• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Feb. 10thDie Zerstörung von Sodom und Gomorrha

      Die Zerstörung von Sodom und Gomorra

      Genesis 19

      Als es Abend wurde, kamen zwei Engel in die Stadt Sodom. Lot saß am Stadttor, und als er sie sah, stand er sofort auf. Er verbeugte sich tief und sagte:
      „Bitte, meine Herren, kommt zu mir nach Hause. Bleibt über Nacht. Wascht euch die Füße, und morgen früh könnt ihr weiterziehen.“

      Zuerst sagten sie: „Nein, wir schlafen einfach auf dem Stadtplatz.“

      Aber Lot bestand darauf – er bestand wirklich darauf –, sodass sie schließlich zustimmten und mit ihm gingen. Lot machte ihnen was zu essen, backte Brot ohne Hefe, und sie aßen zusammen.

      Bevor sie schlafen gehen konnten, tauchten die Männer von Sodom auf. Alle. Jung und alt, aus allen Teilen der Stadt, umzingelten sie Lots Haus. Sie riefen:
      „Wo sind die Männer, die heute Nacht zu dir gekommen sind? Bring sie zu uns heraus, damit wir Sex mit ihnen haben können.“

      Lot trat nach draußen und schloss die Tür hinter sich.
      „Bitte, meine Brüder, tut diese böse Sache nicht“, sagte er.
      (In seiner Verzweiflung, seine Gäste zu schützen, bot er ihnen sogar seine Töchter an – aber die Menge lehnte ab.)

      Die Männer wurden wütend und schrien:
      „Geh uns aus dem Weg! Dieser Kerl ist als Fremder hierhergekommen und jetzt glaubt er, er könne über uns richten!“

      Sie drängten sich auf Lot und wollten die Tür aufbrechen. Aber die Engel streckten ihre Hände aus, zogen Lot sicher zurück ins Haus, schlossen die Tür und schlugen die Männer draußen mit Blindheit. Trotzdem tasteten sie herum und versuchten, die Tür zu finden.

      Dann sagten die Engel zu Lot:
      „Hast du noch jemanden hier? Schwiegersöhne, Söhne, Töchter – irgendjemanden? Bring sie aus dieser Stadt heraus. Wir werden sie zerstören, weil die Klagen gegen sie vor dem Herrn so groß sind.“

      Lot eilte hinaus, um mit den Verlobten seiner Töchter zu sprechen.
      „Schnell! Verlasst die Stadt! Der Herr wird sie zerstören!“

      Aber sie dachten, er mache Witze.

      Als der Morgen kam, drängten die Engel Lot:
      „Beeil dich! Nimm deine Frau und deine beiden Töchter mit, sonst wirst du mitgerissen, wenn die Stadt bestraft wird.“

      Lot zögerte. Da ergriffen die Engel seine Hand, die Hand seiner Frau und die Hände seiner Töchter – weil der Herr ihm gnädig war – und führten sie aus der Stadt hinaus.

      Draußen sagten sie:
      „Renn um dein Leben! Schau nicht zurück. Halt nirgendwo im Tal an. Flieh in die Berge, sonst wirst du vernichtet!“

      Lot flehte:
      „Bitte, meine Herren, ich kann nicht in die Berge fliehen. Lasst mich in die kleine Stadt in der Nähe gehen – sie ist winzig!“

      Sie waren einverstanden.
      „Na gut. Ich werde diese Stadt nicht zerstören. Aber beeilt euch – denn ich kann nichts tun, bevor ihr dort angekommen seid.“

      (Die Stadt hieß Zoar.)

      Als die Sonne über dem Land aufging, ließ der Herr brennenden Schwefel vom Himmel auf Sodom und Gomorra regnen. Er zerstörte die Städte, das ganze Tal und alle, die dort lebten – zusammen mit der gesamten Vegetation.

      Aber Lots Frau schaute zurück und wurde zu einer Salzsäule.

      Am nächsten Morgen ging Abraham früh zu dem Ort, an dem er vor dem Herrn gestanden hatte. Er schaute hinunter auf Sodom und Gomorra und sah Rauch aus dem Land aufsteigen, wie Rauch aus einem Schmelzofen.

      Als Gott die Städte des Tals zerstörte, dachte er an Abraham und rettete Lot vor der Katastrophe.

      Lot verließ später Zoar, weil er Angst hatte, dort zu bleiben, und lebte mit seinen beiden Töchtern in einer Höhle in den Bergen.


      Lektionen:

      1. Gott nimmt Sünde ernst

      Sodom und Gomorra wurden nicht wegen einer einzigen schlechten Tat zerstört, sondern wegen einer tief verwurzelten, anhaltenden Kultur der Bosheit – Gewalt, sexuelle Unmoral, Ungerechtigkeit und völlige Missachtung anderer (siehe auch Hesekiel 16,49–50).

      Lektion:
      Gott ist geduldig, aber hartnäckige, reuelose Sünde führt letztendlich zum Gericht. Gnade hat ein Zeitfenster – aber es ist nicht unendlich.

      1. Gott ist barmherzig, selbst wenn das Gericht kommt

      Lot entkam nicht, weil er perfekt war – weit gefehlt. Er entkam, weil:

      Gott sich an Abraham erinnerte.

      Gott Barmherzigkeit zeigte.

      Gott zuerst handelte, als Lot zögerte.

      Die Engel zogen ihn buchstäblich heraus.

      Lektion:
      Die Erlösung ist ein Akt der Barmherzigkeit Gottes, nicht menschlicher Stärke. Selbst wenn der Glaube schwach ist, kann Gott dennoch retten.

      1. Kompromisse trüben das moralische Urteilsvermögen

      Lot entschied sich, in der Nähe von Sodom zu leben, weil es dort wohlhabend aussah. Mit der Zeit:

      saß er am Stadttor (eine einflussreiche Position)

      verlor er seine moralische Klarheit

      konnte er seine eigene Familie nicht davon überzeugen, Gott ernst zu nehmen

      Lektion:
      Zu nah am Sündenpfuhl zu leben, trübt das Urteilsvermögen. Kompromisse entstehen nicht auf einmal, sondern nach und nach.

      1. Nicht jeder wird der Warnung glauben

      Lot warnte seine Schwiegersöhne, aber sie lachten ihn aus. Als das Gericht kam, war es zu spät.

      Lektion:
      Die Wahrheit kann für Menschen, die sich in ihrer Sünde wohlfühlen, wie ein Witz klingen. Treue garantiert nicht, dass die Menschen zuhören.

      1. Gehorsam erfordert Loslassen

      Der Befehl war klar: „Schau nicht zurück.“
      Lots Frau schaute zurück – sei es aus Sehnsucht, Reue oder Unglauben – und ging zugrunde.

      Lektion:
      Man kann nicht mit Gott vorankommen, wenn man an dem festhält, was er einen auffordert, zurückzulassen.

      Jesus greift diesen Gedanken in Lukas 9,62 auf.

      1. Zögern ist gefährlich

      Lot zögerte. Er zögerte. Er verhandelte.
      Hätte Gott nicht eingegriffen, wäre er mit der Stadt umgekommen.

      Lektion:
      Wenn Gott dich zum Handeln auffordert – Buße tun, weggehen, dich ändern –, kann Zögern spirituell tödlich sein.

      1. Kleine Entscheidungen haben große Auswirkungen

      Abraham entschied sich für die Hügel. Lot entschied sich für das fruchtbare Tal.
      Diese eine Entscheidung brachte Lot schließlich in eine Stadt, die der Zerstörung geweiht war.

      Lektion:
      Scheinbar kleine Entscheidungen darüber, wo wir leben, wem wir folgen und was wir tolerieren, können unsere gesamte spirituelle Zukunft prägen.

      1. Gott ehrt Fürbitte

      Lot wurde gerettet, weil Abraham in Genesis 18 gebetet hatte. Gott „erinnerte sich an Abraham“, als er Lot rettete.

      Lektion:
      Fürbitte ist wichtig. Gott hört zu, wenn die Gerechten für andere bitten.

      1. Rettung ist nicht gleich Belohnung

      Lot entkam – aber er verlor:

      Seine Frau

      Sein Zuhause

      Seinen Ruf

      Seinen Frieden

      Lektion:
      Gerettet zu werden, macht die Folgen vergangener Entscheidungen nicht ungeschehen.

      1. Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit existieren nebeneinander

      Sodom zeigt Gottes Gerechtigkeit.
      Lot zeigt Gottes Barmherzigkeit.
      Beides wirkt gleichzeitig.

      Lektion:
      Gott ist nicht nur liebevoll und nicht nur gerecht – er ist beides in vollkommener Weise.


      Herr Gott,
      du bist heilig, gerecht und voller Barmherzigkeit.
      Wenn wir uns an die Geschichte von Sodom und Gomorra erinnern, erkennen wir an, dass du alles siehst – nichts ist vor dir verborgen.

      Erforsche unsere Herzen, o Gott.
      Zeige uns alle Bereiche, in denen wir uns mit der Sünde abgefunden haben,
      alle Kompromisse, die wir gerechtfertigt haben,
      alle Warnungen, die wir ignoriert haben.

      Danke für Deine Barmherzigkeit,
      dass Du uns auch dann noch die Hand reichst, wenn wir zögern,
      dass Du uns rettest, wenn wir nicht die Kraft haben, uns selbst zu retten.
      Wie Lot bekennen wir, dass wir manchmal mit dem Gehorsam zögern –
      und doch bist Du geduldig und gütig.

      Herr, hilf uns, nicht zurückzuschauen.
      Gib uns den Mut, das loszulassen, was Du uns aufforderst zurückzulassen –
      alte Gewohnheiten, alte Wünsche, alte Denkweisen.
      Lehre uns zu vertrauen, dass das, wohin Du uns führst,
      besser ist als alles, was wir zurücklassen.

      Gib uns Herzen, die hören, wenn Du warnst,
      Glauben, der sich bewegt, wenn Du „geh“ sagst,
      und Leben, die Deine Gerechtigkeit in einer zerbrochenen Welt widerspiegeln.

      Gedenke unserer Lieben, Herr.
      Wie Abraham für sie Fürbitte einlegte, bringen wir sie vor dich –
      diejenigen, die weit von dir entfernt sind,
      diejenigen, die deine Wahrheit für einen Witz halten,
      diejenigen, die sich an gefährlichen Orten aufhalten.
      Sei barmherzig und zieh sie zu Dir.

      Mögen wir in Gehorsam wandeln,
      mit Unterscheidungsvermögen leben
      und an Deiner Gnade festhalten.

      Wir vertrauen Dir –
      sowohl Deiner Gerechtigkeit als auch Deiner Barmherzigkeit –
      heute und immerdar.

      Im Namen Jesu,
      Amen.


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 22ndLots Frau – Es geht darum, loszulassen

      Die Geschichte von Lots Frau, die zu einer Salzsäule wurde, wurde oft als Warnung vor Ungehorsam erzählt, als hätte Gott nur auf den kleinsten Fehler gewartet, um sie zu bestrafen. Viele Gläubige sind mit dieser Geschichte voller Angst aufgewachsen. Schau nicht zurück, sonst wird Gott dich bestrafen. Zögere nicht, sonst wirst du gerichtet werden. Aber wenn wir innehalten und diese Geschichte mit dem Herzen des Vaters lesen, entsteht ein ganz anderes Bild. Dies war kein Moment der Wut. Es war ein Moment der Tragödie. Nicht weil Gott hart war, sondern weil ihr Herz immer noch an das gebunden war, wovon Gott sie rettete.

      Lots Frau wurde physisch aus Sodom entfernt, aber ihre Seele war immer noch daran gebunden. Der Befehl, nicht zurückzuschauen, war nicht willkürlich. Er diente ihrem Schutz. Sodom stand für ein Lebenssystem, das auf Korruption, Angst und Selbsterhaltung aufgebaut war. Zurückzuschauen war keine Neugier. Es war Anhaftung. Sie wurde gerettet, aber ein Teil von ihr gehörte immer noch zur alten Welt. Salz steht in der Heiligen Schrift oft für Bewahrung. Eine Salzsäule ist etwas, das in der Zeit eingefroren ist. Konserviert, unbeweglich, unfähig, sich weiterzuentwickeln. Die Gefahr bestand nicht darin, dass sie zurückblickte. Die Gefahr bestand darin, dass ihr Herz nicht loslassen konnte.

      Diese Geschichte wird oft falsch interpretiert, um zu suggerieren, dass man durch einen einzigen falschen Schritt die Erlösung verlieren kann. Aber diese Interpretation bricht unter dem Gewicht des Neuen Testaments zusammen. Jesus selbst bezieht sich in Lukas 17,32 auf Lots Frau, wenn er sagt: „Denkt an Lots Frau.“ Er droht den Gläubigen nicht. Er offenbart ein spirituelles Prinzip. Das Festhalten am alten Leben führt zu Lähmung. Nicht zu Gericht. Zu Stagnation. Das Evangelium lehrt nicht, dass Gott diejenigen vernichtet, die zögern. Es lehrt, dass geteilte Herzen keine Freiheit erfahren können.

      Paulus greift diese Offenbarung später auf, wenn er in Philipper 3 schreibt: „Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir liegt, und jage nach dem Ziel.“ Das ist keine Sprache des Strebens. Es ist eine Sprache der Ausrichtung. Gnade bewegt sich vorwärts. Der Glaube schaut nach vorne. Das vollendete Werk Jesu hat uns nicht nur von der Sünde errettet. Es hat unsere Bindung an die alte Identität durchtrennt. Zurückzuschauen hebt die Errettung nicht auf, aber es raubt den Frieden. Viele Gläubige sind heute errettet, vergeben und geborgen, aber emotional erstarrt, weil sie immer wieder zu dem zurückkehren, von dem Gott sie bereits befreit hat.

      Hier ist der Wow-Moment des Neuen Testaments. Der Hebräerbrief sagt uns, dass Jesus das Kreuz „die Schande verachtend“ ertragen hat. Er hat nicht zurückgeschaut. Er hat es nicht bewahrt. Er hat es sterben lassen. Wenn Jesus deine Vergangenheit nicht bewahrt hat, warst du auch nie dazu bestimmt, es zu tun. Beim Kreuz ging es nicht nur um Vergebung. Es ging um Endgültigkeit. Dein altes Leben wurde nicht verbessert. Es wurde begraben. Gnade verlangt nicht, dass du mit Gewalt vergisst. Sie lädt dich ein, durch Vertrauen vorwärts zu gehen.

      Diese Geschichte bringt Frieden, wenn wir sie richtig verstehen. Gott war nicht wütend auf Lots Frau. Er hat sie aus einem System gerettet, in dem sie gelernt hatte zu überleben. Ihre Geschichte erinnert uns daran, dass Freiheit nicht nur bedeutet, herausgeführt zu werden. Es geht darum, loszulassen. Der Vater ist geduldig mit Herzen, die sich im Wandel befinden. Aber er weiß auch, dass Heilung geschieht, wenn wir aufhören, unseren Blick auf das zu richten, was uns nicht mehr definiert.

      Die praktische Anwendung ist einfach und sanft. Frag dich selbst, worauf du immer noch zurückblickst. Nicht, um dich zu beschämen, sondern um zu erkennen, wo der Frieden immer wieder verloren geht. Beschäftigst du dich immer noch mit alten Fehlern, alten Identitäten, alten Zeiten, die Gott bereits abgeschlossen hat? Heute kannst du dich ohne Druck dafür entscheiden, nach vorne zu schauen. Du wirst nicht von Urteilen verfolgt. Du wirst zur Ruhe eingeladen. Geh weiter. Die Gnade liegt bereits vor dir.


      by Jule with 1 comment
    • Jan. 20th“Denkt an Lots Frau“

      Lots Frau taucht in der Heiligen Schrift nur für einen kurzen Moment auf.

      Es gibt keine Aufzeichnungen über ihre Worte.

      Keine lange Geschichte.

      Keine Erklärung.

      Nur eine Handlung.

      „Sie blickte zurück.“ (Genesis 19:26)

      Die meisten Menschen nehmen an, dass sie sich umdrehte, weil sie die Stadt liebte. Dass sie Sodom vermisste. Dass sie sich nach dem Leben sehnte, das sie hinter sich ließ.

      Aber die Heilige Schrift sagt das nie.

      Sie sagt uns nur, dass sie zurückblickte.

      Und dieses Detail ist wichtig.

      Der Befehl war klar.

      „Schau nicht zurück. Halte nicht an.“

      Denn es ging nicht um Geografie.

      Es ging um die Richtung.

      Zurückzuschauen war keine Nostalgie.

      Es war Zögern.

      Es offenbarte ein geteiltes Herz.

      Lots Frau verließ Sodom physisch, aber innerlich hatte sie noch nicht vollständig losgelassen. Ihr Körper bewegte sich vorwärts, aber ihr Herz war immer noch an das gebunden, was Gott bereits gerichtet hatte.

      Das ist die stille Warnung in ihrer Geschichte.

      Das Gericht hielt sie nicht auf.

      Das Feuer hielt sie nicht auf.

      Die Dringlichkeit hielt sie nicht auf.

      Ihre Bindung tat es.

      Sie drehte sich nicht um und rannte nicht weg.

      Sie hielt lange genug inne, um zurückzuschauen.

      Und das reichte aus.

      Jesus erwähnt sie später mit einem einzigen Satz:

      „Denkt an Lots Frau.“ (Lukas 17,32)

      Das ist bemerkenswert.

      Jesus sagte nicht: „Denkt an Sodom.“

      Er sagte: „Denkt an Lots Frau.“

      Warum?

      Weil es in ihrer Geschichte nicht um böse Städte geht.

      Es geht um unvollendete Hingabe.

      Lots Frau steht für eine Gefahr, an die viele Gläubige nie denken.

      Die Sünde hinter sich zu lassen, ohne die Anhaftung loszulassen.

      Äußerlich zu gehorchen, während man innerlich sehnt.

      Vorwärts zu gehen, während man heimlich trauert um das, was Gott weggenommen hat.

      Das macht ihre Geschichte so unangenehm.

      Sie rebellierte nicht offen.

      Sie gehorchte … teilweise.

      Und teilweiser Gehorsam, gepaart mit anhaltender Bindung, kann das Herz dennoch verhärten.

      Hier liegt eine tiefere Wahrheit.

      Gottes Befreiung erfordert Orientierung, nicht nur Bewegung. Bei der Erlösung geht es nicht nur darum, dem zu entkommen, was dich zerstört hat. Es geht darum, es vollständig loszulassen.

      Lots Frau starb nicht, weil sie langsam war.

      Sie starb, weil sie hin- und hergerissen war.

      Hin- und hergerissen zwischen dem, wovor Gott sie rettete, und dem, woran sie noch festhalten wollte.

      Für uns Gläubige heute konfrontiert uns diese Geschichte stillschweigend.

      Worauf blicken wir noch zurück?

      Wovon hat Gott uns eindeutig befreit, aber unser Herz kehrt immer noch dorthin zurück?

      Welcher Komfort, welche Identität oder welche Zeit aus der Vergangenheit konkurriert noch immer mit dem Gehorsam?

      Hier geht es nicht um Scham.

      Es geht um Klarheit.

      Gott verlangt nicht von uns, die Vergangenheit zu vergessen.

      Er verlangt von uns, nicht mit dem Blick darauf zu leben.

      Denn man kann sich nicht auf das Leben zubewegen, wenn man auf das starrt, was Gott bereits gerichtet hat.

      Aber hier ist die Ermutigung.

      Bewusstsein ist Gnade.

      Wenn dies Unbehagen hervorruft, bedeutet das, dass Gott zu tieferer Freiheit einlädt. Er versucht nicht, dir die Freude zu nehmen. Er versucht, dich davor zu bewahren, zwischen zwei Welten festzustecken.

      Die Warnung Jesu ist sanft, aber bestimmt.

      Lebe nicht halbherzig.

      Der Glaube erfordert volle Ausrichtung.

      Volle Hingabe.

      Volles Vertrauen darauf, dass das, wohin Gott dich führt, besser ist als das, was er dich zurücklassen lässt.

      Verlasse nicht nur die Stadt.

      Löse dich von deiner Bindung.

      Denn die Zukunft, die Gott vorbereitet, kann nicht betreten werden, solange dein Herz zurückblickt. 🙏🏼

      @topfans

      Credits an: #saltandshutter Salt And Shutter


      by Jule with 1 comment
    • Mai 28thMädelsKreis – wo sehen wir hier, dass Lot Glauben hat?

      Wir sehen uns nachher beim MädelsKreis 

      Bibelgrundkurs für Mädels 😉
      Mittwochs 15 bis 17 Uhr 

      Und beim 

      Online Bibelkurs 
      Mittwoch 17 bis 19 Uhr

      https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09 
      Meeting-ID: 955 1335 4603
      Kenncode: 057704

       und per Telefon:
      Einwählen über 06938079884
      Dann nach Aufforderung 95513354603# eingeben und dann nach Aufforderung 057704# eingeben und dann *6 damit du auch reden kannst 


      by Jule with 36 comments
    • Mai 14thMädelsKreis – Abraham und Fürbitte

      Wir sehen uns nachher beim MädelsKreis
      Bibelgrundkurs (nur) für Mädels 😉
      Mittwochs 15 bis 17 Uhr

      Die anderen bitte erst beim

      Online Bibelkurs
      Mittwoch 17 bis 19 Uhr
      https://zoom.us/j/95513354603?pwd=a2doelhieXlRZGxxZ3JkYUxtSjlTUT09
      Meeting-ID: 955 1335 4603
      Kenncode: 057704

      und per Telefon:
      Einwählen über 06938079884
      Dann nach Aufforderung 95513354603# eingeben und dann nach Aufforderung 057704# eingeben und dann *6 damit du auch reden kannst


      by Jule with 26 comments
    • Jan. 10thAbram und der neue Bund

      Heute lesen wir 1. Mose 17 bis 19
      Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘

      Hier findet ihr einige Gedanken zu den beiden Kapiteln, die wir seinerzeit in Berlin als Gruppe im Zelt 😊 im AktivGottesdienst gemeinsam herausgearbeitet haben

      Abraham und die Beschneidung

      Abrahams Fürbitte und Lot


      by Jule with 1 comment
    • Aug. 22ndWas für ein grausames Geschehen Der Levit und seine Nebenfrau – Richter 19

      Was fällt auf?
      Fragen im Vorfeld

      Warum läuft er ihr nach?
      Warum hält der Vater ihn auf?
      Name Jehovas wird nicht erwähnt
      Es werden überhaupt keine Namen erwähnt
      Die Geschichte ist grauselig

      Wir haben bereits letzte Woche darüber gesprochen, dass von der Zeit von Mose bis Jesus die Schulkinder die ersten 5 Bücher Mose auswendig lernten, daher müssen sie hier an die Geschichte von Lot und Sodom erinnert worden sein, denn es ist teilweise wortwörtlich wie bei Lot

      Zum besseren Verständnis gibt es eine Karte von dem Weg, den der Levit genommen hat: er kam aus dem Hügelland von Ephraim und folgte seiner Frau zu deren Vater nach Bethlehem. Auf dem Rückweg kamen sie nach Jebus (Jerusalem), aber sie übernachten in Gibea

      Soviel zum Vorfeld

      Die Beziehung der beiden „Hauptdarsteller“

      Als erstes stellt sich uns die Frage: Durfte ein Levit überhaupt eine Nebenfrau haben?
Ja, nur die Priester und Hohepriester hatten besondere Vorgaben, wen sie heiraten dürften und wen nicht

      In Vers 1 lesen wir, dass sie „seine Nebenfrau“ bzw „sein Kebsweib“ war, sie war also nicht seine Hauptfrau, er muss daher reich gewesen sein. Wie konnte das sein, wo er doch als Levit nur vom Volk unterstützt wurde? Er scheint noch ein Einkommen gehabt zu haben. Der Levit letzte Woche in Kapitel 17 und 18 war auf Arbeitssuche unterwegs – dieser hier kommt aus Ephraim und in der Nähe stand die Bundeslade, wo er seinen Hauptjob hatte

      In Vers 2 lesen wir dass die Nebenfrau „begann gegen ihn Hurerei zu begehen“ – andere Übersetzungen sagen, „sie ärgerte sich über ihn“ – und lief weg
Vielleicht floh sie vor der Strafe für Ehebruch, denn darauf stand nach mosaischen Gesetz eigentlich die Todesstrafe

      Kannte der Levit das mosaische Gesetz? Ja, es war ja seine Aufgabe, das vorzulesen und auszulegen und auch sie hätte das wissen müssen, da sie es in der Schule gelernt haben

      Wie lange wartet er, um sie aufzusuchen? 4 Monate – warum so lange? Um auszuschließen, dass sie von dem anderen Mann schwanger geworden ist, denn das sieht man bei einer Frau im 4. Monat. Er ist also nicht lieblos, sondern will erst mal sicher gehen, dass es ohne Folgen blieb

      Warum folgt er ihr? 
Er will sie überzeugen, zu ihm zurück zu kommen und nimmt mehrere Esel mit, damit sie auch einen für den Rückweg hat und einen Bediensteten. In Vers 3 lesen wir, dass er gewinnend auf sie einredet, um sie (von seiner Liebe?) zu überzeugen

      Die Rolle des Schwiegervaters bei dem Ganzen

      Was passiert bei Schwiegervater?
      In Vers 4 lesen wir, dass sich die beiden bereits im Vorfeld versöhnt haben. Der Vater freut sich, Zeit mit ihm verbringen zu können. Scheinbar feiern sie gemeinsam den Shabbat und dehnen diese Feier aus

      Als der Levit am 4. Tag aufbrechen will, hält der die beiden auf, auch am fünftem. Warum?

      Damit zeigte er seine Zuneigung zu der Tochter und dem Schwiegersohn. Vielleicht war er auch einsam? Auf jeden Fall wollte er noch mehr Zeit mit den beiden verbringen

      Die haben als Juden ja ein Problem, da alle 7 Tage Sabbat ist und man nicht reisen darf. Vielleicht wollte der Vater noch den Sabbat mit ihnen feiern, aber der Levit wollte scheinbar zum Sabbat wieder zu Hause zu sein

      Die Reise – aus der Sicht eines Juden

      Sie gehen am 6. Tag erst gegen Mittag los und kommen so nur bis Jebus (Jerusalem), da ist es schon Abend. Ab Sonnenuntergang (Vers 14) würde ein neuer Tag beginnen – der Shabbat, an dem man ja keine längeren Strecken reisen durfte. Der Levit will aber nicht bleiben, da dies keine israelitische Stadt war und er schien zu wissen, dass die Menschen dort sehr schlecht und böse waren (Vers 13)

      Gibea und Rama liegen ca eine halbe Std auseinander, aber beide zählten zum Stamm Benjamin. Der Levit und seine Reisegesellschaft bleiben in Gibea

      Was war in Rama?
Das Grab der Stammesmutter von Benjamin und Joseph und gehört nun zum Stamm von Benjamin
Wir erinnern uns?:
Rahel stirbt auf dem Weg ins verheißene Land
Jeder Jude, der an Rama vorbei kommt, denkt „hier liegt die Lieblingsfrau von unserem Stammesvater, die Stammesmutter von Benjamin“

      Sie setzten sich auf dem öffentlichen Platz nieder und hofften auf Gastfreundschaft, dass jemand sie in ihr Haus aufnimmt – was damals üblich war

      Warum nahmen die Bewohner sie nicht auf?
      Wovor hatten sie Angst? Vor den Gästen?

      Sie denken wohl an Sodom, denn die Bewohner hier sind genau so verdorben wie seinerzeit in Sodom

      Warum waren die zwei Engel nach Sodom gekommen?
      Weil das Geschrei über die Bewohner war zu Jehova gedrungen (1. Mose 18:20-22)

      Wer hatte geschrieen? Die Männer von Sodom sicherlich nicht, denn sie hatten ja Gefallen daran
      Es ging um die Gäste, die anders waren und vergewaltigt wurden

      Der Levit wußte nicht, dass die Bewohner von Gibea so verdorben waren, er dachte, dass sie ja alle zum Volk Jehovas gehören und er daher sicher wäre. Der alte Mann, der sie in sein Haus holte, wusste das schon und es zeigte sich, dass die trotzdem so schlimm waren, wie die Bewohner von Sodom sind

      In Sodom geht Lot raus, bietet seine Töchter an und die Männer wollen sich auf ihn stürzen, da schlagen die Engel die Männer mit Blindheit.

      Hier in Richter gibt es niemand, der betet, beide versuchen, das Problem auf ihre Weise zu lösen, obwohl der Levit sagt, er wandle in den Wegen Jehovas (Richter 19:18)
      Scheinbar sind der Gastgeber und der steckt im Panikmodus, es ist eine reflexartige Reaktion
      Aber sie hätten ja vorher schon beten können, beim gemeinsamen Essen, denn der Gastgeber wußte ja, wie seine Nachbarn drauf waren

      Wie betet ein Juden heute? Gebetsregeln, Gebetstuch
      „Gesegnet seist du Jehova, der du uns …. das Brot gegeben hast, das Korn aus der Erde wachsen lässt….“

      Scheinbar waren diese Gebete der beiden reine Worthülsen, ein Gebet, weil man es eben so macht, nicht etwas, was einem persönlichen Verhältnis entspringt. Sonst hätten sie direkt daran die Bitte um Schutz und Bewährung gehängt

      Und wieder sind wir bei der Abzweigung zwischen dem Leviten und seiner Nebenfrau, denn:

      Wer schickt die Frau raus?

      Der Ehemann (Vers 25). Die Männer bleiben drin, bekommen nicht mal mit, dass sie an der Schwelle liegt. In Vers 27 lesen wir sogar „der Levit steht auf“
      D.h, dass die Männer sich schlafen gelegt hatten in dem Wissen, was da gerade mit der Frau passiert

      Scheinbar sah der Levit seine Frau nur als Sexobjekt und deshalb war es ihm egal

      Was macht er mit ihr, als er sieht, dass sie tot ist?
      Er beerdigt sie nicht, sondern packt sie wie ein Stück Vieh auf seinen Esel, reist noch stundenlang mit ihr und zerstückelt sie dann und verschickt sie am die einzelnen Stämme —-> das ist doch nicht normal

      Jeder normale Mann würde trauern und seine Frau beerdigen und dann erst weiter reisen

      Wie denkt wohl Jehova über das Ganze?

      Was für eine grausame Geschichte, aber wie wir zu Anfang festgestellt hatten:
      Jehova wird in diesem Kapitel überhaupt nicht erwähnt

      Bedeutet das, dass wir nicht wissen, ob er irgendwas in diesem Kapitel gutheißt?

      Auch andere Namen werden nicht erwähnt – weder der Levit, noch seine Frau oder ihr Vater, noch der alte Mann – sie sind alle nicht in Jehovas Gedenkbuch. Denn Jehova sagte in Mose: „nur diejenigen, die gegen mich gesündigt haben, streiche ich aus meinem Gedenkbuch“

      Jehova verurteilt also nicht nur die Männer der Stadt, sondern auch das Drumherum. Selbst Simson und Delila, die ihn verriet, werden mit Namen erwähnt

      ER hätte gewollt, dass die Männer für ihre Frauen eintreten und zu ihm beten

      Wenn die Frau wirklich Ehebruch begangen hatte, hätte sie die Todesstrafe verdient. Letztendlich hat sie sie bekommen – aber um wieviel schrecklicher ist der Tod jetzt

      Wie hätte das Ganze anders laufen können?
      Der Levit hätte unter anderem die Frau durch Scheidung entlassen können (so, wie es Joseph zuerst überlegt hatte, als er von Marias Schwangerschaft erfuhr)

      Als normaler Israelit durftest du deiner Frau natürlich vergeben, aber ein Levit sollte vorbildlich sein und Priester durften so eine Frau nicht wieder nehmen
      Scheinbar hielt er sich öfters in Grauzonen auf

      Was meinten sie mit „sowas ist bisher noch nie passiert“?

      „Alle, die es sahen, waren entsetzt und sagten: »So ein Verbrechen hat es noch nie bei uns gegeben. Seit wir aus Ägypten hierhergekommen sind, ist so etwas nicht geschehen. Wir müssen genau überlegen, was wir jetzt tun sollen.«“
      ‭‭Richter‬ ‭19:30‬ ‭HFA‬‬

      Was meinten sie mit „sowas ist bisher noch nie passiert“? Dass er die Leichenteile rum schickt oder die Vergewaltigung der Frau?

      Er wird sie nicht mit der Post geschickt haben, sondern selbst gebracht und dabei auch erzählt haben, was mit ihr passiert ist

      Es geht wie bei Sodom nicht um Homosexualität und die Vergewaltigung an sich, sondern um das, was es ausdrückt: „ich bin mächtiger als du, du machst, was ich will“
      Dominanzverhalten, Machtausüben von Gottlosen Männern


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    • Aug. 21stGibea und Sodom – Ähnlichkeiten rein zufällig?

      „Vergleicht man Richter Kapitel 19 mit den Umständen um Lot in 1. Mose 19, so lassen sich mindestens sieben Gemeinsamkeiten feststellen.

      1. Erstens: Von allen hebräischen Wörtern, die in 1. Mose 19 verwendet werden, finden sich sechzehn Wörter, also ein Viertel der Gesamtzahl, in irgendeiner Form in diesem Kapitel wieder
      2. Zweitens haben vierundzwanzig Ausdrücke im Genesis-Text eine enge Parallele zu diesem Richtertext, und die Abweichungen sind nur grammatikalischer oder stilistischer Art oder solche, die der Kontext erfordert.
      3. Drittens haben beide Kapitel im hebräischen Text genau neunundsechzig Wörter.
      4. Viertens: In beiden Fällen wird eine homosexuelle Vergewaltigung gefordert.
      5. Fünftens: In beiden Fällen sind die potenziellen Opfer Gäste eines Gastgebers, der sie um jeden Preis schützen will.
      6. Sechstens: In beiden Fällen handelt es sich um einen Angriff auf das Privathaus des Gastgebers.
      7. Siebtens werden die beiden Töchter Lots dem Mob geopfert, was der jungfräulichen Tochter und der Konkubine entspricht, die hier dem Mob angeboten werden.

      Der Verfasser der Richter wollte offensichtlich eine enge Parallele zu Genesis 19 ziehen, um das Ausmaß der Unmoral und der Sünde der Benjaminiter zu verdeutlichen. Es geht darum, dass die Kanaanisierung für die Benjaminiter und die Leviten wirklich vollständig abgeschlossen ist.“

      Auszug aus
      Richter und Ruth
      Arnold Fruchtenbaum


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    • Jan. 12thLot und seine Töchter – ziemlich krasse Sache

      Heute lesen wir im 1. Buch Mose die Kapitel 17 bis 19
      Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘

      Habt ihr euch beim Lesen auch schon mal gefragt, warum Lot seine Töchter anbot, oder warum die Töchter von ihrem Vater Kinder haben wollten?
      Dazu findet ihr hier einige Gedanken

      Warum Lot seine Töchter anbot

      Die Töchter Lots und die Sorge um die Nachfolge


      by Jule with no comments yet
    • Apr. 2ndAbrahams Fürbitte und Lot

      Beim letzten Mal haben wir von der Geburt Ismaels gelesen und davon, dass dieser nicht der verheißene Same sein solle. Gott selbst kündigte die Geburt eines gemeinsamen Kindes von Abraham und Sara an und als Zeichen des Bundes, dessen Erbe Isaak sein sollte, wurde die Beschneidung eingeführt. Dann bekam Abraham Besuch von drei Männern, die sich als Jehova selbst und zwei Engel herausstellten und nachdem Abraham sie ausgiebig bewirtet hatte, zogen die beiden Engel weiter Richtung Sodom.

      Abraham bleibt mit Jehova allein zurück und nun redet dieser über seine Pläne, was Sodom und Gomorra angeht. Das war das Thema vom letzten Sonntag. Wir hatten Kapitel 18 zu Ende gelesen und das ganze Kapitel 19.

      Gott offenbart Abraham, was er mit Sodom und Gomorra vorhat und Abraham ist entsetzt. Immerhin lebt sein Neffe Lot mit seiner Familie im Ort. Würden diese mit vernichtet werden? Abraham weiß, wie verdorben die Bewohner der Stadt sind, er hatte immerhin Lot und die anderen Bewohner befreit und sie daher auch kennengelernt. Dass Abraham überhaupt Fürbitte für dieses verdorbene Volk einlegt, ist sehr interessant. Denn eigentlich könnte er ja froh sein, wenn sie vernichtet würden. Sie stellen ja auch eine Gefahr für Lot und seine Familie dar.

      Aber zuerst mal lesen wir in 1. Mose 18:20-21, dass Jehova ein gerechter Richter ist. Er geht als erstes hin und guckt selbst, was da los ist. Von welchem Richter heute könnten wir dies sagen? Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum Abraham „sich traut“ mit Gott über sein Vorhaben zu verhandeln, denn es geht um Gottes Gerechtigkeit. Es ist für Abraham, der Gott inzwischen gut kennengelernt hat, undenkbar, dass dieser den Gerechten mit dem Bösen zu Tode bringt und so fragt er immer wieder nach, ob ER die Stadt wirklich vernichten würde, wenn sich 50, 45, 40 … oder nur 10 Gerechte in der Stadt befinden.

      Warum verhandelt er nach 10 nicht weiter?

      Dabei denkt er sicherlich auch an Lot, denn wenn man bedenkt, dass diese Familie aus mind zehn Personen besteht, wären ja schon sie allein Grund, die Stadt zu verschonen: Lot, seine Frau, seine beiden Söhne (wahrscheinlich auch mit Frauen und Kindern?), seine beiden verheirateten Töchtern mit ihren Männern (und Kindern?) und die beiden Verlobten Töchter, die noch bei ihm lebten mit ihren Verlobten.

      Falls es dir neu ist, dass Lot auch noch zwei Söhne und zwei bereits verheiratete Töchter hatte, dann liegt es an der Übersetzung. In den meisten wird es so übersetzt, als sei von den zukünftigen Schwiegersöhnen die Rede. Aber die Begriffe in der hebräischen Ursprache bedeuten wörtlich „Söhne“ (19:12) und „Verheiratete Töchter“ (Vers 14)

      Da sind wir weit über zehn Personen und Abraham wird gehofft haben, dass all diese in Gottes Augen gerecht wären. Dass Gott bei einer kleineren Anzahl an Gerechten diese auch anders verschont, indem er sie aus dem Sündenpfuhl herausholt, weiß er von der Sintflut noch, denn da wurden 8 Gerechte in der Flut durch die Arche verschont.

      Gott selbst versichert ihm, dass er auf die Gerechten achten wird und dann geht auch ER.

      Kapitel 19

      Lot und die Engel

      Am Anfang von Kapitel 19 sehen wir Lot im Tor der Stadt sitzen. Er ist durch seine Befreiungsaktion in eine gehobenere Stellung gelangt, denn nur die wichtigen Männer saßen im Tor der Stadt. Als die beiden Männer in die Stadt kommen, bittet Lot sie, sein Gast zu sein. Er weiß, wie verkommen die Bewohner Sodoms inzwischen sind und dass fast alle Männer der Stadt ihre homosexuellen Neigungen um jeden Preis ausleben. Also bietet er den beiden Männern Schutz unter seinem Dach an.

      Warum bietet Lot seine Töchter an?

      Nun kommen wir zu einem sehr verstörendem Teil der Geschichte. Selbst Männer sind entsetzt darüber, dass Lot seine jungfräulichen Töchter dem aufgebrachten Mob anbietet, um die beiden Gäste zu schützen. Wie kann das sein?

      Dazu muss man im Hinterkopf behalten, was der Mob eigentlich wollte: sie wollten ihre homosexuellen Neigungen ausleben, sie hatten kein Interesse an Frauen. Lot weiß das und deshalb kann er dieses Angebot machen. Zudem bringt er sich selbst in Gefahr, als er vor die Tür geht und diese hinter sich verschließt, denn nun dringen die Männer auf ihn ein. Glücklicherweise wird er von den Engeln schnell ins Haus gezogen. Aber das hält die sexsüchtigen Männer nicht ab, sie suchen wie wild nach der Tür und fordern immer weiter die Herausgabe der beiden Engel für Ihre perversen Spielchen.

      Nun hat Gott sich überzeugen können, ob die Bewohner von Sodom wirklich so schlimm sind, wie es ihm zu Ohren gekommen ist. Wahrscheinlich haben diese schon öfters Engel sexuell bedrängt, wenn diese unterwegs waren. Nun hat sich diese Tatsache bestätigt und so ist die Vernichtung Sodoms beschlossene Sache. So fordern die beiden Engel Lot auf, seine Familie zu informieren und mit ihnen gemeinsam die Stadt zu verlassen.

      Die Flucht

      Lot benötigt die ganze Nacht, um alle zu informieren. Wir wissen nicht, wie weit auseinander die Söhne und Töchtern mit ihren Familien lebten, dann musste er noch zu den zukünftigen Schwiegersöhnen und scheinbar reagierten alle gleich, so wie wir es über diese zukünftigen Schwiegersöhne lesen. Sie lachen Lot aus. So bleiben nur noch Lot, seine Frau und die beiden Töchter. Und auch hier müssen die Engel drängeln, sie nehmen sie an der Hand und rennen aus der Stadt.

      Lot diskutiert mit Ihnen, da er nicht so weit laufen kann. Immerhin wird er schon so um die 80 gewesen sein und da ist es ziemlich anstrengend, eilig in die Berge zu fliehen. Ich kenne das von mir selbst: wenn ich versuche, schnell zu laufen, werde ich nur langsamer, da jeder Schritt weh tut. Die Engel gestatten ihm, in die Stadt Zoar zu fliehen, die scheinbar ebenerdig liegt und so die Flucht erleichtert würde.

      In Vers 22 finden wir wieder Beweise für „die Mehrheit Gottes“, denn Jehova auf der Erde ließ von Jehova aus dem Himmel Feuer auf Sodom und Gomorra regnen. Dies passt zu der Aussage Jesu: „der Vater und ich sind eins“. Daher ist es uns so wichtig, während des Gottesdienstes eine Übersetzung zu verwenden, in der der Gottesname vorkommt – egal, ob man eine mit dem Namen „Jahwe“ oder „Jehova“ bevorzugt.

      Weiter geht es mit Lots Frau.

      Warum drehte sie sich um und warum erstarrte sie zur Salzsäule? Auch wenn wir wissen, dass es falsch war, da die Engel befohlen hatten, sich nicht umzudrehen – denn man kann kaum schnell weg laufen, wenn man hinter sich guckt – so ist ihr Verhalten doch verständlich. Immerhin bleiben mindestens 4 Kinder von ihr mit ihren Familien zurück (siehe weiter oben zu Kapitel 18) und sie ist eben auch eine Mutter.

      Aber dass es ihr nicht nur um die zurück gelassene Familie geht, sehen wir in Lukas 17:28-33, wo Jesus von ihr und ihren Beweggründen spricht. Er muss es ja wissen, denn er war ja mit dabei ?. Er sagte darüber sinngemäß „wenns drauf ankommt, rettet euer Leben, denkt an Lots Frau!“

      Warum kommt sie um, erstarrt zur Salzsäule? Dass es nicht um Neugier geht, sehen wir daran, dass Abraham zu der Stelle geht, wo er mit Jehova verhandelt hatte und nachsieht, was mit der Stadt passiert. Ihm geschieht nichts und es wird auch nicht negativ gewertet. Sie hatte einfach ihr Herz an die falschen Dinge gehängt und auch uns wird von Jesus gesagt, dass wir unsere Kinder und Familie nicht mehr lieben sollten, als IHN.

      In Vers 30 lesen wir, dass Lot nicht in Zoar bleiben will, obwohl er doch unbedingt dorthin fliehen wollte. Aber Zoar gehörte mit zu den Städten, die vernichtet werden sollten und wer weiß … außerdem hassten die Leute ihn und er hatte Angst um sein Leben. So flieht er mit seinen beiden Töchtern in eine Höhle auf den Berg, wo er erst nicht hin wollte. Wenn wir bedenken, dass Lot unbedingt in die Gegend von Sodom wollte, als er und seine Hirten sich von Abraham trennten, dass er dachte, das bessere Teil gewählt zu haben, dann ist sein Ende mehr als armselig. Er lebt mit den beiden Töchtern angeschnitten von allen anderen in einer Höhle. Tiefer konnte er nicht sinken

      Das letzte, was wir von ihm in der Bibel lesen, ist der Inzest der Töchter und dass diese auch noch stolz darauf waren. Sie benannten ihre Söhne so, dass jeder wusste, sie sind von ihrem Vater. Arnold Fruchtenbaum prägt in seinem Kommentar einen passenden Satz „sie waren zwar aus Sodom geflohen, aber sie hatten Sodom und Gomorra weiterhin im Herzen“. Wobei: warum sind sie dann nicht einfach bei ihren Verlobten in Sodom geblieben? Aus Gehorsam dem Vater gegenüber?

      Wie wir sehen, ist die ganze Geschichte um Lot und seine Familie ein Drama. Schade drum. Von der Frau, den Söhnen und den Töchtern lesen wir nicht einmal ihre Namen und über die beiden Enkel Moab und Ben Ammi lesen wir später nur schlechtes, denn von ihnen stammen die Moabiter und die Ammoniter ab.

      Wie schade, dabei hatte Lot so einen guten Anfang. Er ging mit seinem Onkel auf Gottes Anweisung aus Ur heraus und zog umher, er hatte die Belehrung und das Beispiel von Abraham, der in der Bibel auch „Freund Gottes“ genannt wird. Aber von ihm selbst und seiner ganzen Familie wird nichts positiv erwähnt. Wie schade…

      Diese Woche geht es mit Abraham in Ägypten weiter und mit der Geburt von Isaak. Es bleibt also spannend ??️‍


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      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

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