Gleich zu Anfang vom Bibelbuch Richter lesen wir vom „Engel des Herrn“. Achten wir mal beim Lesen bitte auf die Art, wie er spricht und vergleichen wir es mit dem, wie Engel sonst mit den Menschen sprechen:
„Der Engel des Herrn kam von Gilgal nach Bochim und sagte zu den Israeliten:
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»Ich habe euch aus Ägypten befreit und in das Land gebracht, das ich euren Vorfahren versprochen habe. Damals schwor ich, meinen Bund mit euch niemals zu brechen. Ich befahl: ›Lasst euch nicht mit den Bewohnern dieses Landes ein! Zerstört ihre Götzenaltäre!‹ Doch was habt ihr getan? Ihr habt nicht auf mich gehört! Darum werde ich diese Völker nicht mehr aus eurem Gebiet vertreiben. Stattdessen wird das eintreffen, wovor ich euch gewarnt habe: Sie werden euch großes Leid zufügen und euch mit ihren Götzen ins Verderben stürzen.«
Als der Engel des Herrn dies gesagt hatte, begannen die Israeliten laut zu weinen. Sie brachten dem Herrn Opfer dar und nannten den Ort Bochim (»Weinende«).“
Richter 2:1-5 HFA
Wenn normalerweise ein Engel oder ein Prophet stricht, heißt es immer „Jehova sagt ….“
Aber „der Engel Jehovas“ spricht hier immer in der Ich-Form, ist also Jehova selbst
Wie wir aus Johannes 1:1 wissen, wird Jesus als „das Wort“ bezeichnet und wir haben in den vergangenen Jahren beim gemeinsamen Lesen in der Bibel festgestellt, dass im AT immer von dem die Rede, den wir heute als Jesus kennen, wenn Jehova spricht
So ist es Jesus, der bei Abraham zu Besuch ist und mit ihm spricht und auch hier und bei Gideon und später bei Manoach ist es Jesus, der mit Ihnen spricht
Hier bekommen wir eine Erklärung, wenn wir sehen, was Manoach und seine Frau dachten, mit wem sie geredet hatten. Manoach hatte Angst, dass er sterben würde, denn „niemand kann Jehova sehen und dennoch leben“
„»Bitte, bleib noch da«, bat Manoach den Engel des Herrn. »Wir möchten dir einen jungen Ziegenbock zum Essen zubereiten!« Denn er wusste nicht, wen er vor sich hatte. .Weitere Gedanken gibt es in einigen Artikeln auf Thoms Seite dazu, aus denen ich euch die Hauptgedanken hier mit rein kopiereDer Engel des Herrn antwortete: »So sehr du mich auch drängst, ich werde nichts essen. Aber wenn du willst, dann bring es dem Herrn als Brandopfer dar!« »Wie heißt du?«, fragte Manoach. »Wir würden uns gern bei dir bedanken, wenn deine Ankündigung eintrifft.« Der Engel erwiderte: »Du fragst nach meinem Namen? Er ist unbegreiflich für dich!« Manoach nahm den jungen Ziegenbock sowie Brot für das Speiseopfer und verbrannte es zu Ehren des Herrn auf einem Felsblock. Da ließ Gott vor ihren Augen ein Wunder geschehen:
.Als das Feuer zum Himmel aufloderte, stieg der Engel des Herrn in der Flamme empor und verschwand. Manoach und seine Frau warfen sich erschrocken zu Boden. Es war ihre letzte Begegnung mit dem Engel des Herrn. Nun begriff Manoach, mit wem sie gesprochen hatten. »Wir müssen sterben!«, rief er. »Wir haben Gott gesehen!«“ Richter 13:15-22 HFA
Die erste Stelle in der Bibel, wo der Engel Jehovas erwähnt ist, ist bei Hagar in der Wüste:
Und der Engel Jehovas sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael (Gott hört) geben, denn Jehova hat auf dein Elend gehört. …
Da nannte sie Jehova, der zu ihr redete: Du bist ein Gott, (El) der sich schauen läßt! (O. der mich sieht; W. des Schauens) Denn sie sprach: Habe ich nicht auch hier geschaut, nachdem er sich hat schauen lassen? (W. nach dem Schauen; And üb.: Habe ich auch hier dem nachgeschaut, der mich sieht, oder gesehen hat)
Elberfelder 1871 – Gen 16,11,13
Mit wem sprach Hagar? Kannte Hagar die Stimme desjenigen, der mit ihr sprach?
Warum sprechen die Personen, die den „Engel Jehovahs“ sehen, diesen immer und immer wieder mit Jehovah an? Sind die alle zu „dumm“ zu erkennen, mit wem sie sprechen? Oft wird ja behauptet, der „Engel Jehovahs“ sei nur ein Bote, der im Auftrage Jehovahs eine Botschaft übermittelt. Gut – könnte sein. Aber mal ganz ehrlich: wenn die PostBOTIN dir einen Brief von Tante Helga gibt, sprichst du dann die Postbotin mit „Tante Helga“ an? Und warum wehrt sich der Engel nicht gegen die falsche Ansprache?
Was aber, wenn Arnold Fruchtenbaum und andere Recht haben sollten, die folgende Ansicht vertreten:
Vers 7 führt eine neue Einheit ein: Und der Engel Jehovas fand sie.
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Dies ist das erste Erscheinen des Engels Jehovas, eines sehr einzigartigen Individuums in der biblischen Aufzeichnung. Dieses Wesen wird insgesamt achtundfünfzig Mal der Engel Jehovas genannt. Er wird auch insgesamt elf Mal der Engel Gottes genannt.
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Dieser ist kein gewöhnlicher Engel; Dieser ist immer das zweite Mitglied der Triunity. Dies ist immer ein Hinweis auf den vorinkarnierten Messias.
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Rabbi Hertz erklärt in seinem Kommentar, dass der Ausdruck „Engel des Herrn“ manchmal verwendet wird, um Gott selbst zu bezeichnen. In jedem Kontext, in dem er erscheint, wird er als Engel bezeichnet. und irgendwo anders im selben Kontext wird er als Gott bezeichnet.
Und hier die wichtigsten Gedanken zu diesem Thema mit dem Engel Jehovas aus einem anderen Artikel von Thom:
Nun gibt es die Möglichkeit, die verschiedenen Theorien nach und nach beim Lesen der Bibel „durch zu testen“. Also zum Beispiel davon auszugehen, dass der „Engel Jehovahs“ im AT vielleicht „nur ein Engel“ war, oder dass er „Michael“ war, und dann dass es „Jehovah selbst“ war …usw usf… – aber wir benötigen wohl einige Jahre, um die Bibel aus den jeweiligen Blickwinkel zu lesen, und zu merken, welche der obrigen Gedankenspiele mehr Fragen aufwerfen, und dann die nur eine wahre Antwort zu finden.
Die andere Möglichkeit ist, verschiedene Kommentare und Erklärungen zu lesen – aber dabei müssen wir dann darauf achten, verschiedene Meinungen, verschiedene Auslegungen zu lesen – und dabei schon beim Lesen festzustellen, dass viele dieser Auslegungen sehr schwierig zu verstehen sind – und eben auch wieder neue Fragen aufwerfen.
Und dann gibt es die Möglichkeit sich mit anderen über die verschiedenen Auslegungsmöglichkeiten zu unterhalten.
Viel Arbeit?
Ja schon, aber wir lernen nicht nur Jehovah besser kennen, sondern wir verstehen auch, dass andere Christen vielleicht eine andere Auslegung momentan bevorzugen, ABER trotzdem Jehovah lieben können.
by Jule with no comments yetMorgen im AktivGottesdienst lesen wir Richter Kapitel 16 ab Vers 3. Wir haben uns ja in den vergangenen 3 Wochen mit Simson beeschöftigt.
Zuerst haben wir erfahren, dass auch seine Muter unfruchtbar war und nur durch ein Wunder von Gott überhaupt schwanger wurde. Wie Hanna sollte sie ihren Sohn ganz Jehova widmen, er sollte von Geburt an ein Nasiräer sein.
Im nächsten Kapitel haben wir dann erfahren, dass Simson es nicht so genau mit den Geboten Gottes nahm – aber dass Gott ihn trotzdem gebrauchte
Letzte Woche ging es darum, dass sich Jehova der Schwächen von Simson bediente, um ihn dazu zu bringen, das auszuführen, was eigentlich SEIN Plan war
Diese Woche erfahren wir wieder einmal etwas darüber, dass Simson zwar sehr stark war, aber einer weinenden Frau nicht widerstehen kann. Auch wird in Kapitel 16 das Rätsel gelöst, worin eigentlich die Kraft von diesem so starken Mann bestand
Es bleibt spannend. Wir sehen uns
AktivGottesdienst
Sonntag von 11-13Uhr
https://zoom.us/j/97941200715?…WVlVZWHQrRmU5cmlnTjJPdz09
Meeting-ID: 979 4120 0715
Kenncode: 658157
Bis 18 ist der Raum dann noch geöffnet für Austausch, Kennenlernen, Fragen usw
Wir freuen uns auf euch 🤗😘
by Jule with no comments yetHeute haben wir im AktivGottesdienst Richter Kapitel 15 und die ersten drei Verse von Kapitel 16 gelesen
Hier einige der Gedanken, die wir dabei gemeinsam heraus gearbeitet haben
Nun ist der offizielle Teil zwar vorbei, aber wir sind noch bis 18 Uhr online und wir können gerne weiter über das Thema reden, wenn Interesse besteht.
Ansonsten ist jetzt Zeit und Raum für alle Fragen, die ihr so habt, zum Austausch von euren „Erkenntnissen“ und „Sichtweisen“ und zum persönlichen Kennenlernen
Wir freuen uns auf euch 😘
by Jule with 1 commentSimson bei der Prostituierten (Richter 16:1-3)
War er wirklich nur dort, um die Nacht zu verbringen und zu schlafen? Warum steht er dann Nachts auf und reißt die Tore raus und trägt sie meilenweit weg?
Reine Provokation? Macht er sich über sie lustig?
Ohne die Türen waren sie als Stadt schutzlos, denn diese waren nun 40 Meilen weit weg und hätten erst mal wieder zurück getragen werden müssen, um sie wieder einzubauen
Die Türen weg zu tragen war nur in der Kraft Jehovas möglich, vom rein menschlichen stand viel dagegen
Wir dürfen nicht vergessen, dass dies mit zu den Wundern zählt, die Jehova bewirkt hatte
by Jule with 5 comments„Auge um Auge, Zahn um Zahn“
Was bedeutet der Grundsatz eigentlich? Man durfte nur das einfordern, was man selbst verloren hatte – nicht mehr
Simson wird wütend darüber, dass sein Schwiegervater die Frau einem anderen gegeben hat. In seinem Zorn vernichtet er die Felder der Philister – ähnliches erleben wir zur Zeit gerade in Russland
Warum vernichtet er die Philister und nicht nur den Schwiegervater, auf den er sauer ist?
Richter 14:18
Weil sie mit seiner Frau „die Felder vorbereitet“ hatten
Er vernichtet ja nicht die Menschen, sondern nur deren Nahrung
Der Schwiegervater und seine Frau sind dabei durch Feuer umgekommen – sie gab die Lösung des Rätsels preis, da die Philister ihr gedroht hatten, dass sie sonst sie und das Haus ihres Vaters mit Feuer verbrennen würden (14:15). Nun verbrennen sie sie und ihr Vaterhaus trotzdem mit Feuer, obwohl sie ihnen die Lösung verraten hatte (15:6)
Wer war hier brutal?
Simson vernichtete nur die Ernte – sie bringen Menschen um
Nun wird er sauer und rächt sich richtig an den brutalen Philistern (15:7-8). Er rächt sich nur an den Leuten, die seine Frau und die Familie getötet hatten. Aber laut mosaischen Gesetz „musste“ er Blut für Blut fordern
Und ja: Simson hatte das provoziert, aber nur, weil sie ihn provoziert hatte. Er steigerte sich immer mehr, Jehova lässt es zu, da ER ja die Philister ausrotten will
by Jule with 2 commentsWieso lebte die Frau nicht bei ihm, dass er mit einem Böckchen hin gehen musste?
Scheinbar behandelt er sie wie seine Nebenfrau, ein Kebsweib, die nicht bei ihm lebte. Es war üblich, dann ein Bröckchen mirzunehmen, wenn der Mann zu ihr ging (Fruchtenbaum)
Wann war das?
Zur Weizenernte (15:1), das ist in etwa Mai/Juni, es war 1/4 Jahr seit der Heirat vergangen. daher finde ich persönlich das Verhalten des Schwiegervaters verständlich, denn der Simson ist zum Ende der Feier nach einem Streit mit der Frau verschwunden (14:17-19) und hat sich seither nicht mehr blicken lassen – vielleicht auch der Grund, warum Simson sie nicht wie seine Hauptfrau behandelt
Der Vater entschuldigt sich bei Simson, denn er hat sie inzwischen mit einem anderen Mann verheiratet. Ähnlich wie Micha, die Tochter von König Saul, die dieser mit David verheiratet hatte. Auch David holt sich seine Frau wieder, obwohl diese inzwischen einen anderen Mann hat
Ähnlichkeiten mit der Geschichte von Laban und Jakob. Dieser liebt Rahel und heiratet sie und der Vater schiebt ihm in der Hochzeitsnacht die ältere Leah unter – so hatte er zwei Frauen. Hier passiert „das selbe“, der Vater bietet die jüngere Schwester an
Hier „klappt das Taschenmesser in Simsons Hose auf“ und er gerät in Zorn und vernichtet die Ernte (150 Fackeln ziehen zwischen Füchsen durch das Feld)
by Jule with 1 commentHier einige Gedanken, die wir im AktivGottesdienst gemeinsam heraus gearbeitet haben:
Warum nahm sich Simson ausgerechnet eine Frau von den Philistern?
Wieso heisst es, “das war von Gott“?
Wer ging nun durch den Weinberg – Simson oder seine Eltern?
Der tote Löwe und die Bienen
Wo hat er die Kleider her?
Soweit für heute der offizielle Teil
Vielleicht sehen wir uns ja noch? Wir sind noch bis 18 Uhr im Raum
by Jule with no comments yetEr ging nach Askalon, in einen weiter entfernten Ort und erschlug dort die Leute und nahm die Kleider dafür. Dies war ein Weg von 2 Std
Er handelt durchdacht und geht extra soweit weg, damit kein Zusammenhang zwischen ihm und der Hochzeit und dem Überfall gezogen werden kann
Dies zeigt uns, dass er nicht im Zorn handelt, sondern durch den Geist Gottes dazu gebracht wird – sonst würde er einfach denen an die Gurgel gehen, die ihn betrogen haben oder Leute in der Nähe
Jehova benutzt ihn so, dass der Zorn nicht direkt zum Ausdruck kommt, sondern erst in der Stadt dort
Was hätte das geändert?
Die Leute, die er in Askalon erschlug, trugen Festgewänder und waren daher wahrscheinlich auf den Weg zum Götzendienst (und hatten es daher von Jehova verdient)
Soweit für heute der offizielle Teil
Vielleicht sehen wir uns ja noch? Wir sind noch bis 18 Uhr im Raum
by Jule with 1 commentDie Verlobungszeit betrug mind 9 Monate – damit man sehen konnte, dass sie vorher nicht schwanger war
In dieser Zeit verrottete der tote Löwe und dadurch hatten die Bienen Zeit, dort ihr Nest zu bauen
Warum ist das so wichtig?
Simson macht Vers für Vers nur Mist – aber trotzdem wird er von JEHOVA benutzt. Also Jehova hasst nicht die Person, sondern nur die falsche Handlung
by Jule with 3 commentsDie Sache mit dem Weinberg (Vers 5)
War jetzt Simson durch den Weinberg gegangen oder seine Eltern?
Fruchtenbaum begründet seine Ansicht, dass Simson um den Weinberg rum gegangen ist, mit dem Kontext, dass die Eltern und er sich getrennt hatten. Simson nimmt den längeren Weg um den Weinberg herum und die Eltern durch den Weinberg
Als Nasiräer hätte Simson keinen Weinberg betreten dürfen
Frage an Achim:
Welcher Weg wäre beschwerlicher?
„Auf jeden Fall der Weg DURCH die Weinberge, da es uneben ist, keine befestigten Wege und ein ständiges rauf und runter laufen“
Von daher ist der Weg durch die Weinberge anstrengender
„Aber im Weinberg wird sicherlich kein Löwe sein“
by Jule with 1 comment