
In Römer 8,28 (ESV) steht: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“
Dieser Vers sagt nicht, dass alles gut ist. Er sagt, dass alles zum Guten zusammenwirkt. Das ist ein Unterschied. Manche Dinge sind schmerzhaft. Manche Zeiten sind verwirrend. Manche Verluste fühlen sich unfair an. Aber diese Verheißung sagt, dass nichts in deinem Leben zufällig ist, wenn du zu Gott gehörst. Nichts ist umsonst. Nichts liegt außerhalb seiner Fähigkeit, es wieder gut zu machen.
Der Feind flüstert dir gerne eine andere Geschichte zu. Er will, dass du glaubst, die Welt sei gegen dich. Dass du vom Pech verfolgt bist. Dass jeder Rückschlag ein Beweis dafür ist, dass du Pech hast, vergessen oder ins Visier genommen bist. Er will dich in einer Opfermentalität gefangen halten, in der jedes Hindernis eine Bestätigung dafür ist, dass du niemals durchbrechen wirst. Opferdenken sagt: „Das passiert mir immer.“ Der Glaube sagt: „Gott wirkt sogar hier.“
Römer 8,28 ist keine motivierende Sprache. Es ist die Sprache des Bundes. „Wir wissen.“ Nicht wir hoffen. Nicht wir vermuten. Wir wissen. Warum? Weil die Verheißung darauf basiert, wer Gott ist, nicht darauf, wie du dich fühlst. Im selben Kapitel heißt es weiter, dass nichts dich von der Liebe Gottes in Christus Jesus trennen kann. Das bedeutet, dass der Kontext dieser Verheißung unzerbrechliche Liebe ist.
„Alle Dinge“ bedeutet die guten Tage und die schweren Tage. Die Beförderung und die Ablehnung. Der Durchbruch und die Verzögerung. Das erhörte Gebet und das, das sich unerhört anfühlt. Es umfasst sogar Fehler, die du bereust. Gott billigt Sünde nicht, aber er ist mächtig genug, um durch sie Erlösung zu wirken. Was der Feind dazu benutzt, dich zu definieren, kann Gott dazu nutzen, dich zu läutern.
Hier ist die Offenbarung, die alles verändert. Wenn du Gott liebst und nach seinem Vorsatz berufen bist, dann ist dein Leben nicht chaotisch. Es ist orchestriert. Du siehst vielleicht noch nicht das ganze Bild, aber der Himmel sieht es. Gott reagiert nicht auf deine Umstände. Er webt sie.
Die Opfermentalität sagt: „Ich habe einfach kein Glück.“ In Römer 8,28 heißt es: „Du bist in einen Plan eingebunden.“ Die Opfermentalität sagt: „Bei mir geht alles schief.“ Die Verheißung sagt: „Alles wird zum Guten.“ Die Opfermentalität konzentriert sich auf einzelne Ereignisse. Die Verheißung konzentriert sich auf das Endergebnis.
Und denk daran, diese Verheißung ist vom Heiligen Geist besiegelt. Sie ist nicht zerbrechlich. Sie verliert nicht ihre Gültigkeit, wenn du eine schlechte Woche hast. Sie ist Gottes Wort. Wenn er sagt, dass alle Dinge zum Guten zusammenwirken, dann ist selbst das, was sich wie ein Verlust anfühlt, nicht das Ende deiner Geschichte.
Das bedeutet nicht, dass du den Schmerz leugnest. Es bedeutet, dass du dich weigerst, den Schmerz über deine Zukunft bestimmen zu lassen. Du bist nicht verflucht. Du bist nicht vom Pech verfolgt. Du bist nicht verlassen. Du bist berufen. Und diese Berufung hat einen Sinn.
Lass also nicht zu, dass der Feind deine Perspektive einschränkt. Lass nicht zu, dass sich Pessimismus wie eine unveränderliche Wahrheit in deinem Herzen festsetzt. Hebe deinen Blick. Derselbe Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, wirkt gerade jetzt in deinem Leben. Derselbe Geist, der dich versiegelt hat, webt aktiv an dem, was du nicht sehen kannst.
Du bist kein Opfer deiner Umstände. Du bist ein Kind Gottes, das unter einer Verheißung steht. Und diese Verheißung besagt, dass alles, sogar dies, zu deinem Besten wirkt.
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