
Manchmal sind wir zu schwach, um zu gehen.
Zu müde, um zu beten.
Zu gebrochen, um zu glauben.
Zu sehr von Schmerz geplagt, um zu hoffen.
Und in diesen Momenten schickt Gott uns Freunde.
Im Markusevangelium konnte ein gelähmter Mann Jesus nicht alleine erreichen. Die Menschenmenge war zu groß. Der Weg war zu beschwerlich. Sein Körper konnte sich nicht bewegen. Aber seine Freunde gaben ihn nicht auf.
Sie kletterten auf das Dach, brachen es auf und ließen ihn direkt vor Jesus hinunter.
Nicht wegen des Glaubens des Mannes –
sondern wegen ihres Glaubens.
Jesus sah ihren Glauben und heilte den Mann.
Das erinnert uns daran, dass echte Freundschaft dich trägt, wenn du dich selbst nicht mehr tragen kannst.
Echte Freunde beten für dich, wenn dein Glaube leer ist.
Sie bringen dich näher zu Gott, wenn du dich festgefahren fühlst.
Sie glauben für dich, wenn du nicht mehr glauben kannst.
Manchmal kommt dein Durchbruch, weil jemand nicht aufgehört hat, für dich zu beten.
Jemand hat nicht aufgehört, auf dich zu hoffen.
Jemand hat nicht aufgehört, dich zu Jesus zu tragen.
Und manchmal bist du dazu berufen, dieser Freund zu sein.
Derjenige, der aufrichtet.
Derjenige, der für dich eintritt.
Derjenige, der andere im Gebet trägt.
Derjenige, der daran glaubt, dass Gott noch etwas bewegen wird.
Denn Glaube ist mächtig –
aber Glaube in Aktion ist unaufhaltsam.
Herr, danke für Freunde, die uns tragen, wenn wir schwach sind.
Mache uns zu Freunden, die andere näher zu dir bringen.
Amen. 🙏

Eine der schädlichsten Überzeugungen im modernen Christentum ist die Vorstellung, dass Gehorsam Segen auslöst. Vielen Gläubigen wurde beigebracht, manchmal subtil, manchmal direkt, dass Gott zuerst das Verhalten beobachtet und dann mit Versorgung reagiert. Diese Theologie klingt vernünftig, spiegelt aber nicht das Herz Jesu wider, wie es in den Evangelien offenbart wird. Segen ist keine Belohnung für Gehorsam. Segen entspringt der Natur Gottes. Wir sind nicht gesegnet, weil wir gehorsam sind. Wir gehorchen, weil wir bereits gesegnet sind. Die Schrift sagt uns ganz klar, dass wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat (1. Johannes 4,19, ESV). Alles im christlichen Leben folgt dieser Reihenfolge.
Lukas stellt uns Petrus nicht als einen Mann vor, der in Sieg wandelt, sondern als einen Mann, der eine Nacht des völligen Scheiterns hinter sich hat. Er und seine Partner hatten die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Die Netze waren leer. Die Anstrengungen waren erschöpft. Petrus wusch seine Netze, was bedeutet, dass er es aufgegeben hatte. Dies ist der Moment, in dem Jesus beschließt, in Petrus‘ Leben zu treten. Jesus wartet nicht auf geistliche Hungersnot, Buße oder Gehorsam. Er steigt in Petrus‘ Boot, während Petrus noch mit leeren Händen dasteht. Lukas 5,1–3 zeigt uns, wie Gnade eine Beziehung initiiert, lange bevor Petrus versteht, wer Jesus ist.
Nachdem Jesus die Menge gelehrt hat, spricht er direkt zu Petrus und sagt: „Fahre hinaus auf den See und wirf deine Netze aus, damit du einen Fang machst“ (Lukas 5,4, ESV). Dies wird oft als Test des Gehorsams gepredigt, aber der Text stützt diese Schlussfolgerung nicht. Petrus antwortet nicht mit Glauben. Er antwortet mit Ehrlichkeit. „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen“ (Lukas 5,5, ESV). Petrus gehorcht nicht, weil er einen Segen erwartet, sondern weil Jesus sich bereits in Petrus‘ Leben positioniert hat. Gehorsam ist hier kein Hebel, um Segen vom Himmel herabzuziehen. Es ist einfach Vertrauen, das auf Gegenwart reagiert.
Als die Netze ausgeworfen werden, geschieht sofort ein überwältigendes Wunder. Lukas berichtet uns, dass sie eine große Menge Fische fingen und ihre Netze zu reißen begannen. Ihre Boote füllten sich und begannen zu sinken (Lukas 5,6–7, ESV). Dieses Detail ist wichtig. Die Fülle ist weit größer, als es Gehorsam allein erklären könnte. Das Ausmaß des Segens offenbart seine Quelle. Dies ist keine Belohnung. Es ist eine Offenbarung. Jesus zeigt Petrus, wer er ist. Gnade übersteigt immer die Anstrengung, denn Gnade entspringt der Identität, nicht der Leistung.
Die Reaktion des Petrus bestätigt dies. Als er sieht, was geschieht, fällt er Jesus zu Füßen und sagt: „Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr“ (Lukas 5,8, ESV). Beachten Sie, was Überzeugung bewirkt. Es ist nicht Zurechtweisung. Es ist Güte. Jesus erwähnt niemals die Sünde des Petrus. Petrus tut es. Dies steht in perfekter Übereinstimmung mit der Lehre des Paulus, dass Gottes Güte uns zur Umkehr führen soll (Römer 2,4, ESV). Überzeugung, die aus Angst entsteht, führt dazu, dass man sich versteckt. Überzeugung, die aus Gnade entsteht, führt zur Hingabe.
Jesus korrigiert sofort die Theologie des Petrus. Er wendet sich nicht ab. Er bestätigt nicht die Selbstverurteilung des Petrus. Er sagt: „Fürchte dich nicht. Von nun an wirst du Menschen fangen“ (Lukas 5,10, ESV). Gnade segnet Menschen nicht und disqualifiziert sie dann. Gnade segnet Menschen und beauftragt sie dann. Jesus spricht direkt zu dem Punkt, an dem Petrus sich am unwürdigsten fühlt. Das ist keine Verhaltensänderung. Das ist eine Identitätsveränderung.
Diese Begegnung weist auf das vollendete Werk Jesu Christi hin. Petrus brachte leere Netze. Jesus brachte Fülle. Nach dem Kreuz wird diese Wahrheit noch deutlicher. Die Schrift sagt uns, dass Gott uns in Christus mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen gesegnet hat (Epheser 1,3, ESV). Nicht nach Gehorsam. Nicht nach Wachstum. Nicht nach Reife. In Christus. Punkt. Gehorsam im Neuen Bund ist nicht die Ursache des Segens. Er ist dessen Frucht.
Wenn Gehorsam Segen hervorbringen würde, wäre das Kreuz unnötig. Aber die Schrift sagt uns, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren (Römer 5,8, ESV). Der Segen kam zuerst. Die Liebe kam zuerst. Die Gnade kam zuerst. Das vollendete Werk Jesu sicherte alles, bevor wir überhaupt darauf reagiert hatten.
Petrus hat sich nicht durch Gehorsam den Segen erarbeitet.
Petrus wurde durch den Segen zum Gehorsam geführt.
So hat sich Jesus als Herr offenbart.
by Jule with 1 comment
Matthäus war nicht in einer Synagoge.
Er kniete nicht nieder.
Er fastete nicht, betete nicht und versuchte auch nicht, Gott zu beeindrucken.
Er saß an einem Steuertisch und zählte Münzen, die mit Kompromissen einhergingen, belastet von Ablehnung, von der Gesellschaft als Verräter und Sünder gebrandmarkt. Sein Ruf eilte ihm voraus, wo immer er auch hinging.
**Und genau dort rief Jesus ihn zu sich.**
Freund, ich liebe das an Gott:
Jesus wartete nicht darauf, dass Matthäus sein Leben in Ordnung brachte.
Er sagte nicht: „Matthäus, bring dein Leben in Ordnung, dann komm zu mir.“
Er verlangte keine Erklärung oder ein Geständnis.
Jesus sagte einfach: **„Folge mir nach.“**
Das sagt uns etwas Wichtiges über Gnade.
Gnade wartet nicht auf Perfektion.
Gnade zeigt sich mitten im Chaos.
Matthäus ist Jesus nicht nachgejagt – **Jesus ist Matthäus nachgegangen.**
Und derselbe Jesus geht auch heute noch den Menschen nach.
Manchmal denken wir, dass Gott nur an heiligen Orten spricht – in Kirchen, Gebetsräumen, auf Berggipfeln. Aber diese Passage erinnert uns daran, dass **Gott in Büros, im Alltag, in Misserfolgen und an Orten spricht, für die wir uns schämen.**
Der Steuertisch stand für alles, woran die Menschen Matthäus gemessen haben.
Aber Jesus sah über den Tisch hinaus und sah einen Jünger.
Die Menschen sahen einen Zöllner.
Jesus sah einen Evangelisten.
So wirkt Gott.
Er berücksichtigt niemals deine Vergangenheit, um deine Zukunft zu bestimmen.
Beachte die Reihenfolge:
Jesus rief zuerst.
Matthäus stand als Zweiter auf.
Die Verwandlung qualifizierte ihn nicht für den Ruf – **der Ruf löste die Verwandlung aus.**
Dies steht im Einklang mit der unveränderlichen Wahrheit der Schrift:
„Als wir noch Sünder waren, ist Christus für uns gestorben“ (Römer 5,8).
Gott liebt nicht die zukünftige Version von dir – er liebt **dich jetzt**, und diese Liebe bewirkt Veränderung.
Als Matthäus aufstand, ließ er alles hinter sich. Aber er ging nicht, weil er unter Druck gesetzt wurde – er ging, weil er **gesehen** wurde.
Als Jesus ihn rief, veränderte sich etwas in seinem Inneren.
Die gleiche Stimme, die „Folge mir nach“ sagte, sagte auch: „Du bist noch nicht fertig.“
Der Zöllnertisch war ein Symbol dafür, wer Matthäus früher war.
Aber der Weg mit Jesus wurde zu dem Ort, an dem er zu dem wurde, der er sein sollte.
Und hier ist die gute Nachricht für uns heute:
Wenn Jesus einen Mann rufen kann, der an einem Steuertisch sitzt,
kann er auch dich rufen in deiner Unsicherheit,
in deiner Gebrochenheit,
an dem Ort, an dem du dich am wenigsten spirituell fühlst.
Gott lässt sich von deinem Chaos nicht einschüchtern.
Er wird nicht von deiner Vergangenheit abgestoßen.
Er fühlt sich zu Herzen hingezogen, die reagieren, wenn er spricht.
Ein einziger Moment mit Jesus kann deine Identität neu definieren.
Ein Schritt des Gehorsams kann Ihre Geschichte neu schreiben.
Wenn Sie also das Gefühl haben, heute an einem „Zöllnertisch” zu sitzen – festgefahren, verurteilt, übersehen –, dann hören Sie dies ganz deutlich:
**Jesus kommt immer noch vorbei.
Er ruft immer noch Namen.
Und er sieht immer noch mehr in Ihnen, als Sie derzeit sind.**
Ihr Werden beginnt in dem Moment, in dem Sie Ja sagen.
by Jule with 1 comment
Eine der schädlichsten Überzeugungen im modernen Christentum ist die Vorstellung, dass Gehorsam Segen auslöst. Vielen Gläubigen wurde, manchmal subtil, manchmal direkt, beigebracht, dass Gott zuerst das Verhalten beobachtet und dann mit Versorgung reagiert. Diese Theologie klingt vernünftig, spiegelt aber nicht das Herz Jesu wider, wie es in den Evangelien offenbart wird. Segen ist keine Belohnung für Gehorsam. Segen entspringt der Natur Gottes. Wir sind nicht gesegnet, weil wir gehorsam sind. Wir sind gehorsam, weil wir bereits gesegnet sind. Die Schrift sagt uns ganz klar, dass wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat (1. Johannes 4,19, ESV). Alles im christlichen Leben folgt dieser Reihenfolge.
Lukas stellt uns Petrus nicht als einen Mann vor, der in Sieg wandelt, sondern als einen Mann, der eine Nacht des völligen Scheiterns hinter sich hat. Er und seine Partner hatten die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Die Netze waren leer. Die Anstrengungen waren erschöpft. Petrus wusch seine Netze, was bedeutet, dass er es aufgegeben hatte. Dies ist der Moment, in dem Jesus beschließt, in das Leben des Petrus zu treten. Jesus wartet nicht auf geistliche Hungersnot, Buße oder Gehorsam. Er steigt in das Boot des Petrus, während dieser noch mit leeren Händen dasteht. Lukas 5,1–3 zeigt uns, wie Gnade eine Beziehung begründet, lange bevor Petrus versteht, wer Jesus ist.
Nachdem Jesus die Menge gelehrt hat, spricht er direkt zu Petrus und sagt: „Fahre hinaus auf den See und wirf deine Netze aus, damit du einen Fang machst“ (Lukas 5,4, ESV). Dies wird oft als Test des Gehorsams gepredigt, aber der Text stützt diese Schlussfolgerung nicht. Petrus antwortet nicht mit Glauben. Er antwortet mit Ehrlichkeit. „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen“ (Lukas 5,5, ESV). Petrus gehorcht nicht, weil er einen Segen erwartet, sondern weil Jesus sich bereits in Petrus‘ Leben positioniert hat. Gehorsam ist hier kein Hebel, um Segen vom Himmel herabzuziehen. Es ist einfach Vertrauen, das auf Gegenwart reagiert.
Als die Netze ausgeworfen werden, geschieht das Wunder sofort und ist überwältigend. Lukas berichtet uns, dass sie eine große Menge Fische fingen und ihre Netze zu reißen begannen. Ihre Boote füllten sich und begannen zu sinken (Lukas 5,6–7, ESV). Dieses Detail ist wichtig. Die Fülle ist weit größer, als es Gehorsam allein erklären könnte. Das Ausmaß des Segens offenbart dessen Quelle. Dies ist keine Belohnung. Es ist eine Offenbarung. Jesus zeigt Petrus, wer er ist. Gnade übersteigt immer die Anstrengung, denn Gnade entspringt der Identität, nicht der Leistung.
Die Reaktion des Petrus bestätigt dies. Als er sieht, was geschieht, fällt er Jesus zu Füßen und sagt: „Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr“ (Lukas 5,8, ESV). Beachten Sie, was Überzeugung bewirkt. Es ist nicht Zurechtweisung. Es ist Güte. Jesus erwähnt Petrus‘ Sünde nie. Petrus tut es. Dies steht in perfekter Übereinstimmung mit der Lehre des Paulus, dass Gottes Güte uns zur Umkehr führen soll (Römer 2,4, ESV). Überzeugung, die aus Angst entsteht, führt dazu, dass man sich versteckt. Überzeugung, die aus Gnade entsteht, führt zur Hingabe.
Jesus korrigiert sofort Petrus‘ Theologie. Er geht nicht weg. Er bestätigt nicht Petrus‘ Selbstverurteilung. Er sagt: „Fürchte dich nicht. Von nun an wirst du Menschen fangen“ (Lukas 5,10, ESV). Gnade segnet Menschen nicht und disqualifiziert sie dann. Gnade segnet Menschen und beauftragt sie dann. Jesus spricht direkt zu dem Punkt, an dem Petrus sich am unwürdigsten fühlt. Das ist keine Verhaltensänderung. Das ist eine Identitätsveränderung.
Diese Begegnung weist auf das vollendete Werk Jesu Christi hin. Petrus brachte leere Netze. Jesus brachte Fülle. Nach dem Kreuz wird diese Wahrheit noch deutlicher. Die Schrift sagt uns, dass Gott uns in Christus mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen gesegnet hat (Eph 1,3, ESV). Nicht nach Gehorsam. Nicht nach Wachstum. Nicht nach Reife. In Christus. Punkt. Gehorsam im Neuen Bund ist nicht die Ursache des Segens. Er ist dessen Frucht.
Wenn Gehorsam Segen hervorbringen würde, wäre das Kreuz unnötig. Aber die Schrift sagt uns, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren (Römer 5,8, ESV). Der Segen kam zuerst. Die Liebe kam zuerst. Die Gnade kam zuerst. Das vollendete Werk Jesu sicherte alles, bevor wir überhaupt darauf reagiert hatten.
Petrus hat sich nicht durch Gehorsam den Segen erarbeitet.
Petrus wurde zum Gehorsam gesegnet.
So hat Jesus sich als Herr offenbart.
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