• Heute lesen wir …

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

      Wir sind

      warum ihr beim Lesen der älteren Kommentare (bis 2013) den Eindruck habt, dass wir Zeugen Jehovas sind, erkläre ich hier ausführlich. Nur ganz kurz: NEIN, wir sind keine ZJ, sondern einfach nur Christen – ohne irgendeine Konfession, Dachverband oder Organisation über uns – die für Gott und sein Wort brennen und sich gerne mit anderen darüber unterhalten und austauschen

      Hier findest du die Daten zu unseren Treffen

      Unser Ziel

      … ist es, Menschen die Gott noch nicht kennen, zu ihm zu führen und mit seinem Wort bekannt zu machen; andere mit unserer Begeisterung für Gott und sein Wort anzustecken; einander zu ermuntern, im Glauben zu bleiben und zu wachsen; und einander zu helfen, ein ganz persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu entwickeln, zu bewahren und zu vertiefen.

      Die Bibel

      Wir betrachten die ganze Bibel als Gottes Wort und sie hat für uns oberste Autorität. Wir vertreten keine bestimmte Lehrmeinung, sondern beziehen auch gerne andere Meinungen und Auslegungen mit ein, denn jeder sollte sich selbst anhand der Bibel ein Bild machen

      Warum sagen wir „Jehova“?

      Bitte „entschuldigt“, aber Arnold Fruchtenbaum – ein Jude, der zu Christus gefunden hat, benutzt (ebenso wie die unrevidierte Elberfelder 1905) diesen Namen als Name Gottes und er hatte auch in einem Seminar mal erklärt, warum:

      Auch wenn wir aufgrund der Schreibart der Juden nicht genau wissen, wie der Name früher ausgesprochen wurde (die Juden selbst sprechen ihn überhaupt nicht aus), so wissen wir doch, dass die meisten Namen der Bibel, die ein „Je“ drin haben, von dem Namen Gottes abgeleitet sind, wie zum.B. Jesus, Jesaja, Jeremia – um nur einige zu nennen

      Viele sprechen den Namen heute gar nicht mehr aus, das HERR hat den Gottes Namen in der Bibel ersetzt. Die meisten Übersetzer, die den Namen drin gelassen haben, übersetzen ihn mit Jahwe. Der Name Jehova wird sehr ungern benutzt, da er an die Zeugen Jehovas erinnert…

      Wichtig ist, dass der Name überhaupt benutzt wird, wir werden es unter anderem auch bei den 10 Plagen noch sehen. Es steht dir also frei, Jahwe oder Jehova zu sagen.

      Wir benutzen wie Arnold Fruchtenbaum den Namen Jehova – aus den selben Gründen

      Guckst du auch hier:

      Weitere Seiten

      1. Ermunternder Ansprachen
      2. Unsere Gruppe im Zelt
      3. Familienblog
      4. Verschiedene Bibel Kommentare
      5. Material zum Verbreiten des Evangeliums
      6. BibelSeminare und Urlaub

      Neueste Kommentare

      • 4. Mose‬ ‭16‬:‭26‬-‭27‬, ‭31‬-‭33‬ ‭HFA‬‬ bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab
      • Volxbibel bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab
      • Jule bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab
      • Jule bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab
      • Jule bei Und wieder: kurz vorm Ziel driften sie ab

      Kategorien

      Meta

      • Anmelden
      • Feed der Einträge
      • Kommentar-Feed
      • WordPress.org

      Wir lesen als Gruppe jedes Jahr einmal chronologisch die Bibel und fangen mit 1. Mose an und hören mit der Offenbarung auf - mach doch mit 

    • Feb. 27thAchan dachte wahrscheinlich, dass niemand es jemals herausfinden würde

      Achan dachte wahrscheinlich, dass niemand es jemals herausfinden würde.

      So fangen versteckte Sünden oft an. Still. Vernünftig. Klein genug, sagen wir uns, um sie unter Kontrolle zu halten. Hast du dir schon mal insgeheim gesagt: „So schlimm ist es doch gar nicht“? Schließlich war Jericho gerade gefallen. Die Mauern waren ohne Schwerter oder Leitern eingestürzt. Die Leute waren beeindruckt von dem, was der Herr getan hatte. Im Lager herrschte Jubelstimmung.

      Und mitten in dieser Freude traf ein Mann eine geheime Entscheidung.

      Die Bibel erzählt die Geschichte klar und deutlich in Josua 7. Achan sah das Silber. Er sah das Gold. Er sah ein wunderschönes Gewand. Und etwas regte sich in ihm. In Josua 7,21 heißt es: „Als ich in der Beute ein wunderschönes Gewand aus Babylonien, zweihundert Schekel Silber und einen Goldbarren von fünfzig Schekel sah, begehrte ich sie und nahm sie. Sie sind in meinem Zelt im Boden versteckt, das Silber darunter.“

      Hast du die Schritte bemerkt? Er sah. Er wollte. Er nahm. Er versteckte.

      Er schwenkte den Schatz nicht in der Luft herum. Er prahlte nicht damit. Er grub ein Loch unter seinem Zelt, unter dem Platz, an dem seine Familie schlief. Bedeckt von Erde. Bedeckt von Schweigen. Aber niemals vor Gott verborgen.

      In Numeri 32,23 NIV heißt es: „Du kannst sicher sein, dass deine Sünde dich einholen wird.“ Das vergessen wir oft. Wir denken, wenn kein menschliches Auge es sieht, zählt es nicht. Aber der Herr sieht, was verborgen ist. Psalm 90,8 NIV erinnert uns daran: „Du hast unsere Ungerechtigkeiten vor dich gestellt, unsere geheimen Sünden im Licht deiner Gegenwart.“

      Kurz darauf zog Israel in den Kampf gegen Ai. Es war eine kleinere Stadt. Jericho war so leicht gefallen. Zuversicht lag in der Luft. Warum sollte es diesmal anders sein? Aber der Kampf wendete sich schnell. Die Männer rannten davon. Angst breitete sich aus. Einige verloren ihr Leben. Die Herzen der Menschen schmolzen dahin.

      Josua fiel vor dem Herrn in Trauer und Verwirrung mit dem Gesicht nach unten nieder. Wie konnte auf einen so großen Sieg eine Niederlage folgen?

      Der Herr antwortete mit Worten, die das ganze Lager erschüttert haben müssen. In Josua 7,11 heißt es: „Israel hat gesündigt; sie haben meinen Bund gebrochen, den ich ihnen geboten habe, zu halten.“

      Nicht nur Achan. Israel.

      Das ist für uns schwer zu verstehen. Wir leben als Individuen. Wir denken, dass unsere Entscheidungen privat sind. Aber das Leben im Bund ist anders. Ein versteckter Kompromiss kann viele beeinflussen. Eine stille Tat des Ungehorsams kann eine ganze Gemeinschaft schwächen.

      Diese Geschichte ist nicht leicht zu lesen. Sie sollte auch nie angenehm sein. Achans Sünde hob Gottes Verheißungen nicht auf, aber sie hielt ihren Fortschritt auf. Gott verließ sein Volk nicht, aber sein Schutz wurde aufgehoben, bis die Angelegenheit geklärt war. In Josua 7,12 NIV heißt es: „Ich werde nicht mehr mit euch sein, wenn ihr nicht alles vernichtet, was unter euch der Vernichtung geweiht ist.“

      Es gibt Momente, in denen Liebe konfrontiert. Nicht um zu verletzen, sondern um zu heilen.

      Die verborgenen Dinge wurden ans Licht gebracht. Achan gestand. Der Schatz wurde entdeckt. Die Wahrheit kam ans Licht. Und es folgte das Urteil. Die Schrift mildert die Schwere dieses Tages nicht. Dies war kein kleiner Fehler. Es war ein Bruch des Bundes am Rande der Verheißung.

      Gnade hebt die Verantwortung nicht auf. Barmherzigkeit bezeichnet Rebellion nicht als harmlos. Liebe ignoriert nicht, was ein Volk von innen heraus zerstören kann.

      Erst nachdem die Sünde gesühnt war, kehrte der Sieg zurück. Erst nachdem der Gehorsam wiederhergestellt war, fiel Ai. Die Lektion ist ernst, aber klar. Gott liegt die Heiligkeit seines Volkes sehr am Herzen. Nicht weil er grausam ist, sondern weil Kompromisse langsam das Herz zerfressen.

      Wie es in Hebräer 12,6 NIV heißt: „Denn der Herr züchtigt den, den er liebt, und er straft jeden, den er als seinen Sohn annimmt.“ Züchtigung ist keine Ablehnung. Sie ist ein Beweis der Zugehörigkeit.

      Diese Geschichte lässt mich innehalten und mein eigenes Leben betrachten. Nicht in Panik, sondern in Ehrfurcht vor Gott. Was habe ich entschuldigt, worüber Er bereits gesprochen hat? Was habe ich versteckt, anstatt es aufzugeben? Wo habe ich Schweigen mit Zustimmung verwechselt?

      Gehorsam endet nicht nach einem Wunder. Er geht nach dem Sieg weiter. Manchmal kommt die größere Prüfung, nachdem die Mauern gefallen sind.

      Jesus hat die Forderung nach Gehorsam nicht abgeschwächt. Er hat sie perfekt gelebt. Als er in der Wüste versucht wurde, entschied er sich für Treue statt für Bequemlichkeit. In Matthäus 4,10 NIV heißt es: „Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.‘“ Er hat uns gezeigt, wie Loyalität aussieht, wenn niemand sonst zusieht.

      Die Geschichte von Achan wurde nicht geschrieben, um uns zu zermürben. Sie wurde geschrieben, um uns wachzurütteln. Gott sieht, was wir verbergen, nicht um uns zu vernichten, sondern um uns wiederherzustellen. 1. Johannes 1,9 NIV gibt Hoffnung: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt.“

      Verborgene Sünde verliert ihre Macht, wenn sie ans Licht gebracht wird.

      Gott wünscht sich ein reines Lager, weil er ganz unter seinem Volk wohnen will. Seine Heiligkeit schützt uns. Seine Gebote bewahren unsere Zukunft. Seine Gegenwart ist der größte Schatz, viel größer als Silber, Gold oder schöne Gewänder.

      Also lass mich dich sanft fragen: Gibt es etwas, das unter deinem Zelt vergraben ist? Und welche Freiheit könnte entstehen, wenn du es heute in Gottes Hände legen würdest?

      Sieg entsteht dort, wo Gehorsam geehrt wird. Und der Gott, der sieht, stellt auch wieder her.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 26thWenn Gott einen Weg schafft

      🔥🌊 WENN GOTT EINEN WEG SCHAFFT: DER TAG, AN DEM EIN VOLK DURCH EINEN FLUSS GING
      📖 Josua 3–4

      Hast du schon mal vor etwas gestanden, das unmöglich zu überwinden schien? Eine Situation, die zu tief, zu breit oder zu gefährlich war? Stell dir vor, du stehst am Ufer eines reißenden Flusses und weißt, dass deine Zukunft auf der anderen Seite liegt – aber es gibt keine Brücke, kein Boot und keinen Weg nach vorne … es sei denn, Gott greift ein.

      Nach 40 langen Jahren in der Wüste stand das Volk Israel endlich am Ufer des Jordan – der letzten Barriere zwischen ihnen und dem Versprechen, das Gott ihnen gegeben hatte. Aber es war Hochwasserzeit. Der Fluss war nicht ruhig. Er war überflutet, wild und gefährlich. Menschlich gesehen war eine Überquerung unmöglich.

      Gott gab Josua eine seltsame Anweisung: Sag den Priestern, sie sollen mit der Bundeslade – dem Symbol für Gottes Gegenwart – in den Fluss steigen.

      Das war nicht nur ein Schritt der Bewegung.
      Das war ein Schritt des Glaubens.

      In dem Moment, als die Füße der Priester das Wasser berührten, passierte etwas Übernatürliches. Der reißende Fluss hörte auf zu fließen. Das Wasser staute sich weit stromaufwärts. Und vor den Augen des ganzen Volkes erschien trockener Boden, wo zuvor tiefes Wasser geflossen war.

      Familien überquerten den Fluss. Kinder überquerten den Fluss. Ältere Menschen überquerten den Fluss.
      Ein ganzes Volk durchquerte das, was ihnen zuvor drohte, sie zu ertränken.

      Gott teilte nicht nur den Fluss – er machte eine Aussage: 👉 Was vor dir steht, wird dich nicht davon abhalten, was ich für dich geplant habe.
      👉 Was dir unmöglich erscheint, ist bereits unter meiner Kontrolle.
      👉 Wenn du im Glauben handelst, handle ich mit Macht.

      Auf der anderen Seite sagte Gott ihnen, sie sollten zwölf Steine aus der Mitte des Flusses nehmen – als Andenken. Als Erinnerung daran, dass zukünftige Generationen, wenn sie fragen würden: „Wie seid ihr hierher gekommen?“, antworten würden: „Gott hat einen Weg geschaffen, wo es keinen gab.“

      Vielleicht stehst du heute an deinem eigenen Jordan.
      Vielleicht ist es Angst.
      Vielleicht ist es Herzschmerz.
      Vielleicht sind es finanzielle Schwierigkeiten.
      Vielleicht ist es das Warten auf ein Versprechen, das sich verzögert.

      Hör heute Folgendes:
      Derselbe Gott, der den Fluss gestoppt hat, wirkt immer noch.
      Deine Geschichte ist nicht am Ufer zu Ende.
      Dein Durchbruch ist vielleicht nur einen Schritt des Glaubens entfernt.

      Wenn du glaubst, dass Gott einen Weg für dich bereitet – auch wenn du ihn nicht sehen kannst –, dann sag „Amen“ und teile dies mit jemandem, der heute Hoffnung braucht. 🌍✨


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 25thJosuas langen Tag verstehen: als Gott die Sonne still stehen ließ

      JOSHUAS LANGER TAG VERSTEHEN: Als Gott die Sonne stehen ließ🌤

      Einer der krassesten Momente in der Bibel passiert mitten in einer heftigen Schlacht, als ein Typ es wagte, Gott um mehr Zeit zu bitten – und der Himmel antwortete.

      Josua 10 erzählt von Israels Kampf gegen die Amoriter. Als der Feind flüchtete, griff Gott selbst ein und warf „große Steine vom Himmel“, die mehr Menschen töteten, als Israels Schwerter jemals hätten töten können (Josua 10,11). Aber der entscheidende Moment kam, als Josua öffentlich betete:

      „Da sprach Josua zu Gott an dem Tag, als Gott die Amoriter vor den Kindern Israels auslieferte, und er sagte vor den Augen Israels:

      ‚Sonne, steh still über Gibeon;
      und Mond, im Tal von Aijalon!‘
      Da blieb die Sonne stehen
      und der Mond stand still,
      bis das Volk sich an seinen Feinden gerächt hatte“ (Josua 10,12–13).

      Die Schrift fügt ein bemerkenswertes Zeugnis hinzu:

      „Und es gab keinen Tag wie diesen, weder davor noch danach, dass der Herr auf die Stimme eines Menschen hörte; denn der Herr kämpfte für Israel“ (Josua 10,14).

      Was ist an diesem Tag passiert?

      DIE SPRACHE DER BEOBACHTUNG, nicht der Unwissenheit

      Erstens spricht die Bibel in der Sprache der Beobachtung – derselben Sprache, die wir heute verwenden. Wir sagen immer noch „Sonnenaufgang“ und „Sonnenuntergang“, obwohl wir wissen, dass sich die Erde dreht. Das ist kein wissenschaftlicher Fehler, sondern eine phänomenologische Beschreibung – die Beschreibung von Ereignissen, wie sie menschlichen Beobachtern erscheinen.

      Der Alttestamentler Gleason Archer erklärte: „Eine solche Sprache ist nicht als wissenschaftliche Aussage gedacht, sondern als Beschreibung aus der Sicht des Beobachters“ („Encyclopedia of Bible Difficulties“, Zondervan). Die Heilige Schrift vermittelt die Wahrheit in der Sprache der menschlichen Erfahrung, ohne dabei an Genauigkeit einzubüßen.

      Die Frage ist nicht, ob die Bibel eine Sprache der Beobachtung verwendet, sondern ob Gott ein Wunder vollbracht hat.

      DIE REALITÄT DER WUNDER

      Einige moderne Kritiker tun den Bericht als Poesie oder Legende ab. Aber der Text selbst ist als historische Erzählung geschrieben, nicht als Metapher. Er bezieht sich auf das Buch Jasher, eine alte historische Quelle, was darauf hindeutet, dass das Ereignis aufgezeichnet und in Erinnerung behalten wurde (Josua 10,13).

      Konservative Gelehrte bestätigen das göttliche Eingreifen. John Davis und John Whitcomb merkten an, dass das Phänomen, sei es durch veränderte Rotation, verlängertes Licht oder andere übernatürliche Mittel, „als Wunder angesehen werden muss“ („A History of Israel“, Baker Academic).

      Professor Leon Wood argumentierte, dass die hebräischen Verben unmissverständlich sind. Die Ausdrücke „stand still”, „blieb” und „eilte nicht unterzugehen” deuten auf eine tatsächliche Unterbrechung des normalen Zyklus hin. Er kam zu dem Schluss: „Nur eine tatsächliche Verlängerung des Tages entspricht der natürlichen Bedeutung des Textes” („A Survey of Israel’s History”, Zondervan).

      Dies war keine gewöhnliche Vorsehung – es war göttliche Souveränität über die Zeit selbst.

      DER GOTT, DER DIE SCHÖPFUNG BEHERRSCHT

      Die Heilige Schrift bekräftigt wiederholt Gottes Autorität über die kosmische Ordnung. Er schuf die Sonne, den Mond und die Sterne „als Zeichen und zur Bestimmung der Zeiten“ (Genesis 1,14). Er kann sie nach seinem Willen bewegen.

      Zu Hiskias Zeiten ließ Gott den Schatten der Sonne als Zeichen zurückwandern (2. Könige 20,10–11). Bei der Kreuzigung Christi wurde das Land für drei Stunden von Finsternis bedeckt (Lukas 23,44–45). Diese Ereignisse zeigen, dass der Schöpfer nicht an seine Schöpfung gebunden ist.

      Wie Psalm 135,6 sagt:

      „Was dem Herrn gefällt, das tut er, im Himmel und auf Erden.“

      Der lange Tag Josuas zeigt eine wichtige Wahrheit: Die Zeit selbst dient Gottes Plänen.

      DIE TIEFERE SPIRITUELLE BEDEUTUNG

      Das größte Wunder ist nicht astronomischer, sondern relationaler Natur. Josua beherrschte die Sonne nicht aus eigener Kraft. Er betete im Glauben, im Einklang mit Gottes Willen. Und Gott antwortete ihm.

      Jesaja verkündete später: „Ich bin Gott, und niemand ist wie ich, der von Anfang an das Ende verkündet“ (Jesaja 46,9–10). Der Gott, der die Geschichte lenkt, kann auch in das Leben einzelner Menschen eingreifen.

      Josuas langer Tag erinnert uns daran, dass Gott nicht weit weg ist. Er ist aktiv in die Angelegenheiten der Menschen involviert. Er verlängert die Zeit, öffnet Türen und erfüllt seine Ziele durch diejenigen, die ihm vertrauen.

      Die Sonne blieb nicht stehen, um Josua zu verherrlichen, sondern um den Gott zu verherrlichen, der für sein Volk kämpft.

      Und derselbe Gott regiert immer noch über Himmel, Erde und jeden Moment deines Lebens.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 24thEine der ungewöhnlichsten Schlachten in der Bibel

      Josua 6 erzählt von einer der ungewöhnlichsten Schlachten in der Geschichte Israels.

      Die Stadt Jericho war total abgesperrt.
      Ihre Mauern waren nicht nur symbolisch,
      sondern echte Verteidigungsanlagen,
      die das Eindringen verhindern sollten.

      Menschlich gesehen hatte Israel weder
      die Ausrüstung noch die Erfahrung,
      um solche Befestigungsanlagen zu durchbrechen.
      Aber der Herr gab ihnen keine
      konventionelle Strategie.

      Er befahl ihnen, zu Fuß zu gehen,
      die Stadt sechs Tage lang einmal täglich zu umrunden
      und am siebten Tag sieben Mal um sie herumzulaufen,
      während die Priester vor der
      Bundeslade Trompeten bliesen (Josua 6,3–5).

      Die Lade, ein Symbol für die Gegenwart des Herrn,
      stand im Mittelpunkt des Umzugs.
      Der Kampf wurde daher nicht
      als Kampf Israels gegen die Mauern Jerichos dargestellt,
      sondern als Handeln des Herrn im Namen
      seines Bundesvolkes.

      Als das Volk schließlich schrie,
      fiel laut Josua 6,20 die Mauer „flach“.

      Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf militärischer Strategie,
      sondern auf der Erfüllung dessen, was Gott bereits
      in Josua 6,2 versprochen hatte:
      „Siehe, ich habe Jericho in deine Hand gegeben.”

      Einige haben vermutet, dass die eingestürzten Mauern
      eine Art Rampe in die Stadt gebildet haben könnten.
      Und unabhängig davon, ob dieses Detail
      historisch rekonstruiert werden kann oder nicht,
      lenkt die Bibel selbst unsere Aufmerksamkeit
      auf etwas anderes, etwas Wichtigeres.

      Die theologische Bedeutung dieser Siegesgeschichte
      liegt im vertrauensvollen Gehorsam.

      Hebräer 11,30 reflektiert später dieses Ereignis
      und sagt: „Durch den Glauben fielen die Mauern von Jericho.“
      Das Neue Testament feiert nicht
      den architektonischen Einsturz, sondern betont das Vertrauen in Gottes Wort.

      Die Mauer, die Israel fernhalten sollte,
      konnte sich letztendlich nicht gegen den Plan des Herrn behaupten.

      Was wie ein Hindernis aussah,
      wurde Teil des Sieges.

      Die tiefere Lehre ist jedoch nicht, dass
      jede Schwierigkeit sichtbar zu
      Fortschritt oder sofortigem Erfolg führt.

      Die tiefere Lehre ist, dass Gott
      seine Ziele durch Gehorsam erreicht, der
      vielleicht klein, sich wiederholend oder sogar unscheinbar wirkt.

      Das Kreuz Christi ist das
      deutlichste Beispiel für dieses Muster.

      Was wie eine Niederlage aussah,
      wurde zum Mittel der Erlösung.

      Das Instrument der Hinrichtung wurde
      zur Grundlage der Versöhnung.

      In diesem Sinne verschwendet Gott nichts,
      was wie ein Verlust aussieht.

      Auch dort war der Weg mit Leiden,
      Warten und Missverständnissen verbunden,
      bevor das Licht der Auferstehung aufging.

      Für uns bedeutet das eine ruhigere Art von Zuversicht.
      Kämpfe fühlen sich vielleicht nicht immer wie
      Brücken zu offensichtlichem Segen an.

      Manchmal läutern, korrigieren oder demütigen sie uns.

      Aber in den Händen eines souveränen
      und treuen Gottes sind sie nicht leer.
      Derselbe Herr, der die Mauern von
      Jericho zum Einsturz brachte, bleibt auch jetzt
      seinen Verheißungen treu.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 10thWenn der Glaube gehorcht, bevor er versteht

      DIE MAUERN VON JERICHO – Wenn der Glaube gehorcht, bevor er versteht (Josua 6,1-27)

      Jericho war keine gewöhnliche Stadt.
      Sie war befestigt, erhöht und so gebaut, dass sie einschüchternd wirkte. Ihre Mauern waren ein lautes Zeichen der Unmöglichkeit – sie sagten jedem herannahenden Feind: „Du kommst hier nicht vorbei.“

      Doch Gott misst den Sieg nie an der Höhe der Mauern.

      Anstatt Israel einen Schlachtplan zu geben, der der menschlichen Logik entsprach, gab der Herr ihnen Anweisungen, die absolutes Vertrauen erforderten.

      „Marschiert sechs Tage lang einmal täglich um die Stadt herum … Am siebten Tag marschiert siebenmal um sie herum, und wenn ihr den Trompetenklang hört, schreit laut.“
      — Josua 6,3–5

      Keine Waffen.
      Kein Geschrei.
      Keine Verhandlungen.

      Nur Gehorsam.

      Sechs Tage lang marschierte Israel schweigend um das herum, was unüberwindbar schien. Jeder Schritt war ein Akt des Glaubens. Jeder stille Marsch erklärte: „Wir vertrauen Gott mehr als dem, was wir sehen.“

      Dann kam der siebte Tag.
      Als die Priester ihre Trompeten bliesen und das Volk seine Stimmen zum Lobpreis erhob, geschah das Unmögliche:

      „Als die Trompeten erklangen, schrie die Armee, und beim Klang der Trompeten, als die Männer laut schrien, stürzte die Mauer ein.“
      — Josua 6:20

      Die Mauern fielen nicht wegen des Lärms.
      Sie fielen, weil der Gehorsam vollkommen war.

      Jericho lehrt uns, dass Gott nicht von uns verlangt, das Wunder zu verstehen – er verlangt von uns, ihm während des Prozesses zu vertrauen. Manche Mauern fallen durch Stärke, andere durch Strategie, aber die größten Durchbrüche kommen durch treuen Gehorsam.

      Wenn du heute vor einem Jericho stehst – etwas, das unbeweglich, einschüchternd und außerhalb deiner Kontrolle zu sein scheint – denk daran:
      Deine Verantwortung ist Gehorsam. Gottes Verantwortung ist das Ergebnis.

      Und wenn Gott handelt, leisten Mauern keinen Widerstand – sie fallen.

      📖 Lies den vollständigen Bericht in Josua Kapitel 6.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 6thNicht weil wir stark waren, sondern weil wir gehorchten, auch wenn es keinen Sinn ergab

      Ich stelle mir vor, wie der mittlerweile alte Josua, mit gekrümmtem Rücken, aber immer noch funkelnden Augen, seinen Enkel an sich zieht und ihm zuflüstert: „Ich habe gesehen, wie Mauern fielen, nicht weil wir stark waren, sondern weil wir gehorchten, auch wenn es keinen Sinn ergab. Tu einfach das Richtige, mein Kind. Die Mauern werden fallen.“

      Ich sehe auch die Frau aus Sunem vor mir.
      Ihre Stimme ist ruhig, bis sie es nicht mehr ist.
      Sie erzählt ihren Enkeln von dem Tag, an dem ihr Vater starb, davon, wie sie ihn auf das Bett des Propheten legte und sich weigerte, der Verzweiflung das letzte Wort zu überlassen.
      „Ich wusste“, sagt sie und schluckt schwer,
      „ich wusste, dass alles gut werden würde.
      Gott schenkt uns nicht das Leben, um es uns dann grausam wieder zu nehmen.
      Er sieht uns.
      Er haucht uns wieder Leben ein.“
      Und selbst jetzt leuchten ihre Augen, als stünde sie noch immer in diesem Raum
      und sähe, wie aus der Stille ein Wunder entsteht.

      Ich sehe Hiob … Jetzt älter, umgeben von Kindern, die nicht dabei waren, als alles in Asche lag, als alles abgekratzt wurde und Stille herrschte.
      Er erzählt ihnen von ihren Brüdern und Schwestern, die auf der anderen Seite auf sie warten.
      Vielleicht krempelt er seine Ärmel hoch.
      Vielleicht zeigt er auf Narben, über die niemand jemals spricht.
      Vielleicht bringt er sie zurück an den Ort, an dem alles verbrannt ist,
      und sagt: „Genau dort.
      Dort habe ich den Herrn trotzdem gepriesen.“
      Und sie hören es in seiner Stimme:
      Gott ist immer noch würdig, selbst wenn der Boden unter dir nachgibt.

      Ich höre Ruth, sanft und bestimmt,
      zu müden Mädchen sprechen, die sich fragen, ob Treue überhaupt eine Rolle spielt.
      „Ich habe nicht nach Liebe gesucht“, sagt sie ihnen.
      „Ich war einfach da.
      Ich habe gedient, als niemand geklatscht hat.
      Und Gott hat mich dort gesehen.
      Das tut er immer.“

      Ich höre auch Paulus, älter und abgenutzt,
      wie er Namen nennt, die immer noch wehtun.
      Demas.
      Eine Pause.
      Ein Atemzug.
      „Aber Gott hat jede Leere gefüllt“, sagt er leise.
      „Das tut er immer.
      Er nimmt nie, ohne wieder zu geben,
      und zwar mehr.“

      Diese Geschichten hallen nach, weil sie nicht zu Ende sind.
      Sie werden immer wieder erzählt, weil sie etwas in uns heilen.
      Sie geben uns den Mut, morgen wieder aufzustehen,
      wenn uns der heutige Tag ausgelaugt hat.

      Und ich frage mich:
      Wer beobachtet mich gerade?
      Wer wird eines Tages meine Stimme brauchen, zitternd, aber ehrlich, die sagt: Ich war dort.
      Ich habe es überstanden.
      Und Jesus hat mich den ganzen Weg getragen.

      Diese Zeit fühlt sich endlos an.
      Schwer.
      Unfair.
      Aber sie ist nicht verschwendet.
      Sie wird zu etwas Größerem als meinem Schmerz.

      Denn Geschichten verändern den Lauf der Geschichte.
      Nicht die geschliffenen,
      sondern die ehrlichen.
      Die, die mit Tränen in den Augen erzählt werden.

      Man muss nur am richtigen Ort sein,
      zur richtigen Zeit,
      mit einem Herzen, das bereit ist zu sagen:
      „Ich erzähle dir, was Gott für mich getan hat.“

      Das ist nicht umsonst.
      Es gibt Menschen, die auf deine Stimme warten.
      Die auf den Beweis warten, dass der Glaube überlebt.

      Und eines Tages, wenn die Trauer zu einem Zeugnis geworden ist,
      wirst du erkennen, dass deine Geschichte zu der Hoffnung geworden ist,
      die jemand anderes brauchte, um durchzuhalten.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 5thDie Mauern Jerichos – vor dem Sieg kommt die Stille

      Wenn du denkst, dass die Mauern gefallen sind, weil sie geschrien haben, hast du das Geheimnis verpasst, das sie in der Stille gelernt haben.

      Wenn du dich fragst, warum es sich so anfühlt, als würde Gott in deinem Leben nicht eingreifen, oder warum es sich so anfühlt, als würde der Feind gewinnen, dann ist dieser Beitrag genau das Richtige für dich!

      Wir lieben den Teil, in dem die Mauern einstürzen. Wir erzählen diese Geschichte als Lektion darüber, wie man „seinen Durchbruch lautstark herbeiruft“, als ob Lautstärke gleichbedeutend mit Sieg wäre.

      Irgendwann wurde Lobpreis in unseren Köpfen zu einer Art Tauschgeschäft: „Wenn ich laut genug schreie, muss Gott das Problem lösen.”

      Wenn du vor einer unüberwindbaren Mauer stehst – einer Diagnose, einer Scheidung, einem Berg von Schulden –, ist der Ratschlag „Schrei einfach lauter” nutzlos.

      Was an diesem Tag in Jericho geschah, übersteigt jede Vorstellungskraft.

      Gott begann nicht mit einem Schrei. Er begann mit sechs langen Tagen der Stille; einer tiefen, unangenehmen, fast peinlichen Stille.

      Versetz dich mal für einen Moment in ihre Lage. Das waren Soldaten. Männer, die für Lärm ausgebildet waren. Männer, die vom Rausch eines Schlachtrufs lebten. Der Schrei war ihre Stärke, ihr Selbstvertrauen, ihre Waffe. Er sorgt für Adrenalin, schüchtert Feinde ein und gibt ihnen das Gefühl, mächtig zu sein.

      Einem Soldaten seinen Schlachtruf zu nehmen, ist wie ihm sein Schwert wegzunehmen. Es lässt ihn sich nackt fühlen.

      Stell dir diese sechs Tage vor: Sie umzingelten eine befestigte Stadt und starrten bewaffnete Feinde an, die sie gerne töten würden. Aber es war ihnen verboten, einen Laut von sich zu geben.

      Alles in ihnen muss geschrien haben: „Wehrt euch! Sagt etwas! Tut irgendetwas!“

      Und doch sagte Gott immer wieder: „Seid still.“

      Warum?

      Weil wir mit Lärm so tun, als hätten wir die Kontrolle. In der Stille geben wir endlich zu, dass wir sie nicht haben.

      Wenn dein Bankkonto leer ist, du deinen Job verloren hast, deine Hypothek fällig ist, deine Ehe angespannt ist und deine Gesundheit nachlässt, wird dir plötzlich klar, dass du die ganze Zeit über keine Kontrolle hattest.

      Gott musste ihnen ihre Tapferkeit, ihre Strategien und ihr Selbstvertrauen nehmen, bis nur noch die Abhängigkeit von ihm übrig blieb. Er ließ sie dumm dastehen, damit sie seinen Sieg niemals mit ihrer eigenen Stärke verwechselten.

      Und denk mal an die Leute in Jericho. Sie waren auf Geschrei, Chaos und das Gebrüll einer Armee vorbereitet. Worauf sie nicht vorbereitet waren, war eine stille Prozession, die eher wie ein Trauerzug als wie eine Schlacht wirkte.

      Stille kann beängstigend sein. Eine laute Armee sagt: „Wir kommen, um euch zu holen.“ Eine stille Armee sagt: „Gott ist schon da.“

      Diese Stille hat nicht nur Israel gedemütigt, sie hat Jericho erschüttert.

      Vielleicht bist du gerade in deiner eigenen stillen Zeit. Vielleicht fragst du Gott: „Warum tust du nichts? Warum muss ich immer noch warten?“

      Aber was, wenn Er dich nicht ignoriert? Was, wenn Er dir mentale Stille beibringt? Was, wenn Er darauf wartet, dass du aufhörst, dich auf deinen eigenen Lärm zu verlassen; deine Panik, deine Ausreden, deine Argumente und deine Versuche, alles selbst in Ordnung zu bringen?

      Der Schrei am siebten Tag war nicht das, was die Schlacht gewonnen hat. Es war einfach die Zustimmung; das „Amen“ zu einem Sieg, den Gott bereits in der Stille gesichert hatte.

      Du musst deine Mauern nicht niederbrüllen. Die Kraft liegt nicht darin, wie laut du bist. Sie liegt nicht darin, wie gut du in Zungen sprichst, wie viele Stunden du betest, wie viele Tage du fastest und betest oder wie viele Samen du säst. Sie liegt darin, wie sehr du dich hingibst.

      Kannst du Ihm genug vertrauen, um still zu sein? Kannst du es tatsächlich aushalten, lange genug still zu sein, damit Gott sich frei in deinem Leben bewegen kann?

      Ref: Josua 6,1-21

      © Ellis Enobun


      by Jule with 1 comment
    • Feb. 4thGott geht voran

      In Josua 3 steht Israel am Ufer des Jordan. Hinter ihnen liegt die Wüste. Vor ihnen liegt das Gelobte Land. Dazwischen liegt ein Fluss, der Hochwasser führt und mit menschlicher Kraft unmöglich zu überqueren ist. Das ist kein kleines Hindernis. Es ist eine Grenze, die das trennt, wo sie gewesen sind, von dem, wo Gott ihnen gesagt hat, dass sie hingehen sollen. Der Moment ist angespannt, weil das Volk nicht weiterziehen kann, wenn nicht etwas Unmögliches passiert.

      Dann gibt Gott eine Anweisung, die sein Herz offenbart. Er sagt dem Volk nicht, dass es als erstes ins Wasser gehen soll. Er sagt den Priestern, die die Bundeslade tragen, dass sie vor ihnen gehen sollen. In der Schrift steht: „Sobald die Fußsohlen der Priester, die die Lade des Herrn tragen, … im Wasser des Jordan stehen, wird das Wasser des Jordan versiegen“ (Josua 3,13, ESV). Der Fluss teilt sich nicht, bevor Gottes Gegenwart in ihn eintritt. Er teilt sich, weil Gottes Gegenwart in ihn eintritt.

      Die Bundeslade steht für die Gegenwart Gottes unter seinem Volk. Gott steht nicht sicher am Ufer und wartet ab, ob die Leute mutig genug sind. Er geht als Erster in die Gefahr hinein. Nicht die Leute testen das Wasser, sondern Gott. Bewegung folgt auf Gegenwart. Der Weg öffnet sich, weil Gott schon da ist.

      Dieser Moment in Josua ist eine klare Vorschau auf das Evangelium. Die Menschheit stand einst vor einem viel größeren Fluss als dem Jordan. Sünde, Tod und Trennung versperrten den Weg nach vorne. Wieder einmal forderte Gott die Menschen nicht auf, voranzugehen. Jesus ging uns voraus in den Tod. Die Schrift sagt uns: „Gott aber hat seine Liebe zu uns darin gezeigt, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5,8, ESV). Der Weg öffnet sich nicht, weil wir voranschreiten, sondern weil Er es bereits getan hat.

      Jesus fordert die Menschen nicht auf, sich allein in Gefahr zu begeben. Er begibt sich selbst ganz und gar in die Gefahr und bleibt dort, bis der Weg sicher ist. So wie die Priester mitten im Jordan standen, während das Volk auf trockenem Boden hinüberging, steht Jesus zwischen der Menschheit und dem Gericht. Die Erlösung beginnt mit der göttlichen Initiative, nicht mit menschlichem Mut.

      Angst entsteht oft, wenn Menschen glauben, dass sie selbst dafür verantwortlich sind, den Weg zu ebnen. Die Angst wächst, wenn die Zukunft ungewiss erscheint und der nächste Schritt riskant erscheint. Josua 3 stellt dies völlig neu dar. Die Gegenwart Gottes ist nicht hinter uns und wartet auf unseren Mut. Sie ist vor uns und bahnt den Weg.

      Wenn das Unbekannte überwältigend erscheint, sind wir aufgefordert, uns daran zu erinnern, wer als Erster den Schritt gewagt hat. Wenn Zweifel uns sagen, dass das Wasser zu tief ist, ist die Wahrheit, dass Christus bereits tiefer eingetreten ist. Wenn Sorgen uns fragen, was passiert, wenn etwas schiefgeht, finden wir die Antwort in dem Einen, der bereits vorausgegangen ist und dort geblieben ist, bis der Weg frei wurde.

      Der Jordan teilte sich, weil Gott hineinging. Das Grab öffnete sich aus dem gleichen Grund. Die Geschichte ist immer dieselbe. Gott geht voran. Die Menschen folgen ihm in Sicherheit. Und der Weg nach vorne wird nicht durch menschliche Kraft geformt, sondern durch die Gegenwart, die vor ihnen hergeht.


      by Jule with no comments yet
    • Feb. 3rdAchsah hatte den Mut, um mehr zu bitten

      Achsah wird oft als ein Name in Erinnerung behalten, den wir schnell überlesen.
      Aber ihre Geschichte hat eine stille Kraft.

      Sie bekam Land als Erbe.
      Ein Segen, ja, aber es war trockener Boden, nicht genug, um Leben zu erhalten…

      Also sprach sie sich aus.
      Nicht in Rebellion.
      Nicht aus Anspruchsdenken.
      Sondern mit Weisheit und Mut.

      Sie ging zu ihrem Vater Kaleb und sagte:
      „Du hast mir Land im Negev gegeben, gib mir auch Wasserquellen.“

      Und er hörte ihr zu.
      Er gab ihr die oberen und unteren Quellen.

      Achsah zeigt uns, dass Glaube nicht passiv ist.
      Dankbarkeit bedeutet nicht, dass man nicht mehr bitten muss.
      Und Schweigen ist nicht immer Demut.

      Manchmal gibt uns Gott das Land, fordert uns aber auf, um Wasser zu bitten.

      In unserer Zeit sind viele von uns dankbar für die Gelegenheit, den Job, die Berufung, die offene Tür, doch wir kämpfen still, weil wir nicht um das bitten, was wir zum Wachsen brauchen…

      Gott ist nicht beleidigt, wenn wir ihn aufrichtig bitten.
      Er ehrt den Glauben, der weiß, dass die Verheißung gut ist, aber auch weiß, dass sie nur durch seine Versorgung aufrechterhalten werden kann.

      📖 Josua 15,19
      „Gib mir auch Wasserquellen.“

      Glaube, der demütig bittet,
      erhält oft mehr als erwartet.


      by Jule with no comments yet
    • Jan. 21stDie Mauer Jerichos

      Es kommt ein Moment des Jubels!

      Es gibt Momente im Leben eines jeden Gläubigen, in denen sich die Verheißung Gottes nah anfühlt, aber etwas im Weg steht. Man kann sehen, was Er gesagt hat. Man weiß, was Er bestätigt hat. Aber zwischen dem Ort, an dem man sich befindet, und dem Ort, an den man berufen ist, steht eine Mauer. Hoch. Still. Einschüchternd. An diesem Punkt verlieren viele Menschen den Mut, aber genau hier vollbringt Gott oft sein größtes Werk.

      Die Geschichte von Jericho erinnert uns daran, dass Widerstand nicht gleichbedeutend mit Verzögerung ist und Widerstand nicht gleichbedeutend mit Ablehnung ist. Israel stand nicht vor Jericho, weil es vom Kurs abgekommen war. Es stand davor, weil es genau dort war, wohin Gott es geführt hatte. Die Mauer war kein Beweis für ein Scheitern. Sie war ein Beweis dafür, dass ein Durchbruch bevorstand.

      Gottes Anweisungen an Israel waren nicht so dramatisch, wie wir es oft erwarten. Es gab keine unmittelbare Konfrontation, keinen sichtbaren Fortschritt, keinen Applaus. Tag für Tag gingen sie einfach weiter. Sie trugen die Gegenwart Gottes in sich. Sie schwiegen. Sie gehorchten. Jeder Schritt war ein Akt des Vertrauens. Jede Runde war eine Erklärung, dass Gottes Wort wichtiger war als das, was ihre Augen sehen konnten.

      Beharrlichkeit ist oft still. Gehorsam ist selten auffällig. Doch der Himmel reagiert auf beides.

      Stellen Sie sich die Spannung jener Tage vor. Immer wieder an derselben Mauer vorbeizugehen. Immer wieder dieselben Echos zu hören. Keine Veränderung zu sehen. Und dennoch kamen sie am nächsten Tag wieder. Hier reift der Glaube. Nicht im Ruf, sondern im beständigen Gehorsam, der ihm vorausgeht. Sie gaben nicht am dritten Tag auf und wurden auch am fünften Tag nicht mutlos. Sie machten weiter, weil Gott gesprochen hatte.

      Dann kam der siebte Tag.

      Als der Moment gekommen war, sagte Gott ihnen, sie sollten ihre Stimmen erheben. Der Ruf war kein Schrei der Frustration. Es war eine Erklärung des Glaubens. Sie riefen nicht, um die Mauer zum Einsturz zu bringen. Sie riefen, weil Gott ihnen bereits den Sieg versprochen hatte. Der Ruf war der Klang des Gehorsams, der seine volle Kraft entfaltete.

      Und die Mauern fielen.

      Nicht weil Israel stark war, sondern weil Gott treu ist. Nicht weil der Plan sinnvoll war, sondern weil Gehorsam die Kraft Gottes freisetzt. Was jahrelang stand, brach in einem Moment zusammen, als Glaube und Gehorsam mit dem Himmel in Einklang kamen.

      Dies ist ein Wort der Ermutigung für alle, die sich heute müde fühlen.

      Wenn Sie in Gehorsam wandeln und immer noch auf Widerstand stoßen, geben Sie nicht auf. Wenn Sie tun, was Gott Ihnen aufgetragen hat, und keine sofortige Veränderung sehen, machen Sie weiter. Der Ruf kommt nicht vor dem Prozess. Er kommt, nachdem die Beharrlichkeit ihre Wirkung entfaltet hat.

      Viele sind versucht, zu früh zu jubeln oder zu früh aufzugeben. Aber Gott ehrt diejenigen, die treu bleiben, wenn niemand zusieht, wenn die Mauer noch steht, wenn der Fortschritt unsichtbar ist. Ihr Gehorsam ist nicht umsonst. Jeder Schritt zählt. Jeder Akt des Glaubens wird gewertet.

      Die Mauer, die Sie heute sehen, ist nicht von Dauer.
      Der Widerstand, den Sie spüren, ist nicht das Ende.
      Die Stille, durch die du gehst, wird nicht ewig andauern.

      Es kommt ein Moment des Jubels.

      Er wird nicht erzwungen sein.
      Er wird nicht hektisch sein.
      Er wird aus Vertrauen, Gehorsam und Ausdauer entstehen.

      Und wenn dieser Moment kommt, wird die Mauer nicht mehr stehen.

      Geh weiter.
      Vertraue weiter.
      Bleibe gehorsam.

      Der Moment des Jubels ist näher, als du denkst.


      by Jule with no comments yet
    • ‹ Older Posts

      Good Old Fashioned Hand Written Code by Eric J. Schwarz

        ein Liebesbrief!von unserem geliebten Freund Jehova

      • Biblische Seelsorge
      • Gemeinsam die Bibel lesen
      • Hauskreis Offenbarung