
Deine Sicht auf Gott würde sich ändern, wenn du dieses Wort verstehen würdest.
Viele Gläubige haben das Gefühl, dass sie immer auf dem Weg sind, aber nie am Ziel ankommen. Sie lieben Gott, sie dienen ihm treu, sie streben nach Wachstum, doch tief in ihrem Inneren haben sie das leise Gefühl, dass sie noch nicht ganz angekommen sind. Noch immer reifend. Noch immer unvollständig. Noch immer im Prozess. Das christliche Leben kann sich wie eine endlose Leiter der Verbesserung anfühlen, auf der das Ziel immer nur einen Schritt weiter entfernt zu sein scheint. Nicht weil die Menschen nicht an Gnade glauben, sondern weil ihnen beigebracht wurde, Wachstum als Beweis für Wert zu interpretieren.
Das griechische Wort teleioō und das damit verbundene Substantiv teleiotēs werden oft mit „vollkommen gemacht” oder „Reife” übersetzt, besonders im Hebräerbrief. Aber im Englischen klingt das nach moralischer Makellosigkeit oder allmählicher Verbesserung. Das ist nicht die Bedeutung des Wortes. Teleioō bedeutet, etwas zu seinem beabsichtigten Ende zu bringen, es zu vollenden, seinen Zweck vollständig zu erfüllen. Es geht nicht darum, besser zu werden. Es geht darum, fertig zu sein. Wenn im Hebräerbrief steht, dass Gläubige „vollendet“ worden sind, beschreibt das nicht ihr Verhalten. Es beschreibt ihren Status. Das Werk hat sein beabsichtigtes Ziel erreicht.
Hebräer 10,14 sagt es ganz klar: „Denn durch ein einziges Opfer hat er für immer diejenigen vollendet, die geheiligt werden” (Hebräer 10,14, ESV). Dieser Vers vereint zwei Realitäten, die die Religion oft trennt. In Christus bist du bereits vollendet worden. Gleichzeitig wirst du geheiligt. Das eine sagt etwas darüber aus, wer du bist. Das andere sagt etwas darüber aus, wie du wächst. Der falsche Glaube, den dieses Wort widerlegt, ist die Vorstellung, dass sich deine Stellung vor Gott verbessert, wenn du reifer wirst. Teleioō erklärt, dass deine Stellung in dem Moment vollendet wurde, als Jesus sich selbst opferte. Wachstum bringt dich nicht näher an die Annahme. Wachstum entspringt der Annahme.
Wenn dieses Wort missverstanden wird, verwechseln Gläubige Fortschritt mit Identität. Sie messen ihre Nähe zu Gott an ihrer Beständigkeit. Sie interpretieren Kämpfe als Distanz. Sie leben mit einem inneren Druck, beweisen zu müssen, dass sie sich genug verändern, um Gott zu gefallen. Aber teleioō nimmt diesen Druck komplett weg. Es sagt uns, dass Heiligung nicht der Prozess ist, für Gott akzeptabel zu werden. Es ist der Prozess, zu lernen, aus der bereits vorhandenen Akzeptanz heraus zu leben.
Das Verständnis dieses Wortes verändert die Sichtweise auf sich selbst. Man hört auf, sein Leben als ein spirituelles Renovierungsprojekt zu sehen, das Gott toleriert, bis es fertig ist. Man erkennt, dass in Christus das Werk, das den eigenen Wert bestimmt, bereits vollendet ist. Gott formt dich nicht, damit er dich endlich gutheißen kann. Er formt dich, weil er das bereits tut. Gnade wird beständig. Wachstum wird zu Freude. Und Gehorsam wird zu einer Antwort auf Liebe, nicht zu einer Voraussetzung dafür.
Du wächst nicht hin zur Vollendung.
Du wächst aus der Vollendung heraus.
Das ist das vollendete Werk Jesu Christi.
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Your view of God would change if you understood this word.
Many believers feel like they are always becoming, but never arriving. They love God, they serve faithfully, they pursue growth, yet there is a quiet sense that they are still not quite there. Still maturing. Still incomplete. Still in process. The Christian life can begin to feel like an endless ladder of improvement, where the goal always seems just one step ahead. Not because people don’t believe in grace, but because they’ve been taught to interpret growth as proof of worth.
The Greek word teleioō and its related noun teleiotēs are often translated as “made perfect” or “maturity,” especially in Hebrews. But English makes this sound like moral flawlessness or gradual improvement. That is not what the word means. Teleioō means to bring something to its intended end, to complete it, to fully accomplish its purpose. It is not about becoming better. It is about being finished. When Hebrews says believers have been “made perfect,” it is not describing behavior. It is describing status. The work has reached its intended conclusion.
Hebrews 10:14 says it plainly. “For by a single offering he has perfected for all time those who are being sanctified” (Hebrews 10:14, ESV). This verse holds two realities together that religion often separates. In Christ, you have already been perfected. At the same time, you are being sanctified. One speaks to who you are. The other speaks to how you grow. The false belief this word dismantles is the idea that your standing with God improves as you mature. Teleioō declares that your standing was completed the moment Jesus offered Himself. Growth does not move you closer to acceptance. Growth flows from acceptance.
When this word is misunderstood, believers confuse progress with identity. They measure closeness to God by consistency. They interpret struggle as distance. They live with an internal pressure to prove they are changing enough to be pleasing. But teleioō removes that pressure entirely. It tells us that sanctification is not the process of becoming acceptable to God. It is the process of learning to live from the acceptance that already exists.
Understanding this word changes how you see yourself. You stop seeing your life as a spiritual renovation project that God is tolerating until it’s finished. You realize that in Christ, the work that determines your worth is already complete. God is not shaping you so He can finally approve of you. He is shaping you because He already does. Grace becomes stable. Growth becomes joyful. And obedience becomes a response to love, not a requirement for it.
You are not growing toward completion.
You are growing from completion.
That is the finished work of Jesus Christ.