
DIE MAUERN VON JERICHO – Wenn der Glaube gehorcht, bevor er versteht (Josua 6,1-27)
Jericho war keine gewöhnliche Stadt.
Sie war befestigt, erhöht und so gebaut, dass sie einschüchternd wirkte. Ihre Mauern waren ein lautes Zeichen der Unmöglichkeit – sie sagten jedem herannahenden Feind: „Du kommst hier nicht vorbei.“
Doch Gott misst den Sieg nie an der Höhe der Mauern.
Anstatt Israel einen Schlachtplan zu geben, der der menschlichen Logik entsprach, gab der Herr ihnen Anweisungen, die absolutes Vertrauen erforderten.
„Marschiert sechs Tage lang einmal täglich um die Stadt herum … Am siebten Tag marschiert siebenmal um sie herum, und wenn ihr den Trompetenklang hört, schreit laut.“
— Josua 6,3–5
Keine Waffen.
Kein Geschrei.
Keine Verhandlungen.
Nur Gehorsam.
Sechs Tage lang marschierte Israel schweigend um das herum, was unüberwindbar schien. Jeder Schritt war ein Akt des Glaubens. Jeder stille Marsch erklärte: „Wir vertrauen Gott mehr als dem, was wir sehen.“
Dann kam der siebte Tag.
Als die Priester ihre Trompeten bliesen und das Volk seine Stimmen zum Lobpreis erhob, geschah das Unmögliche:
„Als die Trompeten erklangen, schrie die Armee, und beim Klang der Trompeten, als die Männer laut schrien, stürzte die Mauer ein.“
— Josua 6:20
Die Mauern fielen nicht wegen des Lärms.
Sie fielen, weil der Gehorsam vollkommen war.
Jericho lehrt uns, dass Gott nicht von uns verlangt, das Wunder zu verstehen – er verlangt von uns, ihm während des Prozesses zu vertrauen. Manche Mauern fallen durch Stärke, andere durch Strategie, aber die größten Durchbrüche kommen durch treuen Gehorsam.
Wenn du heute vor einem Jericho stehst – etwas, das unbeweglich, einschüchternd und außerhalb deiner Kontrolle zu sein scheint – denk daran:
Deine Verantwortung ist Gehorsam. Gottes Verantwortung ist das Ergebnis.
Und wenn Gott handelt, leisten Mauern keinen Widerstand – sie fallen.
📖 Lies den vollständigen Bericht in Josua Kapitel 6.
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