
Lass uns mal was klären, was die Geschichte schon längst geklärt hat. Man kann über Theologie diskutieren. Man kann über Glaubenssätze diskutieren. Aber zu leugnen, dass Jesus von Nazareth auf dieser Erde gelebt hat, ist keine Glaubensfrage. Es ist eine historische Frage. Und historisch gesehen ist Jesus eine der am besten dokumentierten Figuren der Antike. Nicht nur in der Bibel. Auch außerhalb davon.
Nichtchristliche Historiker haben über Jesus geschrieben, ohne das Christentum fördern zu wollen.
Tacitus war ein römischer Historiker, der darüber schrieb, dass Christus unter Pontius Pilatus während der Herrschaft von Kaiser Tiberius hingerichtet wurde. Tacitus war kein Gläubiger. Er hatte sogar eine negative Meinung von Christen. Trotzdem hat er dokumentiert, dass Jesus eine echte historische Figur war, die gekreuzigt wurde.
Josephus war ein jüdischer Historiker, der Jakobus als den Bruder von Jesus, der Christus genannt wird, erwähnte. Das ist beeindruckend, weil es aus einer jüdischen historischen Perspektive stammt und nicht aus christlicher Predigt.
Plinius der Jüngere schrieb über frühe Christen, die Jesus als Gott verehrten. Dies zeigt, dass die ersten Anhänger Jesus nicht nur als Lehrer betrachteten. Sie betrachteten ihn als göttlich.
Keiner dieser Männer versuchte, das Christentum zu etablieren. Sie hielten fest, was sie in ihrer Welt beobachteten.
Auch die Archäologie stimmt mit den Berichten des Evangeliums überein. Es wurden Beweise gefunden, die bestätigen, dass Pontius Pilatus ein echter römischer Statthalter war. Es wurden Beweise im Zusammenhang mit dem Hohepriester Kaiphas entdeckt. Sogar Nazareth, von dem Kritiker einst behaupteten, es sei erfunden, wurde als echte Stadt aus dem ersten Jahrhundert bestätigt.
Die handschriftlichen Beweise für das Neue Testament sind stärker als die meisten alten historischen Schriften. Der Zeitabstand zwischen dem Zeitpunkt, als die Ereignisse passierten, und dem Zeitpunkt, als sie niedergeschrieben wurden, ist viel kleiner als bei den meisten alten Dokumenten, denen Historiker täglich vertrauen. Trotzdem stellen die Leute diese Dokumente selten in Frage. Sie hinterfragen nur die Heilige Schrift wegen dem, was sie behauptet.
Die Evangelien wurden so kurz nach den Ereignissen geschrieben, dass die Augenzeugen noch am Leben waren. Wenn Jesus nicht echt gewesen wäre, wäre die Bewegung schnell zerschlagen worden. Stattdessen verbreitete sich das Christentum trotz intensiver Verfolgung. Die Menschen wurden geschlagen, eingesperrt und getötet, weigerten sich aber trotzdem, zu leugnen, was sie gesehen hatten. Menschen sterben vielleicht für etwas, das sie für wahr halten. Sie sterben selten für etwas, von dem sie wissen, dass es eine Lüge ist.
Dann gibt es noch die prophetische Ebene. Das Alte Testament beschrieb schon lange vor der Geburt Jesu Details über den Messias. Details darüber, wo er geboren werden würde. Wie er leiden würde. Wie er abgelehnt werden würde. Wie er durchbohrt werden würde. Diese Texte wurden Jahrhunderte vor der Kreuzigung geschrieben.
Seriöse Historiker diskutieren nicht wirklich darüber, ob Jesus existiert hat. Die eigentliche Debatte dreht sich darum, wer er war. Denn Jesus präsentierte sich nicht nur als guter Lehrer. Er beanspruchte die Autorität, Sünden zu vergeben. Er behauptete, eins mit Gott zu sein. Er sagte seinen Tod und seine Auferstehung voraus.
Man kann die Kirchenkultur ablehnen.
Man kann organisierte Religion ablehnen.
Man kann die christliche Lehre ablehnen.
Aber um zu leugnen, dass Jesus gelebt hat, müsste man römische Aufzeichnungen, jüdische Historiker, Archäologie, Manuskriptgeschichte und frühe Augenzeugenberichte ignorieren.
Das ist kein blindes Vertrauen. Das ist historische Realität.
Die eigentliche Frage war nie, ob Jesus existiert hat.
Die eigentliche Frage war immer, was man mit der Tatsache anfängt, dass er existiert hat.
This entry was posted in Fundstücke by Jule with no comments yet
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.