
DER VERLORENE SOHN – Barmherzigkeit, die den Gebrochenen entgegenkommt
📖 Lukas 15,11–32
Jesus erzählte eine Geschichte über einen Sohn, der Freiheit ohne Beziehung wollte. Er verlangte sein Erbe, verließ das Haus seines Vaters und verschwendete alles, um seinem Vergnügen nachzugehen. Was wie Unabhängigkeit aussah, verwandelte sich langsam in Leere. Als das Geld weg war, waren auch die Freunde weg. Hunger ersetzte die Freude. Scham ersetzte den Stolz.
An seinem Tiefpunkt kam der Sohn zur Besinnung. Er suchte keine Ausreden, sondern zeigte nur Reue. Er beschloss, nach Hause zurückzukehren, nicht als Sohn, sondern als Diener. Er rechnete mit Ablehnung. Er hatte die Konsequenzen verdient.
Aber der Vater hatte die Straße beobachtet.
Als der Sohn noch weit weg war, rannte der Vater ihm entgegen. Keine Vorwürfe. Keine Verzögerung. Keine Strafe zuerst. Nur offene Arme. Der Vater gab ihm alles zurück – ein Gewand, einen Ring, Sandalen und ein Fest. Die Sohnschaft wurde durch das Versagen nicht aufgehoben.
In dieser Geschichte geht es nicht nur um einen rebellischen Sohn. Es geht um einen liebenden Vater.
Gott wartet nicht darauf, dass du dich in Ordnung bringst, bevor du zurückkommst. Er wartet darauf, dass du umkehrst. Gnade begegnet dir auf dem Weg, nicht an der Ziellinie. Egal, wie weit du gegangen bist, Reue führt dich immer nach Hause.
Und wenn du dich vergessen, abgelehnt oder unwürdig fühlst – denk daran: Der Himmel feiert ein zurückkehrendes Herz mehr als tausend perfekte Auftritte.
Du bist nicht zu verloren, um gefunden zu werden.
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