• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

      Weitere Seiten

      1. Ermunternder Ansprachen
      2. Unsere Gruppe im Zelt
      3. Familienblog
      4. Verschiedene Bibel Kommentare
      5. Material zum Verbreiten des Evangeliums
      6. BibelSeminare und Urlaub

      Neueste Kommentare

      • 4. Mose‬ ‭16‬:‭26‬-‭27‬, ‭31‬-‭33‬ ‭HFA‬‬ bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab
      • Volxbibel bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab
      • Jule bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab
      • Jule bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab
      • Jule bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab

      Kategorien

      Meta

      • Anmelden
      • Feed der Einträge
      • Kommentar-Feed
      • WordPress.org

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Feb. 24thDie Kraft der Beharrlichkeit

      Die Kraft der Beharrlichkeit

      Genesis 32,26: „Ich lass dich nicht gehen, bevor du mich segnest.“

      Die meisten Leute bewundern Erfolg.
      Nur wenige verstehen, was dahintersteckt.

      Jakobs Aussage in Genesis 32,26 war nicht poetisch. Sie war verzweifelt. Er hatte die ganze Nacht gekämpft. Er war erschöpft, verletzt und trotzdem unnachgiebig. Als der Engel sagte: „Lass mich gehen“, antwortete Jakob: „Ich lasse dich nicht gehen, bevor du mich segnest.“

      Das ist die Sprache der Beharrlichkeit.

      Segnungen liegen oft auf der anderen Seite der Ausdauer. Verwandlung kommt normalerweise nach Anspannung. Jakob ging humpelnd davon, aber er ging auch verändert davon. Das Humpeln war der Beweis für den Kampf. Der neue Name, Israel, war der Beweis für die Segnung.

      Die hartnäckige Witwe, Lukas 18,2–8

      Im Lukasevangelium 18,2–8 erzählt Jesus von einer Witwe, die nicht aufhörte, einen ungerechten Richter anzuflehen. Sie hatte keine Macht, keinen Status, keinen Einfluss, nur Beharrlichkeit. Sie kam immer wieder, Tag für Tag.

      Der Richter reagierte nicht, weil er gerecht war. Er reagierte, weil sie nicht aufgab.

      Jesus erzählte diese Geschichte, damit wir Folgendes verstehen: Betet weiter, bittet weiter, klopft weiter an. Der Himmel ist nicht genervt von eurer Beharrlichkeit. Er ist davon bewegt.

      Die Frau mit dem Blutfluss

      Im selben Evangelium, Lukas 8,43-48, begegnen wir einer Frau, die seit zwölf Jahren an einer Blutungserkrankung litt. Zwölf Jahre voller Schmerzen. Zwölf Jahre voller Enttäuschungen. Zwölf Jahre voller unbeantworteter Fragen.

      Dennoch drängte sie sich durch die Menge, um den Saum von Jesu Gewand zu berühren.

      Sie hätte aus Scham zu Hause bleiben können. Sie hätte ihren Zustand akzeptieren können. Sie hätte sich der Verzweiflung hingeben können.

      Aber ihre Beharrlichkeit trieb sie voran.

      Und als sie ihn berührte, floss Kraft.

      Beharrlichkeit macht dich bereit für Wunder.

      Der Kampf hinter dem Sieg

      Myles Munroe hat mal gesagt: „Erfolgreiche Menschen sind wie Teebeutel. Wenn sie in heißes Wasser kommen, machen sie Tee.“

      Heißes Wasser zerstört einen Teebeutel nicht. Es zeigt, was drin ist.

      Druck schafft keinen Charakter, er bringt ihn zum Vorschein.

      Jakobs heißes Wasser war Angst und Konfrontation.
      Das heiße Wasser der Witwe war Ungerechtigkeit.
      Das heiße Wasser der blutenden Frau war chronisches Leiden.

      Aber in der Hitze wurde etwas Mächtiges offenbart: unerschütterliche Beharrlichkeit.

      Die Wahrheit über den Erfolg

      Die meisten Menschen bewundern Erfolg.
      Nur sehr wenige verstehen den Kampf, der dahintersteckt.

      Sie sehen den Segen.
      Sie sehen nicht das nächtliche Gebet.
      Sie sehen den Durchbruch.
      Sie sehen nicht die Jahre des Wartens.
      Sie sehen die Stärke.
      Sie sehen nicht das Hinken.

      Beharrlichkeit ist nicht laut. Sie ist nicht glamourös. Es ist eine stille Entschlossenheit, die sagt: „Ich werde nicht aufgeben.“

      Sie sagt: Ich werde wieder beten. Ich werde wieder glauben. Ich werde es wieder versuchen. Ich werde wieder aufstehen.

      Auch wenn es wehtut.
      Auch wenn ich müde bin.
      Selbst wenn ich es nicht verstehe.

      Deine Andacht

      Womit kämpfst du gerade?

      Bist du versucht, loszulassen, weil die Nacht zu lang erscheint?

      Hör auf das Flüstern des Geistes: „Lass noch nicht los.“

      Der Segen kommt vielleicht nicht am Anfang des Kampfes. Oft kommt er erst am Wendepunkt.

      Wenn du heute in Schwierigkeiten steckst, gerate nicht in Panik. Bleib standhaft. Lass deinen Glauben wachsen. Lass deinen Charakter sich entwickeln. Lass deine Ausdauer zunehmen.

      Sag mit Jakob: „Ich lasse dich nicht gehen, bevor du mich gesegnet hast.“

      Und wenn der Morgen kommt, und er wird kommen, wirst du vielleicht humpeln. Aber du wirst mit einem Segen gehen.

      Bleib beharrlich. Dein Durchbruch ehrt deine Ausdauer.


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 19thJakobs Ringen mit Gott – warum die Hüfte?

      Warum die Hüften?

      Manchmal dient Gottes Berührung nicht der Heilung, sondern der Verrenkung.

      Warum die Hüfte?

      Weil dein Gang, dein Gleichgewicht und deine Fähigkeit, dich mit eigener Kraft und Geschicklichkeit durch das Leben zu bewegen, davon abhängen.

      Als Gott Jakobs Hüfte ausrenkte (Genesis 32,25), nahm er ihm nicht den Segen – er nahm ihm seine Unabhängigkeit von ihm.

      Jakob konnte nach dieser Begegnung zwar noch gehen, aber er war nicht mehr selbstbestimmt.

      Jeder Schritt erforderte nun Gott.

      Das ist Gottes tiefere Art zu wirken:

      Heilung stellt wieder her, was zerbrochen ist.

      Eine Luxation zerstört unsere Abhängigkeit von unserer eigenen Kraft und unseren Fähigkeiten.

      Gott heilt Wunden, die den Glauben schwächen,

      aber er bricht die Stärke, die versucht, ihn zu ersetzen.

      Jakobs Hinken?

      Das war keine Schädigung.

      Das war Ausrichtung.

      Von diesem Moment an konnte Jakob nicht mehr:

      • vor Gott herlaufen

      • Ergebnisse manipulieren

      • sich auf seine eigenen Fähigkeiten verlassen

      Er ging langsamer, aber er ging näher an Gott heran – und im Gleichschritt mit ihm.

      Manchmal heilt Gott dich nicht, weil du nicht an der richtigen Stelle gebrochen bist.

      Er berührt die Quelle deiner Selbständigkeit, damit dein Weg vollständig ihm übergeben wird.

      Es ist besser, mit einem Hinken mit Gott zu gehen

      als ganz zu sein, während du immer noch der Held bist.

      Nicht jede Berührung Gottes bringt Trost.

      Manche sollen unsere Abhängigkeit von uns selbst zerstören.

      Ctto: #tupeh


      by Jule with 1 comment
    • Aug. 27thMädelsKreis – Jehova ist auf Jakobs Seite, auch wenn oft falsch handelt

      Wir sehen uns nachher beim MädelsKreis 

      Bibelgrundkurs für Mädels 😉

      Mittwochs 15 bis 17 Uhr 

      Und beim 

      Online Bibelkurs 
      Mittwoch 17 bis 19 Uhr

      https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09 
      Meeting-ID: 955 1335 4603
      Kenncode: 057704

       und per Telefon:
      Einwählen über 06938079884
      Dann nach Aufforderung 95513354603# eingeben und dann nach Aufforderung 057704# eingeben und dann *6 damit du auch reden kannst 


      by Jule with 29 comments
    • Jan. 15thAuf nach Hause!

      Heute lesen wir 1. Mose 30 bis 33
      Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘

      Unser Vertrauen auf Gott und Geduld…

      Vertrauen auf Jehova und weniger selbst machen

      Jehova entzieht Laban seinen Segen

      Laban ist egal, was Gott von ihm will

      Jakob ringt mit Gott

      Jakob und Esau – worauf halte ich meinen Blick gerichtet?


      by Jule with 1 comment
    • Aug. 13thWo sind heute unsere Götzen?

      In der Vorwoche ging es um Dina und darum, wie wichtig es ist, bei unseren Gesprächen sensibel zu sein und darauf zu achten, wie das, was wir sagen, beim Gegenüber ankommt. Aber es ging auch um Gottes Liebe, dass ER aus einer Strafe etwas Gutes machte (Stichwort „Leviten“)

      Wir hatten gelesen, dass Dina’s Brüder die Vergewaltigung rächten, indem sie das Volk Sichems durch eine List schwächten und dann alle männlichen Bewohner der Stadt getötet haben, wonach sie die Stadt geplündert und Frauen und Kinder mit sich als Sklaven mitgenommen haben. Jakob war nicht begeistert davon, im Gegenteil, er war sauer und auch besorgt, denn damit hatten sie sich zu Feinden des Landes gemacht (34:30).

      Nun zieht Jakob von Sichem nach Bethel – weil Gott ihn dazu auffordert. Wir lesen 1. Mose 35:1-20

      Woran erinnert uns der Name Bethel? Nicht nur, dass es „Haus Gottes“ bedeutet, sondern Bethel war der Ort, wo Jakob, bevor er zu Laban kam, Engel auf einer Himmelsleiter auf- und absteigen sah und wo ihm Gott zugesichert hatte, dass ER bei ihm sein würde (Kapitel 28:11-22). Eigentlich hatte Jakob vorgehabt, bei seiner Rückkehr ins verheißene Land wieder genau dorthin zu kommen und Gott zu opfern, aber bisher war er scheinbar noch nicht dort gewesen. Wer sich auf der Landkarte auskennt, weiß, dass Jakob vom Norden Richtung Süden gezogen war und bisher noch nicht in Bethel angekommen ist.

      Allerdings scheint er sich in Sichem längere Zeit aufgehalten zu haben, denn beim vorletzten Mal hatten wir was von Häusern gelesen (Kapitel 33:17-19). Trotzdem macht Jehova (du darfst stattdessen für dich gern Jahwe einsetzen?) ihm hier keinen Vorwurf, sondern fordert ihn lediglich auf, „Mache dich auf, ziehe hinauf nach Bethel und wohne daselbst, und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohest.“ (1. Mose‬ ‭35:1‬ ‭ELB‬‬). Wir sehen: es ist kein Vorwurf, sondern lediglich ein Auftrag.

      Die fremden Götter

      Dann fordert Jakob seine Leute auf: „Tut die fremden Götter hinweg, die in eurer Mitte sind, und reiniget euch und wechselt eure Kleider“ Vers 2). Von welchen fremden Göttern spricht er hier? Waren sie denn nicht alle Anbeter Jehovas?

      Zum einen hatte Rahel die Hausgötzen ihres Vaters mitgehen lassen, höchstwahrscheinlich, um das Erbe zu sichern (Kapitel 31:19) und zum anderen hatten wir beim letzten Mal gelesen, dass seine Söhne die Frauen und Kinder aus Sichem mitnahmen, nachdem sie die Stadt geplündert hatten (Kapitel 34:27-29). Zudem hatte Jakob 20 Jahre bei Laban in Haran gelebt, wo die meisten auch keine Anbeter Jehovas waren – wie sonst hätte der Schwiegervater Hausgötzen haben können, die ihm die Tochter dann entwendet hatte – und Jakob hatte in diesen Jahren nicht nur seine Habe und sein Vieh „angehäuft“, sondern er hatte ja auch Personal wie Hirten, Hausangestellte usw, die ebenfalls sicher keine Anbeter des wahren Gottes waren ?. All diese Leute hatten sicherlich einige Götzen und weitere Gegenstände bei sich, die mit dem Götzendienst verbunden waren, wie z.B. die Ringe, von denen wir in Vers 4 lesen. Von diesem wird in der Fußnote gesagt, dass sie sie als Amulette trugen.

      In gewissem Sinne sagt Jakob zu ihnen: „bevor wir zum Haus Gottes gehen – weg damit!“ (Verse 2-3, frei nach Pape).

      Was ist mit den Göttern oder Götzen unserer Vergangenheit? Haben auch wir gesagt „weg damit!“? Was könnten solche Götzen heute sein? Amulette und Götzen zeigen, worauf wir vertrauen, was wir anbeten. Was nimmt in meinem Leben zu viel Raum ein?

      Bei den Ringen, die das Volk abnimmt und sie sie mit den Götzen entsorgen, geht es nicht um den Gegenstand an sich, nicht um den Schmuck. Es geht darum, dass sie Götzendarstellungen waren, die sie als Amulett am Hals oder als Ring am Ohr oder Finger trugen. Sie vertrauten darauf, dass dieser „Gott“ ihnen hilft, solange sie ihn am Hals, am Ohr oder am Finger tragen.

      Danach sollten sie sich reinigen. Wie reinigt man sich am besten? Wir heute würden ein Bad nehmen. Die Juden reinigen sich durch „untertauchen“, sie gehen durch ein tiefes Becken, wo sie in der Mitte komplett unter Wasser sind. Dieses Untertauchen erinnert uns an die Taufe. Wohin führen wir Neue, Menschen, die sich für Gott und sein Wort interessieren?

      Deborah

      Als nächstes lesen wir, dass Deborah, die Amme von Rebekka stirbt (Vers 8). Wieso ist sie nicht bei Rebekka, sondern bei Jakob? Vermutlich ist Rebekka bereits tot. Immerhin wollte sie ja nach Jakob schicken lassen, wenn sich Esau beruhigt hätte und das hatte sie nicht getan. Wahrscheinlich war Deborah zu Jakob gekommen, um ihn von dem Tod der Mutter zu unterrichten. Jakob begräbt sie unter einer Eiche.

      Wir lesen weiter die Verse 10 bis 15. wir hatten ja gelesen, dass Jakob, als er das verheißene Land betrat, mit einem Engel rang und uns die Frage gestellt, wer dieser Engel war (Kapitel 32:25-31). Einige Kommentatoren vermuten sogar, dass dieser Engel Esau beschützen sollte. Hier in Vers 10 lesen wir, dass es Gott selbst war, denn vorher hatten wir gelesen, dass der Engel ihm den Namen Israel gab, hier lesen wir, dass Gott selbst zu ihm sagt, sein Name sei nunmehr Israel. Damit ist jeglicher Zweifel ausgeräumt.

      Nachdem Jehova die Sache mit dem neuen Namen Israel noch mal klar gestellt hat, fordert er Jakob auf: „sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und ein Haufe von Nationen soll aus dir werden, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen.“ (Vers 11). Wieso wird er hier dazu aufgefordert? Immerhin hat er bereits 11 Söhne, der 12. ist unterwegs und jede Menge Töchter. Wahrscheinlich meinte Gott damit „die Söhne, die du hast, diese sollen Könige und Priester werden“ (frei nach Pape). Dies ist der erste Hinweis in der Bibel, dass Gott vorhat, dass Könige über Israel herrschen sollen.

      Bethel

      Wieder einmal wiederholt Gott den Bund, den er bereits mit Abraham und Isaak hatte, dass er auch zwischen ihm und Jakob besteht (Verse 11-12).

      Abermals richtet Jakob ein Denkmal auf und salbt den Stein. Wir erinnern uns, dass Jehova Jakob bereits beim Verlassen des Landes hier in Bethel erschienen war und seinen Bund bestätigt hatte. Auch da hatte Jakob ein Denkmal errichtet und er dem Ort den Namen Bethel gegeben (Kapitel 28). Wir erinnern uns, was der Name bedeutet: „Beth“ bedeutet Haus und „El“ Gott. Diese Endung für Gott wird uns immer wieder begegnen, daher ist es von Nutzen, dies im Hinterkopf zu behalten

      Wir lesen weiter die Verse 16 bis 20, Benjamin wird geboren und die Lieblingsfrau stirbt

      Wieder sehen wir, wie wichtig die Namen im Hebräischen sind und deren Bedeutung. Rahel merkt, dass es mit ihr zu Ende geht und sie nennt ihren Sohn Benoni, was „Sohn meiner Not“ bedeutet, der Vater ändert den Namen in Benjamin, was „Sohn der Rechten, d.h. des Glücks“ bedeutet. „Ben“ bedeutet also Sohn, auch dies wird uns immer wieder beim Lesen begegnen.

      Alle anderen Söhne Jakobs sind in den ersten 7 Ehejahren geboren, danach lebten sie noch 6 Jahre in Haran, also ist ein deutlicher Altersunterschied vorhanden, Benjamin ist der Nachzögling.

      Das Grab

      Rahel stirbt bei der Geburt und wird dort begraben, an dem Ort auf dem Weg nach Ephrata, was Betlehem bedeutet.

      Dies ist interessant, denn als Sara starb, hatte Abraham extra eine Höhle auf einem Feld gekauft – wir erinnern uns, dass dies mit der Auferstehungshoffnung zu tun hatte, dass er mit seiner geliebten Frau dort auferstehen wollte, wo sie dann leben würden (Kapitel 23). Sie wurden später im selben Grab beigesetzt (Kapitel 25:9-10). Auch sein Sohn Isaak wird später in dieser Höhle beigesetzt (Kapitel 35:27-29). Mit großer Wahrscheinlichkeit ist auch seine Frau Rebekka dort in diesem Familiengrab beigesetzt.

      Warum nun hier dieser Unterschied?

      Später werden wir lesen, dass Jakob seine Frau Lea ebenfalls dorthin legen lässt, ebenso wie seine eigenen Gebeine. Diese sollen seine Jungs sogar extra aus Ägypten dort hin bringen (Kapitel 47:29-31). Auch Joseph ordnet an, dass sie seine Gebeine mitnehmen und dorthin bringen sollten, wenn sie wieder in das verheißene Land ziehen (Kapitel 49:29-33). Das Familiengrab scheint ihm wichtig. Also warum liegt er dann dort mit Lea und nicht mit seiner Lieblingsfrau Rahel?

      Der erste Gedanke war ja, es könnte mit der Hitze zusammenhängen, dass sie schnell bestattet werden musste, da in diesem Klima der Verwesungsprozess schnell einsetzt. Wir erinnern uns, dass Martha zu Jesus sagt, dass Lazarus „bereits riecht“ (Johannes 11:39). Aber wir wissen, dass Jakob und Joseph später aus weit größerer Entfernung dorthin überführt wurden. Von Rahel lesen wir dies nicht. Lesen wir nochmals in Kapitel 49 die Verse: „in der Höhle, die in dem Felde Machpela vor Mamre ist, im Lande Kanaan, welche Abraham samt dem Felde von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegräbnis gekauft hat. Dort haben sie Abraham begraben und sein Weib Sara; dort haben sie Isaak begraben und sein Weib Rebekka; und dort habe ich Lea begraben; das Feld und die Höhle, die darin ist, sind erkauft von den Kindern Heth.“ 1. Mose‬ ‭49:30-32‬ ‭ELB‬‬

      Es ist also eindeutig, dass Rahel auch später nicht in dieses Familiengrab überführt wurde. Warum nicht?

      Auch der Gedanke, dass sie auf der Flucht gewesen seien, fällt weg, denn er hätte sie später nachholen können. Zudem waren sie nicht wirklich auf der Flucht. Zwar hatte Jakob seit der Aktion vom Simeon und Levi Angst vor der Reaktion der umliegenden Völker, aber in unseren heutigen Kapitel 35, in Vers 5 lesen wir „Und sie brachen auf. Und der Schrecken Gottes kam über die Städte, die rings um sie her waren, so daß sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten.“

      ‭‭
      Also warum wird Rahel nicht im Familiengrab bestattet?

      Wenn wir uns die Aufzählung ansehen, dann ist jeweils der Patriarch mit seiner Ehefrau dort begraben, mit der er die Ewigkeit verbringen wird. Scheinbar war Jakob der Meinung, dass er die Ewigkeit nicht mit Rahel, sondern mit Lea verbringen wird.

      Rahel Grab befindet sich also auf dem Weg von Bethel nach Betlehem Ephrata. Wir werden diesem Grab auch später noch begegnen, unter anderem bei den zehn Kundschaftern. Aber dazu später mehr …

      Hauptpunkt für uns heute ist die Sache mit den Götzen, die entsorgt werden sollten, bevor man sich Gott naht. Nehmen wir doch mal eine ehrliche Selbstprüfung vor, wo es bei uns solche Götzen noch gibt – welche Dinge sind uns noch wichtiger, als Gott?

      Interessant auch der Schlußsatz von Thom: „Rahel war Jakobs Lieblingsfrau. Als sie stirbt (und er scheinbar nicht damit rechnet, sie in der Auferstehung wiederzusehen) zwingt ihn das dazu, noch mehr auf Gott zu vertrauen, IHN noch mehr an die erste Stelle zu setzen“. Ich persönlich habe ein sehr großes Problem damit, die Kontrolle abzugeben, es macht mir Angst – selbst wenn ich sie an Gott abgebe. Ich denke, ich tue es, ich meine, ich werfe alles auf Jehova – aber in Wirklichkeit bin ich auch weiter bemüht, selbst Kontrolle zu haben, einen Plan B zu haben…

      Wie wir sehen, war auch diesmal wieder etwas für uns heute dabei, worüber wir unter der Woche nachdenken und auch mit anderen Glaubensgeschwistern reden können ?

      In der kommenden Woche lesen wir 1. Mose 35:21-36:43. Dies erscheint uns auf dem ersten Blick nicht so spannend, da es vor lauter für uns unaussprechlichen Namen wimmelt. Aber vielleicht ist es gerade deswegen sehr spannend – zu erfahren, was dies mit uns heute zu tun hat und was wir für uns persönlich daraus ziehen können…


      by Jule with no comments yet
    • Juli 23rdJakob ringt mit Gott

      Letzte Woche haben wir uns mit 1. Mose Kapitel 32 beschäftigt – Jakob zieht auf Geheiß von Gott wieder ins Verheißene Land und bereitet sich auf die Begegnung mit seinem Bruder Esau vor.

      Wir erinnern uns: Jakob und Esau sind Zwillinge, im Abstand von nur wenigen Minuten geboren. Bereits während der Schwangerschaft sagte Gott zu Rebekka, dass es der Jüngere sein würde, der den Segen erbt und die Linie des Samens fortsetzen wird. Jakob und Esau sind völlig unterschiedlich, Jakob interessiert sich mehr für Jehova/Jahwe, Esau interessiert das ganze sogar so wenig, dass er sein Erstgeburtsrecht für ein einfaches Essen verkauft (Kapitel 25). Als es soweit ist, dass der Vater die Söhne segnet, erschleicht sich Jakob mit einer List den Segen für den Erstgeboren. Zwar steht ihm der eigentlich eh zu, dennoch raucht Esau buchstäblich vor Zorn, so dass die besorgte Mutter Jakob vom Vater weg schicken lässt unter dem Vorwand, er solle sich eine Frau suchen – sie würde nach ihm schicken lassen, sobald sich Esau beruhigt habe (Kapitel 27).

      Das ist nun gute 20 Jahre her und Jakob hat immer noch nichts von der Familie gehört. Wir haben beim letzten mal gelesen, dass Jehova selbst ihn nun zurück zu seiner Familie schickt. Wie sich Jakob wohl fühlt? Ob sich Esau inzwischen beruhigt hatte? Warum hatte die Mutter immer noch nicht nach Jakob schicken lassen?

      Wir lesen 1. Mose Kapitel 32, die Verse 2 bis 13: gleich zu Anfang sieht Jakob Engel Gottes. Dies wird ihn sicherlich an seine Vision mit der Himmelsleiter erinnern, an der die Engel auf und ab stiegen (Kapitel 28:11-12). Als er die Engel sieht, gibt er dem Ort den Namen „Doppellager“ – weil er hier sein Lager sieht und das Lager des Himmels.

      Als nächstes schickt er in mehreren Abständen Boten zu seinem Bruder Esau, jedesmal sollen sie sagen „… dein Knecht Jakob…“ Er macht sich selbst klein, obwohl er gerade die Engel gesehen hat und weiss, dass Jehova mit ihm ist. Gemäß dem Segen war er der Herr, aber er kommt zu Esau als Knecht.

      Warum tut er das? Wovor hat er Angst?

      Der erste Bote, den er losgeschickt hatte, um Esau seine Ankunft anzukündigen, kam mit der Information zurück, dass Esau ihm mit 400 Mann entgegen ziehen würde, „da fürchtete sich Jakob sehr“ (Vers 7-8). Interessant, dass wir automatisch damit eine Kriegserklärung verbinden, Jakob geht es ebenso. Aber es ist eine reine Spekulation, denn es steht so nicht in der Bibel. Es könnte auch eine Siegestruppe gewesen sein oder eine Eskorte zum Schutz für Esau. Es ist einfach die Menge der Leute, die Jakob Angst macht, dies ist rein menschliches Denken

      Obwohl er weiss, dass er Gottes Engel zu seinem Schutz hat, teilt er die Gruppe und schickt Esau Geschenke (Vers 8). Dann betet er (Verse 10-13). Dies ist eine der wenigen Stellen in 1. Mose, wo ein direktes Gebet aufgezeichnet ist: „du hast zu mir gesagt, ich solle zurück nach Hause gehen, dann musst du mich auch beschützen. Ich habe alles getan, um Esau zu besanftigen, nun bist du dran…“ (Frei nach Pape)

      Hier können wir wieder viel für uns lernen
      —> wenn wir in Not geraten, dann gibt es 2 Aspekte:
      ⁃ Wir tun unseren Teil (er erniedrigte sich, schickte Geschenke und teilte die Lager auf)
      ⁃ Dann müssen wir Gott alles im Gebet hinlegen („jetzt musst du handeln“)

      Wir müssen selbst unseren Teil tun, den Rest macht Gott! Das erinnert mich an ein nettes Bild, das ich vor kurzem auf Facebook gefunden habe ?

      Wir lesen weiter die Verse 14 bis 24 – Jakob nimmt von seinem Reichtum und sendet es seinem Bruder als Geschenk. Aber warum lässt er immer wieder einen Abstand dazwischen? Er hofft, Esau mit jedem neuen Geschenk etwas mehr zu beruhigen. Wenn wir uns die Zahlen ansehen, dann schickt er dem Bruder sehr viel Vieh, das ist großer Reichtum. Die Boten sollten zu Esau sagen: „es ist ein Geschenk, das Jakob seinem Herrn Esau sendet“. Auch diese Formulierung immer wieder wird Esau besänftigt haben.

      In den Versen 25 bis 33 lesen wir von einem Kampf. Aber wer kämpft hier mit wem? Jakob kämpft mit einem Mann (Vers 25) – einem Engel Gottes oder mit Gott selbst? Was meinte wohl Jakob, mit wem er gekämpft hatte? Mit welchem der Götter?

      In Vers 29 lesen wir, dass er mit Gott gerungen hatte, in Vers 31 sagt Jakob, dass er Gott gesehen habe, „von Angesicht zu Angesicht“. Wen meint er: Gott den Vater, den Sohn oder den heiligen Geist?

      In Vers 30 fragt Jakob nach dem Namen und er erhält eine Gegenfrage: „warum fragst du nach meinem Namen?“ Wer hatte sich denn im Garten Eden mit Adam und Eva unterhalten? Mit wem sprach Abraham, als er wegen der zehn Gerechten mit Gott diskutiert? Wer hat mit Abraham gegessen?

      Wieder einmal begegnen wir Jesus bereits im ersten Buch Mose: er war als Mensch noch nicht auf der Erde geboren, aber es ist „Gott Sohn“, mit dem Jakob hier ringt. Vielen fällt es schwer zu begreifen, dass Jesus ewig ist, dass er schon war, bevor alles erschaffen wurde – und nicht erst mit seiner Geburt in Bethlehem ins Leben kam. Aber dies finden wir immer wieder in der Bibel, unter anderem in Philipper (s.u.)

      In Hosea 12:4-7 wird der Kampf Jakobs näher erklärt. Wir lesen, dass Jakob weinte und flehte (Vers 5), denn körperlich war er ja unterlegen. Daher kombiniert er den körperlichen Kampf mit einem geistigen Kampf.

      Worum geht es bei dem Kampf eigentlich?

      In 1. Mose 32:27 sagt Jakob: „ich lasse dich nicht gehen, bevor du mich nicht segnest“. Es geht also wieder einmal im den Segen, um die Linie, die zum Messias hinführt, um das Erstgeburtsrecht. Erst hatte er sich den Segen erschlichen, jetzt will er ihn sich erstreiten. Dies zeigt mal wieder, wie wichtig Jakob die Dinge sind, die Jehova betreffen

      Jakob geht als Sieger hervor. Er erhält nicht nur den Segen, sondern auch einen neuen Namen. Auch dies kennen wir bereits von Abraham und Sarah, die von Jehova einen neuen Namen mit einer wichtigen Bedeutung erhalten haben. Jakob heisst ab sofort Israel, der Name bedeutet: „mit Gott und den Menschen gestritten“ und „Gott streitet für sie“ – dies ist also die Geburtsstunde der Israeliten! (Vers 29)

      Aber noch mal zurück zu dem Thema GOTT (Vater, Sohn und Geist) und Jesus:

      Seit wann gibt es Jesus? Was sagt die Bibel?

      „Denn diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christo Jesu war, welcher, da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, sondern sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist, und, in seiner Gestalt wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte, indem er gehorsam ward bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuze. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist, auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“
      ‭‭Philipper‬ ‭2:5-11‬ ‭ELB‬‬

      Wir sehen, Jesus ist ein Teil derer, die unter den Namen Jehova/Jahwe bzw GOTT fallen. Er war auch schon zu Erschaffung der Welt ein Teil davon, nicht erst, nachdem er – wieder – in den Himmel aufgefahren ist. Sein Name Jesus bedeutet „Jehova rettet“, „Jehova ist Rettung von der Sünde“.

      Wenn wir also lesen, dass Jehova im Garten Eden mit Adam und Eva zum Zeitpunkt der Brise wandelte, dann ist dort bereits von Jesus die Rede. Er war es, der da mit ihnen wandelte. Wenn Abraham mit Jehova gegessen oder von Angesicht zu Angesicht geredet hatte, dann war dies Jesus, der ihm gegenüber stand. Und wenn Jakob hier mit Gott ringt, dann ist es Jesus, von dem die Rede ist. Jesus kämpft hier mit Jakob und er lässt ihn gewinnen.

      Als Jesus später als Mensch geboren wird, kommt er, um als Mensch zu leben und als Mensch zu sterben. Nur dies konnte uns von der Sünde erlösen, die wir durch Adam und Eva geerbt haben.

      In diesem Zusammenhang war es passend, gemeinsam das Abendmahl zu feiern, um uns zu erinnern, dass er als Mensch geboren wurde und für unsere Sünden gestorben ist. Er gab seine Herrschaft im Himmel auf, wie wir in Philipper 2 gelesen hatten, und wurde als Baby geboren – um letztendlich für uns und unsere Sünden zu sterben. Wir sehen: Jesus begegnet uns immer wieder im AT

      In dieser Woche lesen wir 1. Mose Kapitel 33 und sind live dabei, wenn sich Jakob und Esau versöhnen. Es bleibt also auch weiterhin spannend


      by Jule with no comments yet
    • Juli 9thLaban ist egal, was Gott von ihm will

      Wir hatten gelesen, dass Jakob nach zwanzig Jahren mit seiner Familie wieder zurück ins Verheißene Land ziehen will. Da er den Schwiegervater gut kennt, zieht er es vor, heimlich zu gehen und wählt einen Zeitpunkt, wo dieser mit der Schafschur abgelenkt ist, um so einen möglichst großen Vorsprung zwischen sich und Laban zu bringen. Als dieser „die Flucht“ bemerkt, rennt er hinterher, angeblich aus Sorge um seine Töchter. Aber ging es ihm wirklich um die Frauen oder hatte es nicht eher damit zu tun, dass einer seine Hausgötzen mitgenommen hat und somit Erbansprüche gelten machen könnte?

      Wir hatten unter der Woche 1. Mose 31:22-32:1 gelesen und sind gespannt, wie es weiter geht….

      In den Versen 21-31 lesen wir davon, dass Gott zu Laban spricht und ihn warnt, er solle Jakob in Ruhe lassen und ihm nichts tun: „Hüte dich, daß du mit Jakob weder Gutes noch Böses redest!“ (Vers 24). Warum sollte er auch nichts Gutes zu Jakob reden?

      Was sagen andere Übersetzungen dazu?: »Hüte dich davor, Jakob auch nur mit einem Wort zu bedrohen!« HFA‬‬; „Hüte dich, mit Jakob anders als freundlich zu reden!“ NBH‬‬, in der Volxbibel wird es so ausgedrückt: „Ich warn dich, Bürschchen! Lass meinen Jakob in Ruhe!“ – also frei nach Pape „halte dich zurück, ich bin bei Jakob, leg dich nicht mit mir an“ ?

      Hatte Laban verstanden, was Jehova/Jahwe da zu ihm gesagt hatte? Scheinbar nicht, denn anstatt wieder umzudrehen und Jakob ziehen zu lassen, rennt er ihm weiterhin nach und wird noch frech. In Vers 29 sagt Laban „es wäre in meiner Hand“ – er könnte ihn vernichten, wenn er wollte. Er macht es nur deshalb nicht, weil Jehova ihm gedroht hatte. Dann wirft er mit Vorwürfen um sich:

      Er fragt den Schwiegersohn, warum er vor ihm geflohen sei, er hätte ihm doch eine tolle Abschiedsparty gegeben ?, wer’s glaubt… Jakob hatte gute Gründe. Nachdem Laban ihn all die Jahre belogen und betrogen hatte, hat er nun Angst, dass er ihm auch noch die Frauen wegnimmt (Vers 31).

      Laban fragt Jakob, warum er seine Götter gestohlen hat (Vers 30). Aber wie kann man Götter stehen, sind die denn nicht mächtig? Jakob ist sich keiner Schuld bewusst, er weiss nicht, dass es ausgerechnet Rahel war, seine Lieblingsfrau und so bietet er dem Schwiegervater an, denjenigen zu töten, bei dem er seine Hausgötzen findet. Rahel hatte die Götter aus Holz oder Stein gestohlen, wahrscheinlich, um das Erbe zu sichern. Wir erinnern uns: Laban ist der Vater von Rahel und Lea und dadurch, dass er den Brautpreis und die Mitgift für sich selbst verwendet hatte, hatten sie auch mit ihren Brüdern Anspruch auf das Erbe Labans. Zumindest sah sie es so

      Die Götzen und andere Götter

      Bei Dieter kam die Frage auf, ob es denn eigentlich andere Götter gäbe. Er ist im Grundkurs noch nicht soweit, dass das Thema behandelt wurde. Daher hier noch mal die Kurzfassung von Lektion 3: Gott hatte Engel erschaffen, einer von ihnen hatte eine besondere Stellung – Luzifer, der Name bedeutet Licht Träger -, er wollte sein wie Gott und von den Menschen angebetet werden. Damit wurde er zum Teufel bzw Satan, was „Ankläger, Verleumder, Widersacher“ bedeutet. Ihm haben sich einige ungehorsame Engel angeschlossen, die Dämonen genannt werden. Satan und ebenso seine Dämonen haben viel Macht, sie sind auch Götter, aber nicht DER Gott. Daher legen wir so viel Wert darauf, den Namen Jehova oder Jahwe zu benutzen, um deutlich zu machen, von welchem Gott wir hier reden. So gibt es also nicht nur Götzen, wie hier bei Jakob und Laban, wo es sich um Hausgötzen, Figuren aus Holz oder Stein, handelt – sondern auch andere Götter, die wirklich Macht haben. Aber Jehova ist stärker, als alle anderen, denn er ist der Schöpfer und der Allmachtige Gott!

      Aber weiter mit Jakob und Laban. Laban beschuldigt Jakob, seine Töchter gestohlen und seine Hausgötzen geklaut zu haben. Wie geht Jakob damit um?

      Anstatt ihm zu widersprechen oder sich zu verteidigen oder Laban zu fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank habe – immerhin hatte er für die Töchter gearbeitet, es waren seine Frauen und gehörten zu ihm – bleibt Jakob ganz ruhig und sagt, er solle doch nachsehen, ob er die Götzen irgendwo bei ihm findet. Behalten wir im Sinn, dass Jakob nicht weiss, dass Rahel die Figuren entwendet und mitgenommen hatte.

      Laban durchsucht alles, findet aber nichts. Zum Schluss kommt er in Rahels Zelt, findet aber auch nichts. Der Leser erfährt, dass sie die Götzen in ihrer Satteltasche versteckt hat und selbst drauf sitzt. Sie sagt dem Vater, sie könne leider nicht aufstehen, da es ihr „nach der Weise der Frauen ergeht“. Was bedeutet das und warum kann sie nicht aufstehen?

      Rahel hat ihre Periode und in der damaligen Zeit galt man als unrein während der Zeit und niemand durfte etwas berühren, auf dem die Frau sitzt oder gesessen hatte. Später wird dies in dem Gesetz festgehalten, das Jehova Mose und den Israeliten gibt. Scheinbar war dies zu dem Zeitpunkt hier bereits üblich. Da Rahel nicht aufsteht, kann der Vater die Götzen auch nicht finden.

      Aber was für eine Schmach für diese Hausgötzen: sie befinden sich unter einer Frau, die unrein ist und können sich nicht wehren. Soviel zu der Macht von Götzen ?

      Gerechter Zorn?

      Wir lesen weiter die Verse 36 bis 42 und erleben, dass Jakob nun wirklich sauer wird (er weiss ja nicht, dass tatsächlich jemand die Hausgötzen mitgenommen hat). So entlädt sich jetzt sein gerechter Zorn über den Schwiegervater! Ihm platzt buchstäblich der Kragen, Laban hatte den Bogen überspannt. So zählt er alle Gemeinheiten und Ungerechtigkeiten der vergangenen Jahre auf – ich an Labans Stelle wäre jetzt „ganz klein geworden mit Hut“ ?

      Wer sind denn die „Brüder“ in Vers 37, vor denen Laban alles niederlegen sollte?

      Jakob hat doch nur einen Bruder, Esau, der überhaupt nicht mit dabei ist? Es sind seine Söhne, die im späteren Verlauf auch mit in den Bund zwischen Jakob und Laban eintreten, und die Söhne von Laban, die ihm scheinbar in der Zeit geboren wurden, als Jakob bei ihm weilte. Auf jeden Fall handelt es sich hierbei um nähere Verwandte auf beiden Seiten.

      Wie reagiert Laban nun auf den Zornesausbruch von Jakob, auf alle die Anschuldigungen?

      Behalten wir im Hinterkopf, dass Jehova Laban gesagt hatte, er solle sich von Jakob fern halten und ihn in Ruhe lassen, denn er stünde unter SEINEM Schutz. Man hätte jetzt erwarten können, dass sich Laban bei Jakob entschuldigt. Aber Pustekuchen: er wird sogar noch frech und behauptet, die Töchter und das Vieh würden ihm gehören, obwohl Jakob dafür gearbeitet hatte (Vers 43). Wir sehen, der Grund, warum Jakob sich heimlich still und leise von Laban entfernt hatte, war nicht überzogen (Vers 31). Jakob kannte seinen Schwiegervater scheinbar sehr gut.

      Nachdem dieser Jakob nochmals vorwirft, ihn bestohlen zu haben, wird er gönnerhaft und schlägt dem Schwiegersohn einen Bund vor, der auf dem ersten Blick günstig für Jakob erscheint, weil er beinhaltet, dass er ihn künftig in Ruhe lassen würde, aber beim näheren Hinsehen, kommt der altbekannte Laban zum Vorschein, dem es nur ums Geld und Reichtum und Macht geht. Mit diesem Grenzwall wird verhindert, dass jemand aus Jakobs Nachfahren kommt und das Erbe einfordert. Sicherlich wird Jakob dies auch klar gewesen sein.

      Der Bund

      In Kapitel 31:44-32:1 lesen wir von diesem Bund: es wird ein Grenzstein aufgerichtet – aber Halt! Haben wir darauf geachtet, wer diesen Stein aufgerichtet hatte? In den Versen 45 und 46 lesen wir, dass es Jakob und seine Söhne sind, die diese Grenze errichten, aber in Vers 51 sagt Laban, er habe den Haufen aufgerichtet. Naja, halt Laban live

      Scheinbar hat Laban ein generelles Problem mit „mein“ und „dein“. Das zieht sich durch die ganze Geschichte, die wir mit ihm und Jakobs gelesen haben. Er gibt Jakob Rahel als Frau, Jakob arbeitet für sie, bekommt sie aber dann nicht. Eigentlich hatte sie ihm nach den 7 Jahren, die er für sie gearbeitet hatte, bereits gehört. Stattdessen muss er weitere 7 Jahre für sie arbeiten und hat zudem eine Frau am Hals, die er eigentlich nicht wollte: Lea. Dann ändert Laban 10 mal den versprochenen Lohn, was das Vieh angeht, das Jakob gehören sollte. Und als Krönung behauptet er jetzt hier, sie würden dennoch eigentlich ihm gehören – Vielleicht wollte er die beiden nochmal an einen anderen Mann verschachern? Auch das Vieh, für das Jakob 10 Jahre gearbeitet hatte, gehörte in seiner Vorstellung noch ihm, er würde es wohl zu gern an jemand anderes für viel Geld verkaufen? Nun hat er also scheinbar auch den Sternhaufen errichtet? Interessant, dass er sich dazu Jakobs Hände bedient hatte – grummel (ich mag solche Leute nicht, grummel).

      Jakob widerspricht ihm nicht, er ist wieder die Ruhe in Person.

      Worum geht dieser Bund, den die beiden hier eingehen und wer ist in diesem Bund mit aufgenommen?

      Dieser Haufen Steine stellt eine Grenzbefestigung dar, eine Art Schutzwall: „Du kommst nicht in mein Land und ich komme nicht in dein Land“. Wir hatten bereits gesehen, dass es hier auch um das Erbe ging. Da scheinbar jemand bei Jakob die Teraphim – die Hausgötzen – hatte, hätte Anspruch auf das Erbe angemeldet werden können. Dadurch, dass die Grenze nicht mehr überschritten werden dürfte, war diese Möglichkeit jetzt nicht mehr gegeben.

      Aber der Wall hatte auch weitere Auswirkungen, unter anderem auf Jakobs Söhne: sie konnten jetzt nicht mehr zu Laban gehen und sich Frauen aus der Familie zur Frau nehmen, wie Abraham, Isaak und Jakob. Dies ist der Grund, warum diese sich später Frauen aus dem Land nehmen, in dem sie wohnen.

      Sie nennen diesen Haufen „Warte, Wächter, Mizpa“, was soviel bedeutet wie „Gott soll richten“

      In Kapitel 32 lesen wir im ersten Vers, wie sich Laban von seiner Familie verabschiedet. Er küsst seine Töchter und Enkelkinder und geht. Ist uns aufgefallen, dass er sich jedoch nicht von Jakob verabschiedet hat? Vielleicht ist er ja nachtragend ?

      Noch mal zu den Hausgötzen: es gab vom Anfang der Menschheitsgeschichte an durch die Rebellion „Götter“ und ohne Anfang, also immer schon, „den allein wahren Gott Jehova“.

      Durch die Grenze, die aufgerichteten Steine, waren die Hausgötzen sinnlos, denn Rahel konnte sie nicht mehr einlösen.

      In Vers 54 von Kapitel 31 lesen wir, wie sie den Bund besiegelt hatten: sie haben dort geopfert und dann gemeinsam gegessen. Auch dies hatte eine Bedeutung: „wenn ich den Bund brechen sollte, dann soll man mich töten – so wie jetzt hier das Tier getötet wird“, das sie dann zusammen gegessen haben.

      Zusammen essen, weil jemand für mich gestorben ist – woran erinnert uns das? Uns kommt hier das letzte Abendmahl in den Sinn. Etwas muss sterben als Zeichen des Bundes. Also auch hier begegnet uns schon die Geschichte des Evangeliums: Jesus ist für uns gestorben, damit wir leben können und uns ohne Scheu unserem Gott nahen und ein inniges Verhältnis zu ihm haben können!

      Hier endet die Geschichte von Laban. Dadurch, dass wir sie im Zusammenhang gelesen haben, könnten wir sehr gut seinen Charakter erkennen. Man kann es in einem Satz zusammenfassen: zwischen dem, was er sagt und dem, was er tut, ist ein himmelweiter Unterschied! Hüten wir uns davor, es ihm nachzutun

      Wie gesagt, hier endet die Geschichte von Laban, wir lesen nur noch am Rande von ihm und es ist nichts Positiven, halt so wie sein Charakter.

      In dieser Woche lesen wir 1. Mose 32:2-22 und sind live dabei, wenn sich Jakob und Esau zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder begegnen. Ob sich Esau inzwischen beruhigt hat…?

      Es bleibt auch weiterhin spannend. Wir freuen uns auf euch ??


      by Jule with no comments yet

      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

      • Biblische Seelsorge
      • Gemeinsam die Bibel lesen
      • Hauskreis Offenbarung