
Viele Gläubige vertrauen Gott für heute, sind sich aber hinsichtlich der Zukunft unsicher. Sie glauben, dass Jesus sie gerettet hat, fragen sich aber insgeheim, ob sie durchhalten werden. Sie lieben Gott, fürchten sich aber vor sich selbst. Was, wenn ich abdrifte? Was, wenn ich zu oft versage? Was, wenn ich es nicht gut zu Ende bringe? Diese Angst klingt normalerweise nicht dramatisch. Sie klingt praktisch. Sie tarnt sich als Demut und Vorsicht. Aber darunter verbirgt sich der subtile Glaube, dass die Zukunft unseres Glaubens mehr von unserer Beständigkeit als von Gottes Treue abhängt.
Das griechische Wort bebaiós kommt in Passagen wie Hebräer 6 und 2. Petrus 1 vor und wird oft mit „sicher”, „fest” oder „bestätigt” übersetzt. Aber bebaiós ist keine emotionale Gewissheit. Es ist ein juristischer Begriff. Es bedeutet etwas, das ratifiziert, validiert und unwiderruflich verbindlich gemacht wurde. In rechtlichen und vertraglichen Kontexten konnte etwas, das einmal für bebaiós erklärt worden war, nicht mehr annulliert werden. Es war entschieden. Endgültig. Durchsetzbar. Die Schrift verwendet dieses Wort, um Gottes Verheißungen, Gottes Berufung und Gottes Wirken im Gläubigen zu beschreiben.
In Hebräer 6,19 heißt es: „Wir haben dies als einen sicheren und festen Anker der Seele“ (ESV). Das Wort „sicher“ ist hier bebaiós. Dieser Anker ist nicht stark, weil Sie sich daran festhalten. Er ist stark, weil er an etwas Unbeweglichem befestigt ist. Der falsche Glaube, den bebaiós widerlegt, ist die Vorstellung, dass Ihre Zukunft mit Gott ungewiss oder fragil ist. Wenn Ihre Erlösung von Ihrer Ausdauer abhinge, wäre sie fragil. Aber die Schrift sagt, dass das Werk von Gott selbst bestätigt wurde. Ihre Zukunft wird nicht bewertet. Sie ist bereits gesichert.
Wenn bebaiós missverstanden wird, leben Gläubige mit einer leichten Angst. Sie prüfen sich ständig selbst. Sie fürchten Zeiten der Schwäche. Sie interpretieren Kämpfe als Gefahr. Aber bebaiós erzählt eine andere Geschichte. Es sagt uns, dass Gott keine Beziehungen eingeht, bei denen er sich unsicher ist. Er macht keine Versprechungen, von denen er hofft, dass sie sich erfüllen werden. Was er begründet, bestätigt er. Was er bestätigt, vollendet er. Was er vollendet, bewahrt er.
Das Verständnis von bebaiós verändert Ihre Sicht auf die Zukunft. Die Zukunft fühlt sich nicht mehr wie eine Prüfung an, die Sie bestehen müssen, sondern wie ein Weg, den Gott bereits gesichert hat. Sie hören auf, sich Gedanken darüber zu machen, ob Sie es schaffen werden, und beginnen, dem Einen zu vertrauen, der es bereits geschafft hat. Gnade wird beständig. Hoffnung wird ruhig. Und Ausdauer wird zu einem Geschenk statt zu einer Last.
Ihre Zukunft mit Gott steht nicht auf der Kippe.
Sie ist durch sein Versprechen rechtlich gesichert.
Und Gott widerruft nicht, was er bestätigt hat.
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