• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • März 5thPRISCILLA – Eine Frau, die sich durch Partnerschaft und Klugheit auszeichnet

      PRISCILLA – Eine Frau, die sich durch Partnerschaft und Klugheit auszeichnet

      So zu leben wie PRISCILLA heißt, mit ruhiger Stärke durchs Leben zu gehen und Gott treu zu dienen – mit Weisheit, Partnerschaft und der Wahrheit, die mit Anmut ausgesprochen wird.

      PRISCILLA kommt in der Bibel als eine Frau vor, die sowohl im Glauben als auch im Handeln tief verwurzelt ist. Zusammen mit ihrem Mann Aquila arbeitete sie treu im Dienst, in der Gastfreundschaft und in der Lehre. Die Bibel nennt sie immer wieder als Partnerin – nicht versteckt, nicht zweitrangig, sondern aktiv und respektiert innerhalb der frühen Kirche. Das Leben von PRISCILLA spiegelt einen Glauben wider, der durch gemeinsame Ziele und beständigen Gehorsam gelebt wird.

      Einer der bemerkenswertesten Momente in PRISCILLAS Leben ist nicht durch öffentliche Predigten geprägt, sondern durch Unterscheidungsvermögen und Demut. Als sie Apollos begegnete, einem begabten Lehrer, dem das volle Verständnis des Evangeliums fehlte, nahmen sie und Aquila ihn beiseite und erklärten ihm genauer den Weg Gottes. PRISCILLA suchte nicht nach Anerkennung oder Autorität; sie suchte nach Wahrheit und Klarheit, vermittelt mit Weisheit und Sorgfalt.

      Durch PRISCILLAS Leben lernen wir, dass Einfluss keine Bühne braucht. Gott nutzt treue Partnerschaften, lernbereite Geister und Mut, der in Liebe begründet ist, um seine Kirche zu stärken. PRISCILLA erinnert uns daran, dass sanft gesprochene Wahrheit Führungskräfte formen, Einheit schaffen und das Reich Gottes weit über das Sichtbare hinaus voranbringen kann.

      „Sie nahmen ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer dar.“
      (Apostelgeschichte 18,26, KJV)

      ⸻

      Reflexion:

      (Mutig & entschlossen)

      • Priscilla erinnert uns daran, dass Treue in Partnerschaften mächtig ist.

      (Glaubensorientiert & reflektierend)

      • Wie Priscilla zu leben bedeutet, Gott mit Demut, Weisheit und stiller Stärke zu dienen.

      (Befähigend & zielorientiert)

      • Gott nutzt einfühlsame Herzen und willige Stimmen, um seine Kirche zu stärken.

      (Poetisch und bodenständig)

      • Eine Frau wie Priscilla lehrt mit Anmut, lebt in Wahrheit und dient, ohne Aufmerksamkeit zu suchen.

      **Lebe wie Priscilla – treu in der Partnerschaft, bodenständig in der Wahrheit.

      ⸻

      Unterstützende Schriftstellen:

      📖 Apostelgeschichte 18,1–3 – Die Partnerschaft von Priscilla und Aquila
      📖 Apostelgeschichte 18,24–26 – Apollos mit Weisheit unterrichten
      📖 Römer 16,3–5 – Mitarbeiter in Christus
      📖 1. Korinther 16,19 – Treue Diener der Kirche
      📖 Sprüche 11,2 – Weisheit und Demut


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    • März 5thWenn Gott dein Herz öffnet, wird dein Leben folgen

      Lydia war keine Predigerin.
      Sie war keine Königin.
      Sie war Geschäftsfrau, eine Verkäuferin von purpurfarbenem Stoff.
      Erfolgreich, angesehen und finanziell gut aufgestellt.

      Doch irgendwas fehlte ihr noch.
      Also betete sie.
      Sie hörte zu.
      Sie suchte Gott.

      Die Bibel sagt uns:

      „Der Herr öffnete ihr Herz, damit sie auf die Botschaft des Paulus hörte.“
      Apostelgeschichte 16,14

      Gott hat nicht zuerst ihre Karriere verändert.
      Er hat ihr ihren Erfolg nicht genommen.
      Er hat ihr Herz geöffnet, bevor er ihr Leben neu ausgerichtet hat.

      Als Lydia glaubte, blieb ihr Glaube nicht privat.
      Er veränderte ihr Zuhause.
      Er hat ihre Prioritäten neu geordnet.
      Sie öffnete ihr Haus, unterstützte den Dienst und wurde die erste bekannte Gläubige in Europa.

      Lydias Geschichte erinnert uns daran, dass es beim Glauben nicht um Position geht.
      Es geht um Haltung.
      Ein für Gott offenes Herz führt immer zu einem für andere offenen Leben.

      Wir denken oft, wir müssten „bereit“ sein, bevor Gott uns gebrauchen kann.
      Aber Lydia zeigt uns, dass Gott das nutzt, was wir bereits haben.
      Deine Arbeit.
      Deine Ressourcen.
      Deinen Einfluss.

      Sie hat das Evangelium nicht einfach nur angenommen.
      Sie hat Platz dafür geschaffen.

      An dich, der du das hier liest:
      Ist dein Herz offen oder ist dein Leben einfach nur voll?

      Denn wenn Gott dein Herz öffnet,
      wird dein Leben folgen. ❤️‍🔥


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    • März 4thLydia und die purpurne Berufung

      LYDIA UND DIE PURPURNE BERUFUNG

      Unsere heutige Botschaft kommt aus der Apostelgeschichte 16,14–15.

      In der Bibel steht:

      „Eine Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, die Gott verehrte, hörte uns zu; ihr Herz öffnete der Herr …“

      Lydia wird nicht als Königin, Prophetin oder Wundertäterin vorgestellt. Sie wird als Geschäftsfrau vorgestellt – als Purpurhändlerin. Doch durch sie öffnete Gott eine Tür für das Evangelium in Europa.

      Schauen wir uns Lydia an – und die Bedeutung des Purpurstoffs, den sie herstellte.

      In der Antike war Purpurstoff selten und teuer. Er wurde mit Königtum, Reichtum, Ehre und Autorität in Verbindung gebracht. Könige trugen Purpur. Adlige trugen Purpur. Er symbolisierte Würde und Vornehmheit.

      Als Lydia mit Purpurstoffen arbeitete, hatte sie es mit etwas Wertvollem zu tun. Sie handelte mit Kleidungsstücken der Ehre.

      Ist es nicht beeindruckend, dass Gott eine Verkäuferin königlicher Stoffe benutzte, um sein Reich zu errichten?

      Denn unser Gott ist ein König.

      Und alles an ihm hat königliche Bedeutung.

      Lydia stammte aus Thyatira, das für seine Färberei bekannt war. Sie war eine geschickte Unternehmerin. Sie wartete nicht auf eine Gelegenheit – sie schuf sie sich selbst.

      Aber beachten Sie etwas, das wichtiger ist als ihre Karriere: Die Bibel sagt, dass sie Gott verehrte.

      Sie war erfolgreich – aber sie war auch hingegeben.

      Viele Menschen können mit Wohlstand umgehen.
      Nur wenige können mit Wohlstand umgehen und trotzdem im Gebet niederknien.

      Lydia lehrt uns, dass Geschäft und Hingabe Hand in Hand gehen können.
      Erfolg und Spiritualität sind keine Gegensätze, wenn Gott an erster Stelle steht.

      Die Schrift sagt: „Deren Herz der Herr öffnete.“

      Sie hörte Paulus predigen.
      Aber Hören reicht nicht aus.
      Das Herz muss geöffnet werden.

      Gott öffnete ihr Herz – und sie reagierte sofort.

      Sie ließ sich taufen.
      Ihr Haushalt ließ sich taufen.
      Und sie drängte Paulus und seine Begleiter, in ihrem Haus zu bleiben.

      Sie verwandelte ihr Haus in einen Zufluchtsort.
      Sie verwandelte ihr Geschäft in einen Segen.
      Sie verwandelte ihr Purpur in eine Berufung.

      Purpur hat in der Bibel eine tiefere Bedeutung.

      Als Jesus vor seiner Kreuzigung verspottet wurde, legten die Soldaten ihm ein purpurfarbenes Gewand um. Damit wollten sie ihn als „König der Juden“ verspotten.

      Doch selbst in ihrer Verspottung verkündeten sie die Wahrheit.

      Das purpurfarbene Gewand symbolisierte sein Königtum.

      Lydia handelte, ohne es zu wissen, mit einer Farbe, die prophetisch auf Christus – den König der Könige – hinweist.

      Was sie handelte, symbolisierte auf natürliche Weise etwas spirituell Ewiges.

      Und hier ist der Kern:

      Gott wird das, was du schon hast, nutzen, um den König zu verherrlichen.

      Du bist vielleicht kein Prediger.
      Du bist vielleicht kein Missionar.
      Du verkaufst vielleicht einfach nur „Purpur“.

      Aber wenn dein Herz offen ist, wird deine Arbeit zu Anbetung.

      Wissenschaftler glauben, dass Lydias Haus die erste Kirche in Philippi wurde.

      Vor den Kathedralen.
      Vor den Kanzeln.
      Vor Chören.

      Da war eine Frau.
      Ein Zuhause.
      Ein offenes Herz.
      Und purpurfarbener Stoff.

      Erweckung beginnt nicht in Stadien.
      Sie beginnt in hingegebenen Herzen.

      Lydias Purpurhandel finanzierte den Dienst.
      Ihre Gastfreundschaft unterstützte Missionare.
      Ihr Gehorsam öffnete einen Kontinent für das Evangelium.

      Was ist das Wesentliche an dem purpurfarbenen Stoff, den sie herstellte?

      Königliche Identität – Wir gehören zu einem König.

      Opfer – Christus trug Purpur vor dem Kreuz.

      Zweck – Was wir schaffen, kann Gottes Reich dienen.

      Einfluss – Ein gehorsames Leben kann Nationen verändern.

      Purpur entsteht durch die Kombination von roten und blauen Farbstoffen.
      Rot symbolisiert oft Opfer.
      Blau symbolisiert oft den Himmel.

      Kombiniert man beides, entsteht ein wunderschönes Bild:
      Der Himmel berührt die Erde durch Opfer.

      Ist das nicht das Evangelium?

      Und Lydia lebte in ihrer gewöhnlichen Arbeit eine außergewöhnliche Berufung.

      Vielleicht ziehst du Kinder groß.
      Vielleicht unterrichtest du.
      Vielleicht führst du ein kleines Unternehmen.
      Vielleicht arbeitest du still hinter den Kulissen.

      Verachte dein Purpur nicht.

      Gott verlangt nicht von dir, dass du deinen Beruf wechselst.
      Er verlangt von dir, dass du dein Herz öffnest.

      Wenn der Herr dein Herz öffnet:

      Wird dein Haus zu heiliger Erde.

      Deine Ressourcen werden zu Instrumenten der Erweckung.

      Deine Arbeit wird zu Anbetung.

      Dein Alltägliches wird ewig.

      Lydia hat in der Schrift keine Predigt gehalten.
      Doch ihr Leben hat laut gepredigt.

      Sie zeigt uns, dass:

      Du erfolgreich und fromm sein kannst.

      Du einflussreich und demütig sein kannst.

      Du mit königlichen Stoffen umgehen und dich dennoch vor dem wahren König verneigen kannst.

      Das Wesentliche des purpurfarbenen Stoffes ist dies:

      Alles, was wir anfassen, kann entweder die Welt kleiden – oder den König krönen.

      Mögen wir wie Lydia sein.
      Mögen unsere Herzen offen sein.
      Mögen unsere Häuser zur Verfügung stehen.
      Mögen unsere Ressourcen dem Himmel dienen.
      Möge unser Purpur auf Jesus hinweisen.

      Und möge man von uns sagen:
      „Der Herr hat ihr Herz geöffnet.“
      „Der Herr hat sein Herz geöffnet.“

      (Hinweis: Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT)


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    • Feb. 27thZeittafel: weltweite Mission der Apostel im 1. Jahrhundert

      DIE WELTWEITE MISSION DER APOSTEL

      1. Jahrhundert n. Chr.

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    • Feb. 26thAuf dem Weg nach Damaskus: Jesus und Saulus

      Auf dem Weg nach Damascus: 𝐉𝐞𝐬𝐮𝐬 𝐚𝐧𝐝 𝐒𝐚𝐮𝐥

      Saul war nicht auf der Suche nach Jesus.

      Er jagte seine Anhänger.

      Briefe des Hohepriesters ermächtigten ihn, Jünger in Damaskus zu fesseln und nach Jerusalem zurückzubringen. Saul dachte, er würde Gottes Ehre verteidigen. Er war ein Pharisäer, ausgebildet von Gamaliel, eifrig in der Einhaltung der Gesetze und überzeugt von seiner eigenen Rechtschaffenheit. Die Kirche war in seinen Augen eine gefährliche Verfälschung der Hoffnung Israels.

      Dann fiel Licht vom Himmel.

      Die Apostelgeschichte beschreibt kein allmähliches Erwachen. Es gibt keine Aufzeichnungen über einen inneren Kampf, kein langsames Erweichen seines Herzens. Plötzlich umgibt ihn ein heller Schein. Er fällt zu Boden. Und eine Stimme spricht.

      „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“

      Die Frage lautet nicht: Warum verfolgst du meine Anhänger? Sie ist persönlich. Direkt. Identifizierend. Der Kirche Schaden zuzufügen bedeutet, Christus selbst zu verletzen. Der auferstandene Jesus vereint sich so sehr mit seinem Volk, dass deren Leiden zu seinem eigenen wird.

      Saul antwortet verwirrt, nicht trotzig. „Wer bist du, Herr?“

      Er erkennt Autorität, wenn er sie hört. Aber er kennt den Namen noch nicht.

      „Ich bin Jesus, den du verfolgst.“

      Der Gekreuzigte lebt. Der Verurteilte regiert. Der Name, den Saul zu löschen glaubte, steht nun in auferstandener Autorität vor ihm.

      Die Begegnung ist keine Verhandlung. Sie ist eine Unterbrechung. Saul wird befohlen, aufzustehen und in die Stadt zu gehen. Der Verfolger muss nun an der Hand geführt werden. Der Mann, der klar genug sah, um andere zu verhaften, ist von Herrlichkeit geblendet.

      Drei Tage lang isst und trinkt er nichts. Der Pharisäer sitzt in der Dunkelheit. Der in der Schrift ausgebildete Mann wartet ohne Sehkraft. Es ist eine Art Begräbnis vor dem Auftrag.

      Währenddessen erhält in Damaskus ein anderer Jünger eine Anweisung. Ananias wird aufgefordert, zu Saulus zu gehen. Er protestiert. Saulus‘ Ruf ist schneller verbreitet als er selbst. Aber der Herr antwortet: „Er ist mein auserwähltes Werkzeug.“

      Auserwählt. Nicht selbst ernannt. Nicht selbst korrigiert. Nicht durch Argumente überzeugt. Berufen. Die Sprache erinnert an eine prophetische Berufung. Der Feind wird zu einem Werkzeug.

      Als Ananias Saul die Hände auflegt, fällt etwas wie eine Schuppe von seinen Augen. Er wird getauft. Er isst. Er beginnt zu verkünden, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

      Die Apostelgeschichte stellt dies nicht als moralische Besserung dar. Es ist die Sprache der Auferstehung. Der Verfolger verbessert sich nicht. Er wird überwältigt.

      Später beschreibt Paulus das Ereignis mit seinen eigenen Worten. Gott hat sich erfreut, seinen Sohn in mir zu offenbaren. Nicht aufgrund meiner Würdigkeit. Nicht aufgrund meiner Vorbereitung. Sondern in seiner souveränen Gnade.

      Der Weg nach Damaskus offenbart eine Wahrheit, die dem menschlichen Stolz unangenehm ist. Bekehrung entsteht nicht aus eigener Kraft. Die Toten erwecken sich nicht selbst zum Leben. Die Blinden heilen ihr Augenlicht nicht selbst. Die Gnade greift ein.

      Saulus‘ Eifer brachte ihn Christus nicht näher. Er brachte ihn in Opposition zu ihm. Dennoch verfolgte ihn der auferstandene Herr trotzdem. Nicht um ihn zu vernichten, sondern um ihn umzulenken. Nicht um ihn zu zermalmen, sondern um ihn zu beauftragen.

      Von diesem Weg an trug Paulus den Namen, den er einst zu unterdrücken versucht hatte. Er litt dafür. Er predigte. Er schrieb über die Rechtfertigung durch den Glauben, unabhängig von den Werken des Gesetzes. Der Mann, der auf seine eigene Gerechtigkeit vertraute, hielt sie für Verlust, weil es nichts Besseres gab, als Christus zu kennen.

      Die Begegnung auf der Straße nach Damaskus erinnert uns daran, dass Jesus nicht darauf wartet, von seinen Feinden eingeladen zu werden. Er konfrontiert. Er offenbart. Er beansprucht.

      Und wenn er ruft, werden sogar Verfolger zu Aposteln.


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    • Feb. 26thWarum warfen sie Lose, wer Judas Platz einnehmen solle?

      Apostelgeschichte 1,26 (NIV)
      „Und sie warfen Lose, und das Los fiel auf Matthias; so wurde er zu den elf Aposteln hinzugefügt.“

      Als ich diesen Vers zum ersten Mal las, fühlte ich mich unwohl.
      Sie mussten Judas ersetzen und warfen Lose?
      Das schien mir zu einfach. Zu zufällig. Fast schon nachlässig.

      Ich hatte etwas Strukturierteres erwartet. Vielleicht eine lange Diskussion. Vielleicht eine intensive Debatte. Vielleicht ein dramatisches Zeichen vom Himmel. Etwas, das mir spiritueller erschien.

      Hast du jemals etwas in der Bibel gelesen und dich insgeheim gefragt: Warum haben sie das so gemacht?

      Aber als ich mich Zeit nahm und das ganze Kapitel las, wurde mir klar, dass mein Unbehagen von meinen eigenen Erwartungen herrührte, nicht vom Text selbst.

      Die ersten Gläubigen hatten es nicht eilig. Die Schrift zeigt keine Panik. Es gab keinen Druck, die Dinge schnell zu regeln. Keine Angst. Keine verzweifelten Pläne.

      Stattdessen gab es Gebete.

      Dieser Moment ereignete sich, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war. Die Jünger hatten ihn aufsteigen sehen. Sie hatten sein Versprechen gehört. Aber der Heilige Geist war noch nicht ausgegossen worden.

      Sie befanden sich in einer Zwischenphase.

      Jesus war nicht mehr physisch bei ihnen. Die Kraft, die er versprochen hatte, war noch nicht gekommen. Es war eine ruhige und unsichere Zeit.

      Was hättest du in diesem Moment gemacht?

      Sie kamen zusammen. Sie beteten. Sie suchten in den Schriften. In Apostelgeschichte 1,14 heißt es: „Sie alle waren einmütig im Gebet vereint, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.“

      Ihr erster Instinkt war nicht Strategie. Es war nicht Planung. Es war nicht Kontrolle.

      Es war Abhängigkeit.

      Petrus stand auf, aber seine Führung war nicht energisch. Er sprach nicht aus Emotionen oder persönlicher Meinung heraus. Er öffnete die Heilige Schrift. Er bezog sich auf die Psalmen. Er zeigte, dass sogar Judas‘ Verrat schon lange zuvor angekündigt worden war.

      In Psalm 109,8 heißt es: „Möge ein anderer seinen Platz als Führer einnehmen.“

      Das muss für sie sehr beeindruckend gewesen sein.

      Judas‘ Versagen war schmerzhaft. Es war real. Aber es war nicht außerhalb von Gottes Wissen. Es überraschte den Himmel nicht. Es stellte für Gott keine Krise dar.

      Hast du jemals das Gefühl gehabt, dass eine Situation in deinem Leben Gott überrascht hat?

      Die Jünger verstanden etwas Wichtiges. Sie mussten keine Lösung erfinden. Sie mussten erkennen, was Gott bereits gesagt hatte.

      Sogar die Kriterien für die Wahl eines neuen Apostels waren einfach und sinnvoll. In Apostelgeschichte 1,21-22 heißt es: „Darum muss einer von den Männern, die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als der Herr Jesus unter uns lebte, von der Taufe des Johannes bis zu dem Tag, an dem Jesus von uns genommen wurde, zu einem unserer Zeugen seiner Auferstehung werden.“

      Sie suchten nicht nach Beliebtheit.
      Sie suchten nicht nach Fähigkeiten.
      Sie suchten nicht nach jemandem, der beeindruckend war.

      Sie suchten nach Treue.

      Jemand, der von Anfang an dabei gewesen war. Jemand, der gesehen hatte. Jemand, der von der Auferstehung Zeugnis ablegen konnte.

      Das spricht mich sehr an. Gott schätzt Treue mehr als Sichtbarkeit.

      Matthias wurde nicht plötzlich groß gemacht. Er war bereits treu mit Jesus gegangen. Er hatte bereits durchgehalten. Er hatte bereits geglaubt.

      Er wurde nicht aus dem Nichts erhoben. Er wurde anerkannt.

      Und es gab zwei qualifizierte Männer. Es gab keine offensichtliche Wahl. Treue war bei mehr als einer Person vorhanden.

      Das macht mich demütig.

      Manchmal wollen wir so viel Klarheit, dass es nur eine eindeutige Antwort gibt. Aber hier musste die Gemeinschaft etwas Ehrliches zugeben. Sie wussten nicht, welchen Mann sie wählen sollten.

      Was taten sie also?

      Sie beteten.

      In Apostelgeschichte 1,24-25 heißt es: „Dann beteten sie: ‚Herr, du kennst die Herzen aller. Zeige uns, welchen dieser beiden du ausgewählt hast, um dieses apostolische Amt zu übernehmen.‘“

      Achte auf ihre Worte. Sie beteten nicht: „Herr, hilf uns bei der Entscheidung.“
      Sie beteten: „Herr, du entscheidest.“

      Sie vertrauten darauf, dass nur Gott wirklich die Herzen sieht.

      Dann warfen sie Lose.

      Zuerst hat mich das gestört. Aber im Alten Testament wurde das Losen verwendet, wenn die menschliche Weisheit an ihre Grenzen stieß. In Sprüche 16,33 heißt es: „Das Los wird in den Schoß geworfen, aber jede Entscheidung kommt vom Herrn.“

      Das war kein Glücksspiel. Das war Hingabe.

      Sie hatten ihren Teil getan. Sie hatten die Schrift durchsucht. Sie hatten klare Voraussetzungen festgelegt. Sie hatten gebetet. Und als sie an die Grenzen ihres Verständnisses stießen, legten sie das Ergebnis in Gottes Hände.

      Sie ließen los.

      Können wir das auch? Können wir wirklich Gott entscheiden lassen, wenn die Wahl nicht klar ist?

      Das Los fiel auf Matthias. Und das reichte ihnen.

      Es gab keine Auseinandersetzungen. Keine Spaltungen. Keine Debatten wurden aufgezeichnet. Er wurde zu den elf Aposteln hinzugefügt.

      Als ich über diese Geschichte nachdachte, wurde mir klar, dass es nicht hauptsächlich um Matthias geht. Es geht um die Art von Kirche, die damals entstand.

      Eine Kirche, die tief auf Gott vertraute.
      Eine Kirche, die das Gebet schätzte.
      Eine Kirche, die an die Heilige Schrift glaubte.
      Eine Kirche, die verstand, dass Jesus immer noch der Herr war, auch wenn sie ihn nicht sehen konnten.

      Jesus war aufgefahren, aber seine Autorität war nicht zu Ende. Seine Herrschaft war nicht geschwächt. Er führte sein Volk immer noch.

      Manchmal wollen wir große Zeichen. Große Antworten. Große Bestätigungen. Aber diese Geschichte zeigt etwas Ruhiges und Beständiges.

      Treue.
      Gebet.
      Hingabe.

      Die frühe Kirche fragte nicht: Wie können wir beeindruckend sein?
      Sie fragte: Wie können wir treu sein?

      Sie fragte nicht: Wie können wir die Zukunft kontrollieren?
      Sie fragte: Wie können wir sie Gott unterwerfen?

      Und in dieser demütigen Haltung wurde Matthias ausgewählt.

      Nicht als clevere Lösung.
      Nicht als dramatischer Moment.
      Sondern als stiller Beweis dafür, dass Gott immer noch führte.

      Vielleicht ist die eigentliche Frage für uns folgende:
      Wenn wir uns in einer Übergangsphase befinden, wenn die Dinge unsicher sind, werden wir dann versuchen, das Ergebnis zu kontrollieren?

      Oder werden wir uns versammeln, beten, auf die Schrift vertrauen und Gott wählen lassen?

      Denn derselbe Herr, der sie geführt hat, führt auch heute noch.

      Und er kennt immer noch jedes Herz.


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    • Feb. 26thUm Mitternacht

      „Um Mitternacht“
      (Apostelgeschichte 16,16–26, King James Version)

      Bevor es um Mitternacht Lobpreis gab, gab es erst mal Leid am Tag.

      Paulus und Silas waren nicht wegen irgendwelcher Verbrechen im Gefängnis, sondern weil sie Gott gehorcht hatten.

      Sie haben einen Geist aus einem Mädchen rausgetrieben, und statt Dankbarkeit haben sie Anschuldigungen bekommen.

      Anstatt geehrt zu werden, wurden sie ausgezogen. Anstatt Ruhe zu finden, wurden sie geschlagen. Die Bibel sagt, dass sie ins innere Gefängnis geworfen wurden (Apostelgeschichte 16,23–24).

      Dann kommt einer der eindrucksvollsten Zeitangaben in der ganzen Bibel:

      „Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und lobten Gott, und die Gefangenen hörten ihnen zu.“
      (Apostelgeschichte 16,25, KJV)

      Ich halte bei dem Ausdruck „um Mitternacht“ inne.
      Mitternacht ist nicht nur eine Uhrzeit, es ist die Stunde, in der die Hoffnung erschöpft scheint.

      Es ist die Stunde, in der der Körper schwach ist, in der die Wunden am meisten schmerzen, in der Antworten auf sich warten lassen.

      Doch genau zu dieser Stunde beteten Paulus und Silas. Sie warteten nicht bis zum Morgen.

      Sie sagten nicht: „Lasst uns Gott preisen, wenn er uns befreit hat.“
      Sie beteten, während sie gefesselt waren.
      Sie sangen, während sie bluteten.
      Sie beteten Gott an, bevor das Wunder geschah.

      Und beachte, dass im Text nicht steht, dass sie leise beteten. „Die Gefangenen hörten sie.“
      Ihr Leiden, ihr Schmerz wurde zu einer Verkündigung.

      Dann antwortete Gott.
      „Und plötzlich gab es ein großes Erdbeben, sodass die Grundmauern des Gefängnisses wankten …“
      (Apostelgeschichte 16,26, KJV)

      Gott öffnete nicht nur eine Tür, er erschütterte die Grundfesten. Denn wenn um Mitternacht Lobpreis erklingt, antwortet Gott an der Wurzel des Problems.

      Die Ketten fielen ab. Die Türen öffneten sich. Aber das größte Wunder war nicht die körperliche Freiheit.

      Es war die Erlösung des Gefängniswärters und seines Hauses. Ihr Mitternachtsgottesdienst wurde für andere zum Tor zu Christus. Ich sehe in dieser Passage ein göttliches Prinzip:

      „Um Mitternacht können sich Dinge ändern“.

      Heute schweigen viele Gläubige in schwierigen Zeiten. Wenn Prüfungen kommen, wird das Gebet schwächer. Die Anbetung hört auf. Wir warten auf Erleichterung, bevor wir zu Gott zurückkehren.

      Doch Paulus und Silas zeigen uns, dass Durchbrüche oft genau in dem Moment passieren, in dem wir uns am wenigsten fähig fühlen, Gott zu loben.

      Die Bibel lehrt uns aber, Gottes Treue nicht an unseren Umständen zu messen.

      Wir sind dazu aufgerufen, bis Mitternacht zu beten, in der Mitternacht zu singen und Gott zu vertrauen, auch wenn es keine sichtbaren Anzeichen dafür gibt, dass er wirkt.

      Denn während wir beten und Gott anbeten, erschüttert Gott bereits unsichtbare Fundamente …

      Deshalb beschließe ich, nicht darauf zu warten, dass die Ketten fallen, bevor ich singe. Ich werde singen, damit die Ketten fallen. Ich werde nicht auf den Morgen warten, um zu beten. Ich werde um Mitternacht beten.

      Denn der Gott, der Paulus und Silas in ihrer dunkelsten Stunde begegnet ist, ist derselbe Gott wie heute, und er wirkt immer noch.

      Mitternacht ist nicht das Ende der Geschichte.
      Mitternacht ist oft der Zeitpunkt, an dem Gott sein Werk beginnt.


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    • Feb. 25thNicht weil die Situation gut war, sondern weil sein Herz ruhig war

      Apostelgeschichte 6 endet mit einem Detail, das man leicht übersehen kann, wenn man nicht genau hinschaut. Kein Wunder. Keine dramatische Rede. Keine Engel, die Gefängnistüren öffnen. Nur ein Satz über das Gesicht eines Mannes.

      Aber für die Leute in diesem Raum war das sicher keine Kleinigkeit.

      Stephanus wurde gerade vor den Rat gezerrt. Keine freundliche Gruppendiskussion. Keine Kirchenvorstandssitzung mit Kaffee und Donuts. Dies ist der Sanhedrin, die religiöse und rechtliche Autorität jener Zeit. Derselbe Rat, der bereits die Apostel bedroht hatte. Ein Ort, an dem eine falsche Antwort das Leben kosten konnte. Niemand betrat diesen Raum entspannt. Man schlenderte nicht hinein und dachte: „Nun, das wird wahrscheinlich ein angenehmes Gespräch.“

      Es gibt falsche Zeugen. Vorwürfe der Gotteslästerung. Wütende Gesichter. Angespannte Stimmen. Das ist die Art von Situation, in der die meisten Menschen verängstigt und defensiv wirken würden oder zumindest so, als hätten sie gerade eine Handvoll Sand geschluckt.

      Und dann heißt es in Apostelgeschichte 6,15 (ESV): „Und als sie ihn ansahen, erkannten alle, die im Rat saßen, dass sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels war.“

      Halt jetzt mal kurz inne und stell dir vor, du wärst in diesem Raum.

      Du bist Teil des Rates. Du erwartest Angst. Vielleicht Wut. Vielleicht eine verzweifelte Rede. Du bist es gewohnt, dass Menschen unter Druck zusammenbrechen. Die meisten Menschen, die vor den Sanhedrin gezerrt wurden, strahlten nicht gerade Frieden und Zuversicht aus.

      Stattdessen siehst du diesen Mann an … und sein Gesicht sieht aus wie das eines Engels.

      In ihrer Welt hatte dieser Ausdruck Gewicht. Engel waren keine niedlichen Dekorationen für Weihnachtsbäume oder pummelige Babys auf Grußkarten. Engel waren furchterregende Boten Gottes. Im Alten Testament fielen die Menschen oft zu Boden, wenn Engel erschienen, weil sie überzeugt waren, dass sie sterben würden. Engel repräsentierten die Gegenwart, Autorität und Herrlichkeit Gottes.

      Als der Rat Stephanus ansah und sein Gesicht sah, war das nicht nur eine Bemerkung über gutes Licht oder einen angenehmen Ausdruck. Es war ein zutiefst beunruhigendes Detail. Es bedeutete, dass dieser Mann, der vor ihnen stand, den sie anklagten, eher zu Gott zu gehören schien als zu diesem Gerichtssaal.

      Und denk daran, wer Stephanus war. Er war keiner der zwölf Apostel. Er war nicht derjenige, der zu Pfingsten gepredigt hatte. Er war nicht derjenige, der die großen öffentlichen Wunder vollbrachte, von denen alle sprachen. Er war einer der sieben Männer, die ausgewählt worden waren, um bei der Verteilung von Lebensmitteln zu helfen. Seine Aufgabe war im Grunde genommen die frühchristliche Version der Organisation des Essensprogramms für Witwen.

      Er war derjenige, der dafür sorgen musste, dass alle ihr Brot bekamen, nicht derjenige, der vor dem höchsten religiösen Gericht des Landes stand und dessen Gesicht wie der Himmel strahlte.

      Es ist fast so, als würde der stille ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirche, der immer die Kaffeekannen auffüllt, plötzlich in einem Gerichtssaal in den Nachrichten landen und statt verängstigt auszusehen, würde er aussehen, als käme er gerade aus der Gegenwart Gottes.

      Und das sagt etwas Wichtiges aus. Der Frieden in Stephens Gesicht kam nicht von seiner Position. Er kam nicht von seiner Sicherheit. Er kam nicht von freundlichen Umständen. Er stand vor mächtigen Männern, die über ihn logen und ihn hätten töten können. An diesem Moment war nichts Angenehmes.

      Aber sein Herz war irgendwo tiefer verankert als die Situation um ihn herum. Der Raum war voller Spannung, Wut und falschen Anschuldigungen, aber sein Gesicht spiegelte den Himmel wider, nicht den Gerichtssaal.

      Und das macht diese Situation unangenehm nachvollziehbar.

      Denn die meisten von uns müssen nicht vor einem Rat stehen, der uns steinigen könnte, aber wir haben Momente, in denen wir unter Druck stehen. Stress bei der Arbeit. Konflikte mit Menschen. Situationen, in denen wir uns missverstanden oder beschuldigt fühlen. Tage, an denen schon vor 8 Uhr morgens alles schief läuft und wir ziemlich sicher sind, dass sogar der Kaffee uns verurteilt.

      Und in diesen Momenten zeigt sich irgendwann auf unseren Gesichtern, was in unseren Herzen vorgeht. Wenn wir voller Angst sind, sieht man es uns an. Wenn wir voller Bitterkeit sind, sieht man es uns an. Wenn wir am Ende unserer Kräfte sind und sarkastisch reagieren, sieht man das normalerweise auch.

      Aber Stephanus, der sich im schlimmsten Moment seines Lebens befand, hatte ein Gesicht, das wie das eines Engels aussah. Nicht weil die Situation gut war, sondern weil sein Herz ruhig war. Er wusste, wer Gott war. Er wusste, zu wem er gehörte. Und dieser Frieden konnte selbst in einem feindseligen Gerichtssaal nicht erschüttert werden.

      Für die Menschen in diesem Raum muss das zutiefst beunruhigend gewesen sein. Der Mann, den sie anklagten, sah eher so aus, als wäre er in der Gegenwart Gottes als sie selbst. Der Angeklagte schien dem Himmel näher zu sein als diejenigen, die die Macht hatten.

      Und dieser kleine, ruhige Satz am Ende von Apostelgeschichte 6 wird zu einer eindringlichen Erinnerung. Manchmal ist das stärkste Zeugnis keine Rede, kein Wunder, kein dramatischer Moment. Manchmal ist es einfach der Ausdruck auf dem Gesicht eines Menschen, wenn alles um ihn herum zusammenbricht und er dennoch den Frieden Gottes in sich trägt.


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    • Feb. 25thGlaube und Durchhaltevermögen im Gefängnis

      ❤️‍🔥Glaube und Durchhaltevermögen im Gefängnis❤️‍🔥

      Paulus und Silas waren zwei treue Anhänger von Christus.
      Sie zogen von Stadt zu Stadt, verkündeten das Evangelium,
      heilten Kranke und verbreiteten die Botschaft der Erlösung.
      Aber ihre Arbeit stieß auf Widerstand.

      Eines Tages, in der Stadt Philippi,
      trieb Paulus einen Geist der Wahrsagerei aus einer Sklavin aus,
      was ihre Herren verärgerte, die sie benutzten, um Geld zu verdienen.
      Als Vergeltung packten sie Paulus und Silas
      und warfen sie ohne Gerichtsverfahren ins Gefängnis.

      Das Gefängnis war dunkel, kalt und ungemütlich,
      aber Paulus und Silas verzweifelten nicht.
      Inmitten ihres Leidens beteten sie und sangen Gott Loblieder,
      indem sie ihn für seine Güte und Treue priesen.

      Plötzlich gab es ein Erdbeben.
      Die Türen des Gefängnisses öffneten sich und die Ketten fielen ab.
      Als der Gefängniswärter sah, dass die Gefangenen frei waren,
      wollte er sich das Leben nehmen, weil er Angst hatte, für ihre Flucht bestraft zu werden.

      Aber Paulus hielt ihn davon ab und sagte: „Tu dir nichts an, wir sind alle hier.“
      Der Gefängniswärter war von ihrem Glauben beeindruckt und fragte: „Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“
      Paulus und Silas erzählten ihm vom Evangelium, und er und seine Familie ließen sich taufen.

      Erkenntnisse:
      • Egal, wie die Umstände sind, unser Glaube an Gott sollte stark bleiben.
      • Gott kann sogar die dunkelsten Situationen nutzen, um seine Macht zu zeigen und andere zur Erlösung zu führen.
      • Wahre Freiheit kommt nicht durch die Flucht aus physischen Fesseln, sondern durch die Kraft des Evangeliums, das Leben zu verändern.

      Lektionen:

      1. Glaube angesichts von Widrigkeiten: Obwohl Paulus und Silas inhaftiert und ungerecht behandelt wurden, lobten sie Gott weiterhin. Das lehrt uns, dass unser Glaube unabhängig von den Umständen, denen wir gegenüberstehen, standhaft bleiben sollte und wir immer Gründe finden können, Gott anzubeten.
      2. Gottes Kraft in schwierigen Zeiten: Paulus und Silas wurden durch ein Erdbeben befreit, aber sie rannten nicht weg, sondern blieben und halfen dem Gefängniswärter. Das zeigt, dass Gott jede Situation, egal wie schlimm sie auch sein mag, nutzen kann, um seine Macht zu zeigen und Erlösung zu bringen.
      3. Das Evangelium in jeder Situation weitergeben: Selbst im Gefängnis konzentrierten sich Paulus und Silas darauf, das Evangelium weiterzugeben. Ihr Handeln erinnert uns daran, dass wir bereit sein sollten, Gottes Liebe und Botschaft der Erlösung zu verkünden, unabhängig von unseren Umständen.

      Grundsatz:
      • Glaube und Ausdauer führen zu Gottes Herrlichkeit: Der unerschütterliche Glaube von Paulus und Silas an Gott angesichts ihrer Gefangenschaft zeigt, dass Ausdauer im Herrn zu kraftvollen Zeugnissen und Gelegenheiten führen kann, das Evangelium zu verkünden, selbst an den unerwartetsten Orten.

      Gedicht:

      In der dunklen und kalten Umarmung des Gefängnisses
      fanden Paulus und Silas Gottes Gnade.
      Sie sangen laut und deutlich sein Lob,
      ihr Glaube blieb trotz der Angst bestehen.

      Es kam ein Erdbeben, die Ketten fielen ab,
      aber sie blieben, damit andere sie sehen konnten.
      Der Gefängniswärter fragte: „Was muss ich tun?“,
      um reine und wahre Erlösung zu finden.

      📖 Apostelgeschichte 16,25-34

      „Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und lobten Gott, und die Gefangenen hörten ihnen zu. Plötzlich gab es ein großes Erdbeben, sodass die Grundmauern des Gefängnisses wankten; sofort öffneten sich alle Türen, und die Fesseln aller wurden gelöst.“

      Gottes Kraft wirkt auch in unseren dunkelsten Momenten.


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    • Feb. 25thDie Lösung besteht nicht darin, Christus zu verkürzen, damit unsere Aufmerksamkeit erhalten bleibt

      Apostelgeschichte 20,7–10 (KJV)
      Stell dir den oberen Raum in Troas vor, mit brennenden Lampen, aufgeschlagenen Schriften und Herzen, die sich um die Wahrheit versammelt haben.

      Paulus hält keine beiläufige Predigt, sondern teilt den Menschen, die er vielleicht nie wieder sehen wird, den Reichtum Christi mit. Die Predigt geht weiter … und weiter … bis Mitternacht.

      Dann schau dir Eutychus an.
      Er sitzt am Fenster, hört zu, kämpft aber gegen die Schwäche des Fleisches. Während Paulus weiterredet, übermannt ihn der Schlaf.

      Er fällt. Der Moment ist plötzlich, ernüchternd und menschlich. Er erinnert uns daran, dass selbst in der Gegenwart der Wahrheit der Körper müde werden kann, während die Seele zum Erwachen aufgerufen ist.

      Paulus geht hinunter, umarmt ihn und sagt: „Macht euch keine Sorgen, denn er lebt.“ Die Versammlung wird fortgesetzt. Das Wort Gottes wird weiter verkündet. Christus bleibt im Mittelpunkt.

      Ich denke darüber nach und sehe etwas, das für die Christen von heute bemerkenswert ist. Viele werden heute schon nach einer Stunde Predigt unruhig. Die Aufmerksamkeit schwindet, das Interesse lässt nach, und das Herz sagt: „Das dauert zu lange.“

      Doch die Gläubigen in Troas blieben die ganze Nacht, weil sie sich nicht aus Bequemlichkeit versammelt hatten, sondern wegen Christus.
      Eutychus steht nicht nur für einen Jungen, der eingeschlafen ist, sondern für den Kampf, mit dem wir alle konfrontiert sind.

      Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Die Lösung besteht nicht darin, Christus zu verkürzen, damit unsere Aufmerksamkeit erhalten bleibt. Die Lösung besteht darin, Christus so klar zu sehen, dass unsere Herzen erwachen.

      Das Evangelium kann nicht reduziert werden, um unserer Ungeduld gerecht zu werden. Wenn ich wirklich die Herrlichkeit des Herrn, sein Kreuz, seine Barmherzigkeit, seine Auferstehung betrachte, frage ich nicht mehr: „Wie lange dauert die Predigt noch?“ Ich frage mich stattdessen: „Wie viel mehr kann ich über Christus erfahren?“

      Die Herausforderung ist also eine persönliche:
      Bin ich körperlich anwesend wie Eutychus am Fenster, oder bin ich im Herzen wach und empfange das Leben, das nur Christus schenkt?

      Wo Christus geschätzt wird, ist Zuhören keine Last, sondern Gemeinschaft mit dem lebendigen Wort.


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