
Glaube kann und muss wachsen! 📖✝️
Alles Gute, das wir teilen❓
In Philemon 1,6 sagt Paulus: „Ich bete, dass unser gemeinsamer Glaube in dir weiter wächst und du immer mehr erkennst, wie reich uns Jesus Christus beschenkt hat.“ Als Paulus dies an Philemon schrieb, verfasste er nicht einfach einen theologischen Aufsatz. Er schrieb einen persönlichen Brief an einen engen Freund und Mitchristen.
Paulus ermutigte Philemon nicht nur, die Wahrheit des Evangeliums anzunehmen, sondern sie auch in der Gemeinschaft zu leben. Ihre Verbindung war keine lockere Freundschaft, sondern eine gegenseitige Verpflichtung, für Christus zu leben, im Verständnis zu wachsen und die Liebe Jesu in der Art, wie sie andere behandelten, sichtbar zu machen. In diesem Fall drängte Paulus Philemon, seinen früheren Diener Onesimus wieder aufzunehmen – nicht als Diener, sondern als Bruder und Mitarbeiter in Christus.
Auch heute brauchen wir solche Partnerschaften. Jesus nachzufolgen war nie als Einzelreise gedacht. Wir wachsen in unserem Verständnis des Evangeliums, wenn wir echte Beziehungen mit anderen eingehen, die denselben Weg gehen. Kleingruppen, Bibelkreise, ehrliche Gespräche mit christlichen Freunden: All das hilft uns zu erkennen, „wie reich uns Jesus Christus beschenkt hat“.
Wenn du besser verstehen möchtest, wer Jesus ist und was Er in deinem Leben tut, versuche nicht, es allein herauszufinden. Öffne deine Bibel mit jemandem, stell ehrliche Fragen, bete mit einem Freund. Du wirst feststellen, dass die Gemeinschaft im Glauben nicht nur hilfreich ist, sondern kraftvoll.
(Tagesvers Bibelapp 📖)
Liebe Segensgrüße und einen schönen Tag ✝️🙏🏻💞😀🙌
by Jule with no comments yet
Philemon ist nicht dafür bekannt, dass er vor Menschenmengen gepredigt, Meere geteilt oder vor Königen gestanden hat. Sein Name steht nicht für Wunder oder Martyrium. Doch in der Ökonomie des Himmels hatte sein Gehorsam ein Gewicht, das die Bedeutung der christlichen Liebe neu definierte. Er war ein Mann, dessen Glaube nicht in öffentlicher Verfolgung, sondern in privatem Leid auf die Probe gestellt wurde – durch gebrochenes Vertrauen, einen entlaufenen Diener, einen verwundeten Haushalt und eine Vergangenheit, die plötzlich wieder an seine Tür klopfte.
Onesimus war geflohen. Er hatte gestohlen. Er hatte verraten. In der römischen Kultur hatte Philemon jedes gesetzliche Recht, ihn zu bestrafen, zu brandmarken, zu vernichten. Die Gesellschaft hätte seine Autorität begrüßt. Die Gerechtigkeit, wie sie die Welt definierte, war auf seiner Seite. Aber das Evangelium hatte bereits Einzug in sein Haus gehalten, und Christus hatte bereits Einzug in sein Herz gehalten. Als Paulus Onesimus zurückschickte – nicht als Eigentum, sondern als Bruder –, stand Philemon an der Schnittstelle zwischen Gesetz und Gnade, zwischen Macht und Barmherzigkeit, zwischen verletzter Erinnerung und erlöster Zukunft.
Hier wird der Glaube kostspielig. Es ist leicht zu glauben, wenn der Glaube nichts verlangt. Es ist leicht, von Vergebung zu singen, wenn der Täter weit weg ist. Aber Philemons Glaube wurde dazu aufgerufen, durch den Raum zu gehen, demjenigen in die Augen zu schauen, der ihm Schaden zugefügt hatte, und Liebe statt Rache, Wiederherstellung statt Vergeltung, Brüderlichkeit statt Hierarchie zu wählen. Das Evangelium forderte ihn auf, etwas zu tun, was das Gesetz nie verlangt hatte: denjenigen, der ihn einst verraten hatte, wieder aufzunehmen und ihn als Familienmitglied zu betrachten.
Paulus befiehlt ihm das nicht. Er appelliert an die Liebe. Denn wahrer Glaube wird niemals erzwungen – er entsteht. Und Philemon wird still und ohne großes Aufsehen zu einer lebendigen Parabel des Kreuzes. Denn genau das hat Christus getan: Er hat diejenigen wieder aufgenommen, die weggelaufen waren, die Schulden derjenigen bezahlt, die gestohlen hatten, und seine Feinde „Brüder” genannt. Indem er Onesimus vergab, gehorchte Philemon nicht nur einem Brief, sondern spiegelte einen Erlöser wider.
Manchmal werden die größten Zeugnisse nicht von der Kanzel gesprochen, sondern im Wohnzimmer gelebt. Manchmal ist die lauteste Verkündigung des Evangeliums keine Predigt, sondern eine Entscheidung: Ich werde dich nicht so behandeln, wie es deine Vergangenheit verdient, sondern so, wie Christus meine behandelt hat. Philemon bewahrte den Glauben – nicht indem er sich an seine Rechte klammerte, sondern indem er sie in die Hände der Gnade legte.
by Jule with 1 commentHeute lesen wir Philemon und Kolosser 1 bis 4. Wir wünschen euch einen schönen und gesegneten Tag 😘
by Jule with no comments yethier als mp3, sowie weiteren ergänzenden Stoff
by Jule with 6 comments