, ging zu Jesus und sagte: „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein bedienen lässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen.“ Martha erwartete, dass Jesus die Tradition bekräftigen und Maria zu ihren Pflichten zurückschicken würde.

      Stattdessen antwortete Jesus sanft, aber bestimmt:

      „Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge, aber eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das ihr nicht genommen werden wird.“

      Mit dieser Antwort tat Jesus etwas Radikales. Er beschämte Martha nicht dafür, dass sie diente, sondern weigerte sich, den Dienst als wertvoller anzusehen als die Nachfolge. Er bekräftigte öffentlich Marias Recht, zu sitzen, zuzuhören und zu lernen – und stellte damit ihre spirituelle Entwicklung über kulturelle Erwartungen.

      Die Worte Jesu offenbarten eine tiefere Wahrheit: Die Nähe zu Gott wird nicht an der Geschäftigkeit gemessen. Anwesenheit ist wichtiger als Leistung. Indem er Maria verteidigte, erklärte Jesus, dass Frauen nicht nur an seinen Füßen willkommen waren – sie gehörten dorthin.

      Dieser Moment veränderte die Frömmigkeit selbst. Marias Entscheidung bedeutete nicht, dass sie ihre Verantwortung vernachlässigte, sondern dass sie erkannte, was nicht ersetzt werden konnte. Der Dienst würde immer da sein. Die Zeit zu Jesu Füßen hingegen nicht.


      by Jule with 1 comment
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      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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