
Jesus wurde nicht hingerichtet, weil er gütig war. Er wurde nicht gekreuzigt, weil er den Armen half, die Kranken heilte oder Liebe predigte. Rom kreuzigte keine Morallehrer. Was Jesus das Leben kostete, waren seine Worte, seine konkreten, bewussten, unausweichlichen Aussagen, die jede Autorität im Raum zwangen, eine Entscheidung zu treffen.
Der Moment, der alles veränderte, war, als Jesus sagte: „Ich bin.“
Für moderne Ohren mag das poetisch klingen. Für die jüdischen Führer des ersten Jahrhunderts war es explosiv. Als Jesus erklärte: „Bevor Abraham war, bin ich“, sprach er nicht metaphorisch. Er berief sich auf den göttlichen Namen, der Mose am brennenden Dornbusch offenbart worden war, den selbstexistierenden Gott. Die Reaktion kam sofort. Sie griffen zu Steinen. Sie wussten genau, was er behauptete.
Bei seinem Prozess vor dem Hohepriester Kaiphas wurde Jesus direkt gefragt, ob er der Messias, der Sohn Gottes, sei. Seine Antwort besiegelte das Urteil. Er erklärte, dass sie „den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen“ sehen würden. Kaiphas zerriss seine Gewänder. Nach jüdischem Recht war das Gotteslästerung. Gott, der sich in menschliche Gestalt versetzte und göttliche Autorität beanspruchte.
Aber Gotteslästerung allein reichte nicht aus, um eine Hinrichtung zu rechtfertigen. Der Sanhedrin hatte unter römischer Herrschaft keine Macht, ein Todesurteil zu vollstrecken. Also formulierten sie die Anklage um. Jesus behauptete nicht nur, göttlich zu sein. Er beanspruchte auch die Königswürde.
Als er vor Pontius Pilatus gebracht wurde, änderte sich die Anklage. „Bist du der König der Juden?“ Jesus leugnete es nicht. „Du sagst es“, antwortete er. Er stellte klar, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei, aber dieser Unterschied spielte keine Rolle. Jeder, der das Königtum für sich beanspruchte, war nach römischer Definition ein Rivale des Kaisers.
Die Ironie ist offensichtlich. Jesus sagte offen die Wahrheit, und diese Wahrheit war es, die ihn verurteilte. Er verteidigte sich nicht. Er wich nicht zurück. Er milderte seine Behauptung nicht ab. Er ließ das Gewicht seiner Identität für sich sprechen.
Selbst am Kreuz hatten seine Worte Bedeutung. Er vergab seinen Henkern. Er versprach einem sterbenden Verbrecher das Paradies. Er vertraute seine Mutter Johannes an. Er schrie in seiner Verlassenheit und erfüllte damit die Prophezeiung. Er erklärte: „Es ist vollbracht“, nicht als Niederlage, sondern als Vollendung. Und schließlich gab er seinen Geist auf, nicht weil er ihm genommen wurde, sondern weil er ihn gab.
Jesus wurde nicht wegen vager Spiritualität getötet. Er wurde hingerichtet, weil er behauptete, Gott zu sein, und sich weigerte, diese Behauptung zurückzunehmen. Das Kreuz war kein Unfall. Es war der Preis, den die Wahrheit für die Kollision mit der Macht zahlen musste.
Und die Frage, die seine Worte damals aufwarfen, ist dieselbe, die sie auch heute noch aufwerfen. Wenn Jesus wirklich „ICH BIN“ ist, ist Neutralität unmöglich. Jesus ist Gott, weil Jesus NICHT lügen konnte. Er war der, der er zu sein behauptete.
This entry was posted in Fundstücke, Gemeinsam die Bibel in einem Jahr lesen by Jule with 1 commentDu musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Jesus was not executed for being kind. He was not crucified for helping the poor, healing the sick, or preaching love. Rome did not crucify moral teachers. What got Jesus killed were His words, specific, deliberate, unavoidable claims that forced every authority in the room to make a decision.
The moment that changed everything was when Jesus said, “I AM.”
To modern ears, it can sound poetic. To first century Jewish leaders, it was explosive. When Jesus declared, “Before Abraham was, I AM,” He was not speaking in metaphor. He was invoking the divine name revealed to Moses at the burning bush, the self existent God. The reaction was immediate. They picked up stones. They knew exactly what He was claiming.
At His trial before the High Priest Caiaphas, Jesus was asked directly if He was the Messiah, the Son of God. His response sealed the verdict. He declared that they would see “the Son of Man seated at the right hand of Power and coming on the clouds of heaven.” Caiaphas tore his robes. In Jewish law, this was blasphemy. God placing Himself in human flesh and claiming divine authority.
But blasphemy alone could not secure an execution. The Sanhedrin had no power to carry out a death sentence under Roman rule. So they reframed the charge. Jesus was not just claiming divinity. He was claiming kingship.
When brought before Pontius Pilate, the accusation shifted. “Are you the King of the Jews?” Jesus did not deny it. “You have said so,” He replied. He clarified that His kingdom was not of this world, but that distinction did not matter. Anyone claiming kingship was, by Roman definition, a rival to Caesar.
The irony is sharp. Jesus told the truth plainly, and the truth was what condemned Him. He did not defend Himself. He did not retreat. He did not soften the claim. He let the weight of His identity stand on its own.
Even on the cross, His words carried meaning. He forgave His executioners. He promised paradise to a dying criminal. He entrusted His mother to John. He cried out in abandonment, fulfilling prophecy. He declared, “It is finished,” not as defeat, but as completion. And finally, He surrendered His spirit, not because it was taken, but because He gave it.
Jesus was not killed for vague spirituality. He was executed because He claimed to be God and refused to take it back. The cross was not an accident. It was the cost of truth colliding with power.
And the question His words forced then is the same one they force now. If Jesus truly is “I AM,” neutrality is impossible. Jesus is God, because Jesus could NOT lie. He was who he said he was.
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