
Als die Soldaten kommen, um Jesus im Garten zu verhaften, reagiert Petrus sofort. Er zieht sein Schwert und schlägt zu. Er zögert nicht. Er betet nicht. Er fragt Jesus nicht, was er tun soll. Er schlägt zu.
Und er schlägt nicht mal gut zu.
Petrus schneidet dem Diener des Hohenpriesters das Ohr ab.
Dieses Detail ist wichtig.
Petrus zielt auf den Kopf und verfehlt sein Ziel. Sein Eifer ist echt, aber unausgereift. Sein Mut ist aufrichtig, aber fehl am Platz. Er versucht, Jesus mit menschlicher Kraft zu beschützen, in einem Moment, der göttliche Hingabe erfordert.
Das ist die Spannung, in der viele Gläubige leben.
Sie lieben Jesus.
Sie wollen die Wahrheit verteidigen.
Sie wollen standhaft bleiben.
Aber sie schwingen das Schwert in Momenten, in denen Jesus sich für das Kreuz entscheidet.
Jesus greift sofort ein.
„Steck dein Schwert wieder in die Scheide.“
Das allein wäre schon Korrektur genug gewesen. Aber Jesus tut noch mehr.
Lukas erzählt uns etwas Erstaunliches.
Jesus berührt das Ohr des Mannes und heilt ihn.
Lass das auf dich wirken.
Jesus heilt den Feind, der von seinem Jünger verwundet wurde.
Mitten in seiner Verhaftung.
Mitten im Verrat.
Mitten in der Ungerechtigkeit.
Auf dem Weg zum Kreuz.
Jesus ignoriert den Schaden, den Petrus angerichtet hat, nicht.
Er macht ihn wieder gut.
Und er tut das öffentlich.
Das ist Gnade, die in Echtzeit sichtbar wird.
Jesus beschämt Petrus nicht.
Er hält ihm keine Predigt.
Er widerruft nicht seine Berufung.
Er weist ihn zurecht, ja. Aber er deckt auch die Folgen von Petrus‘ Fehler.
Dieser Moment zeigt etwas Wichtiges über das Herz Gottes.
Jesus fühlt sich durch deine Unreife nicht bedroht.
Er ist nicht schockiert über deine Impulsivität.
Er ist nicht am Boden zerstört durch deine falschen Reaktionen.
Petrus‘ Handeln hat das Reich Gottes nicht vorangebracht.
Aber es hat ihn auch nicht disqualifiziert.
Und schau dir an, wen Jesus heilt.
Malchus hat nicht um Gnade gebeten.
Er war nicht reumütig.
Er suchte Jesus nicht.
Er war an der Verhaftung beteiligt.
Dennoch heilt Jesus ihn trotzdem.
Das offenbart etwas Tiefgründiges.
Gnade ist nicht reaktiv.
Gnade ist proaktiv.
Jesus heilt den Mann nicht, weil Malchus es verdient hätte, sondern weil Jesus so ist, selbst unter Druck.
Und hier liegt die tiefere Ebene.
Petrus dachte, das Reich Gottes würde durch Gewalt kommen.
Jesus wusste, dass es durch Hingabe kommen würde.
Petrus wollte gegen Rom kämpfen.
Jesus kam, um die Sünde zu besiegen.
Also hält Jesus das Schwert des Petrus zurück, weil das Kreuz keine Schwäche ist. Es ist eine Strategie.
Diese Geschichte heilt einen modernen Schmerz, den viele Gläubige mit sich herumtragen, aber nicht benennen können.
„Ich meinte es gut, aber ich habe es noch schlimmer gemacht.“
„Ich habe die Wahrheit auf die falsche Weise verteidigt.“
„Ich habe Menschen verletzt, während ich versucht habe, ihnen zu helfen.“
In Lukas 22 steht, dass Jesus mit dir noch nicht fertig ist.
Jesus korrigiert die Handlung von Petrus, aber er vertraut weiterhin auf das Herz von Petrus. Derselbe Petrus, der das Schwert schwang, wird später bereitwillig seine Hände für Christus ausstrecken. Aber diese Verwandlung kommt nicht durch Verurteilung. Sie kommt durch Nähe, Geduld und Gnade.
Und verpass das nicht.
Jesus heilt das Ohr, das Gewalt gehört hat, damit Malchus später das Evangelium hören kann.
Das ist Gnade, die über den Moment hinausdenkt.
Das zeigt uns das vollendete Werk Jesu.
Selbst wenn wir aus Angst handeln.
Selbst wenn wir reagieren, anstatt zuzuhören.
Selbst wenn unser Eifer verletzt, anstatt zu heilen.
Jesus greift ein und stellt wieder her, was beschädigt wurde.
Er lässt uns in unserer Unreife nicht im Stich.
Er begleitet uns dabei.
Das Schwert des Petrus hat das Kreuz nicht aufgehalten.
Und der Fehler des Petrus hat seine Berufung nicht aufgehalten.
Gnade entschuldigt kein falsches Handeln.
Sie übertrifft es durch Wiederherstellung.
Und genau das ist Jesus.
– Brian Romero
by Jule with no comments yet
Bauer-Vater erklärt, warum Jesus Malchus‘ Ohr wiederhergestellt hat – ein starkes Bild der Erlösung
Ein einfaches Gespräch zwischen Vater und Tochter ist in den sozialen Medien total viral gegangen und bietet eine neue, glaubensvolle Sichtweise auf Johannes 18:10.
In dem Clip antwortet ein ahnungsloser Bauernvater auf die Frage seiner kleinen Tochter (Ashley_B auf TikTok), warum Jesus Malchus‘ Ohr wieder angenäht hat, nachdem Petrus es abgeschnitten hatte, als Jesus verhaftet wurde.
Die Tochter fragt: „Hey Papa, weißt du noch, in Johannes 18:10, als Petrus Malchus‘ Ohr abgeschnitten hat und Jesus es wieder angenäht hat? Warum hat Jesus sein Ohr wieder angenäht?“
Der Vater erklärt: „In diesem Moment war Peters Angriff auf Malchus, den Diener des Hohepriesters, ein Kapitalverbrechen. Petrus drohte die Hinrichtung, wenn er angeklagt würde. Indem Jesus das Ohr wieder angenäht hat, hat er alle physischen Beweise für die Übertretung beseitigt. Kein fehlendes Ohr bedeutete keinen Beweis dafür, dass Petrus die Tat begangen hatte. Wenn Petrus vor die Behörden gebracht worden wäre, wäre er für unschuldig befunden worden.“
Diese Tat ist ein Vorzeichen des Evangeliums. Wenn wir unsere Sünden bekennen und die Erlösung durch Jesus annehmen, wäscht sein Blut alle Spuren unserer Verfehlungen weg. Ankläger mögen auf unsere Vergangenheit hinweisen, aber vor einem heiligen Gott gibt es keine Beweise mehr. Durch das Opfer Christi erscheinen wir makellos und ohne Flecken.
Die Antwort des Vaters verbindet das Wunder direkt mit der Erlösung: Jesus hat alle Beweise dafür, dass wir jemals gesündigt haben, weggenommen. Er sieht uns aufgrund seines Sohnes und des Blutes, das er vergossen hat, als makellos an.
Das Video wurde unter den Themen Offenbarung und Glaube auf Plattformen wie TikTok, Instagram und Facebook weit verbreitet und findet aufgrund seiner alltäglichen Vermittlung tiefer Theologie großen Anklang. Es hebt die Barmherzigkeit Jesu hervor, der nicht nur eine Wunde heilt, sondern auch die Folgen beseitigt, was widerspiegelt, wie er unsere Schuld vollständig bedeckt.
Dieser heilsame Austausch erinnert die Gläubigen daran: Das Vertrauen in Christus löscht die Aufzeichnungen der Sünden und bietet vollständige Wiederherstellung und Unschuld vor Gott.
by Jule with 1 commentHeute – wie jeden Sonntag – um 11 Uhr Lobpreis und anschließend lesen und besprechen wir Johannes Kapitel 18 und 19
Zoom-Meeting Sonntag von 11-14Uhr
https://zoom.us/j/97941200715?…WVlVZWHQrRmU5cmlnTjJPdz09
Meeting-ID: 979 4120 0715
Kenncode: 658157
oder per Telefon:
Einwählen über 06938079884
Dann nach Aufforderung 979 4120 0715# eingeben und dann nach Aufforderung 658157# eingeben
Dann bist du im Raum und drückst *6 und kannst auch reden
Ist ein ganz normaler Anruf auf Festnetz
by Jule with 20 commentsKarfreitag
Wie geht es weiter, nachdem Jesus mit seinen Jüngern das Obergemach verlassen hatte und in den Garten Gethsemane ging?
Jesus zieht sich etwas zurück, um mit seinem Vater zu reden und Kraft für das zu sammeln, was vor ihm liegt. Seine Jünger schlafen in der Zwischenzeit immer wieder ein. Aber wen wundert‘s? Immerhin haben sie einen langen anstrengenden Tag hinter sich, ein opulentes Festmahl genossen und einige Gläser Wein intus. Nun im lauen Abendwind im ruhigen Garten – wer würde da nicht einschlafen?
Bald kommt Judas mit den führenden Männern des Volkes und den Priestern und Schriftgelehrten, um ihn zu verraten und Jesus wird festgenommen. Einer der Jünger will Jesus verteidigen und haut dem Diener des Hohepriesters ein Ohr ab. Aber Jesus heißt dies nicht gut und heilt den Mann. Unter anderem auch deshalb, damit dem Jünger nachher nichts geschieht, denn er wäre sicherlich hart bestraft worden. (Matthäus 26)
Aber auch will er sich nicht vor der Verhaftung drücken, denn er hätte ebenso gut den Vater bitten können, dass dieser ihm Engel zur Hilfe schicken würde. Aber das will er nicht. Alles soll sich so erfüllen, wie vorhergesagt.
Zwar hatte er den Vater im Garten gebeten, dass „wenn möglich dieser Kelch an ihm vorbei ginge“, aber alles sollte so geschehen, wie es der Wille des Vaters ist
Nun sind wir bei meinem Problem, das mich all die Jahre gequält hatte: ich habe das, was nun passiert, immer aus dem falschen Blickwinkel gesehen. Ich hatte es bisher immer so verstanden, dass all dies lediglich von dem Vater so beschlossen worden war und dass Jesus als gehorsamer Sohn und weil er uns liebt, eben das macht, was von ihm erwartet wird. Und vor diesem Hintergrund ist all dies extrem schrecklich
Was aber wirklich passiert ist
Zum einen müssen wir im Hinterkopf behalten, dass Jesus „der Engel Jehovas“ ist, der immer wieder auf die Erde kommt, um mit den Menschen zu reden (wir hatten dies im vergangenen Jahr immer wieder im AktivGottesdienst bei den unterschiedlichsten Geschichten in der Bibel gelesen, besonders eindeutig ging es aus dem hervor, was die Eltern von Simson erleben, als der Mitter die Geburt eines Sohnes angekündigt wird – Richter Kapitel 13)
Jesus ist nicht nur derjenige, der all diese Dinge vorhersagt, die ihn betreffen, sondern er selbst ist es, der maßgeblich an der Planung beteiligt ist. Er entscheidet, wann und wie er sterben wird und es hatte uns bereits in den vergangenen Monaten immer wieder fasziniert, dass er ausgerechnet die qualvollste Art zu sterben wählte. Wir persönlich hätten uns eher für eine Hinrichtung mit Gift oder einem Kopfschuss entschieden
Wenn wir dies jetzt beim Weiterlesen im Hinterkopf behalten, dass Jesus dies nicht nur als „gehorsamer Sohn“ über sich ergehen lässt, sondern die Vorkommnisse selbst geplant hat – achten wir mal darauf, wie er ganz gezielt die Ereignisse lenkt
Ich persönlich war bisher immer von der Tatsache abgelenkt, dass ihm so viel Unrecht widerfährt: einer seiner Kumpels verrät ihn und fast alle seine Freunde lassen ihn dann auch noch im Stich. Ein Jünger flieht sogar nackt, lässt sein Gewand in den Händen der Häscher zurück, um schneller weg zu kommen und sein Freund Petrus verleugnet ihn dann auch noch. Er leugnet sogar „diesen Mann“ überhaupt zu kennen. Wie furchtbar
Jesus übergibt sich freiwillig
Er geht nicht nur freiwillig mit, sondern gibt ihnen immer wieder Handhabe, wenn die Beweise nicht reichen
Interessant, dass nur Johannes hiervon berichtet, ich musste nun länger nach diesem Text hier suchen:
„Jesus fragte sie noch einmal: »Wen sucht ihr?« »Jesus aus Nazareth!«, antworteten sie wieder. »Ich habe euch doch schon gesagt, dass ich es bin«, entgegnete Jesus. »Wenn ihr also nur mich sucht, dann lasst die anderen hier gehen!«“
Johannes 18:7-8 HFA
by Jule with no comments yet