• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

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      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Nov. 4thIn wiefern Werden wir zu einem „Konigtum und Priestern“?

      Nun kommen wir dazu, dass Jesus uns nicht nur im Blut des Lammes rein gewaschen hat, sondern auch „zu einem Königtum und Priestern“ gemacht hat. Wie ist das zu verstehen?

      Was ist denn ein Priester? Welche Aufgaben hatte er im mosaischen Gesetz?

      Seine Hauptaufgabe war es, anderen von Gott zu erzählen. Er hat immer wieder das Gesetz vorgelesen, all die Gebote erklärt und er hat über Gott geredet, was er für sie bereits getan hatte, und für andere gebetet. Da auch wir anderen von Gott erzählen und was er sich von uns wünscht und weil wir auch für andere Fürbitte einlegen oder mit anderen beten, ist der Gedanke, dass auch wir Priester sind, eigentlich logisch. Ein Gedanke, mit dem ich mich als ehemalige Zeugin Jehovas sehr lange schwer getan habe?

      Aber für wen sind wir denn Könige und Priester? Ich hatte die Frage zuerst nicht so recht verstanden und den anderen ging es ebenso. Aber eigentlich ging es lediglich darum, für welchen Gott wir als Priester amtieren, über welchen Gott wir reden. Naja, das ist ja eigentlich einfach, oder? „Unserem Gott und Vater…“. Als Christen verehren wir natürlich den Schöpfer Gott, den himmlischen Vater, den Allmächtigen Gott, den, der sich selbst Jehova bzw Jahwe nennt.

      „Ihm sei die Ehre, Herrlichkeit und Macht, von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ Dies erinnert uns bestimmt an das Vaterunser, sein Wille solle geschehen, im Himmel wie auch auf Erden, bis in alle Ewigkeit, für immer.


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 3rdOffenbarung 1:4-6 Kurzfassung

      Nachdem wir uns die letzten beiden Wochen ziemlich lange bei den erste drei Versen von der Offenbarung aufgehalten haben, sind wir gestern etwas zügiger voran gekommen. Wir haben Offenbarung 1:4-8 gelesen

      Als Fazit der letzten beiden Male haben wir festgehalten, dass diese Vision wirklich „bald“ kommt – in dem Sinne, dass sie dann nicht aufzuhalten ist; und dass es wichtig ist, in Gottes Wort zu lesen. Wenn wir hören wollen, was Gott sagt, dann müssen wir in erster Linie IHM zuhören, indem wir selbst in seinem Wort der Bibel lesen. Es reicht nicht aus, darauf zu hören, ob und welches Wort Gott irgendjemand anderen in unserem Umkreis für uns gegeben hat, denn dies kann auch sehr trügerisch sein ?


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 3rdWer regiert eigentlich heute die Welt?

      Weiter lesen wir von ihm, dass er „der Fürst der Könige der Erde“ ist. Was bedeutet dies?

      Wenn wir uns heute umsehen, haben wir dann das Gefühl, dass Jesus über die Erde herrscht oder über die Könige bzw Politiker? Entsteht nicht immer mehr der Eindruck, dass Satan der Herrscher der Welt ist? (Johannes 16:11; 14:30; 2. Korinther 4:4; Epheser 2:2). Hatte er nicht selbst Jesus alle Reiche dieser Welt angeboten, „denn mir sind sie gegeben worden“? (Lukas 4:5-8)

      Wie passt das dann mit dem zusammen, was wir jetzt hier in der Offenbarung lesen? Herrscht heute Satan oder Jesus? Wenn jesus wirklich heute schon herrscht, warum passiert dann so viel Unsinn?

      Lesen wir dazu doch mal Psalm 2 und zwar ganz:
      „Was soll das Toben der Völker? Was soll ihr sinnloser Plan? Die Großen der Welt lehnen sich auf. Sie tun sich zusammen gegen Jahwe. Gegen seinen Messias gehen sie an: „Los, wir zerbrechen ihr Joch, befreien uns von ihrem Strick.“
      Doch der im Himmel thront, lacht, der Herr lacht sie nur spöttisch aus. Dann fährt er sie an in glühendem Zorn und erschreckt sie durch seinen Grimm: „Ich habe den König gesalbt und geweiht“, sagt er, „auf dem Zion, meinem heiligen Berg!“ Nun will ich verkünden Jahwes Beschluss! Er sagte zu mir: „Du bist mein Sohn! Ich habe dich heute gezeugt. Sprich mich nur an, und ich gebe dir Völker, ja, die ganze Erde zu deinem Besitz! Du wirst sie regieren mit eiserner Faust und zerschmettern wie Töpfergeschirr.“
      Und nun, ihr Könige, kommt zur Vernunft! Lasst euch warnen, Richter der Welt! Unterwerft euch Jahwe und zittert vor ihm – und jubelt ihm zu! Verehrt den Sohn, damit er nicht zürnt und euch umbringt auf eurem Weg, denn leicht erregt sich sein Zorn! Doch in seinem Schutz haben alle es gut!“
      ‭‭Psalmen‬ ‭2:1-12‬ ‭NBH‬‬

      Wer ist hier der König? Gott selbst. Und wer bestimmt, was passiert? Das ist Satan, der Teufel. Aber nur, weil Gott das zur Zeit noch zulässt. In einem Kommentar zum Bibelbuch Hiob, das wir ab Sonntag gemeinsam lesen, sagte der Verfasser, dass „Satan wie ein Hof und an der langen Kette ist, er kommt nur soweit ihn die Kette lässt“!

      Also ist das, was wir hier in der Offenbarung lesen kein Widerspruch zu dem, was wir heute sehen. Aber Jesus ist nicht nur der Fürst über die Könige der Erde, sondern er wird am Ende der Offenbarung auch den Tod besiegen und das wieder herstellen, was im Paradies verloren ging.

      Sehen wir uns noch einmal kurz die Formulierung an: „Fürst über die Könige der Erde“. Er hat das Sagen, ist die oberste Instanz. Wenn die Könige nicht entsprechend handeln – wie wir es heute immer wieder beobachten – dann sind sie ihrem Fürsten, der über Ihnen steht, ungehorsam und werden zu seiner Zeit dafür bestraft werden. Noch lässt Jehova Satan und seine Helfershelfer gewähren, aber bald bekommt er was auf die Finger ?

      Als nächstes lesen wir, dass Jesus uns „in seinem Blut reingewaschen“ hat. Wie kann das sein? Wie kann etwas sauber werden, wenn man es in Blut taucht? Diese Frage hatten wir uns bereits am Sonntag gestellt, als es darum ging, dass Juda „sein Gewand im Blut der Trauben waschen würde“.

      Wieder müssen wir auf das sogenannte Alte Testament zurück greifen. Wir sehen, dass wir die Bibel als Ganzes lesen müssen, um richtig zu verstehen, was Gott uns sagt. Wie war das denn im Mosaische Gesetz? Was musste man da tun, wenn man gesündigt hätte? Was hatte es mit den Opfern auf sich und wie lief das Ganze ab?

      Man ging zum Priester und brachte einen makellosen Bock als Opfertier mit. Dann legte man seine Hand auf den Kopf des Tieres und die eigenen Sünden wurden symbolisch auf das Tier übertragen, dann würde der Bock getötet und sein Blut würde aufgefangen und gegen den Altar gespritzt. Nun waren die Sünden vergeben und man war wieder rein vor Gott. – Im (oder durch das) Blut des Lammes rein gewaschen….


      by Jule with no comments yet
    • Nov. 3rdWer redet durch die Offenbarung zu uns?

      Als Begrüßung wünscht er ihnen (und auch uns) „Gnade und Frieden“. Dies erinnert uns an die Begrüßung der Juden untereinander, wenn sie sich „Schalom“ wünschen. Hier geht es um mehr als nur Frieden, es hat auch mit Gnade zu tun. Daher ist es ein Friede, den wir nicht aus uns selbst haben, sondern den der Messias bringt.

      Dies lesen wir hier auch sinngemäß, denn er sagt ja, von wem der Frieden kommen solle: „Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt“. Aber ist hier bei diesem Gruß hier in der Offenbarung der Messias gemeint? Woran erinnert uns diese Formulierung? – „Ich bin der ich bin“ sagt Gott zu Mose in 2. Mose 3:14-15.

      Aber diese Gnade und dieser Frieden kommt nicht nur von Gott, denn er sagt weiter: „Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl,“ Offenbarung‬ ‭1:4‬ ‭DELUT‬‬

      Wer sind diese 7 Geister, die vor seinem Thron sind? Wieder einmal haben wir hier die Zahl 7 – wissen wir noch, was sie bedeutet?

      Von welchem Geist haben wir bereits zu Anfang der Schöpfung gelesen? In 1. Mose 1:2 lesen wir, dass die Erde am Anfang wüst und leer war und „der Geist Gottes schwebte über den Wassern“.

      Also wer grüßt die Versammlungen mit besonderer Gnade und Frieden? Wir haben gesehen, dass es der Vater ist („der da war, der da ist und der da kommt“) und der Heilige Geist und: Jesus Christus (Offenbarung 1:4-5). Also kommt es von GOTT (als ganze Einheit: vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist) bzw Jehova (oder auch Jahwe)!

      Weiter lesen wir in Vers 5 über Jesus Christus, er wird „der treue Zeuge“ genannt. Wir uns hatten beim letzten mal bereits mit dem Urwort, das hier für Zeuge steht, beschäftigt „martyros“. Er steht mit seinem ganzen Leben dafür, was er bezeugt. Aber was genau hatte Jesus denn eigentlich bezeugt?

      In Johannes 14:8-9 fragt Philippus ihn, er möge ihm den Vater zeigen. Jesus antwortet: „Wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen“. Jesus hat mit seinem Leben bezeugt, wie der Vater ist. Wer ihn kennt, kennt auch Gott. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele Christen lediglich das Neue Testament lesen, weil sie dort ihrer Meinung nach ein ausreichendes Bild von Gott erhalten. Dabei lassen sie ausser acht, dass Jesus dies hier zu Juden sagte, die das AT gut kannten und somit den Gott des AT gut kannten und durch das, was sie bei Jesus sahen, ein abgerundetes Bild bekamen.

      Wir lesen weiter, dass Jesus „der Erstgeborenen von den Toten“ ist. Wie kann dies sein? Hätten nicht bereits Elia und Elisa Tote auferweckt? Und was ist mit Lazarus, den Jesus selbst von Den Toten auferweckte – bevor er selbst starb und auferweckt wurde? Wie kann er da der Erste sein?

      Alle anderen mussten wieder sterben, sie lebten nur noch für eine Weile. Jesus ist aber zu ewigem Leben auferstanden, er lebt heute noch. Daher ist er zu Recht „Der Erstgeborene von den Toten“!


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    • Nov. 3rdAn wen richtet sich eigentlich die Offenbarung?

      Nachdem wir uns die letzten beiden Wochen ziemlich lange bei den erste drei Versen von der Offenbarung aufgehalten haben, sind wir gestern etwas zügiger voran gekommen. Wir haben Offenbarung 1:4-8 gelesen

      Als Fazit der letzten beiden Male haben wir festgehalten, dass diese Vision wirklich „bald“ kommt – in dem Sinne, dass sie dann nicht aufzuhalten ist; und dass es wichtig ist, in Gottes Wort zu lesen. Wenn wir hören wollen, was Gott sagt, dann müssen wir in erster Linie IHM zuhören, indem wir selbst in seinem Wort der Bibel lesen. Es reicht nicht aus, darauf zu hören, ob und welches Wort Gott irgendjemand anderen in unserem Umkreis für uns gegeben hat, denn dies kann auch sehr trügerisch sein ?

      Dieses Mal sehen wir uns die einzelnen Formulierungen an, was sie bedeuten und was der Kontext dazu sagt und diverse Querverweise – also Texte an anderen Stellen in der Bibel, die das ebenfalls behandeln oder wo das Wort im Urtext ebenfalls vorkommt:

      „Johannes den sieben Versammlungen, die in Asien sind: Gnade euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Throne sind, und von Jesu Christo, welcher der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in seinem Blute, und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme des Landes. Ja, Amen. Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“
      ‭‭Offenbarung‬ ‭1:4-8‬ ‭ELB‬‬

      Als erstes stellt sich uns die Frage, ob es zu diesem Zeitpunkt wirklich nur 7 Versammlungen im Bezirk Asien gegeben hat?

      Wir wissen, dass sich die ersten Christen in kleinen Gruppen bei sich zu Hause getroffen haben, ähnlich den Hausgemeinden und Minigruppen, die heute immer mehr wieder „in Mode kommen“ (wir zählen uns ja selbst auch dazu).

      Selbst wenn man statt dessen davon ausgeht, dass es pro Stadt oder Dorf eine Gemeinde gibt, die vielleicht größer ist, dann müssten es deutlich mehr sein. Überlegen wir nur, wie viele Gemeinden es allein in Berlin und Umgebung gibt und wie groß der Bezirk Asien war!

      Daher kann es sich nicht um buchstäblich 7 Gemeinden gehandelt haben, sondern es muss es was anderes bedeuten. Wenn wir uns nun damit beschäftigen, welche Bedeutung die Zahl 7 hat, nicht nur in der Bibel, dann erkennen wir, dass wenn wir sagen, dass jemand 7 Tage die Woche arbeitet, meinen wir, dass er die ganze Woche arbeitet, denn die Woche hat 7 Tage. Ähnlich hat die Zahl 7 in der Bibel die Bedeutung von Vollständigkeit. Woher wissen wir dies?

      Wenn wir eine Studienbibel haben, finden wir dies in den Fußnoten oder im Anhang. Ich selbst war gestern mächtig überfordert, als ich die anderen auf diese Fußnoten hinweisen wollte, wie umfangreich das eigentlich ist. Wir benutzen hier die Studienbibel von der Elberfelder 1905 in der „App von Oliver Schneider“, die es für Android gibt. Hier hast du jede Menge Querverweise und die Übersetzungen der Worte im Urtext mit den unterschiedlichsten Bedeutungen des Wortes und wo wir diese noch in der Bibel finden. Auch auf der AP von „YouVersion“ finden wir zahlreiche Fußnoten bei den unterschiedlichsten Übersetzungen. Wenn du natürlich eine gedruckte Studienbibel hast, findest du diese Informationen im Anhang. Hast du diese schon mal beim Lesen benutzt?

      Aber ich komme vom Thema ab, Sorry. Wie gesagt, sind dies hier keine buchstäblich 7 Versammlungen, sondern er wendet sich mit der Vision und Botschaft an alle Versammlungen und somit auch an uns heute ?


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    • Nov. 1stHiob 4


      by Jule with 10 comments
    • Nov. 1stJoseph hatte ein gutes und erfülltes Leben

      Diesen Sonntag und bereits in der Woche haben wir uns mit 1. Mose Kapitel 49 und 50 beschäftigt. Jakob und seine ganze Familie sind inzwischen in Ägypten, die Hungersnot ist vorbei und das Volk bleibt dennoch – weil Gott Abraham voraussagte, dass das Volk 400 Jahre in Fremdlingsschaft leben und dass Joseph seinem Vater die Augen zudrücken würde (Kapitel 15:13-16 und 46:4).

      Beim letzten Mal haben wir gelesen, dass Jakob die beiden Söhne von Joseph adoptiert hat und es dennoch nur 12 Stämme sind, da die beiden an Josephs statt sind und der Stamm Levi keine eigene Landzuteilung bekommen wird. Dann hatte Jakob Ephraim und Manasse gesegnet, er war zuversichtlich, denn Gott hatte ihn sehen lassen, was in Zukunft geschehen würde.

      Nun geht es weiter mit Kapitel 49 – hier lesen wir davon, wie Jakob den Rest seiner Söhne segnet.

      Aber warum steht das in der Bibel? Warum ist das für uns heute noch wichtig, besonders da wir selbst keine Juden sind und nicht von einem der Stämme abstammen. Warum ist das auch für uns heute von Wert?

      Die Söhne von Lea

      Als erstes wollen wir festhalten, dass Jakob zuerst die Söhne segnet, die er von seiner Frau Lea hatte und Ruben war der Erstgeborenen von Jakob. Eigentlich hätte ihm das Erstgeburtsrecht und somit ein ganz besonderer Segen zugestanden. Wir lesen ihn in den Versen 3 bis 4. Aber kann man das überhaupt einen Segen nennen? Warum kriegt Ruben Ärger?

      In Vers 4 lesen wir, dass er „das Bett seines bestiegen“ hat. Er hatte also mit einer der Nebenfrauen seines Vaters geschlafen. Wann und wie?

      Wir erinnern uns zurück: Jakob ist mit seiner Familie mehr oder weniger auf der Flucht, weil Simeon und Levi eine ganze Stadt ausgerottet hatten. Wir kommen nachher noch mal darauf zurück. Auf dem Weg bekommt Rahel ihren zweiten Sohn, Benjamin, und stirbt dann (Kapitel 35). Der Vater ist in Trauer über die geliebte Frau – denn immerhin war sie ja seine Lieblingsfrau gewesen, diejenige, die er eigentlich heiraten wollte und diejenige, mit der er sein Leben verbringen wollte und die Ewigkeit. Die anderen Frauen waren ihm ja mehr oder weniger aufgedrückt worden.

      Rahel ist also gerade erst gestorben, da macht sich der Erstgeborenen über ihre Magd her (Kapitel 35:22). Wir lesen nicht, ob und wie Jakob darauf reagiert hatte, aber nun sagt er seine Meinung dazu und zwar recht deutlich. Wer die Bibel kennt, weiss, dass der Stamm Ruben in der Geschichte des Volkes Israel eine untergeordnete Rolle spielt.

      Nun wendet sich der Vater Simon und Levi zu. Noch hängen die Erinnerungen an Rahels Tod im Raum, da Ruben direkt danach seinen Vater gedemütigt hatte. Auch diese beiden werden abgestraft. Wissen wir, warum?

      Warum war Rahel denn eigentlich gestorben? Es ging ja darum, dass sie sich deshalb schnell von Sichem entfernten, da Jakob fürchtete, dass die umliegenden Städten sich dafür rächen würden, dass seine Söhne die Stadt Sichem platt gemacht hatten. In seinen Augen waren sie also mit verantwortlich für den frühen Tod der geliebten Frau. Aus diesem Grund erhalten auch diese Beiden keinen besonderen Segen von Jakob (Kapitel 49:5-7).

      Nun kommt Juda dran, wir lesen seinen Segen in den Versen 8-12.

      Von Juda wissen wir, dass aus ihm der verheißene Same hervorgehen wird. Aber woher wissen wir das eigentlich?

      „Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt, und ihm werden die Völker gehorchen.“
      ‭‭1. Mose‬ ‭49:10‬ ‭ELB‬‬

      Ein Zepter gehört zu einem König. Wer war denn der 1. König aus dem Stamm Juda? Es war König David, von dem wir wissen, dass er ein Vorfahr des Messias war, die Linie ging über ihn an Salomo weiter usw… Ab David waren alle Könige Israels und vom 2-Stämme-Reich aus dem Stamm Juda.

      Hier im Segen wird gesagt, dass der Stamm Juda solange regieren sollte, „bis Schilo kommt“ (Vers 10). Aber wer oder was ist denn Schilo?

      In der Fußnote wird gesagt, es sei „der Ruhebringende, der Friedenschaffende“. In Hesekiel lesen wir dazu: „bis der kommt, dem das Recht gehört“ (Hesekiel 21:31-32). Dies ist jesus Christus❣️

      Hier wird Juda also bereits vorher gesagt, dass aus seiner Linie der Messias hervorgehen würde, von dem wir das erste mal in 1. Mose 3:15 gelesen haben, ein Gedanke, der den Israeliten nicht fremd war, denn bereits Eva dachte, sie habe diesen Samen hervor gebracht, als sie Kain geboren hatte und Abraham, Isaak und Jakob wurde von Jehova gesagt, dass der Messias aus ihrer Linie kommen würde. Nun ging diese Erbfolge, dieses Vorrecht, also auf Juda über.

      Aber das ist noch nicht alles, denn ihm wird auch materieller Wohlstand vorher gesagt, unter anderem dadurch, dass er „sein Eselfüllen an seinem Weinstock anbinden würde“. Wir können uns vorstellen, was so ein störrisches Tier mit einem nicht ganz so stabilen Weinstock anstellen könnte. Man würde es nur dann dort anbinden, wenn man mehr hätte, als man verbrauchen könnte.

      Ein Eselfüllen? Moment mal, war da nicht was? Wer ritt nochmal auf einem Eselfüllen in Jerusalem ein? Das war Jesus Christus, er ritt einen Tag bevor er getötet wurde mit einem solchen Tier in die Hauptstadt ein, er ließ es extra besorgen, damit sich Sacharja 9:9 erfüllen würde (Matthäus 21:1-5).

      Ein weiterer Anhaltspunkt für den künftigen Überfluss vom Stamm Juda finden wir in 1. Mose 49:10-12. Denn wer wäscht schon seine Klamotten im Wein?

      In Vers 11 lesen wir, dass er „im Blute der Trauben sein Gewand“ wäscht. Auch diese Formulierung erinnert uns an Jesus. Wir lesen ja im ersten Kurs am Donnerstag gemeinsam die Offenbarung und hier finden wir eine ähnliche Formulierung im Zusammenhang mit Jesus Christus: In Offenbarung lesen wir von einem Weissen Reiter:

      „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, genannt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupte sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt, als nur er selbst; und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewande, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Und die Kriegsheere, die in dem Himmel sind, folgten ihm auf weißen Pferden, angetan mit weißer, reiner Leinwand. Und aus seinem Munde geht hervor ein scharfes, zweischneidiges Schwert, auf daß er damit die Nationen schlage; und er wird sie weiden mit eiserner Rute, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes Gottes, des Allmächtigen.“
      ‭‭Offenbarung‬ ‭19:11-15‬ ‭ELB

      Hier finden wir auch den Gedanken von den rotglühenden Augen wieder, von denen Jakob hier in Kapitel 49 redet.

      Hierbei wollen wir es dann belassen, wir gehen nicht näher auf die Segen für die anderen Söhne ein. Diese drei reichen für uns für den Anfang, um zu erkennen, warum es so wichtig ist, die Bibel im Zusammenhang zu lesen und das Alte und das Neue Testament zu kennen ?

      Nachdem Jakob seine Söhne gesegnet hat, stirbt Jakob. Wie? Stirbt er voller Zorn oder Schmerzen?

      Nein, Jakob stirbt in Frieden. Gott hatte ihm gezeigt, was aus seinen Kindern werden würde, er hatte sogar einiges über den kommenden Messias gesehen, der aus seiner Linie abstammen würde. Er hatte Frieden, sagte im gewissen Sinne: „Vater-jetzt in deine Hände“

      Aber bevor er die Augen für immer schließt, legt er fest, wo er bestattet werden möchte.

      Warum ist ihm das mit dem Familiengrab so wichtig?

      Erinnern wir uns, warum Abraham das Feld von dem Hethiter gekauft hatte? Warum hatte er seine Frau Sara dort bestattet? Warum bestattete Isaak Rebekka dort und lag später mit ihr in dieser Höhle? Warum ließ Jakob später Lea dort bestatten?

      Es geht hier immer wieder um die Auferstehung: Jehova hatte Abraham das verheißene Land zugesagt, ihm und seinen Nachkommen, aber auch, dass sie erst mal 400 Jahre in einem fremden Land bedrückt würden (siehe den Anfang dieser Zusammenfassung). Er wollte später dort auferstehen, wo er auch Leben würde, daher kaufte bereits Abraham dieses Familiengrab und die ganzen Patriarchen wurden dort mit ihren Frauen bestattet. Daher möchte Jakob ebenfalls dorthin gebracht werden.

      Weiter geht es Kapitel 50:

      Vorbereitungen

      Nachdem Jakob gestorben ist, wird er dem Brauch nach 40 Tage einbalsamiert und 70 Tage lang betrauert. Dann geht es auf zur Höhle von Machpela ins Verheißene Land, wo sich das Familiengrab befindet.

      Warum wird 70 Tage lang um ihn getrauert, selbst von den Ägyptern? Er wurde betrauert wie ein König.

      In Vers 11 lesen wir, dass sie „jenseits des Jordan“ trauerten, das weist darauf hin, dass sie einen riesigen Umweg gemacht haben müssen – ebenso wie es später die Israeliten tun, als sie aus Ägypten ausziehen. Sie haben scheinbar genau den selben Weg genommen.

      Aber warum weint Joseph? Glaubte er denn nicht an die Auferstehung?

      Bei mir kam gleich die Erinnerung an Jesus, der ebenfalls in Tränen ausbrach, weil sein Freund Lazarus tot war – und das, obwohl er wusste, dass er ihn gleich wieder auferwecken würde. Es ist einfach sehr schmerzlich, wenn ein naher Angehöriger oder Freund stirbt, denn jetzt im Moment fehlt er uns.

      Von Joseph lesen wir sowieso öfters, dass er weint, auch wenn er ein starker und mächtiger Mann ist. Aber er hat eben auch Gefühle, deswegen ist er nicht gleich ein Weichei oder Warmduscher. Wie gesagt: selbst Jesus weinte…

      Nachdem sie den Vater bestattet haben, kommen die Brüder mit einer Bitte an ihn heran. Sie haben Angst, dass Joseph nicht vergessen hat, was sie ihm angetan hatten und sich nun an ihnen rächen will (Vers 15).

      Wie reagiert er darauf?

      Joseph hatte Ihnen längst vergeben. Warum konnte er das tun? Er sah alles als Gottes Plan an, wir lesen es in Vers 19. Er hatte sie während der Hungersnot mit Nahrung versorgt und würde es auch weiterhin tun.

      Trotzdem ist Joseph der 1. von den 12 Söhnen, der stirbt, obwohl er der Zweitjüngste von ihnen ist. Er wird nur 110 Jahre alt (Vers 26). Aber er sah seine Nachkommen noch bis ins 3. Glied, er sah also noch seine Urenkel (Vers 23). Auch Manasse hat später noch Nachkommen, nur hat Joseph sie nicht mehr gesehen.

      Später gibt Joseph seinen Brüdern Anweisungen, was sie nach seinem Tod tun sollten: auch er wollte in der Höhle von Machpela – im Familiengrab – begraben werden. Allerdings nicht sofort (Vers 25). Er sagt sinngemäß zu ihnen: „Ich weiss, dass Gott euch aus Ägypten herausführen wird und ihr nach Kanaan ziehen werdet. Wenn es soweit ist, dann nehmt mich mit“ (frei nach Pape).

      Wir lesen weiter, dass sie ihn „in eine Lade legen“, also müssen sie später beim Auszug aus Ägypten einen Sarkopharg mitnehmen. Leider haben wir bei keinem der bisher gesehenen Filme dazu beobachtet, dass sie einen dabei hatten?. Aber sie haben ihn trotzdem mitgenommen

      Hier endet die Geschichte von Jakob und Joseph. Wissen wir, wie viele Jahre zwischen seinem Tod und dem 2. Buch Mose liegen? Wir wissen, dass sie 400 Jahre in Fremdlingsschaft leben sollten, einige Gelehrte gehen davon aus, dass diese bereits mit der Geburt von Isaaks beginnen. Aber selbst wenn, so liegen immer noch mehr als 200 Jahre zwischen diesen beiden Büchern.

      Das Bibelbuch Hiob

      Das, was wir im Bibelbuch Hiob lesen, ist irgendwann in der Zwischenzeit passiert. Daher lesen wir dies erst, bevor es für uns mit dem 2. Buch Mose weiter geht. So ist es für uns auch nachher viel greifbarer, dass viel Zeit dazwischen ist und nicht Mose fast direkt nach Joseph geboren wird?

      Die Israeliten befinden sich also auch weiterhin in Ägypten, abgeschieden im Land Gosen. Scheinbar ist unter ihnen keiner so gottesfürchtig, dass er Gott besonders auffällt. Hier beginnt dann in der kommenden Woche das Bibelbuch Hiob. Wir lesen die ersten beiden Kapitel und sind gespannt, inwiefern hier der Gedanke weiter geführt wird, den wir bereits bei der Geschichte mit Joseph hatten.

      Es bleibt also weiterhin spannend….


      by Jule with no comments yet
    • Okt. 31stJehova lässt Jakob sehen, was in Zukunft passiert

      Letzte Woche hatten wir 1. Mose 47:11 bis 48:22 gelesen.

      Als Einstieg liest Peter mit uns Psalm 63, der auch sehr gut zum Thema passt, vielleicht magst du diesen Psalm ja für dich persönlich auch lesen? Der Grundgedanke hier ist, dass wir Zuflucht bei Gott suchen sollten, denn unter seinen Flügeln sind wir wunderbar geborgen. Wir hatten beim letzten Mal festgestellt, dass genau dies Joseph geholfen hatte, sich mit seinem Schicksal zu versöhnen und seinen Brüdern nicht zu grollen?

      Jakob und seine Familie sind nun also in Ägypten angekommen und vom Pharao begrüßt worden. Es sind erst 2 Jahre der Hungersnot vergangen und so bleiben noch fünf weitere harte Jahre vor ihnen. Wie geht es mit ihnen in Ägypten weiter?

      Wie bereits festgestellt, konnte Joseph dadurch, dass er dem Pharao seine Träume gedeutet hatte, Vorsorgemaßnahmen für die Hungersnot treffen und hatte Vorräte angelegt. Bisher hatten wir überwiegend von Josephs Brüdern und ihren Umgang mit der Hungersnot gelesen. Nun geht Gottes Wort näher auf die Ägypter ein, die ja in erster Linie davon betroffen waren:

      Wir lesen im 1. Buch Mose, Kapitel 47, die Verse 11 bis 27:

      Die Ägypter kauften zuerst für ihr Geld Nahrung bei Joseph, aber als dies alle ist, verkaufen sie ihr Vieh, später ihr Land und dann sich selbst in die Sklaverei.

      Ist dies nicht unfair?

      Was sagen denn sie selbst dazu? „»Du hast uns das Leben gerettet«, antworteten sie, »wir sind gerne Diener des Pharaos.«“ 1. Mose‬ ‭47:25‬ ‭HFA‬‬

      Sie begreifen, dass sie ohne ihn und seine weise Voraussicht überhaupt nicht mehr am Leben wären und sie sind ihm dankbar dafür, dass er ihnen hilf, ihr Leben und das ihrer Familien zu retten. Ähnlich, wie wir dankbar sind dafür, dass Gott uns erschaffen hat und Jesus für uns und unsere Sünden gestorben ist, so dass wir vertrauensvoll unserem himmlischen Vater auf den Schoß krabbeln und uns bei ihm ankuscheln dürfen, ohne jede Scheu. Daher empfinden wir „seine Gebote“ nicht als belastend, wir fühlen uns nicht so, als ob wir nichts dürften – wie es einige scheinbar empfinden – sondern sind glücklich in Gottes Nähe sein zu dürfen. Wir wissen, dass er uns durch seine Gebote nur schützen will, so wie eine Mutter ihrem Kind im Winter besorgt nachruft, es solle sich bitte eine Jacke anziehen, wenn es nach draußen geht, um mit seinen Freunden im Schnee zu spielen.

      Die Ägypter sind Joseph sehr dankbar und daher empfinden sie es nicht als unfair, dass Joseph nun ihr Land hat und sie für ihn arbeiten müssen.

      Aber warum holt er die Leute erst von ihrem Land runter in die Stadt, um sie dann hinterher wieder dorthin als Pächter zu schicken?

      Arnold Fruchtenbaum stellt in seinem Kommentar zum 1. Buch Mose die Vermutung an, dass er damit deutlich machen will, dass das Land nicht mehr ihnen gehört. Aber es könnte auch einen anderen Grund geben, denn vielleicht hat er es erst mal vorbereiten lassen mit Drainagen um das Land zu bewässern, speziellem Dünger oder ähnlichem, so dass es nun fruchtbarer ist. Diese Maßnahmen waren ja für die Ägypter dann zum Nutzen, wenn wie später als Pächter das Land bewirtschaften würden und bezahlt wurde es vom Pharao.

      Wir lesen weiter die Verse 28 bis 31: Was sollte Joseph seinem Vater Jakob versprechen?

      Er wollte in der Höhle von Machpela begraben werden, die seinerzeit Abraham gekauft hatte, um Sara zu bestatten (Vers 30) und die es auch heute noch gibt,

      In Vers 31 lesen wir, dass Jakob sich auf das „Haupt von seinem Bett“ stützte, andere übersetzen das Wort mit „Stab“. Was stimmt da nun?

      In Hebräer 11:24 lesen wir: „auf seinem Stab gestützt“. Was war das für ein Stab: es kann ein Hirtenstab gewesen sein, denn er war Viehzüchter, aber es kann sich auch um einen Herrscherstab, um eine Art Zepter, gehandelt haben.

      Wir lesen weiter in Kapitel 48, die Verse 1 bis 22. Worum geht es hier?

      Jakob hatte nicht gedacht, dass er Joseph jemals wieder sieht (Vers 11) und nun ruft er Joseph zu sich. Dieser kommt mit seinen beiden Söhnen Ephraim und Manasse.

      Hier wiederholt sich nochmals das, was Jakob seinem Vater antat, als er ihn mit einer List dazu brachte, ihn als Erstgeborenen zu segnen. Isaak war blind und konnte dadurch getäuscht werden. Später wurde Jakob selbst von seinem Schwiegervater getäuscht, indem er ihm in der Hochzeitsnacht die verschleierte Lea ins Zelt schickte und er so unwissentlich die Ehe mit der falschen Frau vollzog.

      Nun ist Jakob selbst blind und kann nichts mehr sehen (Vers 10). Joseph bringt seine beiden Söhne ans Bett des Vaters, damit dieser sie segne und Jakob tut es. Allerdings gibt er den Segen dem Jüngeren, sowie seinerzeit Isaak. Nur dass Isaak dies unwissentlich tat, aber Jakob hier sehr genau weiß, was er tut (Vers 19).

      Warum macht er das? Weil Gott weiß, wie es weiter geht.

      Hier bekommt Jakob vor Augen geführt, dass seine damalige List völlig unnötig war. Wenn Rebekka damals auf Gott gewartet hätte, dann hätte Isaaks auch ohne die List Jakob den Segen des Erstgeborenen gegeben.

      Beim letzten Mal hatten wir gelesen, dass Jakob sein bisheriges Leben als „böse und leer“ bezeichnete – jetzt ist er aus dem Sorgenprozess heraus (Verse 15-16). Sinngemäß sagt er: „rückblickend auf mein Leben kann ich sagen: ‚Gott hatte mein Leben in seiner Hand, es war alles richtig‘.“ So, wie es Joseph bereits schon zu seinen Brüdern sagte (Kapitel 45:7).

      Rückwirkend war Vater wie auch Sohn klar: „Gott hat schon irgendeinen Plan!“

      Dann segnet Jakob die beiden Söhne von Joseph, Ephraim und Manasse.

      Wie nennt man das heute, was hier durch diesen Segen passiert?

      Es ist eine Art Testament. Auch nimmt Jakob die beiden Söhne von Joseph als seine eigenen Söhne an, also er adoptiert die beiden (Vers 5).

      Aber wie passt das dann, dass wir hinterher nur 12 Stämme Israel haben?

      Müssten das dann nicht mehr sein? Er hatte ja schon 12 Söhne und nimmt an Josephs statt seine beiden Söhne als seine eigenen an. Wären das dann nicht 13 Stämme? Wieso lesen wir dann nur von 12?

      Weil bei der Aufteilung des Landes der Stamm Levi heraus genommen wird. Wir hatten bereits vor einigen Wochen kurz darüber gesprochen, als es darum ging, dass Jakob seine beiden Söhne Simeon und Levi dafür rügt, was sie mit den Bewohnern Sichems getan hatten (Kapitel 34). Da hatten wir bereits gezeigt, dass Jehova die Schärfe aus der Strafe nahm, indem er dem Stamm Levi zwar Zerstreuung über das ganze Land zusagte, aber ihnen gleichzeitig eine besondere Stellung im Volk gab, indem die Priester und Diener in Stiftshütte und Tempel nur aus dem Stamm Levi kommen durften.

      So bleibt es also bei der Aufteilung des Landes bei 12 Stammen, obwohl Jakob hier Ephraim nd Manasse adoptiert

      Jakob lebt noch mehrere Jahre in Ägypten, insgesamt sind es 17 Jahre, die er noch mit seinem Sohn Joseph und dessen Familie verbringen darf.

      Aber warum sind sie danach weiter in dem Land geblieben?

      Die Antwort finden wir in Kapitel 46:4, denn hier lesen wir, dass Joseph seinem Vater die Augen zudrücken soll, er sollte also beim Tod des Vaters anwesend sein und als Verwalter von Pharao konnte er ja nicht weg.

      Außerdem hatten wir in den letzten beiden Wochen mehrfach Kapitel 15:13-16 gelesen, wo Jehova dem Volk prophezeit, dass sie 400 Jahre in einem fremden Land leben würden, weil es noch nicht an der Zeit sei, die bisherigen Bewohner des Landes auszutreiben. Daher blieb Jakob mit der ganzen Familie in Ägypten.

      Wir haben hier in Kapitel 46 davon gelesen, dass Jakob Ephraim einen besonderen Segen gibt. Wo zeigt sich dieser zum ersten Mal?

      In 4. Mose 13 lesen wir von den 10 Kundschaftern, die Mose aussendet. Von jedem Stamm wurde einer ausgesandt. Vom Stamm Ephraim war es Hosea. Aber dieser Name sagt uns jetzt nicht unbedingt etwas. Wenn wir allerdings weiter lesen, dann sehen wir, dass Mose diesem jungen Mann, der als einziger mit Kaleb einen positiven Bericht gab, einen neuen Namen gab: „Und Mose nannte Hosea, den Sohn Nuns, Josua.“ 4. Mose‬ ‭13:16‬ ‭ELB‬‬

      Dieser Name sagt uns schon mehr, es ist ein ganzes Bibel Buch nach ihm benannt. Wir wissen, dass Josua der Nachfolger von Mose wurde und das Volk ins verheißene Land führte. Hier sehen wir also, wie der Segen, von dem wir vorhin gelesen haben, sich zum ersten Mal erfüllt.

      Beim nächsten mal werden wir die Kapitel 49 und 50 lesen und uns noch ansehen, wie Jakob auch seine anderen Söhne segnet und was dies alles zu bedeuten hat. Es bleibt also auch weiterhin spannend


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