
Der Sturm auf dem See Genezareth war nichts Ungewöhnliches.
Es kommt häufig vor, dass plötzliche Winde
von den umliegenden Hügeln herabfegen und
ruhiges Wasser ohne Vorwarnung in einen stürmischen Aufschwung verwandeln.
Auch einige der Jünger waren Fischer.
Sie hatten schon Stürme erlebt.
Sie kannten die Gefahr.
Und doch, als die Wellen begannen,
ins Boot zu schlagen, überkam sie die Angst.
Die Evangelisten berichten, dass Jesus Christus
im Heck des Bootes schlief. Nicht abwesend.
Nicht ahnungslos. Sondern ruhend.
Der Sturm beunruhigte ihn nicht
so wie sie.
Was das Boot erschütterte, konnte sein Vertrauen in den Vater nicht erschüttern.
Als die Jünger ihn weckten,
verrieten ihre Worte mehr als nur Panik.
„Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“
Sie reagierten nicht nur auf den Wind.
Es war das, was der Sturm in ihren Herzen geweckt hatte:
Angst, Zweifel und die leise Ahnung, vergessen worden zu sein.
Jesus stand auf und sprach zu den Elementen:
„Schweig! Sei still!“
Der Wind legte sich.
Das Meer gehorchte.
Doch die Stille des Wassers war nicht der eigentliche Kern des Augenblicks.
Nachdem sich der Sturm gelegt hatte,
wandte sich Jesus zu den Jüngern und fragte:
„Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr denn immer noch keinen Glauben?“
Die Zurechtweisung erfolgte nicht vor, sondern nach dem Wunder.
Das lehrt uns etwas Wichtiges.
Der Sturm war nicht nur eine äußere Bedrohung,
sondern vielmehr eine aufschlussreiche Prüfung.
Er zeigte, wie schnell die Angst ihr Vertrauen verdrängt hatte,
selbst mit Christus im Boot.
Die Jünger hatten angenommen, Frieden bedeute die Abwesenheit von Gefahr.
Jesus lehrte sie, Frieden bedeute Vertrauen in seine Gegenwart,
selbst wenn Gefahr bestand.
Die größere Unordnung herrschte also nicht im Meer,
sondern tief in ihren Herzen.
In diesem Augenblick zeigte Jesus, dass seine Autorität
über die Schöpfung hinaus bis in das Innere seiner Nachfolger reicht.
Er kann Winde befehligen, ja, aber er ruft auch Herzen zur Ruhe.
Dies lehrt uns, dass sich Glaube nicht
in ruhigen Umständen bewährt, sondern im Vertrauen auf den,
der in turbulenten Zeiten bei uns ist.
Die Jünger fragten sich: „Wer ist dieser?“
Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch die Evangelien,
bis sie ihre vollkommenste Antwort findet
am Kreuz und am leeren Grab.
Derselbe, der den Sturm stillte,
der später Leid, Stille und Tod ertragen sollte,
im vollkommenen Vertrauen zum Vater, und auferstehen.
Der Sturm war also nicht sinnlos. Er war ein Lehrmeister.
Ein Ort, an dem die Angst offengelegt, der Glaube auf die Probe gestellt und Vertrauen langsam geformt wurde.
Mir wurde hier bewusst, wie oft ich mir wünsche, Gott möge meine Situationen beruhigen,
während er sich sanft an mein Herz wendet.
Es geht nicht nur darum, seine Macht zu bestaunen,
sondern auch darum, in seiner Gegenwart Ruhe zu finden.
So war es also mehr als Wind und Wellen,
dass die Herzen der Jünger
zur Stille ermahnt werden sollten.
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The storm on the Sea of Galilee was not unusual.
It is a normal occurrence for sudden winds
to harshly sweep down from the surrounding hills,
turning calm waters violent without warning.
Several of the disciples were fishermen too.
They had seen storms before.
They knew the danger.
And yet, when the waves began to crash
into the boat, fear overtook them.
The Gospel writers tell us that Jesus Christ
was asleep in the stern. Not absent.
Not unaware. But resting..
The storm did not trouble Him
in the way it troubled them.
What shook the boat did not
unsettle His trust in the Father.
When the disciples woke Him,
their words revealed more than panic.
“Teacher, do you not care that we are perishing?”
It was not merely the wind they were reacting to.
It was what the storm had awakened in their hearts,
fear, doubt, and a quiet suspicion that they had been forgotten.
Jesus stood and spoke to the elements.
“Peace. Be still.”
The wind ceased.
The sea obeyed.
But the calm of the water was not the true center of the moment.
After the storm had settled,
Jesus turned to the disciples and asked,
“Why are you so afraid? Have you still no faith?”
The rebuke did not come before the miracle, but after it.
This tells us something important.
The storm was not only an external threat,
rather, it was a revealing test.
It exposed how quickly fear had replaced their trust,
even with Christ present in the boat.
The disciples had assumed that peace
meant the absence of danger.
Jesus was teaching them that peace
meant confidence in His presence,
even when danger remained.
So the greater disorder was not in the sea,
but deep within their hearts.
In this moment, Jesus showed that His authority
extends beyond creation to the inner life of His followers.
He can command winds, yes, but He also calls hearts to rest as well.
This teaches us that faith is not proven
by calm circumstances, but by trust in the One
who is with us when circumstances are not calm.
The disciples were left asking, “Who then is this?”
That question lingers through the Gospels
until it finds its fullest answer
at the cross and the empty tomb.
The One who calmed the storm is the same One
who would later endure suffering, silence, and death,
trusting the Father completely, and rise again.
That the storm was not pointless. It was a classroom.
A place where fear was exposed, faith was challenged,
and trust was slowly being formed.
I realized here how often I want God to calm my situations,
when what He is gently addressing is my heart.
The call is not only to marvel at His power,
but to learn rest in His presence.
So yes, more than the wind and waves,
it was the hearts of the disciples
that were meant to be commanded to be still.