
Alle zehn warteten.
Alle zehn hatten Lampen.
Alle zehn glaubten, der Bräutigam würde kommen.
Doch nur fünf waren bereit.
Äußerlich sahen sie alle gleich aus.
Dieselbe Lampen. Derselbe Ort. Dasselbe Warten.
Der Unterschied lag nicht im Aussehen.
Es lag in der Vorbereitung.
Öl kann man nicht im letzten Moment leihen.
Es muss täglich mitgebracht werden.
Es steht für ein Leben, das mit Gott verbunden bleibt, auch wenn niemand zuschaut.
Glaube beweist sich nicht in der Öffentlichkeit.
Er wurzelt im stillen Gehorsam.
Im täglichen Gebet.
In der Entscheidung für Gott, selbst wenn es sich gewöhnlich anfühlt.
Als die Tür geschlossen wurde, geschah es nicht, weil sie nicht glaubten.
Sondern weil sie nicht bereit waren.
Gott ist gütig.
Er gibt Zeit.
Er warnt.
Er gibt Gelegenheit.
Doch die Zeit wird nicht ewig offen bleiben. Es kommt der Moment, in dem das Warten zur Rechenschaft wird.
Und an dich, der du das liest:
Dies soll dich nicht erschrecken,
sondern dich aufrütteln.
Bequemer Glaube ist nicht dasselbe wie ein vorbereiteter Glaube.
Verschiebe nicht, was täglich zu tun ist.
Geh nicht davon aus, dass morgen immer kommt.
Halte deine Lampe hell.
Halte dein Herz bereit.
Denn wer sein Herz vorbereitet,
wird nicht in Panik geraten, wenn er kommt.
📖 Matthäus 25,1–13
by Jule with 1 comment
Der Sturm auf dem See Genezareth war nichts Ungewöhnliches.
Es kommt häufig vor, dass plötzliche Winde
von den umliegenden Hügeln herabfegen und
ruhiges Wasser ohne Vorwarnung in einen stürmischen Aufschwung verwandeln.
Auch einige der Jünger waren Fischer.
Sie hatten schon Stürme erlebt.
Sie kannten die Gefahr.
Und doch, als die Wellen begannen,
ins Boot zu schlagen, überkam sie die Angst.
Die Evangelisten berichten, dass Jesus Christus
im Heck des Bootes schlief. Nicht abwesend.
Nicht ahnungslos. Sondern ruhend.
Der Sturm beunruhigte ihn nicht
so wie sie.
Was das Boot erschütterte, konnte sein Vertrauen in den Vater nicht erschüttern.
Als die Jünger ihn weckten,
verrieten ihre Worte mehr als nur Panik.
„Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“
Sie reagierten nicht nur auf den Wind.
Es war das, was der Sturm in ihren Herzen geweckt hatte:
Angst, Zweifel und die leise Ahnung, vergessen worden zu sein.
Jesus stand auf und sprach zu den Elementen:
„Schweig! Sei still!“
Der Wind legte sich.
Das Meer gehorchte.
Doch die Stille des Wassers war nicht der eigentliche Kern des Augenblicks.
Nachdem sich der Sturm gelegt hatte,
wandte sich Jesus zu den Jüngern und fragte:
„Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr denn immer noch keinen Glauben?“
Die Zurechtweisung erfolgte nicht vor, sondern nach dem Wunder.
Das lehrt uns etwas Wichtiges.
Der Sturm war nicht nur eine äußere Bedrohung,
sondern vielmehr eine aufschlussreiche Prüfung.
Er zeigte, wie schnell die Angst ihr Vertrauen verdrängt hatte,
selbst mit Christus im Boot.
Die Jünger hatten angenommen, Frieden bedeute die Abwesenheit von Gefahr.
Jesus lehrte sie, Frieden bedeute Vertrauen in seine Gegenwart,
selbst wenn Gefahr bestand.
Die größere Unordnung herrschte also nicht im Meer,
sondern tief in ihren Herzen.
In diesem Augenblick zeigte Jesus, dass seine Autorität
über die Schöpfung hinaus bis in das Innere seiner Nachfolger reicht.
Er kann Winde befehligen, ja, aber er ruft auch Herzen zur Ruhe.
Dies lehrt uns, dass sich Glaube nicht
in ruhigen Umständen bewährt, sondern im Vertrauen auf den,
der in turbulenten Zeiten bei uns ist.
Die Jünger fragten sich: „Wer ist dieser?“
Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch die Evangelien,
bis sie ihre vollkommenste Antwort findet
am Kreuz und am leeren Grab.
Derselbe, der den Sturm stillte,
der später Leid, Stille und Tod ertragen sollte,
im vollkommenen Vertrauen zum Vater, und auferstehen.
Der Sturm war also nicht sinnlos. Er war ein Lehrmeister.
Ein Ort, an dem die Angst offengelegt, der Glaube auf die Probe gestellt und Vertrauen langsam geformt wurde.
Mir wurde hier bewusst, wie oft ich mir wünsche, Gott möge meine Situationen beruhigen,
während er sich sanft an mein Herz wendet.
Es geht nicht nur darum, seine Macht zu bestaunen,
sondern auch darum, in seiner Gegenwart Ruhe zu finden.
So war es also mehr als Wind und Wellen,
dass die Herzen der Jünger
zur Stille ermahnt werden sollten.
Heute lesen wir Matthäus 27:32-66; Markus 15:21-47; Lukas 23:26-56; sowie Johannes 19:17-42 und Psalm 22. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with 1 commentHeute lesen wir Matthäus 27:1-31; Markus 15:1-20, Lukas 23:1-25; sowie Johannes 18:28-40 und 19:1-16. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yetHeute lesen wir Matthäus 26:36-75; Markus 14:32-72, Lukas 22:39-71 und Johannes 18:1-27. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yetHeute lesen wir Matthäus 26:1-5, 14-35; Markus 14:1-2, 10-31 sowie Lukas 22:1-38 und Johannes 13. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yetHeute lesen wir Matthäus 24 und 25; Markus 19 und Lukas 21:5-38. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yetHeute lesen wir Matthäus 22:15-46 und 23:1-39; Markus 12:13-44; Lukas 20:19-47; 21:1-4 und 13:31-35. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yetHeute lesen wir Matthäus 21:23-46; 22:1-14; Markus 11:27-33; 12:1-12; sowie Lukas 20:1-18 und Johannes 12:37-50. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yetHeute lesen wir Matthäus 21:1-22; 26:6-13; Markus 11:1-26; 14:3-9, Lukas 19:28-48 sowie Johannes 2:13-25; 11:55-57 und 12:1-36. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
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