
In Johannes 16,33 steht: „Ich habe euch das gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt werdet ihr Bedrängnis haben. Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“
Wenn du gerade die schwierigste Zeit deines Lebens durchmachst, dann sind diese Worte für dich bestimmt. Jesus hat das nicht aus einer Position der Bequemlichkeit und Leichtigkeit heraus gesagt. Er hat es in der Nacht vor seinem Tod am Kreuz gesagt. Er wusste, dass Verrat bevorstand. Er wusste, dass Schmerz bevorstand. Er wusste, dass seine Freunde verwirrt und erschüttert sein würden. Und doch sprach er in diesem zerbrechlichen Moment von Frieden.
Er tut nicht so, als gäbe es keine Bedrängnis. Er sagt ganz klar: „In der Welt habt ihr Bedrängnis.“ Das bedeutet, dass deine Schwierigkeiten kein Zeichen dafür sind, dass du Gott enttäuscht hast. Sie sind kein Beweis dafür, dass du dir von ihm entfernt hast. Sie sind kein Beweis dafür, dass dein Glaube schwach ist. Schwierige Zeiten sind keine göttliche Ablehnung. Sie gehören zum Leben in einer Welt, die noch auf ihre vollständige Wiederherstellung wartet.
Aber dann kommt der Satz, der alles verändert: „In mir habt ihr Frieden.“ Nicht in perfekten Umständen. Nicht in Antworten. Nicht in Kontrolle. In ihm. Frieden bedeutet nicht, dass der Sturm verschwindet. Es ist die Gegenwart Jesu inmitten des Sturms. Es ist die stille Gewissheit, dass selbst wenn sich alles um dich herum unsicher anfühlt, derjenige, der dich hält, es nicht ist.
Und dann sagt er: „Seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Er sagt nicht, dass du sie allein überwinden musst. Er sagt nicht, dass der Sieg von deiner Stärke abhängt. Er sagt, dass er es bereits getan hat. Das Kreuz sah wie eine Niederlage aus, aber es war der Sieg der Liebe. Das Grab sah endgültig aus, aber es war nur ein Tor zur Auferstehung. Das Schlimmste, was die Welt entfesseln konnte, wurde von Christus aufgenommen und durch seine Auferstehung zunichte gemacht.
Gnade bedeutet Folgendes: Der Druck, den du spürst, ist nicht größer als der Sieg, den Er errungen hat. Deine Tränen werden nicht ignoriert. Deine Fragen sind für Ihn nicht beleidigend. Er ist nicht enttäuscht von deiner Schwäche. Er ist dir nahe. Er ist nicht genervt von deiner Erschöpfung. Er trägt sie.
Wenn du das Gefühl hast, dass du dich kaum noch aufrecht halten kannst, hör dir das bitte ganz ruhig an. Du hältst dich nicht selbst aufrecht. Er hält dich aufrecht. Sein Friede ist nicht zerbrechlich. Er zerbricht nicht, wenn die Umstände erschüttert werden. Er entspringt einem vollendeten Werk. Weil Er die Welt überwunden hat, hat die Welt nicht das letzte Wort über dein Leben.
Die Dunkelheit, durch die du gehst, ist nicht stärker als das Licht, das aus dem Grab hervorkam. Die Trauer, die du empfindest, ist nicht tiefer als die Liebe, die dich erwählt hat. Die Angst, die dir nachts zuflüstert, ist nicht lauter als die Stimme, die sagte: „Es ist vollbracht.“
Sei getrost. Nicht weil der Sturm klein ist. Sondern weil dein Retter stark ist. Nicht weil du den ganzen Weg sehen kannst. Sondern weil der, der überwunden hat, ihn mit dir geht. Sein Friede ist nichts, was du dir verdienen musst. Er ist etwas, das du empfängst. Und selbst jetzt, mitten in dieser schwierigen Zeit, umgibt dich sein Friede wie feste Hände, die dich nicht loslassen wollen.
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