
Dank dem vollbrachten Werk von Jesus Christus leben Gottes Kinder nicht mehr unter Verdammnis, Strafe oder geistiger Gefangenschaft. Jesus hat unsere Sünden schon am Kreuz auf sich genommen und ist auferstanden, um uns neues Leben zu schenken. Das heißt, unsere Beziehung zu Gott ist sicher. Wir müssen uns die Freiheit von Gott nicht verdienen. Durch Jesus ist uns die Freiheit schon geschenkt worden.
Wenn wir die Bibel lesen, sehen wir immer wieder ein schönes Muster. Gott verwandelt oft Orte der Gefangenschaft in Orte der Befreiung.
Joseph hat das auf eindrucksvolle Weise erlebt. Seine eigenen Brüder haben ihn verraten und in die Sklaverei verkauft. Später wurde er zu Unrecht beschuldigt und für etwas, das er nicht getan hatte, ins Gefängnis geworfen. Von außen sah es so aus, als wäre sein Leben zerbrochen. Doch Gott hatte Josef in diesem Gefängnis nicht verlassen. Zur richtigen Zeit hatte der Pharao einen beunruhigenden Traum, den niemand deuten konnte. Josef wurde plötzlich aus dem Gefängnis geholt und erhielt von Gott die Weisheit, den Traum zu deuten. An einem einzigen Tag wurde Josef vom Gefängnisinsassen zum Herrscher über Ägypten (1. Mose 41,14–41). Der Ort, der einst wie das Ende seiner Geschichte aussah, wurde zum Tor zu dem Plan, den Gott die ganze Zeit vorgesehen hatte.
Ein ähnlicher Moment findet sich im Buch der Apostelgeschichte mit dem Apostel Petrus. Petrus wurde verhaftet und unter strenger Bewachung ins Gefängnis geworfen. Seine Hände waren in Ketten gelegt und Soldaten umzingelten ihn. Es schien unmöglich, dass er entkommen konnte. Aber in der Nacht erschien ein Engel des Herrn, die Ketten fielen von seinen Händen und die Gefängnistüren öffneten sich, als Petrus in die Freiheit hinausging (Apostelgeschichte 12,7–10). Was wie eine ausweglose Situation aussah, wurde zu einem Wunder der Befreiung.
Diese Geschichten zeigen uns etwas Wichtiges über das Herz Gottes. Immer wieder greift er in Situationen ein, die hoffnungslos erscheinen, und bringt Freiheit, wo zuvor Gefangenschaft herrschte.
Das beste Beispiel dafür ist aber Jesus.
Als Jesus am Kreuz starb, wurde sein Körper in ein Grab gelegt und der Eingang mit einem Stein verschlossen. Es sah so aus, als hätte der Tod gesiegt. Aber drei Tage später konnte das Grab ihn nicht halten. Jesus stand von den Toten auf und besiegte für immer die Sünde, den Tod und die Macht des Grabes.
Die Auferstehung ist der größte Gefängnisausbruch der Geschichte.
Durch das vollendete Werk Jesu Christi sind Gläubige nicht länger Gefangene der Sünde, der Schuld oder der Angst. Die Schrift sagt, dass Gott „uns aus der Macht der Finsternis befreit und in das Reich seines geliebten Sohnes versetzt hat“ (Kolosser 1,13). Durch Jesus sind die Ketten bereits zerbrochen.
Wenn du dich also jemals durch Umstände gefangen fühlst, denk an das Muster, das wir in der Bibel sehen. Josef kam aus dem Gefängnis heraus. Petrus kam aus dem Gefängnis heraus. Und Jesus kam aus dem Grab heraus.
Gott ist derjenige, der Gefangenschaft in Befreiung verwandelt.
Und dank des vollbrachten Werks von Jesus Christus leben seine Kinder jetzt in der Freiheit, die er bereits gesichert hat.
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