
Manchmal sind wir zu schwach, um zu gehen.
Zu müde, um zu beten.
Zu gebrochen, um zu glauben.
Zu sehr von Schmerz geplagt, um zu hoffen.
Und in diesen Momenten schickt Gott uns Freunde.
Im Markusevangelium konnte ein gelähmter Mann Jesus nicht alleine erreichen. Die Menschenmenge war zu groß. Der Weg war zu beschwerlich. Sein Körper konnte sich nicht bewegen. Aber seine Freunde gaben ihn nicht auf.
Sie kletterten auf das Dach, brachen es auf und ließen ihn direkt vor Jesus hinunter.
Nicht wegen des Glaubens des Mannes –
sondern wegen ihres Glaubens.
Jesus sah ihren Glauben und heilte den Mann.
Das erinnert uns daran, dass echte Freundschaft dich trägt, wenn du dich selbst nicht mehr tragen kannst.
Echte Freunde beten für dich, wenn dein Glaube leer ist.
Sie bringen dich näher zu Gott, wenn du dich festgefahren fühlst.
Sie glauben für dich, wenn du nicht mehr glauben kannst.
Manchmal kommt dein Durchbruch, weil jemand nicht aufgehört hat, für dich zu beten.
Jemand hat nicht aufgehört, auf dich zu hoffen.
Jemand hat nicht aufgehört, dich zu Jesus zu tragen.
Und manchmal bist du dazu berufen, dieser Freund zu sein.
Derjenige, der aufrichtet.
Derjenige, der für dich eintritt.
Derjenige, der andere im Gebet trägt.
Derjenige, der daran glaubt, dass Gott noch etwas bewegen wird.
Denn Glaube ist mächtig –
aber Glaube in Aktion ist unaufhaltsam.
Herr, danke für Freunde, die uns tragen, wenn wir schwach sind.
Mache uns zu Freunden, die andere näher zu dir bringen.
Amen. 🙏

Matthäus war nicht in einer Synagoge.
Er kniete nicht nieder.
Er fastete nicht, betete nicht und versuchte auch nicht, Gott zu beeindrucken.
Er saß an einem Steuertisch und zählte Münzen, die mit Kompromissen einhergingen, belastet von Ablehnung, von der Gesellschaft als Verräter und Sünder gebrandmarkt. Sein Ruf eilte ihm voraus, wo immer er auch hinging.
**Und genau dort rief Jesus ihn zu sich.**
Freund, ich liebe das an Gott:
Jesus wartete nicht darauf, dass Matthäus sein Leben in Ordnung brachte.
Er sagte nicht: „Matthäus, bring dein Leben in Ordnung, dann komm zu mir.“
Er verlangte keine Erklärung oder ein Geständnis.
Jesus sagte einfach: **„Folge mir nach.“**
Das sagt uns etwas Wichtiges über Gnade.
Gnade wartet nicht auf Perfektion.
Gnade zeigt sich mitten im Chaos.
Matthäus ist Jesus nicht nachgejagt – **Jesus ist Matthäus nachgegangen.**
Und derselbe Jesus geht auch heute noch den Menschen nach.
Manchmal denken wir, dass Gott nur an heiligen Orten spricht – in Kirchen, Gebetsräumen, auf Berggipfeln. Aber diese Passage erinnert uns daran, dass **Gott in Büros, im Alltag, in Misserfolgen und an Orten spricht, für die wir uns schämen.**
Der Steuertisch stand für alles, woran die Menschen Matthäus gemessen haben.
Aber Jesus sah über den Tisch hinaus und sah einen Jünger.
Die Menschen sahen einen Zöllner.
Jesus sah einen Evangelisten.
So wirkt Gott.
Er berücksichtigt niemals deine Vergangenheit, um deine Zukunft zu bestimmen.
Beachte die Reihenfolge:
Jesus rief zuerst.
Matthäus stand als Zweiter auf.
Die Verwandlung qualifizierte ihn nicht für den Ruf – **der Ruf löste die Verwandlung aus.**
Dies steht im Einklang mit der unveränderlichen Wahrheit der Schrift:
„Als wir noch Sünder waren, ist Christus für uns gestorben“ (Römer 5,8).
Gott liebt nicht die zukünftige Version von dir – er liebt **dich jetzt**, und diese Liebe bewirkt Veränderung.
Als Matthäus aufstand, ließ er alles hinter sich. Aber er ging nicht, weil er unter Druck gesetzt wurde – er ging, weil er **gesehen** wurde.
Als Jesus ihn rief, veränderte sich etwas in seinem Inneren.
Die gleiche Stimme, die „Folge mir nach“ sagte, sagte auch: „Du bist noch nicht fertig.“
Der Zöllnertisch war ein Symbol dafür, wer Matthäus früher war.
Aber der Weg mit Jesus wurde zu dem Ort, an dem er zu dem wurde, der er sein sollte.
Und hier ist die gute Nachricht für uns heute:
Wenn Jesus einen Mann rufen kann, der an einem Steuertisch sitzt,
kann er auch dich rufen in deiner Unsicherheit,
in deiner Gebrochenheit,
an dem Ort, an dem du dich am wenigsten spirituell fühlst.
Gott lässt sich von deinem Chaos nicht einschüchtern.
Er wird nicht von deiner Vergangenheit abgestoßen.
Er fühlt sich zu Herzen hingezogen, die reagieren, wenn er spricht.
Ein einziger Moment mit Jesus kann deine Identität neu definieren.
Ein Schritt des Gehorsams kann Ihre Geschichte neu schreiben.
Wenn Sie also das Gefühl haben, heute an einem „Zöllnertisch” zu sitzen – festgefahren, verurteilt, übersehen –, dann hören Sie dies ganz deutlich:
**Jesus kommt immer noch vorbei.
Er ruft immer noch Namen.
Und er sieht immer noch mehr in Ihnen, als Sie derzeit sind.**
Ihr Werden beginnt in dem Moment, in dem Sie Ja sagen.
by Jule with 1 comment